Das Finale der Copa Libertadores war eine gute Werbung für den Fußball in Südamerika, fast durchgehend super Stimmung und dazu noch ein rasantes Spiel.

Die Sieger von 2020 und 2019 trafen in diesem Finale aufeinander, ein ausgeglichenes Spiel wurde erwartet. Aber in Minute 5 wurde es für Flamengo bitter, mit einem Konter kam Palmeiras in den Strafraum, die unbesetzte Mitte wurde schließlich zum Verhängnis, Raphael Veiga wurde angespielt und er schob unhaltbar ins rechte Eck. 1 - 0 für Palmeiras. Die Mannschaft aus Sao Paulo lehnte sich dann phasenweise zurück, dadurch ergaben sich Chancen für Flamengo. Es wurde auf den Ausgleich gedrängt, man wurde die bessere Mannschaft. Das Spiel lief vor sich hin, in der 71. Minute kam aber Rio de Janeiro vor das gegnerische Tor. Gabriel Barbosa wurde im folgenden Angriff zum Architekten, mit einem Doppelpass verschaffte er sich Platz und aus spitzem Winkel probierte er es auf das kurze Eck, der Jubel brach aus, der Ausgleich. Ab diesem Moment war es jedem klar, dieses Spiel kann jetzt in jede Richtung gehen. Bis zum Abpfiff der 2. Halbzeit passierte nichts Erwähnenswertes mehr. Die Verlängerung begann mit einem Aufreger, Andreas Pereira und David Luiz unterschätzen das Pressing von São Paulo, Pereira verliert als letzter Mann den Ball an Deyverson, dieser rennt auf Diego Alves zu und schiebt zum 2 - 1 ein. Der Torschütze jubelt vor der Fankurve, diese Fans können ihr Glück nicht fassen, der Jubel ist groß, aber sind erst 95 Minuten gespielt. Es gibt ab diesem Moment nur noch ein Ziel, kein Gegentor mehr bekommen. Die Zeit rennt für Flamengo, man kommt nicht ernsthaft vor das Tor von Weverton. Wie es in einem Finale so oft ist, ein Fehler entscheidet über die ganze Saison. Die Mannschaft aus Rio kommt zu keiner echten Chance mehr und der Schiedsrichter pfeift die Verlängerung nach 120 Minuten ab. Die einen jubeln und weinen vor Glück, die anderen sind entsetzt und weinen aus Trauer, dieses Finale zeigt, der Fußball kann alles sein.

Es war eine Werbung für Südamerika, insbesondere Brasilien, wem der europäische Fußball zu langweilig ist und wem er zu viel Kommerz beinhaltet, ist der südamerikanische Fußball deutlich zu empfehlen.

M.A.