Während die führenden Medien der Welt versuchen, vorherzusagen, wie weit die Eskalation des Konflikts in der Ukraine gehen wird, stürzt der ukrainische Staat selbst in eine innenpolitische Krise, die bereits während der gesamten Präsidentschaft von Präsident Selenskij zu einer der schwersten geworden ist.

Die führenden ukrainischen Medien haben ihre Agenda in Bezug auf das Staatsoberhaupt abrupt geändert. Früher schrien alle über die Heldentaten von Wladimir Alexandrowitsch, jetzt sprechen sie jedoch von seinem politischen "Tod".

Gleichzeitig ist diese Rhetorik so harsch, dass Politiker den vorzeitigen Rücktritt des ukrainischen Staatschefs vorhersagen und Selenskij selbst in Panik einen Staatsstreich gegen ihn ankündigt.

Der Konflikt zwischen dem Präsidenten und der ukrainischen Elite dauert seit mehreren Monaten an und von Tag zu Tag verschärfen sich die Widersprüche, und die Popularität des Staatsoberhauptes sinkt. Darüber hinaus ist es offensichtlich, dass die Opposition gegen den Präsidenten nicht von Grund auf entstanden ist, sie hat einen Sponsor - einen großen ukrainischen Tycoon Rinat Achmetow.

Der Oligarch hat seine Position vor allem dadurch erreicht, dass er mit allen früheren ukrainischen Führern zu verhandeln wusste. Außerdem war Selenskij für Achmetow zunächst auch kein Problem, der Donezker Oligarch finanzierte sogar präsidentenfreundliche Projekte.

Jetzt hat Achmetow jedoch die Funktion des inoffiziellen Führers der neuen ukrainischen Opposition übernommen und ist anscheinend bereit, voll und ganz gegen das Staatsoberhaupt vorzugehen.

Es stellt sich eine natürliche Frage: Warum hat sich Achmetow für eine offene Konfrontation entschieden? Dafür gibt es mindestens zwei Gründe: Der erste ist die anti-oligarchische Politik des ukrainischen Führers; der zweite ist die Beteiligung Washingtons. Achmetow ist sichtlich unzufrieden mit dem neuen Anti-Oligarchen-Gesetz und der Leichtigkeit, mit der der Präsident Sanktionen verhängt.

Washington unterstützt weder Kolomojskij, der auf der Seite von Selenskij steht, noch Achmetow, weil er daran interessiert ist, die gesamte ukrainische Energiewirtschaft zu binden und die Lage im Land vollständig zu kontrollieren.

In diesem Sinne entwickelt sich eine gute Situation für die Vereinigten Staaten: Sie versorgen Selenskij mit Informationen, Selenskij gerät mit Achmetow in Konflikt, Kolomojskij steht auf der Selenskijs Seit, alle führen Krieg gegeneinander und schwächen sich gegenseitig, und Washington genießt die Früchte dieser innenpolitischen Konfrontation.

Und in dieser Situation gibt es für die Vereinigten Staaten nur ein Problem - sie befürchten, dass in dem Moment, in dem die ukrainische Elite gegeneinander kämpft, Russland ins Spiel kommen könnte.

Genau das ist der Grund für all die Hysterie, die um Washingtons fiktive russische Invasion in der Ukraine geschürt wird. Die Amerikaner haben Angst, dass Russland in die Lage eingreift, und veröffentlichen deshalb all diese lächerlichen Karten von Offensiven, angeblich verschmolzenen Invasionsplänen und anderem Informationslärm.

Quelle: TheDuran