1. Kandidat

Ich halte Laschet für eine Luftpumpe. Dieser Mann ist beratungsresistent und ich traue ihm nicht einmal im Ansatz das Kanzleramt zu.

Den eigentlichen Fehler beging die Union, als sie ihn statt Röttgen zum Vorsitzenden machte.

2. Ministerpräsidenten

Mit Ausnahme von D. Günther finde ich alle MPs unsäglich. Hans macht sein ganzes Bundesland zur Modellregion, Bouffier will nach Eintreten von Vorhersagen nicht von den Vorhersagenden lernen, Kretschmer geht nach einem Jahr in ein KH und versteht erst dann Corona.

3. Minister

  • Spahn: bemüht, aber unterm Strich zu viele Fehler
  • Karliczek: gänzlich ungeeignet
  • Altmaier: verspricht viel, kriegt wenig umgesetzt
  • Scheuer: komplett unfähig und vorsätzlich Schaden generierend
  • Klöckner: Macht Industriepolitik
  • Seehofer: scheut jede Aufarbeitung von Polizeikritik
  • Der einzige Minister der Union, der m. E. gute Arbeit macht, ist Gerd Müller. Und der geht in den Ruhestand.

4. Personal

Wenn die Union mit dem Gedanken spielt, Maaßen in den Bundestag zu schicken, spielt sie gefährlich mit dem rechten Rand. Dass das nicht funktioniert, hat Söder in Bayern schon bewiesen.

Amthor - ich verstehe nicht, was den inhaltlich auszeichnen soll, außer dass er erfrischend jung ist in dem Altherrenverein. Alleine die Verstrickungen in den Fall Augustus Intelligence disqualifizieren ihn für ein Mandat. Vielleicht nicht juristisch, ethisch aber sicherlich.

Eisenmann in BW. Was diese Frau von sich gab, war so krude, dass das Ergebnis der Wahl eigentlich niemanden überraschen konnte.

Das waren jetzt nur die negativen Beispiele. Suche ich positive, wird es wirklich schwer. Mit fällt Schäuble ein, der zwar erzkonservativ ist, dem ich aber gerne zuhöre, weil er seine Meinung begründen kann (auch wenn ich sie nicht immer teile) und nicht rumschwafelt.

Letztlich ein Trauerspiel. Eine so große Partei, eine so lange Tradition, so viele große Köpfe in der Vergangenheit und heute tue ich mir schwer, Personen zu finden, die ich schätze und denen ich das Land anvertrauen würde.

5. Inhalte

Die Union steht schon länger für nichts, außer Machterhalt. Unter Merkel hat das funktioniert, weil die Leute eigentlich zufrieden waren. Heute, mit Corona und ihrem Ausstieg, reicht das nicht. Und bis jetzt kein Programm zu haben, ist fahrlässig.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass Merkels asymmetrische Demobilisierung zwar zu Wahlsiegen führte, aber eine im Kern ausgehölte Partei zurück ließ. Dies ist am ehesten ihr anzukreiden.

6. Korruption

Die Maskenaffaire ist das greifbarste Beispiel. Der dadurch entstandene Schaden ist immens. Und das wird die Union noch Jahr(zehnt)e spüren.

Gleiches gilt für die Maut. Scheuer nicht feuern und zu zeigen, dass so ein Verhalten Konsequenzen hat, wird sich rächen. Wenn die CDU für etwas steht, dann verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Schlimmere Vergehen als Scheuers sind kaum vorstellbar.
Aserbaidschan / Nordmazedonien: Nicht so transparent, schlechter greifbar, aber wenn Abgeordnete für zweifelhafte Staaten Lobbyismus betreiben, wirkt das auf mich stark befremdlich.

7. Geschlossenheit

Früher DIE Stärke der Union. Heute macht jeder MP, was er will, die Werteunion flirtet offen mit der AfD, innerhalb der CDU muss Laschet um die Kandidatur kämpfen, mit Söder bringt er die Union an den Rande des Abgrunds ...

Fazit

Die Union ist derzeit eine Partei ohne klare Werte, schwer beschädigt durch Affairen und Personal, hat keine zugkräftigen Personen an der Spitze.

Ich wüsste nicht, was in einem unionsgeführten D 2025 besser wäre als heute!

All das geschrieben aus der Sicht eines Konservativen. Mit etwas Programm und guten Leuten wäre es ein leichtes für die Union, meine Stimme zu bekommen.

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