Politik ist für junge Menschen heutzutage wichtiger denn je. Von Fridays for Future bis zur Jungen Union: Alle, die sich politisch engagieren, verdienen unseren Respekt. Junge Menschen bringen neue Ideen und vertreten die Interessen einer oft vernachlässigten Generation.

Politik bedeutet aber nicht nur gute Ideen. Verantwortung, Erfahrung und Verständnis für die Nöte derer, die man vertritt, ist oft wichtiger, als ein abgeschlossenes Staatsexamen zu haben.  Dafür muss man nämlich mehr als Edmund Burke oder Marx' "der Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion" kennen, sondern schonmal in einem Unternehmen gearbeitet haben und von politischen Entscheidungen direkt betroffen gewesen sein.  

Denn mit Praxiserfahrung kommt nicht nur die Fähigkeit, besser abzuwägen, welche Entscheidungen dem Bürger am meisten Vorteil bringen, sondern auch eine freundschaftliche Konfrontation mit anderen Lebenswelten und Meinungen.

Wenn Kevin Kühnert z.B in einer Kanzlei Erfahrung gesammelt hätte, verstünde er vielleicht besser, warum die Kollektivierung von Eigentum keine gute Idee ist.

Philipp Amthor hingegen wäre womöglich davon abgekommen, von zwielichtigen U.S-Firmen über 250.000$ in Anteilsoptionen für eine Aufsichtsratsposition zu akzeptieren, wenn er  mehr basisdemokratische Arbeit geleistet hätte.

Das sind jetzt natürlich abstrakte Beispiele, doch Sie verstehen sicherlich, was ich meine.

​Die Beiden sind bestimmt keine schlechten Politiker. Ob sie aber jemals richtig gute Volksvertreter sein können, ist fraglich.  Außerdem: ein bisschen Bodenständigkeit tut jedem Politiker gut.

Meinungen und mehr können Sie auf meinem Blog https://www.benedictholland.com/kolumne lesen!