Ich sah auf. 100 Meter denen ich Herr werden wollte. Ich nahm ein Schild und befestigte meinen Fuß in seinem Griff. Das Holz des Schildes war stark verbunden der Griff aus Tierknochen. Angst hatte ich, zu schlingern, doch es mussten eigentlich zwei Beine, zwei Füße auf zwei Schilde. Nunmehr traute ich meiner Eingebung nicht mehr. Ich versuchte mit dem zweiten Schild zu steuern. Ich nahm meine Gewalt und versuchte das Schild zu zerbrechen. Es gelang mit einem lauten Knirschen. Ich hielt das Schild in ein Zahnrad und es zerschmetterte in zwei ungleiche Teile. Ich hievte mich auf dieses Zahnrad und es ging mühsam voran. Es geschah wie in Zeitlupe. Ich konzentrierte meine Kraft auf meinen Fuß und ruderte mit beiden zerbrochenen Teilen den Weg.

Man kann es betrachten. Ein Weg, ein Ziel. Man stelle sich vor, ein General, der seinem Krieg, seiner letzten Schlacht entgegen ging, der Weg, ein Zahnrad nach dem anderen- Ich drohte abzurutschen in diesem Zahnradfeld. Bis auf die Mulde gliederte sich das Geschrader vom Tor durch das ich das Monument erreichte, bis zum Meiler. Ein 40.000 Km die Erde umspannendes Getriebe, das die etwa 25 Meter hohen und etwa 4 Meter breiten Spiegel justierte. Ich war dabei nach vorne zu kommen, in das Palindrom so wie es in der Vorhersagung beschrieben wurde.

Eigentlich ließen meine Hektik und meine Angst es nicht zu, da ich Angst hatte durch diese Räder meine Beine zu zerbrechen.

Auf dem Schild, es war etwa 50 mal 40 cm musste ich ständig lenken durch das zersplitterte Schild. Man musste auf die genauen Spitzen der Zähne, auf sagen wir die Dornen der Krone der einzelnen Räder sich stützen. Es geschah schnell und langsam, ich ruderte greis. Mein Schädel fühlte die 55 Grad. Oben boten die einzelnen Solarplatten, die aufgespannt waren, etwas Schatten. Ich kann nicht sagen, wie sehr, aber um jedes Zahnrad erhöhte sich der Durst und ich hatte nur den Schweiß meiner Stirn, den ich mit der Zunge von meinem Mund aufbleckte. Es war wahnsinnig, was ich mir vorgenommen hatte. Jedes Zahnrad in diesem Mechanismus dauerte ein paar Ewigkeiten. Man denke an ein Gleichgewicht, mehr Angst als Scheitern lag in meinem Sein. Ich erinnerte mich. Amen hieß So sei es und der gefallene Engel würde dieses So sei es verhindern, wenn ich aus dem Gleichgewicht kam. Die Spiegel schienen sich weiter zu positionieren… Ständig wurde um den Glutplanet etwas verstellt. Auch der Wind war zu Rauch geworden. Es ist die Endzeit. Feuer, Krieg, Dämonen, Armeen und dieser Meiler.

Die einst Erweckten, die Jahrhunderte lang Weinberge pflanzten hatten ja die Meiler bekämpft und die dämonischen Kinder hatten durch Verrat die Kontinente entzweit. Sie waren der Moloch, der Kriege.

Nur ich hatte keine Zeit mich zu erinnern, nur dieser Meiler war noch da. Vor Jahrhunderten gab es noch Dynamit und Panzer, es gab radioaktive Waffen und damit wurden die Meiler gesprengt.

Nur dieser eine war noch da. Und ich hatte nunmehr die Hälfte der Räder hinter mir gelassen. Ich fühlte mich nun sicherer, war aber ein paarmal von den Dornen der Räder abgerutscht und meine Ruder waren kürzer geworden. Es war ähnlich wie auf einem Boot, nur dieses Boot schützte nicht und es erforderte unheimliche Kraft sich zu tarieren…

Uwe Kraus

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