Leise klang die Melodie einer Sonate aus dem geöffneten Fenster, das zu einem weitläufigen Garten hinausführte. Die Gardinen schwangen leicht im Wind. Das fahle Mondlicht ließ den Garten mystisch, ja sogar fast gruslig erscheinen. Und trotzdem war es hell genug, dass keine Lampe benötigt wurde, wenn jemand zwischen den akkurat angelegten Blumenbeeten auf dem mit Kies bestreuten Wegen entlangschritt.

Hinter dem leicht erleuchteten Fenster waren zwei Personen zu sehen. Kerzenlicht flackerte im leichten Wind, der durch das Fenster in den Raum strömte. Durch die geöffneten Gardinen drang Mondlicht ein und erhellte das Zimmer ein wenig mehr.

Ein Mann saß an am Flügel und entlockte diesem die schönsten Töne. Die andere Person, eine Frau, lehnte am Musikinstrument und schaute dem Pianisten beim Spielen zu. Ihre Augen blitzten im Schein der Kerzen, wenn sie ihm ansah.

Sie schien sich ein wenig zu langweilen, denn sie begann, langsam auf und ab zu gehen. Dabei sah sie den Pianisten an und beobachtete genau seine Reaktionen. Die Absätze ihrer Schuhe klackerten leise auf dem Parkettboden.

Die Frau liebte es, ihren Freund zu reizen. Sie wusste genau, was zu tun war, um ihn zum Glühen zu bringen. Er mochte es, wenn sie einen kurzen, enganliegenden Rock und High Heels trug. Ihr langen Beine umschmeichelten zarte, glänzenden Strümpfe, die an einem Strumpfgürtel befestigt waren. Einer der Halter blitzte durch den Schlitz des Rockes, der den Oberschenkel des Beines freilegte und dessen Schönheit offenbarte.

Wie nebenbei strich die Frau ihrem Freund über die Schulter, kitzelte an seinem Ohr. Ihre Finger folgten dem Takt der Melodie der Mondschein-Sonate. Keck erkundeten sie seinen Körper und landeten am Ende in seinem Schritt. Erst jetzt beugte sie sich zu ihm herab und küsste ihn. Der Mann versuchte, sich nicht ablenken zu lassen. Doch es gelang ihm nicht.

Gierig griff er nach der Frau, die sich ihm sofort leise lachend entzog. „Nein, noch nicht“, flüsterte sie zu.

Dann begann sie erneut, sich lasziv durch den Raum zu bewegen. Sie forderte den Mann auf, weiterzuspielen, was dieser auch tat. Während er dem Klavier die schönsten Melodien entlockte, zog sie sich aus, bis sie nur noch in ihren Strümpfen und den High Heels vor ihm stand.

Sie lächelte ihn verschmitzt an, als sie bemerkte, welch Aufruhr ihr Anblick in seiner Hose erzeugte. Wie nebenbei strich sie über den Stoff, was dem Pianisten ein wollüstiges Stöhnen entlockte. Erneut wollte er nach der Frau greifen. Erneut wies sie ihn ab, setzte sich aber auf seinen Schoß. Nun spürte sie die Aufregung fast hautnah. Nur ihr Slip und seine Hose trennten sie.

„Komm“, flüsterte sie und begann, ihn auszuziehen. Sie wollte ihn. Jetzt! Hier! Sofort! Mit einer geschmeidigen Bewegung legte sie sich auf den Flügel, schaute den Mann einladend an.

Der wusste, was zu tun war. In wenigen Sekunden war er bei ihr, zog sie an sich. Ihre nackten Körper berührten sich. Sie stöhnten erregt auf. Als sie ihre langen Beine um ihn schlang und ihn zu mehr aufforderte, war es um ihn geschehen.

Und dann… dann spielten sie im Schein des Mondes ihre eigene Sonate.

© Sandy Reneé / 07.10.2021

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