Seitdem Satoshi Nakamoto im Jahr 2008 sein White Paper veröffentlichte und Anfang 2009 die ersten Bitcoins geschöpft wurden, haben sowohl Kryptowährungen als auch die ihr zugrundeliegende Basistechnologie der Blockchain große Aufmerksamkeit erfahren. Hier muss man aber hinzufügen, dass es schon davor eine Währung namens eCash gab.
David Chaum der US-amerikanische Kryptologe, schrieb hierfür die Protokolle. Er ist der Erfinder einiger kryptographischer Protokolle und hatte maßgeblichen Anteil an der Fortentwicklung elektronischer Zahlungsmittel, namentlich eCash. Chaum gründete 1990 die Firma DigiCash, eine Firma für elektronische Geldgeschäfte und war Mitglied des Vorstandes. Außerdem war er 1982 der Gründer der Internationalen Vereinigung für Kryptologie-Forschung (International Association for Cryptologic Research, IACR).
Über die Jahre hat die Blockchain Technologie, die Anfangs auch als Time Chain bezeichnet wurde, mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Die Entwicklung der Blockchainanwendungen wird oft in drei Phasen unterteilt:
Blockchain 1.0
umfasst die Kryptowährungen
Blockchain 2.0
im wesentlichen SmartContracts im Finanzsektor innerhalb der Blockchain
Blockchain 3.0
Hier werden SmartContracts zu dezentralen autonomen Organisationseinheiten weiterentwickelt, mit eigenen Gesetzmäßigkeiten und einem hohen Autonomiegrad und das in nahezu allen Bereichen des Lebens.
Aktuell erschließen sich in einem rasanten Tempo zahlreiche neue Anwendungsfelder und Umsatzmöglichkeiten im Umfeld der bestehenden Blockchain Technologie, die weit über die virtuelle Währung hinausgehen.

Die Zukunft der Transaktionen!
Die heutige Blockchain basiert auf der dritten und damit neusten Generation von digitalen Netzwerken, nämlich auf verteilt dezentralisierten Netzwerken. Hier stehen Transaktionen im Vordergrund. Hierbei ist es egal ob von Kryptowährungen, Aktien, Dokumenten, Waren oder anderen Objekten. Sobald man teil des Netzwerkes wird, verwaltet man die vollständige Spiegelung der Blockchain. Alle Anwender können so zu jedem Zeitpunkt sehen, welche Transaktionen stattfinden, wem welches Asset wann gehörte, welche Transaktionshistorien bestimmte Objekte haben und so weiter.
Das alle Mitglieder miteinander vernetzt sind heißt aber nicht, dass jeder jeden beim Vornamen kennt. Öffentliche verteilt dezentralisierte Netzwerke arbeiten nämlich mit einer asymmetrischen Verschlüsselung. Alle Teilnehmer besitzen einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel und es ist letztendlich niemandem klar, wer sich genau hinter welchem Teilnehmer befindet oder auch versteckt. Diese Tatsache ist übrigens auch der Grund dafür, warum sich Blockchain-Systeme im Bereich der anonymisierten Datenverwaltung und auch im Finanzsektor immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Hacker und illegale Geschäfte mit Bitcoin?
Der Bitcoin wird immer wieder mit illegalen Geschäften und Hackern in Verbindung gebracht. Vor kurzem wurde sogar behauptet er sei gehackt worden. Eigentlich ist eher so, dass sich der Bitcoin, aufgrund verschiedener Tracking Tools (wie zum Beispiel elliptic), nicht für illegale Transaktionen eignet. Was aber nicht heißt, dass der Bitcoin selbst gehackt werden kann. Es ist nur ganz einfach so, dass jede Tür einen Schlüssel hat auf den man immer gut achten sollte. Gerade vor kurzem wurde durch die Blockchain Tracking Software elliptic eine Transaktion von Erpressern durch das FBI zurückverfolgt. Und auch hier konnte man zwar die Transaktion zurückverfolgen aber nicht die Bitcoins hacken.
Natürlich wird der Bitcoin auch für illegale Geschäfte benutzt, aber wirklich geeignet ist er hierfür nicht. Und wie bereits erwähnt, die digitale Währung ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten die eine Blockchain bietet.
Wie laufen Transaktionen in der Blockchain ab?
Bei Transaktionen in verteilt dezentralisierten Netzwerken (Blockchain) braucht es keine Intermediären, also Mittelsleute wie Banken, Regierungen oder kontrollierende Instanzen, die Geschäftsvorgänge möglicherweise zu eigenen Gunsten, beeinflussen könnten. Sicherheit erlangen die Transaktionspartner vor allem dadurch, dass alle Transaktionen im System festgehalten werden und kontinuierlich einsehbar sind. Für jedes Objekt ist also gespeichert, wer es zu welchem Zeitpunkt besessen hat. Nur wenn alle Transaktionen des betreffenden Objekts schlüssig und stimmig sind, kann der Überweisungsvorgang erfolgreich durchgeführt werden.

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