<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title><![CDATA[Publikum]]></title><description><![CDATA[Publikum]]></description><link>https://publikum.net/</link><image><url>https://publikum.net/favicon.png</url><title>Publikum</title><link>https://publikum.net/</link></image><generator>Ghost 3.99</generator><lastBuildDate>Sun, 31 May 2026 11:01:52 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://publikum.net/rss/" rel="self" type="application/rss+xml"/><ttl>60</ttl><item><title><![CDATA[Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready]]></title><description><![CDATA[<figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078405-1--3.jpg" width="1168" height="784"></div></div></div></figure><p>von Johannes Schütte</p><p>Drehbuch</p><p></p><p>Hier ist das ausführliche Drehbuch für eine 5-Minuten-Szene (aufgeteilt in verschiedene Segmente/Klappen), inklusive Regieanweisungen.<br>​Da ein herkömmlicher Film- oder Serienschnitt selten 5 Minuten am Stück ohne Schnitt auskommt, ist das Drehbuch in fünf aufeinanderfolgende Minuten-Szenen (Klappen) unterteilt, die zusammen die geforderte Gesamtlänge von 5 Minuten</p>]]></description><link>https://publikum.net/drehbuch-drachenplanet-perna-teil-356-rache-der-halbgotter/</link><guid isPermaLink="false">6a17e6272474692f79b48f27</guid><category><![CDATA[Film, Drehbuch]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Schütte]]></dc:creator><pubDate>Thu, 28 May 2026 06:55:11 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083105.png" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083105.png" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078405-1--3.jpg" width="1168" height="784" alt="Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready"></div></div></div></figure><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083105.png" alt="Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready"><p>von Johannes Schütte</p><p>Drehbuch</p><p></p><p>Hier ist das ausführliche Drehbuch für eine 5-Minuten-Szene (aufgeteilt in verschiedene Segmente/Klappen), inklusive Regieanweisungen.<br>​Da ein herkömmlicher Film- oder Serienschnitt selten 5 Minuten am Stück ohne Schnitt auskommt, ist das Drehbuch in fünf aufeinanderfolgende Minuten-Szenen (Klappen) unterteilt, die zusammen die geforderte Gesamtlänge von 5 Minuten ergeben.<br>​DREHBUCH: DER VERRAT VON PERNA<br>​Gesamtlänge: ca. 5 Minuten<br>​KLAPPE 1: DIE ARMEE DER VAMPIRE (Länge: 0:00 - 1:00 Min)<br>​INT. WIESE VOR DER VAMPIRBURG - TAG<br>​Die Kamera gleitet in einer weiten Kamerafahrt über die saftigen, grünen Wiesen vor der imposanten Salinaburg. Das dumpfe Klirren von Eisen auf Eisen und das raue Brüllen von Kriegern erfüllt die Luft.<br>​DREIHUNDERT SOLDATEN – eine furchterregende Mischung aus schuppigen DRACHENMENSCHEN und bleichen, agilen VAMPIREN – trainieren verbissen für den Ernstfall. Sie schlagen mit Schwertern aufeinander ein, schießen brennende Pfeile auf hölzerne Zielscheiben und schleudern Fässer voller brennendem Pech. Im Hintergrund brennen bereits zwei kleinere Nebengebäude der Burg kontrolliert ab, um das Szenario einer echten Belagerung zu simulieren.<br>​Zwei mächtige, angekettete Drachen stehen am Rand der Wiese und speien auf Kommando gewaltige Feuersbrünste in die Luft.<br>​REGIEANWEISUNG: Die Szene muss laut, chaotisch und kinetisch wirken. Die Schnitte sind schnell, um die Härte des Trainings der 300 Freiwilligen zu betonen. Die Kamera fängt den Schweiß und das Feuer im Detail ein.<br>​KLAPPE 2: DER PLAN DES GENERALS (Länge: 1:00 - 2:00 Min)<br>​EXT. BURGMAUER / AUSSICHTSPLATTFORM - CONTINUOUS<br>​GENERAL LUZIFAR (charismatisch, düster, in schwarzer Rüstung) steht auf einem hölzernen Podest und blickt mit verschränkten Armen kalt auf das Treiben hinab.<br>​Neben ihm steht der alte Vampirmagier MAGITAR, dessen Gesicht von tiefen Falten gezeichnet ist. In seiner Hand hält er einen hölzernen Stab, der schwach im Takt des Herzschlags seines treuen Drachen SVAR glimmt, der ruhig hinter ihm liegt.</p><p>​LUZIFAR<br>(ohne den Blick abzuwenden, düster)<br>Ich würde am liebsten Drachen für den direkten Angriff nehmen. Aber wir wissen einfach nicht, was uns dort draußen wirklich erwartet.<br>​MAGITAR<br>(schüttelt langsam den Kopf)<br>Fagora will das nicht, Luzifar, und ihr Wort ist maßgebend. Nur zur reinen Eigenverteidigung sollten wir die Drachen nutzen. Morgen ist das Drachenfest. Wir müssen uns jetzt voll und ganz auf diese Armee konzentrieren.<br>​Magitar hustet leicht und stützt sich schwerer auf seinen Stab. Das Glimmen verblasst merklich.<br>​MAGITAR (FORTSETZUNG)<br>Zudem verlässt mich meine Magie. Die Supernova da oben lässt nach... die Quelle meiner Kraft versiegt.<br>​REGIEANWEISUNG: Die Kamera wechselt in eine ruhigere Schuss-Gegenschuss-Einstellung. Der Kontrast zwischen Luzifars eiskalter Entschlossenheit und Magitars gebrechlicher, aber weiser Aura soll spürbar sein.<br>​KLAPPE 3: DIE OFFENBARUNG DES VERRATS (Länge: 2:00 - 3:00 Min)<br>​EXT. BURGMAUER / WEG ZUR WIESE - CONTINUOUS<br>​Luzifar dreht sich langsam zu Magitar um. Ein verschlagenes Lächeln legt sich auf seine Lippen.<br>​LUZIFAR<br>Ich werde jedenfalls zur Stelle sein, wenn Volthur kommt. Wir haben dann weitaus mehr vom Leben. Genau wie jene Vampire, die einst auf der fernen Erde lebten.<br>​Magitar starrt ihn fassungslos an. Er macht ein paar Schritte rückwärts in Richtung der Übungswiese, als müsste er Abstand gewinnen.<br>​LUZIFAR (FORTSETZUNG)<br>Das ist ein Planet, der gut dreizehn Lichtjahre von hier entfernt liegt. Fagoras Urahnen landeten damals auf Perna, um dieses Reich zu gründen. Wir können dorthin zurückkehren.</p><p>MAGITAR<br>(fassungslos, flüsternd)<br>Das ist mir gänzlich unbekannt... Aber was du da planst, Luzifar, das ist blanker Verrat an König Drakar! Du willst dich mit unserem schlimmsten Feind verbünden, um dir ein neues Leben aufzubauen?<br>​Magitar hält inne. Er blickt auf die trainierenden Soldaten hinab, dann zurück zu Luzifar. Ein langer, schwerer Moment des Schweigens vergeht. Magitars Blick verengt sich.<br>​MAGITAR (FORTSETZUNG)<br>Aber... vielleicht ist es besser, deinen Weg zu gehen, als dem von Fagora zu folgen. Sie führt uns nur in den Untergang.<br>​Luzifar zieht die Lippen zurück und entblößt genüsslich seine rasiermesserscharfen Vampirzähne.<br>​LUZIFAR<br>(zischend, siegessicher)<br>Wir werden uns mit Volthur verbünden. Auch ohne das Einverständnis von Drakar.<br>​REGIEANWEISUNG: Die Kamera geht ganz nah an Luzifars Gesicht heran (Close-Up), als er seine Zähne zeigt. Die Musik schwillt bedrohlich an und kündigt die heraufziehende Katastrophe an.<br>​KLAPPE 4: DER ANGRIFF AUS DEM HIMMEL (Länge: 3:00 - 4:00 Min)<br>​EXT. HIMMEL ÜBER DER BURG VON DRAKAR - TAG<br>​Ein plötzliches, ohrenbetäubendes Brüllen erschüttert die gesamte Szenerie. Die Sonne wird von einem gigantischen Schatten verdeckt.<br>​Am Himmel erscheint der majestätische Drache XANADUR. Doch sein stolzer Körper ist verändert: Dunkle, lilafarbene Magie durchströmt seine Adern wie glühendes Gift. Xanadur stößt eine gewaltige Salve aus heißem, blau-rotem Feuer direkt auf die Außenmauern von Drakars Burg hinab.<br>​Die Kamera schwenkt im Sturzflug auf den Rücken des Drachen. Dort reiten VOLTHUR und OSEKA. Volthurs Augen leuchten in finsterer Magie, während er die Zügel des manipulierten Drachen fest in den Händen hält.<br>​Unten auf der Wiese blickt Luzifar begeistert nach oben.<br>​LUZIFAR<br>(ruft triumphierend über den Lärm hinweg)<br>Da kommt Volthur! Und seht, auch Oseka ist bei ihm!</p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083108-1.png" width="1408" height="768" alt="Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Gemini_Generated_Image_ddh16mddh16mddh1-1.png" width="1408" height="768" alt="Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready"></div></div></div></figure><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/_b8055be9-2cbd-49e9-b359-fbe747ead38f-1.jpeg" width="1024" height="1024" alt="Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Gemini_Generated_Image_40vpt740vpt740vp.png" width="1408" height="768" alt="Drehbuch. Drachenplanet Perna Teil 356 . Rache der Halbgötter. Netflix-ready"></div></div></div></figure>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat]]></title><description><![CDATA[<p>358-8.Teil der Indie Fantasyserie Platz 1 weltweit von Josh Fagora und KI Gemini, Grok und anderen KIs.</p><p>Urheber Johannes Schütte, c by Johannes Schütte</p><p>Multi KI System dieser Serie Platz 1 weltweit!!</p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/82e4c0756e19788e832da15967b195db--3-.png" width="493" height="834"></div></div></div></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagoras-new-ara-flug-zum-dornfels/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagoras. New Ära. Flug zum Dornfels.</div><div class="kg-bookmark-description">278-38 Teil der Fantasyserie von Josh Fagora, KI Bing und</div></div></a></figure>]]></description><link>https://publikum.net/drachenplanet-perna-die-rache-der-halbgotter-luzifars-verrat/</link><guid isPermaLink="false">6a17dd492474692f79b48f03</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Schütte]]></dc:creator><pubDate>Thu, 28 May 2026 06:14:38 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083108.png" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083108.png" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083108.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><p>358-8.Teil der Indie Fantasyserie Platz 1 weltweit von Josh Fagora und KI Gemini, Grok und anderen KIs.</p><p>Urheber Johannes Schütte, c by Johannes Schütte</p><p>Multi KI System dieser Serie Platz 1 weltweit!!</p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/82e4c0756e19788e832da15967b195db--3-.png" width="493" height="834" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></div></div></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagoras-new-ara-flug-zum-dornfels/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagoras. New Ära. Flug zum Dornfels.</div><div class="kg-bookmark-description">278-38 Teil der Fantasyserie von Josh Fagora, KI Bing und Johannes Schütte</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2025/07/image_1745311973733-2-.jpeg" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagora-eisdrache-oseka-droht/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagora. Eisdrache. Oseka droht.</div><div class="kg-bookmark-description">299-3.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora, KI Bing. Monica AI und Urheber Johannes Schütte.</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2025/09/download--4--1.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/drehbuch-konigin-fagora-viskur-elbenstreitmacht/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Drehbuch Königin Fagora. Schwert Viskur. Elbenstreitmacht.</div><div class="kg-bookmark-description">281 .1.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora. KI Bing und Johannes Schütte --- Screenplay / Direction Scene Setup
Interior/Exterior: The entrance to Dornfels Mine at dawn
Lighting: Pale, diffuse morning light mixed with torch glow inside the mine
Sound: Soft breeze through rock fissures, distant …</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2025/07/image_1745829818990-1--2.jpeg" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/drachenplanet-perna-alinas-magie-kampf-dem-kampfdrachen/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Drachenplanet Perna. Alinas Magie. Kampf den Kampfdrachen.</div><div class="kg-bookmark-description">347-18.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora. Grok, Monica AI,Meta AI</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/04/1000080062--1-.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/drachenplanet-perna-keywords/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Drachenplanet Perna.Keywords.KI Fantasy, Platz 1, #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet</div><div class="kg-bookmark-description">* Drachenplanet Perna * Josh Fagora * Königin Fagora * Fagora Drachen * Drachenplanet Fantasy * Indie Fantasy Serie * Drachenplanet Perna lesen * Königin Fagora Fantasy * Drachenplanet Perna Grok AI * Game of Thrones ähnliche Serie * Biologische Drachen Fantasy * KI Fantasy Serie * E…</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078400-2.jpg" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/drachenplanet-perna-rache-der-halbgotter-volthur-und-oseka/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Drachenplanet Perna. Rache der Halbgötter. Volthur und Oseka. Drehbuch Perna</div><div class="kg-bookmark-description">Köngin Fagora. Die neue Ära. Familie Adamus.250- 3.Teil der Fantasyserie von
Josh Fagora und KI Bing
Urheber Johannes Schütte und nicht KI Bing.Johannes SchüttePublikum
[/kongin-fagora-die-neue-ara-familie-adamus/]Drachenplanet Perna. Rache der
Halbgötter. Die Versammlung des Hüterates.356- 6.Teil d…</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/JCujF.jpg" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></a></figure><p></p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000083107.png" width="1408" height="768" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></div></div></figure><p>Es war eine finstere Zeit der Aufrüstung auf dem Planeten Perna. König Donkrar von der Salinaburg hatte den Ernst der Lage erkannt und bereits vor geraumer Zeit damit begonnen, eine schlagkräftige Armee aufzustellen, um den drohenden Untergang durch den mächtigen Volthur abzuwenden. Es war Donkrar selbst gewesen, der den strategischen Marschbefehl erteilt hatte. </p><p>Dem Ruf des Königs folgten die Mutigsten des Reiches: Dreihundert Mann – eine entschlossene Mischung aus kampferprobten Drachenmenschen und unbarmherzigen Vampiren – hatten sich freiwillig für den gefährlichen Einsatz gemeldet. Königin Fagora ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nichts von den heimlichen Kriegsvorbereitungen auf der Burg, doch es war allen Beteiligten klar, dass sie sofort zur Burg eilen würde, sobald sie von dem Aufgebot erfuhr.</p><p><br>​Auf den weiten, saftigen Wiesen der Vampirburg herrschte reges und lautstarkes Treiben. Dreihundert Soldaten simulierten in harten Übungskämpfen den Ernstfall. Das Klirren von Schwertern hallte wider, Pfeile zischten durch die Luft, und der beißende Geruch von brennendem Pech und offenem Feuer lag in der Atmosphäre. Einige kleinere Nebengebäude der Burg waren kurzerhand als Kulisse für die Belagerung bereitgestellt und den Flammen geopfert worden, um den Kriegern ein realistisches Schlachtfeld zu bieten. Mittendrin standen zwei mächtige Drachen, die auf Kommando den Angriff probten und gewaltige Feuersbrünste aus ihren Schlünden stießen.</p><p><br><strong>​General Luzifar</strong> beobachtete das Spektakel mit kühlem, kalkulierendem Blick. Neben ihm stand der alte Vampirmagier Magitar, der einst aus Drakar gekommen war, sich hier beworben hatte und nun die Drachen für den Krieg schulte. Magitars eigene, tiefgründige Magie war eng mit seinem treuen Drachen namens Svar verbunden.</p><p>​„Ich würde am liebsten Drachen für den direkten Angriff nehmen“, sprach Luzifar düster zu dem Magier und verschränkte die Arme vor der Brust. „Aber wir wissen einfach nicht, was uns dort draußen wirklich erwartet.“</p><p><br><strong>​Magitar</strong> schüttelte langsam den Kopf, während sein Blick auf den trainierenden Truppen lag. „Fagora will das nicht, und ihr Wort ist in dieser Angelegenheit maßgebend. Nur zur reinen Eigenverteidigung sollten wir die Drachen nutzen. Verpönst du das Drachenfest morgen? Wir müssen uns jetzt voll und ganz auf diese Armee konzentrieren. Meine Kräfte sind ohnehin geschwächt. Leider habe ich nicht mehr allzu viel Magie übrig, weil das Leuchten der Supernova spürbar nachlässt.“</p><p><br>​Luzifar wandte sich dem Magier zu, und in seinen Augen blitzte ein gefährlicher Funke auf. „Ich werde jedenfalls zur Stelle sein, wenn Volthur kommt. Wir haben dann weitaus mehr vom Leben – genau wie jene Vampire, die einst auf der fernen Erde lebten. Das ist ein Planet, der gut dreizehn Lichtjahre von hier entfernt liegt. Fagoras Urahnen landeten damals auf Perna, um ein neues Reich zu gründen.“</p><p><br>​Der alte Magier hielt inne und staunte ungläubig über diese Worte. Dann setzte er sich langsam in Bewegung und ging ein paar Schritte in Richtung der Übungswiese, während er das Gehörte verdauen musste. </p><p>„Das ist mir gänzlich unbekannt“, gestand <strong>Magitar</strong> und drehte sich noch einmal zu dem General um. Seine Stimme senkte sich zu einem warnenden Flüstern. „Aber was du da planst, Luzifar, ist blanker Verrat an König Drakar. Du willst mit dem erklärten Feind ein neues Leben aufbauen?“</p><p><br>​Magitar machte eine lange Pause, zog die Stirn in tiefe Falten und dachte intensiv nach. Schließlich atmete er schwer aus. „Aber... vielleicht ist es besser, deinen Weg zu gehen, als dem von Fagora zu folgen.“</p><p>​Luzifar lächelte kalt bei diesen Worten. Er zog die Lippen zurück und zeigte genüsslich seine spitzen Vampirzähne. </p><p>„Wir werden uns mit Volthur verbünden“, zischte er siegessicher. „Auch ohne das Einverständnis von Drakar.“</p><p><br>​In diesem Moment verdunkelte sich der Himmel über ihnen. Ein gewaltiger Schatten legte sich über die Wiesen, und das mächtige Brüllen eines Drachen ließ die Erde erzittern. Es war der legendäre Drache Xanadur – die stolze Kreatur, von der Fagora einst im zarten Alter von zehn Jahren ihre eigene Magie empfangen hatte. </p><p>Doch Xanadur kam nicht als Freund. Dunkle, wabernde Magie durchströmte den massiven Körper des Drachen, während er mit weiten Flügelschlägen über die Burg von Drakar hinwegfegte. Heißes, vernichtendes Feuer schoss aus seinem Maul. Auf seinem Rücken saßen keine Geringeren als der grausame Volthur und die finstere Oseka, die das Untier lenkten.</p><p><br>​„Da kommt Volthur! Und seht, auch Oseka ist bei ihm!“, rief Luzifar mit triumphierender Stimme empor zum Himmel.</p><p><br>​Meilenweit entfernt, in der vermeintlichen Sicherheit ihrer eigenen Königsburg, lag Königin Fagora zu dieser Stunde in tiefem Schlaf. Plötzlich wachte sie schweißgebadet und mit rasendem Herzen auf. Ein schrecklicher Albtraum hatte sie aus dem Schlaf gerissen – oder vielmehr eine grausame Vision. Vor ihrem inneren Auge hatte sie Xanadur gesehen, gepeinigt von dunkler Magie, und auf seinem Rücken Volthur und Oseka.</p><p><br>​Neben ihr im königlichen Gemach schlummerte Lysander noch tief und fest. Ohne Rücksicht auf Verluste packte sie ihn und weckte ihn unsanft und unsanft rüttelnd auf. Fagoras telepathische Verbindung zu Xanadur war in diesem Augenblick so stark und schmerzvoll wie nie zuvor.</p><p><br>​„Wach auf, Lysander!“, rief sie voller Entsetzen und Tatendrang, während sie bereits aus dem Bett sprang. „Xanadur, Oseka und Volthur greifen Drakars Burg an! Ich spüre es! Ich muss sofort dorthin reisen!“</p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Gemini_Generated_Image_6t0akk6t0akk6t0a.png" width="1408" height="768" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Gemini_Generated_Image_ddh16mddh16mddh1.png" width="1408" height="768" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000080062--1-.png" width="1408" height="768" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></div><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/ce680a090fc15c0000ac8dff332d624e_1734882809069_0.webp-2--1.jpg" width="512" height="512" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000081438-4.jpg" width="810" height="1440" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></div></div></figure><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="chrome-extension://fhimbbbmdjiifimnepkibjfjbppnjble/static/global/src/static/monicaLogo.png" class="kg-image" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></figure><p>MonicaSeitenzusammenfassung</p><p>Eine finstere Zeit auf dem Planeten Perna: König Donkrar bereitet eine Armee vor, um die Bedrohung durch Volthur abzuwehren. <br>Eine Gruppe von 300 kampferprobten Drachenmenschen und Vampiren trainiert hart für den bevorstehenden Kampf. <br>General Luzifar und der Magier Magitar diskutieren über den Einsatz von Drachen und die schwindende Magie. <br>Luzifar plant Verrat und will sich mit Volthur verbünden, trotz der Loyalitätspflicht gegenüber König Donkrar. <br>Der legendäre Drache Xanadur, von dunkler Magie beherrscht, greift mit Volthur und Oseka die Burg an. <br>Königin Fagora hat eine Vision des Angriffs und macht sich bereit, sofort zu handeln.</p><h3 id="hauptpunkte">Hauptpunkte</h3><ul><li>König Donkrar rüstet seine Armee gegen Volthur auf.</li><li>Eine Eliteeinheit trainiert für den Kampf, während die Burg als Übungskulisse dient.</li><li>Magitar und Luzifar streiten über die Strategie, wobei Luzifar Verrat plant.</li><li>Xanadur, von dunkler Magie kontrolliert, wird zum Werkzeug des Feindes.</li><li>Fagora erkennt die Gefahr durch eine Vision und will eingreifen.</li></ul><p>Wird es Fagora schaffen ihren Drachen Xanadur von Volthur zu befreien, nur aus Liebe zur Magie. Und wie könnte sie oder anderen Personen es regeln, wieder Magie zu haben, wo die Supernova in ihrer Wirkung nachlässt. Und vor allen Dingen wie reagieren nun die Vampire, wo Oseka schon sich verbündet.</p><p>Johannes Schütte</p><p>29.5.26</p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Gemini_Generated_Image_7bs2fq7bs2fq7bs2.png" width="1408" height="768" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000080031-1.jpg" width="832" height="1248" alt="Drachenplanet Perna. Die Rache der Halbgötter. Luzifars Verrat"></div></div></div></figure>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bohrleute 130 - Strukturelle oder standortbezogene Ursachen?, mit Ariane Sophie]]></title><description><![CDATA[Angesichts der Masse der widersprüchlichen Reformvorschläge unternehmen wir es, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.]]></description><link>https://publikum.net/bohrleute-130-strukturelle-oder-standortbezogene-ursachen-mit-ariane-sophie/</link><guid isPermaLink="false">6a1723c72474692f79b48ef7</guid><dc:creator><![CDATA[Stefan Sasse]]></dc:creator><pubDate>Wed, 27 May 2026 17:04:39 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/DD-Banner-Podcasts-2.png" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/DD-Banner-Podcasts-2.png" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://vg02.met.vgwort.de/na/bac92b549cf24e46bac482882d6b579a" class="kg-image" alt="Bohrleute 130 - Strukturelle oder standortbezogene Ursachen?, mit Ariane Sophie"></figure><figure class="kg-card kg-embed-card"><iframe style="border-radius: 12px" width="100%" height="152" title="Spotify Embed: Bohrleute 130 - Strukturelle oder standortbezogene Ursachen?, mit Ariane Sophie " frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy" src="https://open.spotify.com/embed/episode/44xRQk7yV1m52iqB1gOHhM?si=-8pEqv3nTnO32T4srfu1WQ&amp;utm_source=oembed"></iframe></figure><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/DD-Banner-Podcasts-2.png" alt="Bohrleute 130 - Strukturelle oder standortbezogene Ursachen?, mit Ariane Sophie"><p>Angesichts der Masse der widersprüchlichen Reformvorschläge unternehmen wir es, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.</p><h2 id="shownotes-">Shownotes:</h2><p><a href="https://www.spiegel.de/kultur/sozialpolitik-wer-echte-reformen-will-muss-auch-geduld-haben-leitartikel-a-684b840b-e2b9-4372-b24f-2fba02fbc458">Wer echte Reformen will, muss auch Geduld haben</a></p><p>Im Leitartikel wird die These vertreten, dass die schwarz-rote Bundesregierung trotz öffentlicher Streitigkeiten überraschend weitreichende Reformen voranbringe. Der Spott über den ausgebliebenen „Frühling der Reformen“ greife zu kurz, weil tiefgreifende Veränderungen zwangsläufig Konflikte erzeugten. Gerade angesichts der Größe der Aufgaben sei es eher ein Zeichen politischer Realität, dass hart gerungen werde.</p><p>Als Beispiele für Fortschritte werden die Gesundheitsreform von Nina Warken, die Arbeit der Rentenkommission, ein neues Heizungsgesetz sowie Fortschritte bei der Verwaltungsdigitalisierung genannt. Auch außenpolitisch habe die Regierung Schritte zur stärkeren europäischen Eigenständigkeit unternommen, etwa durch Investitionen in die Bundeswehr und engere Kooperation mit der Ukraine.</p><p>Im Artikel wird betont, Deutschland stehe vor „großen objektiven Problemen“: Alterung der Gesellschaft, wirtschaftlicher Strukturwandel, technologische Rückstände und Klimawandel. Deshalb seien grundlegende Reformen unvermeidlich. Die Agenda 2010 unter Gerhard Schröder tauge dabei nur begrenzt als Vergleich, da die heutigen Herausforderungen umfassender seien.</p><p>Zugleich wird vor unrealistischen Erwartungen gewarnt. Reformen bräuchten Zeit, seien selten populär und würden oft erst verzögert wirken. Politische „Heldenfiguren“ könnten solche Prozesse nicht lösen. Stattdessen seien unvollständige, mühselige und pragmatische Anpassungen nötig, die Deutschland „ein klein wenig besser auf die Zukunft vorbereiten“ könnten.</p><p><a href="https://www.welt.de/debatte/article6a0b608959f82e59793946b8/koalitionskrise-merz-hat-noch-einen-pfeil-im-koecher.html">Merz hat noch einen Pfeil im Köcher</a></p><p>Im Kommentar wird argumentiert, Friedrich Merz verfüge trotz der Konflikte in der schwarz-roten Koalition noch über ein machtpolitisches Instrument: die Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers. Damit könne er Minister formell anweisen, bestimmte politische Vorgaben umzusetzen. Der Text zeichnet das Bild eines Kanzlers, der bislang „viele markige Worte gebraucht, aber wenig bewegt“ habe und nun Führungsstärke beweisen müsse.</p><p>Als Beispiel wird skizziert, Merz könne Arbeitsministerin Bärbel Bas anweisen, eine strengere Grundsicherung mit stärkeren Mitwirkungspflichten auszuarbeiten. Die Richtlinienkompetenz könne zwar keine parlamentarischen Mehrheiten ersetzen, aber sie zwinge Minister und Koalitionspartner dazu, Position zu beziehen. Weigere sich ein Minister, blieben dem Kanzler nur Rückzug, Entlassung oder die Eskalation bis hin zur Vertrauensfrage.</p><p>Im Artikel wird daran erinnert, dass Olaf Scholz dieses Instrument 2022 im Streit um den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke genutzt habe. Scholz habe damit den Koalitionskonflikt beendet und allen Beteiligten erlaubt, ihr Gesicht zu wahren. Auch Konrad Adenauer habe die Richtlinienkompetenz strategisch eingesetzt.</p><p>Die Autorin deutet an, Merz fehle bislang genau diese Entschlossenheit. Entscheidend sei weniger die juristische Form als die politische Führungskraft. Das Machtwort könne Blockaden lösen – falsch eingesetzt könne es die Koalition allerdings auch zerbrechen lassen.</p><p><a href="https://www.welt.de/debatte/plus6a0ebe2b69c19e49a1a59ee2/dgb-abgehobene-gewerkschaftsbonzen-das-ist-quark-lieber-herr-poschardt.html?cachebuster=true">Abgehobene Gewerkschaftsbonzen? Das ist Quark, lieber Herr Poschardt!</a></p><p>Im Gastbeitrag weist IG-Metall-Vizechef Jürgen Kerner die Kritik von WELT-Herausgeber Ulf Poschardt an angeblich „woken“ und weltfremden Gewerkschaften scharf zurück. Das Bild einer abgehobenen Funktionärselite sei ein „wirklichkeitsfernes Zerrbild“. Gewerkschaften und Betriebsräte seien keine ideologischen Apparate, sondern Vertreter der Beschäftigten selbst.</p><p>Kerner beschreibt Gewerkschaften als zentrale Stabilitätsfaktoren der Industriegesellschaft. In Krisen seien es oft Beschäftigte, die auf Einkommen verzichteten oder Arbeitszeit reduzierten, um Standorte zu retten. Gleichzeitig würden Managementfehler, kurzfristige Investoreninteressen und Werksschließungen ausgeblendet. Gewerkschaften entwickelten stattdessen Alternativkonzepte, organisierten politischen Druck und kämpften um industrielle Arbeitsplätze.</p><p>Die Vorstellung, ohne Gewerkschaften ließe sich die Deindustrialisierung besser bewältigen, bezeichnet er als „naiv“ und „gefährlich“. Die soziale Marktwirtschaft sei gerade wegen starker Gewerkschaften erfolgreich geworden. Kritik an Gewerkschaften dürfe nicht mit einer pauschalen Abwertung der Beschäftigten verwechselt werden.</p><p>Zugleich räumt Kerner ein, dass auch Gewerkschaften Fehler machten und sich erneuern müssten. Den Vorwurf einer entfremdeten Funktionärskaste hält er jedoch für widerlegt – unter anderem mit Verweis auf die laufenden Betriebsratswahlen, bei denen DGB-nahe Listen weiterhin große Mehrheiten erhielten. Die Geschichte vom „abgehobenen Gewerkschaftsbonzen“ sei daher „totaler Quark“.</p><p><a href="https://www.faz.net/premium/digitalwirtschaft/mobility/stellantis-und-leapmotor-chinas-einfluss-auf-europa-accg-200826189.html?share=LinkedIn">Europas Autoindustrie wird vom Hersteller zum Hüllenlieferanten</a></p><p>Im Artikel wird argumentiert, dass Europas Autoindustrie nicht einfach von chinesischen Herstellern verdrängt werde, sondern schrittweise ihre eigene Rolle verliere. Die klassische Wertschöpfung der europäischen Hersteller schrumpfe, weil entscheidende Technologien und Plattformen zunehmend aus China kämen.</p><p>Als Beispiel dient die ausgeweitete Kooperation zwischen Stellantis und Leapmotor. In Spanien sollen künftig Fahrzeuge beider Marken auf derselben elektrischen Architektur produziert werden. Entwicklung, Plattformen und Beschaffung würden dabei immer stärker standardisiert und chinesisch geprägt. Europäische Hersteller drohten so vom eigenständigen Produzenten zum bloßen „Hüllenlieferanten“ zu werden – zuständig vor allem für Design, Marke und Vertrieb.</p><p>Im Text wird beschrieben, dass die eigentliche Macht künftig bei zwei Ebenen liege: oben bei digitalen Mobilitätsplattformen, unten bei chinesischen Technologie-, Batterie- und Rohstoffnetzwerken. Dazwischen verliere die traditionelle europäische Industrie ihre Kontrolle über zentrale Teile der Wertschöpfungskette.</p><p>Die Gefahr bestehe weniger in spektakulären Werksschließungen als in einer schleichenden Abhängigkeit. Chinesische Unternehmen kontrollierten bereits große Teile der Batterietechnik, Rohstoffverarbeitung und Fahrzeugarchitekturen. Europäische Konzerne würden dadurch schneller und günstiger produzieren können, zugleich aber technologisch austauschbarer werden.</p><p>Der Artikel zeichnet damit das Bild einer Industrie im strukturellen Machtverlust: Europas Autobauer könnten äußerlich bestehen bleiben, während die eigentliche industrielle Substanz zunehmend aus China komme.</p><p><a href="https://www.stern.de/politik/deutschland/spd-grummeln-wegen-arbeitszeitreform---unverstaendliche-diskussion--37404978.html?utm_medium=posting&amp;utm_source=twitter&amp;utm_campaign=stern_fanpage">Abkehr vom Acht-Stunden-Tag: Muss Bärbel Bas einen Aufstand fürchten?</a></p><p>Im Artikel wird beschrieben, wie die geplante Reform der Arbeitszeitregelung die SPD in einen Konflikt mit ihrer traditionellen Basis bringe. Die schwarz-rote Koalition wolle den klassischen Acht-Stunden-Tag zugunsten einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit flexibilisieren. Gewerkschaften sähen darin jedoch einen Angriff auf eine historische Errungenschaft der Arbeiterbewegung.</p><p>Besonders Bärbel Bas gerate dadurch unter Druck. Bei einem Auftritt vor dem Deutscher Gewerkschaftsbund sei sie mit Protesten konfrontiert worden; an ihrem Wahlkreisbüro seien Schmähungen aufgetaucht. Bas betone zwar, dass sie das Thema eigentlich nicht anfassen wolle, zugleich sei die Reform aber im Koalitionsvertrag vereinbart worden.</p><p>Im Artikel wird geschildert, dass auch innerhalb der SPD erhebliche Skepsis wachse. Landespolitiker wie Steffen Krach oder Armin Willingmann hielten die Debatte für unverständlich oder warnten vor einem Abbau von Arbeitnehmerrechten. Kritiker fürchteten, dass Arbeitstage faktisch deutlich länger werden könnten, besonders in schlecht organisierten Branchen.</p><p>Gleichzeitig wird argumentiert, dass die Reform auch Chancen bieten könne. Die SPD könne versuchen, sich als moderne Arbeiterpartei neu zu positionieren, die flexiblere Arbeitsmodelle anerkenne und gleichzeitig Schutzrechte sichere. Voraussetzung sei jedoch eine starke Arbeitszeiterfassung und eine enge Abstimmung mit Gewerkschaften.</p><p>Der Artikel zeichnet damit das Bild einer Partei im strategischen Dilemma: Zwischen wirtschaftlichem Reformdruck, Koalitionsdisziplin und ihrer traditionellen Bindung an Gewerkschaften müsse die SPD einen Kurs finden, ohne ihre eigene Identität weiter zu beschädigen.</p><p><a href="https://www.t-online.de/nachrichten/kolumne-uwe-vorkoetter/id_101258664/merz-und-der-acht-stunden-tag-absurdeste-politische-kraftprobe.html">Was soll das?</a></p><p>In der Kolumne wird die Debatte um den Acht-Stunden-Tag als „absurdeste politische Kraftprobe“ der aktuellen Koalition beschrieben. Der Autor argumentiert, dass sich die Regierung in einem symbolischen Konflikt verliere, obwohl wesentlich größere Probleme wie Rente, Pflege oder Staatsfinanzen ungelöst seien.</p><p>Historisch werde daran erinnert, dass der Acht-Stunden-Tag 1918 eine zentrale Errungenschaft der Gewerkschaftsbewegung gewesen sei. Später hätten Gewerkschaften zudem die 40- und schließlich die 35-Stunden-Woche erkämpft. Deshalb wirke es widersprüchlich, wenn heute mit Parolen wie „Mit Macht für die 8“ ein Modell verteidigt werde, das tariflich vielerorts längst überholt sei.</p><p>Der Text betont, dass die geplante Reform keine generelle Verlängerung der Arbeitszeit vorsehe. Vielmehr solle die tägliche Höchstgrenze flexibler gestaltet und stärker an einer Wochenarbeitszeit orientiert werden, wie es europäische Regeln bereits erlaubten. Beispiele aus Gastronomie oder IT sollten zeigen, dass starre Tagesgrenzen in modernen Arbeitswelten oft unpraktisch seien.</p><p>Scharf kritisiert wird Bärbel Bas. Im Artikel heißt es, sie distanziere sich öffentlich von einem Koalitionsvorhaben, das sie selbst mit ausgehandelt habe. Dies zeige die Schwäche von Kanzler Friedrich Merz und die innere Zerrissenheit der Koalition.</p><p>Abschließend wird gefordert, den Konflikt pragmatisch zu entschärfen. Statt sich am Arbeitszeitgesetz aufzureiben, solle die Regierung ihre politische Energie auf größere Reformfelder konzentrieren – insbesondere auf die Rentenpolitik.</p><p><a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6a1548be3985a21ca16515af/kanzler-rochade-mit-wuest-der-cdu-schattenmann-und-die-frage-wie-lange-der-liebe-friedrich-auf-ihn-bauen-kann.html">Der CDU-Schattenmann und die Frage, wie lange „der liebe Friedrich“ auf ihn bauen kann</a></p><p>Im Artikel wird beschrieben, wie innerhalb der CDU zunehmend über einen möglichen Austausch von Kanzler Friedrich Merz spekuliert werde. Auslöser seien schlechte Umfragewerte, Autoritätsverluste und Konflikte innerhalb der schwarz-roten Koalition. Als möglicher Nachfolger werde vor allem Hendrik Wüst genannt, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.</p><p>Der Text zeichnet Merz als angeschlagenen Kanzler, der sich selbst beim „Heimspiel“ in seiner Sauerländer Hochburg zunehmend unter Druck sehe. Seine Regierung wirke zerstritten, zentrale Vorhaben scheiterten oder würden von den eigenen Leuten nicht mitgetragen. Besonders die Niederlage bei der geplanten Entlastungsprämie habe gezeigt, dass selbst CDU-geführte Länder nicht mehr automatisch hinter ihm stünden.</p><p>Wüst erscheine dabei als „Schattenmann“ der Partei: loyal genug, um nicht offen gegen Merz zu arbeiten, aber präsent genug, um als Alternative wahrgenommen zu werden. Im Artikel wird betont, dass Wüst geduldig agiere und derzeit eher die Stimmung in Partei und Öffentlichkeit teste. Sein Vorteil sei das Alter – mit 50 Jahren könne er auf einen günstigeren Zeitpunkt warten.</p><p>Zugleich wird deutlich gemacht, dass es bislang keine konkreten „Putschpläne“ gebe. Vielmehr werde in Szenarien gedacht, etwa für den Fall eines Koalitionsbruchs nach den anstehenden Landtagswahlen. Dann könnte die Frage entstehen, wer die Union künftig anführen solle und mit welchen Mehrheiten regiert werden könnte.</p><p>Im Hintergrund stehe ein alter Konflikt zwischen Merz und Wüst über den Kurs der CDU. Während Merz stärker konservative Akzente setze, habe Wüst wiederholt für einen „Mitte-Kurs“ geworben. Der Artikel beschreibt die Situation daher weniger als offene Revolte denn als schleichenden Autoritätsverlust eines Kanzlers, dessen Machtbasis brüchiger werde.</p><p><a href="https://www.welt.de/debatte/article6a1576103985a21ca16519fa/spd-wie-baerbel-bas-die-migration-verherrlicht-und-die-deutschen-beleidigt.html">Wie Bärbel Bas die Migration verherrlicht – und die Deutschen beleidigt</a></p><p>Im Kommentar wird Bärbel Bas scharf dafür kritisiert, Migration zu positiv darzustellen und Probleme der Zuwanderungspolitik zu verharmlosen. Die Autorin argumentiert, dass Deutschland zwar viele Menschen einbürgere und integrierte Migranten brauche, zugleich aber zu viele Personen ins Land kämen, die langfristig von Sozialleistungen abhängig seien.</p><p>Besonders hervorgehoben wird die Behauptung, mittlerweile sei „jeder zweite Bürgergeldempfänger Ausländer“ und zwei Drittel hätten einen „Migrationshintergrund“. Dies wird als Zeichen einer strukturellen Fehlentwicklung interpretiert. Ursache sei eine Politik „offener Grenzen“, die unter Angela Merkel begonnen und später von Ampelparteien fortgeführt worden sei. Kritisiert wird außerdem, dass Abschiebungen und Rückführungen kaum funktionierten.</p><p>Der Text wirft der SPD vor, die Realität auszublenden. Anlass ist eine Aussage von Bas, wonach niemand „in unsere Sozialsysteme einwandere“. Laut Artikel hätten selbst SPD-Kommunalpolitiker widersprochen, weil Kommunen die Belastungen durch Migration unmittelbar spürten – etwa bei Schulen, Wohnraum und Sozialausgaben.</p><p>Besonders empört zeigt sich die Autorin über eine Rede von Bas, in der mehr Zuwanderung angeblich als Schutz vor einer „einheitsgrauen“ oder „einheitsbraunen“ Gesellschaft dargestellt worden sei. Dies wird als pauschale Diffamierung von Kritikern der Migrationspolitik interpretiert. Der Kommentar argumentiert, Bas verherrliche Migration „per se“ und beleidige damit Bürger, die zwar Fachkräftezuwanderung befürworteten, aber eine unkontrollierte Einwanderung in den Sozialstaat ablehnten.</p><p>Insgesamt zeichnet der Text das Bild einer SPD, die aus ideologischen Gründen offensichtliche Probleme der Migrationspolitik nicht benennen wolle und damit den gesellschaftlichen Unmut weiter verstärke.</p><p><a href="https://www.welt.de/debatte/plus6a16a11bd3089965c465914f/fruehjahrsgutachten-das-schreckensszenario.html">Das Schreckensszenario</a></p><p>Im Kommentar wird das Frühjahrsgutachten des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als drastische Warnung vor einer finanziellen Überlastung des Sozialstaats interpretiert. Die Wirtschaftsweisen hätten vorgerechnet, dass ohne Reformen die Sozialabgaben bis 2040 auf etwa 50 Prozent des Lohnes steigen könnten. Dies wird als „Schreckensszenario“ beschrieben, das Arbeitnehmer und Unternehmen demotivieren und die wirtschaftliche Dynamik ersticken könne.</p><p>Besonders im Fokus stehen die Systeme für Rente, Pflege und Gesundheit. Laut Artikel seien „unpopuläre Einschnitte“ unvermeidlich. Gefordert würden niedrigere Leistungen sowie mehr Eigenverantwortung der Versicherten. Der Kommentar kritisiert, dass frühere Regierungen von SPD und CDU die gute Wirtschaftslage seit 2014 genutzt hätten, um teure Sozialleistungen auszuweiten, statt auf die Alterung der Gesellschaft vorzubereiten.</p><p>Als Beispiele nennt der Text die „Mütterrente“, die „Rente mit 63“ und die Aussetzung des Demografiefaktors. Auch in der Pflegeversicherung seien Leistungen immer stärker ausgeweitet worden. Anders als Länder wie Schweden oder die Schweiz habe Deutschland keine ausreichenden Vorsorgen gegen die demografische Entwicklung getroffen.</p><p>Die Autorin argumentiert, die heutigen rentennahen Jahrgänge hätten deutlich geringere Belastungen getragen als die jüngeren Generationen künftig schultern müssten. Deshalb sei eine Korrektur der bisherigen Politik nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern auch eine Frage der Fairness zwischen den Generationen.</p><p>Insgesamt zeichnet der Artikel das Bild eines Staates, der Gefahr laufe, seine wirtschaftliche Grundlage zu untergraben, wenn er die Sozialausgaben nicht begrenze. Reformen seien zwar politisch schwierig, könnten das „Schreckensszenario“ aber noch verhindern.</p><h2 id="resterampe">Resterampe</h2><ul><li><a href="https://x.com/ArianeSophie85/status/2057495850851381260?s=20">Boomer-Bauch</a></li><li><a href="https://x.com/ArianeSophie85/status/2055408544552308854?s=20">Rolle der Gastro</a></li></ul><h2 id="transkript-">Transkript:</h2><p>00:00:00.03<br>Stefan Sasse<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von den Bohrleuten.</p><p>00:00:04.57<br>Stefan Sasse<br>Es passiert viel in Deutschland.</p><p>00:00:06.25<br>Stefan Sasse<br>Ein Ruck geht durch das Land.</p><p>00:00:07.82<br>Stefan Sasse<br>Eine nach dem anderen, um genau zu sein.</p><p>00:00:09.54<br>Stefan Sasse<br>Wir haben Rücke, wir haben Erwartungshaltungen.</p><p>00:00:12.42<br>Stefan Sasse<br>Die Republik dreht in hoher Drehzahl, aber auf der Stelle still.</p><p>00:00:16.52<br>Stefan Sasse<br>Das ist zumindest der Eindruck, den sowohl ich als auch die Trash-Kolumnistin der Herzen haben, die umstrittenste Person in diesem Podcast.</p><p>00:00:22.68<br>Stefan Sasse<br>Hallo Ariane.</p><p>00:00:23.100<br>Ariane<br>Hallo Stefan, hallo liebe HörerInnen.</p><p>00:00:27.25<br>Stefan Sasse<br>Wir haben heute gar nicht so wie üblich ein stringentes Oberthema, das wir durchgehen wollen, sondern machen mehr mal wieder eine Folge Vermischtes, wo wir uns anschauen wollen, was geht gerade in der allgemeinen Reformdebatte, weil hier so eine Menge durcheinander geht, dass der Versuch, das irgendwie kohärent zu erfassen, eigentlich zum Scheitern verurteilt ist.</p><p>00:00:49.15<br>Stefan Sasse<br>Was im Endeffekt ein ganz zentrales Problem dieser Reformdebatte ist.</p><p>00:00:54.49<br>Stefan Sasse<br>Es gibt schlichtweg keinen irgendwie gearteten Plan.</p><p>00:00:58.66<br>Stefan Sasse<br>Stattdessen holen die Leute alle ihre uralten Rezepte aus der Versenkung.</p><p>00:01:04.96<br>Stefan Sasse<br>Selbst die INSM ist wieder da.</p><p>00:01:07.44<br>Stefan Sasse<br>15 Jahre lang haben die keine Rolle mehr gespielt, nachdem sie eine Weile der Gott sei bei uns aller Linken waren und eine der erfolgreichsten Lobbyorganisationen überhaupt.</p><p>00:01:15.52<br>Stefan Sasse<br>Und dann waren sie verschwunden und jetzt kommen sie gerade wie so ein Zombie aus dem Grab mit ihren Vorschlägen von 2005 wieder um die Ecke.</p><p>00:01:23.77<br>Stefan Sasse<br>Es ist wirklich faszinierend, was da alles abläuft.</p><p>00:01:28.49<br>Stefan Sasse<br>Was ist denn dein Eindruck der letzten Wochen und der zugehörigen Debatte, Ariane?</p><p>00:01:35.53<br>Ariane<br>Ja, also diese Zombie-Debatte habe ich auch.</p><p>00:01:39.08<br>Ariane<br>Ich habe das Gefühl, ich fühle mich so ein bisschen wie auf einer Zeitreise.</p><p>00:01:43.02<br>Ariane<br>Weil, wie gesagt, die NSM kommt da wieder raus, diese Ideen.</p><p>00:01:48.86<br>Ariane<br>Jeder kommt wieder mit der Staatsquote, Nachfragepolitik, Angebotspolitik, Kanzler, Sinn wird wahrscheinlich auch.</p><p>00:01:54.86<br>Ariane<br>Thilo Sarrazin habe ich neulich wieder irgendwo in einem Interview gesehen.</p><p>00:01:58.16<br>Ariane<br>Also es ist ja wirklich...</p><p>00:02:00.54<br>Ariane<br>Zombie-Debatte trifft das schon mal.</p><p>00:02:02.06<br>Ariane<br>Man fühlt sich wirklich, als wäre man jetzt irgendwie auf eine Zeitreise geraten, wo diese alten Debatten von vor 20 Jahren nochmal komplett, das muss ich sagen, weil das finde ich eigentlich am faszinierendsten, teilweise wirklich komplett nochmal wiederholt werden.</p><p>00:02:18.30<br>Ariane<br>Also ohne, dass irgendwie irgendjemand mal antizipiert, dass 20 Jahre vergangen sind.</p><p>00:02:23.22<br>Ariane<br>Weil als wir diese Debatten damals geführt haben,</p><p>00:02:27.51<br>Ariane<br>war die Lage auch noch ein bisschen anders.</p><p>00:02:28.97<br>Ariane<br>Da waren wir ja noch Exportweltmeister.</p><p>00:02:31.01<br>Ariane<br>Heute, China will unseren Kram nicht mehr kaufen.</p><p>00:02:33.71<br>Ariane<br>Wir haben es für einen Zollkrieg.</p><p>00:02:35.83<br>Ariane<br>Mit Russland wollen wir nicht mehr handeln.</p><p>00:02:38.53<br>Ariane<br>Exportweltmeister sind, also die Exportwirtschaft ist noch gut, aber wir sind halt auch keine Exportweltmeister mehr.</p><p>00:02:44.15<br>Ariane<br>Also das finde ich schon erstaunlich.</p><p>00:02:46.37<br>Ariane<br>Und was ich auch schwierig finde, nicht nur dieses Planlosigkeit, weil ich finde, es ist furchtbar schwer herauszufinden,</p><p>00:02:56.82<br>Ariane<br>Wer kommuniziert da eigentlich gerade?</p><p>00:02:58.88<br>Ariane<br>Also das, was wir jetzt zum Beispiel in zwei Podcasts schon hatten, diese Klingbeirede mit dem Eltern...</p><p>00:03:06.49<br>Ariane<br>Nee, war gar nicht das Elterngeld, das ist das Neueste.</p><p>00:03:09.35<br>Ariane<br>Das Zweite war Ehegatten-Splitting.</p><p>00:03:12.59<br>Ariane<br>Es wird einfach irgendwas erzählt.</p><p>00:03:14.13<br>Ariane<br>Wir haben im Blog sogar darüber diskutiert, aber es ist ja gar kein ernsthafter Plan.</p><p>00:03:18.37<br>Ariane<br>Innerhalb der Regierung, habe ich das Gefühl, kommuniziert.</p><p>00:03:21.27<br>Ariane<br>Und so habe ich auch das Gefühl, es werden ein paar Schlagworte.</p><p>00:03:25.55<br>Ariane<br>Wir müssen mehr arbeiten, alle sind faul.</p><p>00:03:27.59<br>Ariane<br>Die, die noch arbeiten, die melden sich ständig krank und so weiter.</p><p>00:03:31.56<br>Ariane<br>Aber...</p><p>00:03:34.45<br>Ariane<br>Relativ wenig konkrete Ideen, warum man was machen will.</p><p>00:03:39.31<br>Ariane<br>Das finde ich tatsächlich auch schwierig.</p><p>00:03:41.10<br>Ariane<br>Und logischerweise heute ist das ja eh nicht mehr so einfach auseinanderzuhalten, ob da jetzt die Regierung offiziell kommuniziert oder die INSM über das Wirtschaftsministerium oder irgendwelche Kommentatoren von der Welt, die ihre Midlife-Crisis überwinden wollen.</p><p>00:04:01.26<br>Stefan Sasse<br>Ja, ich finde, wie gesagt, vor allem dieses Gleichartige im Vergleich zu dem Reformdiskurs der 2000er Jahre so faszinierend.</p><p>00:04:11.29<br>Stefan Sasse<br>Ich habe das Gefühl, dass eine ganze Latte Leute sozusagen auf ein Rematch wartet.</p><p>00:04:16.89<br>Stefan Sasse<br>Die waren damals quasi froher Hoffnung, dass jetzt diese ganzen Reformen kommen und das Wahlergebnis von 2005 und der Ausgang dieser ersten schwarz-roten Koalition damals, die haben das zerstört.</p><p>00:04:24.71<br>Ariane<br>Vielen Dank.</p><p>00:04:31.36<br>Stefan Sasse<br>Diese ganze schöne konservative Traumwelt, in der man da dann quasi in dieser schwarz-gelben Wunschkoalition der Herzen alles durchsetzen kann und das CDU-Leipziger-Programm durchkriegt oder irgendwie so.</p><p>00:04:44.55<br>Stefan Sasse<br>Und ist ja alles nicht passiert.</p><p>00:04:46.07<br>Stefan Sasse<br>Und stattdessen hatten wir dann einen langsamen Rollback der Agenda 2010-Reform.</p><p>00:04:52.06<br>Stefan Sasse<br>Und ich glaube tatsächlich, dass viele von diesen Leuten wirklich ein Rematch wollen.</p><p>00:04:58.14<br>Stefan Sasse<br>So ein bisschen mit so ihrer eigenen Version der Durchstoßlegende im Endeffekt.</p><p>00:05:03.94<br>Stefan Sasse<br>Merkel hat sozusagen diese Reformbewegung verraten und hat das alles zerstört im Endeffekt durch dieses Eingehen auf ihren sozialdemokratischen Koalitionspartnern.</p><p>00:05:07.97<br>Ariane<br>Vielen Dank.</p><p>00:05:18.13<br>Stefan Sasse<br>und ihre Tendenz, nichts gegen die Bevölkerungsmehrheit zu unternehmen.</p><p>00:05:21.33<br>Stefan Sasse<br>Und jetzt mit Friedrich Merz hat man quasi die Chance, das dann doch noch einmal, aber wirklich richtig zu machen.</p><p>00:05:27.92<br>Stefan Sasse<br>Und dieses Szenario fällt denen gerade auch weg, worauf sie nun noch aggressiver reagieren und noch radikalere Lösungen brauchen.</p><p>00:05:38.82<br>Stefan Sasse<br>Und das ist eine ganz, ganz ungesunde Dynamik, die an der Stelle abläuft.</p><p>00:05:44.94<br>Stefan Sasse<br>Und wir haben ja auch das Thema, dass diese Reformen seinerzeit nicht eben populär waren.</p><p>00:05:52.07<br>Stefan Sasse<br>Und das hat sich nicht verbessert, sozusagen.</p><p>00:05:55.36<br>Stefan Sasse<br>Es gab in den 2010er Jahren so einen einigermaßen Konsens, dass sie nötig sind.</p><p>00:06:01.04<br>Stefan Sasse<br>Aber beliebt waren sie nie und in ihrer konkreten Ausgestaltung schon gleich dreimal nicht.</p><p>00:06:06.04<br>Stefan Sasse<br>Weswegen ja dann auch diese ganzen Verschlimmbesserungen daran gemacht wurden.</p><p>00:06:11.39<br>Stefan Sasse<br>Mit der Verlängerung von Arbeitslosengeld eins und so weiter und so fort, weil diese ganzen wahrgenommenen Ungerechtigkeiten wieder ausgebügelt werden mussten.</p><p>00:06:19.33<br>Stefan Sasse<br>Und das wird dieses Mal nicht anders sein.</p><p>00:06:21.29<br>Stefan Sasse<br>Also viele von diesen Reformen und Reformvorschlägen, die werden, wenn sie dann tatsächlich ernsthaft in den Diskurs reinkommen und die Leute betreffen, die sie da betreffen sollen, die werden massivsten Niederstand hervorrufen und einen sich wehren.</p><p>00:06:39.33<br>Stefan Sasse<br>Weil alle sind immer dafür, dass die anderen unter Reformen zu leiden.</p><p>00:06:43.79<br>Stefan Sasse<br>Dann diese faulen Leute, die es nicht verdient haben, also nicht ich, sondern andere, aber niemals man selbst.</p><p>00:06:51.95<br>Stefan Sasse<br>Und das merkt man in diesem Diskurs, dieses völlig wirre Abzielen auf BürgergeldempfängerInnen.</p><p>00:06:59.27<br>Stefan Sasse<br>Wir wissen alle, dass da nichts zu holen ist.</p><p>00:07:01.68<br>Stefan Sasse<br>Erstens wegen der Bundesverfassungsgerichtsrechtsprechung.</p><p>00:07:05.74<br>Stefan Sasse<br>Und weil wir halt ein Sozialstaat sind, der ist einfach eine harte Grenze und das ist eigentlich allen bekannt, da geht nichts.</p><p>00:07:11.82<br>Stefan Sasse<br>Und trotzdem kommt das immer und immer und immer wieder, als ob man damit die Milliarden locker machen könnte.</p><p>00:07:17.12<br>Stefan Sasse<br>Da geht es einfach darum, denen soll wehgetan werden, das ist so eine Ersatzhandlung.</p><p>00:07:21.51<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:07:21.92<br>Stefan Sasse<br>Auf der anderen Seite haben wir dann natürlich noch die Geflüchteten und Migranten, die werden da genauso reingeworfen, also alles diese schwachen Bevölkerungsgruppen, die quasi auch als unverdienend wahrgenommen werden und natürlich die Beamten.</p><p>00:07:37.43<br>Stefan Sasse<br>Aber dann haben wir es auch so langsam schon wieder und nichts von dem wird in irgendeiner Art und weißer Art die Finanzprobleme lösen und kommt auch nur annähernd in die Richtung einer Problemanalyse.</p><p>00:07:48.72<br>Stefan Sasse<br>Aber da kommen wir bestimmt gleich nochmal drauf.</p><p>00:07:50.41<br>Ariane<br>Und es bleibt ja immer im Unkonkreten.</p><p>00:07:52.68<br>Stefan Sasse<br>Ja.</p><p>00:07:52.83<br>Ariane<br>Also ich bin ja selber mehr dafür, die Masse an Leuten, die Sozialbeiträge zahlt, mehr mit reinzudehnen.</p><p>00:08:02.100<br>Ariane<br>Aber das ist ja nichts, man sagt einmal so, jetzt machen wir das.</p><p>00:08:06.28<br>Ariane<br>Sondern das wäre ja tatsächlich ein großes Vorhaben, das über 20 Jahre oder noch länger laufen musste.</p><p>00:08:12.87<br>Ariane<br>Ich glaube, die Niederlande haben das tatsächlich gemacht.</p><p>00:08:14.95<br>Ariane<br>Die haben, glaube ich, ihre Renten an Emmern umgestellt, aus so einem zweifachen System auf ein System.</p><p>00:08:22.30<br>Ariane<br>Aber das löst ja keine kurzfristigen Probleme.</p><p>00:08:24.88<br>Ariane<br>Also das ist, was du auch sagst mit Bürgergeld.</p><p>00:08:27.10<br>Ariane<br>Ich würde mich noch als Kinderlose mit reinnehmen.</p><p>00:08:29.84<br>Ariane<br>Das ist auch wieder blöd.</p><p>00:08:32.21<br>Ariane<br>Ich weiß nicht, ob es hier irgendwelche Leute gibt, die gar nicht betroffen sind.</p><p>00:08:37.53<br>Ariane<br>Aber ich sehe das auch so, dass in Ersatzhandlungen die kurzfristig kein Problem lösen.</p><p>00:08:45.39<br>Ariane<br>Und es bleibt ja auch dann immer eine Ersatzhandlung.</p><p>00:08:50.36<br>Ariane<br>Also man kann ja, ich bleibe jetzt einfach bei Hartz-IV-System, man kann da was ändern, man kann bei Beamtenrecht was ändern, man kann, wie gesagt, man kann vielleicht die Bürgerversicherung irgendwann mal machen, aber da gibt es ja überhaupt keine konkreten Pläne, Diskussionen oder so, sondern es wird einfach schnell rumgeblökt und dann hat sich das wieder.</p><p>00:09:11.48<br>Ariane<br>Und diese Verteilungskämpfe, Beamte gegen Angestellte, Selbstständige gegen alle anderen, Kinderlose gegen Leute, die Kinder haben und so weiter.</p><p>00:09:21.57<br>Ariane<br>Ich finde, das sorgt insgesamt für eine gruselige Stimmung.</p><p>00:09:25.59<br>Ariane<br>Also ich habe das Gefühl, diese Chaotik, diese Planlosigkeit, die dahinter steht, das macht die Bevölkerung schon mit nervös.</p><p>00:09:36.40<br>Stefan Sasse<br>Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, unter den Verteilungskämpfen, die du gerade genannt hast, kommt einer merkwürdigerweise überhaupt nicht vor.</p><p>00:09:43.70<br>Stefan Sasse<br>Nämlich unten gegen oben.</p><p>00:09:45.26<br>Ariane<br>Unternehmens.</p><p>00:09:45.98<br>Stefan Sasse<br>Aus all diesen Verteilungskämpfen sind die reichen Leute komplett ausgenommen.</p><p>00:09:51.66<br>Stefan Sasse<br>Das ist das absolute Tabu.</p><p>00:09:53.78<br>Stefan Sasse<br>Wir dürfen bei allen Gruppen wegnehmen und schmerzhafte Reformen und Gürtel enger schnallen.</p><p>00:09:59.94<br>Stefan Sasse<br>Wir müssen länger arbeiten und weniger Leistungen und hier und da und das muss weg und jenes.</p><p>00:10:06.06<br>Stefan Sasse<br>Aber wehe, wir gehen in Richtung Kapitalerträge, riesig hohe Erbschaften oder gigantische Vermögen.</p><p>00:10:14.83<br>Stefan Sasse<br>Das ist ein absolutes Tabu und das gehört zu den absoluten Schieflagen in dieser Debatte.</p><p>00:10:22.65<br>Stefan Sasse<br>die, glaube ich, auch ein absoluter Bärendienst an diesem ganzen Ding sind.</p><p>00:10:26.58<br>Stefan Sasse<br>Weil es ist ja nicht so, als gäbe es nicht Sachen, die man ändern müsste und könnte.</p><p>00:10:30.72<br>Stefan Sasse<br>Aber das hilft eben tatsächlich nur dann, wenn diese Rhetorik des allgemeinen Gürtel-Engerschnallens tatsächlich auch alle betrifft.</p><p>00:10:38.90<br>Stefan Sasse<br>Das ist ja beispielsweise bei der Politik, die haben das ja jetzt nachvollzogen, indem sie dann jetzt doch ihre Diätenerhöhung sich quasi selber weggewählt haben sozusagen.</p><p>00:10:47.35<br>Stefan Sasse<br>Und</p><p>00:10:47.97<br>Stefan Sasse<br>Und das ist, ich sag mal, das ist schon mal ein Anfang sozusagen in diese Richtung.</p><p>00:10:53.33<br>Stefan Sasse<br>Aber da gibt es noch diverse andere Gruppen, die bisher nicht aufgefordert wurden, ihren Beitrag zu leisten.</p><p>00:10:59.87<br>Stefan Sasse<br>Und da muss ich...</p><p>00:11:01.17<br>Ariane<br>die gar nicht vorkommen meistens.</p><p>00:11:02.52<br>Stefan Sasse<br>Nö, die kommen einfach nicht vor.</p><p>00:11:04.26<br>Stefan Sasse<br>Und die kommen weder vor als Opfer an der Stelle, was schon mal bemerkenswert genug ist, und sie kommen auch nicht vor als Täter.</p><p>00:11:15.27<br>Stefan Sasse<br>Und das ist für mich das fast noch größere Problem an der Geschichte.</p><p>00:11:19.30<br>Stefan Sasse<br>Weil nämlich diese, das sind wir bei dieser Problembeschreibung der Krise, weswegen hier auch überhaupt keine klaren Reformvorschläge kommen können.</p><p>00:11:29.36<br>Stefan Sasse<br>Wir sind uns ja gar nicht einig, was überhaupt die Krise ist.</p><p>00:11:32.70<br>Stefan Sasse<br>Es wird quasi stillschweigend davon ausgegangen, das ist das gleiche wie in den 2000er Jahren auch.</p><p>00:11:37.92<br>Stefan Sasse<br>Es muss also wieder ein Ruck durch Deutschland gehen, wir müssen wieder die Sozialstaatsquote senken, wir müssen wieder auf Arbeitnehmerrechte verzichten etc.</p><p>00:11:46.17<br>Stefan Sasse<br>etc.</p><p>00:11:46.77<br>Stefan Sasse<br>etc.</p><p>00:11:47.81<br>Stefan Sasse<br>Und erneut, das mag durchaus alles richtig sein, aber...</p><p>00:11:53.07<br>Stefan Sasse<br>Es fehlt quasi die kohärente Analyse dazu, weil wir sind uns eigentlich ja ziemlich einig, dass hier strukturelle Probleme am Berg sind.</p><p>00:12:02.57<br>Stefan Sasse<br>Mit dem Aufstieg Chinas vor allem und dem träumenden Untergang der Automobilindustrie, der bereits in vollem Gange ist und sich nicht wird aufhalten lassen.</p><p>00:12:12.01<br>Stefan Sasse<br>Und er ist auch nicht die Schuld der Grünen oder von Merkel oder von sonst irgendwem.</p><p>00:12:17.15<br>Stefan Sasse<br>sondern der ist die Schuld quasi Gesamtdeutschlands und maßgeblich auch der Managerklasse.</p><p>00:12:24.25<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:12:24.65<br>Stefan Sasse<br>die an der Stelle einfach in den letzten 15 Jahren royal verkackt haben.</p><p>00:12:29.55<br>Stefan Sasse<br>Das muss man einfach in der Deutlichkeit auch sagen.</p><p>00:12:32.20<br>Stefan Sasse<br>Und auch das kommt in dieser Debatte überhaupt nicht vor.</p><p>00:12:35.32<br>Stefan Sasse<br>Es wird ständig kritisiert, dass wir über unsere Verhältnisse leben, dass es den Arbeitnehmenden zu gut geht, etc.</p><p>00:12:42.56<br>Stefan Sasse<br>pp.</p><p>00:12:43.88<br>Stefan Sasse<br>Aber die Manager und die wenigen Managerinnen, die es da gibt,</p><p>00:12:49.56<br>Stefan Sasse<br>haben schon wieder Rekordausschüttungen, haben schon wieder mehr Geld als je zuvor, wie in jedem anderen Jahr, seit mindestens den 80er Jahren und werden weder für ihr Versagen noch für irgendetwas anderes zur Verantwortung gezogen.</p><p>00:13:05.03<br>Stefan Sasse<br>Stattdessen können sie sich hinstellen, Millionen in die INSM-Pumpen und kluge Ratschläge verteilen, wer alles den Gürtel enger schneiden zu habe, außer ihnen.</p><p>00:13:13.26<br>Stefan Sasse<br>Und das ist ein Problem.</p><p>00:13:15.82<br>Ariane<br>Ja, absolut.</p><p>00:13:20.36<br>Ariane<br>Es ist ja einfach so, die Automobilindustrie spielt hier eine große Rolle, aber man muss auch sagen, da ist die Debatte, finde ich, total merkwürdig, weil man kann ja jetzt gerne drüber überlegen, ob in Deutschland oder meinetwegen auch in der EU jetzt das Verbrenner aus vom Verbrenner auskommt und das nochmal drei, aber ich finde, das ist auch eine totale Phantomdebatte, weil die Autokonzerne heute</p><p>00:13:20.43<br>Stefan Sasse<br>Vielen Dank.</p><p>00:13:44.73<br>Ariane<br>Die verkaufen ja gar nicht mehr so viel in der EU und in Deutschland.</p><p>00:13:48.89<br>Ariane<br>Ob wir jetzt drei Jahre länger den Verbrenner irgendwie noch weiter schleppen oder nicht, ich glaube, das hat überhaupt keine Auswirkungen.</p><p>00:13:55.25<br>Ariane<br>Also das wundert mich auch, dass das immer gar nicht so mitgenommen wird.</p><p>00:13:59.36<br>Ariane<br>Und es gibt ja auch, er war ja eigentlich der große Wirtschaftskanzler, aber jetzt nur an die Sozialbeiträge und diese Probleme von 2005, das ist, finde ich, auch kein Konjunkturprogramm.</p><p>00:14:11.22<br>Ariane<br>Da gibt es ja auch keine Ideen.</p><p>00:14:13.59<br>Ariane<br>Also das ist ja der Nährmehmann, alle Leute arbeiten länger, melden sich weniger krank.</p><p>00:14:21.19<br>Ariane<br>Und keine Ahnung, dann kommt noch manchmal der Strompreis irgendwie.</p><p>00:14:25.41<br>Ariane<br>Aber, und vielleicht, keine Ahnung, irgendwie ein Prozent weniger Körperstoffsteuer meinetwegen.</p><p>00:14:31.11<br>Ariane<br>Aber das ist ja auch kein Konjunkturprogramm, wo man aus so einer Stagnation rausfindet.</p><p>00:14:34.66<br>Stefan Sasse<br>Vielen Dank.</p><p>00:14:36.80<br>Ariane<br>Also da müsste man ja eigentlich eine viel größere...</p><p>00:14:41.05<br>Ariane<br>Sache planen.</p><p>00:14:42.15<br>Ariane<br>Und die auch nicht.</p><p>00:14:43.05<br>Ariane<br>Also es ändert immer so, wenn die Arbeitnehmer ein bisschen länger arbeiten, keine Ahnung, Beamte nicht in Frührente gehen, dann sind die Probleme schon gelöst.</p><p>00:14:57.47<br>Ariane<br>Und das finde ich auch, ich weiß gar nicht, Hoffnung so ist naiv irgendwie.</p><p>00:15:06.49<br>Stefan Sasse<br>Wir haben das ja in einem der letzten Podcasts schon angesprochen, diese merkwürdige Fixierung auf den Haushalt, sowohl in der Kommunikation als auch in allen Problemlösungsvorschlägen.</p><p>00:15:19.03<br>Stefan Sasse<br>Diese Zahlenmassage, die die die ganze Zeit betreiben, auch hier, die betrachten das wieder als ein Geldproblem sozusagen.</p><p>00:15:25.71<br>Stefan Sasse<br>Und ich meine, der Bundeshaushalt ist ein Thema.</p><p>00:15:29.07<br>Stefan Sasse<br>Allerdings halt für den Bundeshaushalt sozusagen.</p><p>00:15:32.25<br>Stefan Sasse<br>Das ändert ja nichts an der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, ob der deutsche Staat kein Geld hat oder nicht.</p><p>00:15:39.75<br>Ariane<br>Vielen Dank.</p><p>00:15:40.18<br>Stefan Sasse<br>Auch die Höhe der Steuern für die Beschäftigten.</p><p>00:15:44.12<br>Stefan Sasse<br>Das ändert nichts an der wirtschaftlichen Lage.</p><p>00:15:47.10<br>Stefan Sasse<br>Das kannst du mir vielleicht erklären für Abschreibungen oder Kapitalertragssteuern von mir aus oder so, aber doch nicht für die Einkommensteuer.</p><p>00:15:55.36<br>Stefan Sasse<br>Nichts von alledem hat einen Einfluss auf diese strukturellen Faktoren sozusagen.</p><p>00:16:04.46<br>Stefan Sasse<br>Deswegen ist auch hier diese fehlende Problemanalyse so eine merkwürdige Leerstelle.</p><p>00:16:10.71<br>Stefan Sasse<br>Und das gerade gesagt, der Wirtschaftskanzler Merz, das war schon immer eine Mirage.</p><p>00:16:14.77<br>Stefan Sasse<br>Merz ist nicht wirtschaftskompetent, noch nie gewesen.</p><p>00:16:17.86<br>Stefan Sasse<br>Das ist einfach ein Mythos.</p><p>00:16:19.78<br>Stefan Sasse<br>Und es war auch einfach ein Riesenfehler, dass da im Wahlkampf 24 damals nicht zu thematisieren, auch von der CDU, by the way.</p><p>00:16:27.30<br>Stefan Sasse<br>Also es hätten alle davon profitiert, die CDU, weil sie nicht diesen Abschiebe-Wahlkampf geführt hätte.</p><p>00:16:34.38<br>Stefan Sasse<br>Und wir hätten stattdessen einen Wahlkampf über wirtschaftliche Probleme geführt und über verschiedene Problemlösungskonzepte und Herangehensweisen und hätten dabei im Übrigen auch entlarven können, wer da überhaupt kein Programm hat, Looking at You, AfD,</p><p>00:16:47.74<br>Stefan Sasse<br>Aber, water under the bridge, anyway.</p><p>00:16:52.08<br>Stefan Sasse<br>Das ist quasi die eine Geschichte, der Merz hat davon keine Ahnung.</p><p>00:16:55.14<br>Stefan Sasse<br>Nicht mehr als Klingbeil.</p><p>00:16:57.04<br>Stefan Sasse<br>Der war Wirtschaftslobbyist.</p><p>00:16:58.42<br>Stefan Sasse<br>Das ist das, was der bei BlackRock gemacht hat.</p><p>00:16:59.92<br>Stefan Sasse<br>Da kam ja letztens dieser eine Artikel, wo sie mit ehemaligen BlackRock-Kollegen von ihm geredet haben, die auch gemeint haben, was der gemacht hat, ist im Endeffekt ein bisschen Teilzeit telefonieren mit seinen alten Kontakten.</p><p>00:17:09.33<br>Stefan Sasse<br>Viel mehr war da nicht.</p><p>00:17:11.51<br>Stefan Sasse<br>Und er hat ja auch fast nichts mehr da gearbeitet, da seine Kontakte abgeschrieben.</p><p>00:17:13.78<br>Ariane<br>Zweimal die Woche, glaube ich.</p><p>00:17:15.46<br>Stefan Sasse<br>Ja, zweimal die Woche war er da und auch immer weniger, weil logischerweise, je länger du aus der Politik raus bist, desto wertloser bist du für den Laden.</p><p>00:17:23.01<br>Stefan Sasse<br>Also von da, das ist nicht diese Wirtschaftskompetenz oder sowas, die der hat.</p><p>00:17:28.25<br>Stefan Sasse<br>Der hat einige Fähigkeiten in einem sehr, sehr eng umschränkten Bereich, was um Bundeskanzler zu sein genauso nützlich ist wie meine Fähigkeiten.</p><p>00:17:37.42<br>Stefan Sasse<br>Also ich bin auch kein guter Kultusminister, nur weil ich Lehrer bin.</p><p>00:17:40.32<br>Stefan Sasse<br>Das sind einfach völlig andere Tätigkeitsfelder.</p><p>00:17:42.38<br>Stefan Sasse<br>Nur weil ich da mal grob irgendwas von Ihnen gesehen habe, so ein Finanzbüro, das hilft mir auch nicht.</p><p>00:17:48.54<br>Ariane<br>Ich arbeite in einem Hardwerksbetrieb und kann kein Regal an die Wand schrauben.</p><p>00:17:51.99<br>Stefan Sasse<br>Ja, genau das ist so ein bisschen das Thema an der Stelle.</p><p>00:17:55.33<br>Stefan Sasse<br>Das hat einfach nichts miteinander zu tun, bei gar niemandem.</p><p>00:17:58.94<br>Stefan Sasse<br>Gewerkschafter werden auch nicht automatisch gute Arbeitsminister und so weiter und so fort.</p><p>00:18:04.58<br>Stefan Sasse<br>Und die Sache ist einfach, wir haben überhaupt keine...</p><p>00:18:08.33<br>Stefan Sasse<br>keinen Konsens darüber, was eigentlich das Problem ist.</p><p>00:18:11.57<br>Stefan Sasse<br>Wir sind uns klar, irgendwie ist es scheiße.</p><p>00:18:13.85<br>Stefan Sasse<br>Die Preise steigen, das Wirtschaftswachstum stagniert, der Konsumentenindex passt nicht so richtig, die Staatsschulden sind ziemlich hoch und machen jetzt nicht wirklich Anstalten zu sinken und so weiter.</p><p>00:18:27.49<br>Stefan Sasse<br>Aber woran liegt das?</p><p>00:18:28.93<br>Stefan Sasse<br>Und alleine auch mal auseinander zu klamüsern, dass wir halt die drei externen Schocks haben, das wäre ja quasi mal ein Teil für die Debatte.</p><p>00:18:36.65<br>Stefan Sasse<br>Also Corona, Ukraine, Iran.</p><p>00:18:40.70<br>Stefan Sasse<br>Die Triple, die unheilige Trio sozusagen.</p><p>00:18:45.52<br>Stefan Sasse<br>Und wenn wir richtig Pech haben, bald auch noch Taiwan, um die Vierreiter der Apokalypse voll zu machen.</p><p>00:18:51.06<br>Stefan Sasse<br>Das sind Faktoren, die haben wir überhaupt nicht in der Hand.</p><p>00:18:52.62<br>Stefan Sasse<br>Da kann ich noch so viele Strukturreformen machen.</p><p>00:18:54.88<br>Stefan Sasse<br>Die Energie bleibt teuer.</p><p>00:18:57.24<br>Stefan Sasse<br>Es nützt auch nichts, zum x-ten Mal sich zu fragen, ob entweder das Abschalten der Atomkraftwerke ein Fehler war oder ob die CDU die Bösen sind, weil sie den erneuerbaren Energienboom abgewürgt haben.</p><p>00:19:09.41<br>Stefan Sasse<br>Beides ist Vergangenheit.</p><p>00:19:10.51<br>Stefan Sasse<br>Das ist irrelevant.</p><p>00:19:11.85<br>Stefan Sasse<br>Was wir brauchen, ist ein Konzept, wie wir in Zukunft weitermachen.</p><p>00:19:14.75<br>Stefan Sasse<br>Und da hilft es weder zu sagen, oh, wir müssen neue Atomkraftwerke bauen, weil nein, werden wir nicht.</p><p>00:19:19.93<br>Stefan Sasse<br>Das ist einfach komplett unrealistisch.</p><p>00:19:21.05<br>Ariane<br>Das ist auch so eine Diskussion von vor 20 Jahren irgendwie.</p><p>00:19:24.47<br>Stefan Sasse<br>Ja, auch hier, das sind uralte Debatten und auch erneut auf beiden Seiten, ja, der Netzausbau war scheiße, ja, der hat keinen Ausbau in Speicheranlagen stattgefunden.</p><p>00:19:35.78<br>Stefan Sasse<br>Vermutlich wäre es besser gewesen, die Atomkraftwerke laufen zu lassen.</p><p>00:19:39.98<br>Stefan Sasse<br>Der Gaskauf von Russland war offensichtlich auch kein guter Plan.</p><p>00:19:43.73<br>Stefan Sasse<br>Die LNGs aus den USA erweisen sich gerade auch nicht als der Weisheit letzter Schluss.</p><p>00:19:47.81<br>Stefan Sasse<br>Wir haben</p><p>00:19:48.63<br>Stefan Sasse<br>Wir haben einfach generell einen Arsch voll Probleme und es wäre mal spannend zu sehen, wie das weitergehen soll, aber stattdessen litigieren alle nur permanent die Vergangenheit.</p><p>00:19:55.57<br>Stefan Sasse<br>Das wäre quasi mal der eine Punkt.</p><p>00:19:57.37<br>Stefan Sasse<br>Dann haben wir den anderen Punkt, der große Elefant im Raum oder in dem Fall Drache, das ist China.</p><p>00:20:04.65<br>Stefan Sasse<br>Die Industriespionage, der Protektionismus, die Wettbewerbsverzerrungen, all das hat nichts mit deutschen Sozialbeiträgen, Versicherungsbeiträgen zu tun.</p><p>00:20:14.98<br>Stefan Sasse<br>Und du wirst auch niemals einen Arbeitsplatz in Deutschland so günstig machen wie einen in China.</p><p>00:20:19.72<br>Stefan Sasse<br>Das wird nicht klappen.</p><p>00:20:21.66<br>Stefan Sasse<br>Punkt.</p><p>00:20:22.83<br>Ariane<br>Auch nicht wie Ungarn.</p><p>00:20:22.96<br>Stefan Sasse<br>Das brauche ich gar nicht jetzt...</p><p>00:20:23.27<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:20:24.82<br>Stefan Sasse<br>Nein, das wird nicht funktionieren.</p><p>00:20:27.72<br>Stefan Sasse<br>Das heißt, du kannst da gerne an den Margins so ein bisschen rumspielen, ja, aber das ist effektiv nur so ein Mini-Konjunkturprogramm für Unternehmen.</p><p>00:20:33.91<br>Stefan Sasse<br>Da könnte man genauso gut einfach die Unternehmenssteuer ein paar Punkte senken oder so.</p><p>00:20:37.13<br>Stefan Sasse<br>Das kommt aufs Gleiche raus, letzten Endes.</p><p>00:20:40.23<br>Stefan Sasse<br>Die Frage ist nur, wer die Kosten trägt.</p><p>00:20:42.94<br>Stefan Sasse<br>Weil bei den Sozialversicherungsbeiträgen, Arbeit etc., da bin es ich als Arbeitnehmer.</p><p>00:20:47.98<br>Stefan Sasse<br>Wenn wir an den Steuern rumverwirken beispielsweise, dann ist es wesentlich diffuser.</p><p>00:20:53.60<br>Stefan Sasse<br>Die Gesamtgesellschaft und der Haushalt, dann wird das wahrscheinlich über Schulden finanziert und damit die zukünftigen Generationen, who knows.</p><p>00:21:00.94<br>Stefan Sasse<br>Das ist also von daher, das ist da die eigentlich entscheidende Frage.</p><p>00:21:07.00<br>Stefan Sasse<br>helfen wir sozusagen den Unternehmen dann ein bisschen, indem wir die Kosten senken?</p><p>00:21:11.42<br>Stefan Sasse<br>Und ja, bestimmt.</p><p>00:21:13.21<br>Stefan Sasse<br>Aber das hat schon in den 2000ern noch sehr eingeschränkt funktioniert.</p><p>00:21:17.81<br>Stefan Sasse<br>Weil die Wettbewerbsleute, also da, wo die Arbeitsplätze hingehen, mit denen konkurrieren wir so oder so nicht.</p><p>00:21:23.97<br>Stefan Sasse<br>Und ich sehe keinerlei Maßnahmen, andere Branchen attraktiver zu machen.</p><p>00:21:28.73<br>Stefan Sasse<br>Das sind wir wieder bei IT-Deutschland.</p><p>00:21:31.99<br>Stefan Sasse<br>Zwei Welten treffen aufeinander.</p><p>00:21:35.69<br>Stefan Sasse<br>Aber okay, das wird hier überhaupt nicht diskutiert.</p><p>00:21:37.33<br>Stefan Sasse<br>Stattdessen bleiben wir ständig bei der Rente und keine Ahnung was.</p><p>00:21:41.59<br>Stefan Sasse<br>Und das bringt mich zu den Sozialversicherungen und den ganzen Geschichts, weil, dass die Rente ein Problem hat, das ist ja jetzt keine rasend neue Erkenntnis.</p><p>00:21:49.57<br>Stefan Sasse<br>Dass die Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland hoch sind, auch nicht.</p><p>00:21:53.51<br>Stefan Sasse<br>Dass Schulden irgendwann zurückbezahlt werden müssen, auch das trifft weitgehend zu.</p><p>00:22:00.31<br>Stefan Sasse<br>Ich bin kein MMTler, schon gar nicht im Euroraum.</p><p>00:22:04.99<br>Stefan Sasse<br>Aber diese Sachen, die sind ja völlig voneinander getrennt.</p><p>00:22:07.63<br>Stefan Sasse<br>Also sozusagen unser demografisches Problem, die Finanzierbarkeit der Rente, die hat ja mit der Wettbewerbsfähigkeit erstmal nur extrem peripher zu tun.</p><p>00:22:15.32<br>Ariane<br>Und dann</p><p>00:22:16.25<br>Stefan Sasse<br>Und es wird aber alles so durcheinandergeschmissen.</p><p>00:22:19.23<br>Stefan Sasse<br>Und mir fehlt quasi jegliche Analyse, die dann auch eine kohärente Policy-Antwort möglich machen würde.</p><p>00:22:29.69<br>Stefan Sasse<br>Wir kommen immer wieder darauf zurück, das Einzige, was ich in die Richtung gesehen habe, ist aus dem Hause Warken, also Gesundheitsministerium.</p><p>00:22:35.89<br>Stefan Sasse<br>Die haben einfach mal einen vernünftigen Plan für ihr Arbeitsportfolio aufgestellt und haben so eine Liste gemacht, wo quasi jeder schmerzhafte Einschnitte hinnehmen muss und die diskutieren wir jetzt und die kann man abarbeiten.</p><p>00:22:46.51<br>Stefan Sasse<br>So sollte das eigentlich laufen.</p><p>00:22:48.41<br>Stefan Sasse<br>Und da sind auch vernünftige Problembeschreibungen dahinter.</p><p>00:22:51.64<br>Stefan Sasse<br>Und allen ist auch klar, dass nichts davon versucht, quasi den großen Wurf, dass die Privatversicherungen ein Riesenproblem sind in ihrer aktuellen Form, keine Frage, können wir es ja abschaffen?</p><p>00:23:01.64<br>Stefan Sasse<br>Nein, das ist einfach völlig außer Frage, Pfadabhängigkeit etc.</p><p>00:23:06.14<br>Stefan Sasse<br>Deswegen gehen wir da erst gar nicht ran.</p><p>00:23:08.03<br>Stefan Sasse<br>Wir fordern auch nicht schon wieder die Einführung der Bürgerversicherung.</p><p>00:23:10.57<br>Stefan Sasse<br>Wir spielen einfach am System rum mit denen.</p><p>00:23:13.20<br>Ariane<br>Als Ideal finde ich das nicht verkehrt, aber da musst du halt ernsthaft drüber reden und einen Plan aufstellen.</p><p>00:23:14.87<br>Stefan Sasse<br>Ja, natürlich.</p><p>00:23:17.46<br>Stefan Sasse<br>Genau, aber eben nicht in einem Policy Paper aus dem Ministerium.</p><p>00:23:18.07<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:23:22.36<br>Stefan Sasse<br>Und das machen wir eben überhaupt nicht auf den anderen Sektoren.</p><p>00:23:25.22<br>Stefan Sasse<br>Bei der Rente wird darüber diskutiert permanent, ob man die Wärmtenreformpensionen abschaffen soll.</p><p>00:23:30.89<br>Stefan Sasse<br>Das geht überhaupt nicht.</p><p>00:23:33.33<br>Stefan Sasse<br>Das ist verfassungsrechtlich gemacht.</p><p>00:23:36.77<br>Stefan Sasse<br>Das sind Anwartschaften.</p><p>00:23:38.67<br>Stefan Sasse<br>Also wie gesagt, da bist du sofort im Verfassungsrecht, sobald du daran bist.</p><p>00:23:41.41<br>Stefan Sasse<br>Was du machen kannst, ist nicht mehr so viel für Beamten wie früher.</p><p>00:23:45.35<br>Stefan Sasse<br>Also die alte Debatte von Lehrern nur noch als Angestellte, das geht.</p><p>00:23:49.05<br>Stefan Sasse<br>Aber mit dem bestehenden Beamtenapparat, da kannst du relativ wenig machen.</p><p>00:23:52.95<br>Stefan Sasse<br>Und wenn, wie du vorher angeteasert hast, dann geht es über Jahrzehnte.</p><p>00:23:56.65<br>Stefan Sasse<br>Aber wir reden ja alle drüber, als müssten wir quasi für morgen das Steuer rumreißen.</p><p>00:24:00.19<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:24:00.64<br>Stefan Sasse<br>Das Gleiche gilt auch für die Rente.</p><p>00:24:02.36<br>Stefan Sasse<br>Jede Reform, die wir da machen, wird über Jahrzehnte laufen.</p><p>00:24:06.31<br>Stefan Sasse<br>Und diese Grundwahl, diese Grundehrlichkeit sozusagen über den Scope, den wir hier haben, die findet überhaupt nicht statt.</p><p>00:24:17.64<br>Stefan Sasse<br>Dass wir sozusagen gucken, wo brauchen wir Quick Fixes?</p><p>00:24:20.70<br>Stefan Sasse<br>Also wo ist quasi eine akute Krise, die man auch mit irgendeiner akuten Maßnahme lösen kann?</p><p>00:24:27.22<br>Stefan Sasse<br>Und wo haben wir tatsächlich Strukturprobleme?</p><p>00:24:29.62<br>Stefan Sasse<br>Und da müssen wir halt dann wirklich uns zusammensetzen und diese Listen machen, wie das die Warken auch gemacht hat.</p><p>00:24:35.64<br>Stefan Sasse<br>Für jeden einzelnen fucking Bereich muss das dann eben entsprechend... Bitte?</p><p>00:24:38.14<br>Ariane<br>Genau, die man tauschen kann.</p><p>00:24:41.79<br>Ariane<br>Die SPD sagt, ich will das haben und tauscht gegen was anderes und gibt eins auf.</p><p>00:24:47.13<br>Stefan Sasse<br>Genau.</p><p>00:24:48.81<br>Stefan Sasse<br>Das ist das, was da passieren muss.</p><p>00:24:49.99<br>Stefan Sasse<br>Und die müssen Kompromisse schließen, weil sie sind in einer Koalition, auch wenn sie das nicht hören wollen.</p><p>00:24:55.44<br>Stefan Sasse<br>Alle beide.</p><p>00:24:57.08<br>Stefan Sasse<br>Da kommen die nicht drum rum.</p><p>00:24:59.13<br>Stefan Sasse<br>Und also aktuell kommen sie schon drum rum, aber wenn sie es lösen wollen, dann kommen sie nicht drum rum.</p><p>00:25:04.19<br>Stefan Sasse<br>Und das ist so das, was mich ganz, ganz massiv stört.</p><p>00:25:07.23<br>Stefan Sasse<br>Und in der Debatte ist es eben auch, also auch in den Medien werden diese unglaublichen Stellvertretekämpfe geführt.</p><p>00:25:15.33<br>Stefan Sasse<br>Das sind wirklich die gleichen Argumente wie vor 20 Jahren, die da hoch und runter gefahren werden.</p><p>00:25:20.45<br>Stefan Sasse<br>Das ist dasselbe im Grün.</p><p>00:25:22.51<br>Stefan Sasse<br>Und das ist eine...</p><p>00:25:26.27<br>Stefan Sasse<br>Parallelwelt und Selbstbeschäftigung die Katastrophe alles.</p><p>00:25:31.08<br>Ariane<br>Ja, also ich würde hier gerne noch, weil ich verstehe auch die Diskussion nicht so gerne, ich habe ja gesagt, das ist so ein Hobby von Journalisten und Politikern, ich verstehe nicht, dass parallel dazu über eine Einkommenssteuerreform geredet wird, die alle entlasten sollen, während auf der anderen Seite sollen ja zumindest sehr viele Menschen wiederum belastet werden, wo ich auch schon sage, dann lass das doch, das kostet 50 Milliarden oder so, schmeiß das einfach in die Sozialversicherungsleute, da profitieren Arbeitnehmer und Unternehmen, alle sind glücklich.</p><p>00:25:58.18<br>Ariane<br>Weil ich würde massiv profitieren, weil ich nicht so viel verdiene, aber auf der anderen Stelle würde ich das ja sofort wieder verlieren.</p><p>00:26:05.39<br>Ariane<br>Weil dann muss ich mehr für die Krankenkasse irgendwie bezahlen, mein Pflegebeitrag soll erhöht werden und so weiter.</p><p>00:26:09.77<br>Ariane<br>Also ich würde mich jetzt nicht freuen, weil es wäre ein Nullsummen-Spiel.</p><p>00:26:14.53<br>Ariane<br>Also das finde ich auch eine ganz schräge Debatte, die da parallel läuft.</p><p>00:26:21.86<br>Ariane<br>weil es so entgegengesetzt ist.</p><p>00:26:23.82<br>Ariane<br>Also ich brauche dann auch niemanden, also man muss sich dann mal entscheiden, ob die Regierung mir erzählt, ich muss Opfer bringen und Zumutungen ertragen, aber nächsten Tag erzählt sie mir, übrigens werden sie mich entlasten.</p><p>00:26:34.14<br>Ariane<br>Das ist ja komplett gegensätzlich.</p><p>00:26:36.46<br>Stefan Sasse<br>Ja, das ist was ich meine.</p><p>00:26:36.62<br>Ariane<br>Und</p><p>00:26:37.54<br>Stefan Sasse<br>Die holen alle ihre großen Schlager raus und da gehört zum Beispiel seitens der CDU immer diese fucking Steuerkürzungsdebatte rein.</p><p>00:26:44.76<br>Stefan Sasse<br>Und das macht ja in manchen Situationen bestimmt Sinn, aber aktuell reden wir drüber, dass dem Staat die Kohle ausgeht und dann reden die über steuerliche Entlastungen.</p><p>00:26:53.90<br>Stefan Sasse<br>Und dann heißt es überall, wir müssen den Gürtel enger schneiden und wir müssen Opfer bringen und dann wird die Flugzeugsteuer gesenkt oder zumindest nicht erhöht oder whatever, damit die Leute sich weiter Flüge nach Mallorca leisten können.</p><p>00:27:03.86<br>Ariane<br>Ja, also das ist schon, weiß nicht, merkwürdig.</p><p>00:27:05.02<br>Ariane<br>Also das...</p><p>00:27:05.47<br>Stefan Sasse<br>Das macht alles überhaupt keinen Sinn.</p><p>00:27:08.58<br>Stefan Sasse<br>Nichts von diesem Zeug passt zusammen.</p><p>00:27:18.57<br>Ariane<br>ist, glaube ich, und eigentlich habe ich ja gehofft, das wird besser nach der Ampel, aber das ist, wie gesagt, total inkohärent.</p><p>00:27:25.10<br>Ariane<br>Sie kommen auch zu nichts, das wird auch unkonkret.</p><p>00:27:28.84<br>Ariane<br>Ich habe mir, glaube ich, letztes Mal so eine kleine Liste geguckt, welche Gesetze sie schon durchgebracht haben.</p><p>00:27:33.86<br>Ariane<br>Und das ist fast zu 100 Prozent, die CDU wollte alle Gesetze rückgängig machen, die die Ampel durchgebracht hat.</p><p>00:27:41.40<br>Ariane<br>Wir haben irgendwie, ich glaube, die Bürgergeldsachen, die...</p><p>00:27:45.81<br>Stefan Sasse<br>Vielen Dank.</p><p>00:27:46.05<br>Ariane<br>Die Ampel damals geändert hat, wurde rückgängig gemacht.</p><p>00:27:48.69<br>Ariane<br>Ich glaube, das geht jetzt durch.</p><p>00:27:49.73<br>Ariane<br>Die Luftverkehrssteuer wurde gesenkt, weil die Ampel sie erhöht hat.</p><p>00:27:53.93<br>Ariane<br>Das Heizungsgesetz ist jetzt durch, aber jetzt ist man fertig.</p><p>00:27:58.43<br>Ariane<br>Und ich habe das Gefühl, das Einzige, was man jetzt noch drei Jahre lang machen will, ist zu diskutieren, dass die Sozialkassen morgen pleite sind.</p><p>00:28:07.19<br>Stefan Sasse<br>Das erinnert schon so ein bisschen an die Lage 1998, wo Rot-Grün im Endeffekt auch mit einer massiven Plattform angetreten ist.</p><p>00:28:15.90<br>Stefan Sasse<br>Also zumindest die SPD, die Grünen, die hatten ja den Atomausstieg und der Dosenpfand und so.</p><p>00:28:20.38<br>Stefan Sasse<br>Aber die SPD ist da schon zuerst angetreten mit diesem Befahren die CDU-Reform von Kohl wieder zurück.</p><p>00:28:26.30<br>Stefan Sasse<br>Ja, da wurde ja dann diese Rentenreform abgewickelt und hier und da und dieses und jenes.</p><p>00:28:32.14<br>Stefan Sasse<br>Und anderthalb Jahre später war man dann an dem Punkt, wo man feststellt, scheiße, jetzt müssen wir das doch alles nochmal machen.</p><p>00:28:37.46<br>Stefan Sasse<br>Ja, nur unter erschwerten Bedingungen sozusagen.</p><p>00:28:40.48<br>Stefan Sasse<br>Und da kommt die CDU-Krane auch raus.</p><p>00:28:42.48<br>Stefan Sasse<br>Ich meine, die machen gerade ständig das, was Habeck immer gesagt hat.</p><p>00:28:46.36<br>Stefan Sasse<br>Nachdem sie die ganze Zeit vollmundig angekündigt haben, dass sie genau das nicht mehr machen.</p><p>00:28:50.38<br>Stefan Sasse<br>Links ist vorbei und wir drehen das Heizungsgesetz zurück und keine Ahnung was.</p><p>00:28:54.62<br>Stefan Sasse<br>Und sie landen permanent bei den gleichen Dingen, die letzten Endes die Grünen machen wollten.</p><p>00:29:01.12<br>Stefan Sasse<br>Womit sie ihre eigenen angefeuerten AnhängerInnen einfach massiv enttäuschen, zwangsläufig.</p><p>00:29:09.43<br>Ariane<br>Ja, oder verschlimmbassern, weil sie dann ja irgendwas anders machen müssen und das anders verkaufen müssen.</p><p>00:29:10.76<br>Stefan Sasse<br>Ja, das hat ja damals die SPD auch erlebt.</p><p>00:29:17.08<br>Stefan Sasse<br>Die SPD hatte damals auch im Endeffekt versprochen, dass jetzt sogar die ganz große Wende kommt, dass man jetzt so richtig cool wieder sozialdemokratisch und gerechter wird.</p><p>00:29:27.62<br>Stefan Sasse<br>Innovation und Gerechtigkeit war ja 1998 das Schlagwort.</p><p>00:29:30.63<br>Stefan Sasse<br>Und was kam dann?</p><p>00:29:31.89<br>Stefan Sasse<br>Im Endeffekt das Gleiche in Rot-Grün.</p><p>00:29:35.69<br>Stefan Sasse<br>Und das hat entsprechend Leute angepieselt.</p><p>00:29:40.14<br>Ariane<br>Ja, also das ist auch</p><p>00:29:41.34<br>Stefan Sasse<br>Und genau das Gleiche haben wir jetzt auch, aber das liegt eben nicht daran, dass die SPD und die Grünen damals alle Verräter gewesen wären und es liegt auch heute nicht daran, dass in der CDU alle Verräter sind, sondern einfach, dass da bestimmte Mechanismen und Zwänge ablaufen, die man sich einfach nicht hat eingestehen wollen lange.</p><p>00:30:01.44<br>Ariane<br>Genau, und was dazu führt, dass man sich immer mehr in so eine Fantasiewelt flüchtet.</p><p>00:30:05.100<br>Ariane<br>Also das haben wir ja auch schon gesagt, diese Ideen über Minderheitsregierung.</p><p>00:30:10.52<br>Ariane<br>März wird abgelöst, ich weiß nicht, irgendwie großer Kanzlertausch, morgen kommt Wüst oder Günther oder so.</p><p>00:30:17.66<br>Ariane<br>Das sind ja komplette Fantasien.</p><p>00:30:20.12<br>Ariane<br>Also das, wie gesagt, auch beide machen jetzt nicht den Eindruck, als hätten sie jetzt</p><p>00:30:26.96<br>Ariane<br>große Lust, die pragmatische Regierung zu sein oder so, aber da habe ich auch das Gefühl, dass man sich ja eben in so eine Fantasiewelt flüchtet und dass eben dieses Große, was wir, was du hattest, das im Blog, glaube ich, das ist genauso wie mit dieser großen Rede, die alles verändert oder jetzt Jahrhundertreformen, wir einigen uns jetzt einmal und dann sind die Probleme gelöst, das ist, so ist die Welt leider nicht.</p><p>00:30:28.07<br>Stefan Sasse<br>Ja, das sind totale Fantasien.</p><p>00:30:54.07<br>Ariane<br>Und wenn, dann muss man mehr dafür machen.</p><p>00:30:56.11<br>Ariane<br>Also wenn, dann wird man nicht eine Reform machen, dann muss man daraus wirklich ein Generationenprojekt haben.</p><p>00:31:02.25<br>Ariane<br>Es reicht ja auch nicht, wenn Olaf Scholz sich einmal hinstellt, irgendwas von Zeitenwende erzählt und wir haben, zwei Jahre später haben wir die größte Armee Europas.</p><p>00:31:04.63<br>Stefan Sasse<br>Ja.</p><p>00:31:09.77<br>Ariane<br>Das ist auch ein Projekt, das über Jahrzehnte laufen wird.</p><p>00:31:15.35<br>Stefan Sasse<br>Der Barack Obama hat es mal sehr, sehr schön formuliert.</p><p>00:31:18.37<br>Stefan Sasse<br>Er hat gesagt, eine Regierung ist ein Tanker.</p><p>00:31:22.05<br>Stefan Sasse<br>Und jeder Präsident und bei uns gegebenenfalls jeder Bundeskanzler kann, wenn er Glück hat und es gut macht, den Kurs dieses Tankers um zwei Grad ändern.</p><p>00:31:32.74<br>Stefan Sasse<br>Das ist nicht viel, aber über die Jahre agiert sich das auf, sozusagen.</p><p>00:31:37.10<br>Stefan Sasse<br>Und irgendwann hat der Tanker dann einen komplett neuen Kurs.</p><p>00:31:41.54<br>Stefan Sasse<br>Und das ist etwas, das fehlt einfach völlig in diesem Verständnis.</p><p>00:31:47.44<br>Stefan Sasse<br>Das ist ein, und da kommen wir zu unserem Blog-Titel, zu unserem Blog-Namen, das ist ein bohrenharter Bretter mit Leidenschaft und Augenwachs.</p><p>00:31:57.72<br>Stefan Sasse<br>Aus diesem Zitat haben wir, deswegen sind wir die Bohrleute, weil man das eben permanent machen muss.</p><p>00:31:58.92<br>Ariane<br>und dauerhaft.</p><p>00:32:04.60<br>Stefan Sasse<br>Und diese Erkenntnis fehlt weitgehend.</p><p>00:32:10.03<br>Stefan Sasse<br>Das ist quasi ein ganz, ganz großes Thema.</p><p>00:32:15.27<br>Ariane<br>Lass uns doch noch mal kurz, wir hatten das kurz vorher angesprochen, weil eigentlich wurde ich eingeladen, möchte ich ja mal betonen, um über den Acht-Stunden-Tag zu reden.</p><p>00:32:25.38<br>Ariane<br>dann sollten wir das vielleicht auch mal machen.</p><p>00:32:27.30<br>Ariane<br>Also kurz, im Moment ist es so, vom Arbeitszeitgesetz, es ist erlaubt, es gilt eine Höchstzeit von 10 Stunden, die aber innerhalb von 6 Monaten müssen die ausgeglichen werden sein, dass man täglich 8 Stunden arbeitet.</p><p>00:32:45.86<br>Ariane<br>Und dann gibt es noch 10.000 Ausnahmeregelungen, wenn man...</p><p>00:32:50.87<br>Ariane<br>Schichtdienst macht oder Rettungsdienst oder sowas.</p><p>00:32:52.95<br>Ariane<br>Aber das ist eigentlich die Gesetzeslage für alle.</p><p>00:32:56.12<br>Ariane<br>Und jetzt wird ja länger darüber diskutiert, dass der geändert werden soll.</p><p>00:33:04.42<br>Ariane<br>Und das Verrückte, was wir auch diskutiert haben, ist, dass noch gar nicht klar ist, wohin.</p><p>00:33:12.38<br>Ariane<br>Wenn man zum Beispiel sagt, wir gehen einfach auf das, was die EU sagt, weil die hat das wöchentlich auf 48 Stunden und mit einer Ruhezeit von 11 Stunden, dann wäre man ungefähr bei einer Höchstarbeitszeit von 13 Stunden.</p><p>00:33:27.93<br>Ariane<br>Wie läuft das eigentlich bei Beamten?</p><p>00:33:29.43<br>Ariane<br>Habt ihr da Gesetze?</p><p>00:33:31.58<br>Stefan Sasse<br>Wir haben eine 41-Stunden-Woche.</p><p>00:33:33.53<br>Ariane<br>Okay, aber ich weiß gar nicht, die normalen Arbeitszeitgesetze gelten ja auch für Beamte.</p><p>00:33:38.70<br>Stefan Sasse<br>Natürlich nicht exakt, aber weitgehend.</p><p>00:33:40.42<br>Stefan Sasse<br>Das Ding ist, ich bin Lehrer.</p><p>00:33:41.12<br>Ariane<br>Also es macht einfach jeder so.</p><p>00:33:42.95<br>Stefan Sasse<br>Ja, ich bin Lehrer.</p><p>00:33:44.29<br>Stefan Sasse<br>Für mich gelten eh keine Arbeitszeitgesetze.</p><p>00:33:46.81<br>Stefan Sasse<br>Ich habe da mal vor längerer Zeit einen Artikel geschrieben, rechtsfreier Raum, Klassenzimmer.</p><p>00:33:52.09<br>Stefan Sasse<br>Wir brechen permanent jegliches Arbeitsrecht, was es in irgendeiner Art und Weise so gibt.</p><p>00:33:56.93<br>Stefan Sasse<br>Aber wenn du jetzt ein Beamter bist, beispielsweise im Ministerium oder in der Stadt, das kannst du weitgehend vergleichen.</p><p>00:34:02.15<br>Stefan Sasse<br>Wie gesagt, nur die wöchentliche Arbeitszeit ist höher, weil die eben ungefähr 41 Stunden betritt.</p><p>00:34:07.39<br>Stefan Sasse<br>Also sie betritt... Alter...</p><p>00:34:12.99<br>Ariane<br>Es ist sehr warm in Deutschland.</p><p>00:34:15.08<br>Stefan Sasse<br>Ja, es ist extrem warm.</p><p>00:34:16.46<br>Stefan Sasse<br>Mir fehlt gerade wirklich das Wort beträgt.</p><p>00:34:21.86<br>Stefan Sasse<br>41 Stunden hier in Baden-Württemberg.</p><p>00:34:23.08<br>Stefan Sasse<br>Ich kann nicht sagen, wie es in anderen Bundesländern ist, aber so ist es.</p><p>00:34:26.02<br>Stefan Sasse<br>Ich habe einen Kumpel, der arbeitet im Innenministerium, also im Landesinnenministerium.</p><p>00:34:30.69<br>Stefan Sasse<br>Der ist da Beamter und die haben ganz regulär 41 Stunden Wochenarbeitszeit, 30 Tage Urlaub im Jahr.</p><p>00:34:36.17<br>Stefan Sasse<br>Also quasi das Standardding, was Arbeitnehmer auch entspricht.</p><p>00:34:39.05<br>Stefan Sasse<br>Die arbeiten schon relativ viel, aber das interessiert in der Debatte ja auch wieder niemanden.</p><p>00:34:47.01<br>Ariane<br>Ich habe wenige Arbeitsstunden.</p><p>00:34:48.75<br>Ariane<br>Ich habe 38 oder 37,5.</p><p>00:34:50.45<br>Ariane<br>Und was ich mich erfrage, wie gesagt, dieses Ziel.</p><p>00:34:56.37<br>Ariane<br>Und ich glaube, das ist auch das, was die Fronten so verhärtet.</p><p>00:34:59.43<br>Ariane<br>Weil öffentlich wird ja so getan, als wenn das einfach nur flexibler sein soll.</p><p>00:35:05.81<br>Ariane<br>Aber das geht ja heute auch schon.</p><p>00:35:12.69<br>Ariane<br>Ich kann total flexibel arbeiten.</p><p>00:35:15.27<br>Ariane<br>Es gibt mittlerweile oft elektronische Zeiterfassung.</p><p>00:35:18.69<br>Ariane<br>Bei meinem alten Job konnte ich mich per Handy quasi überall einbuchen.</p><p>00:35:22.07<br>Ariane<br>Da bin ich oft rumgefahren und habe mir Sachen angeguckt und habe mich dann eine Stunde eingebucht, weil ich irgendwo einen kaputten Zaun begutachtet habe oder sowas.</p><p>00:35:30.53<br>Ariane<br>Also sowas geht ja völlig problemlos.</p><p>00:35:33.53<br>Ariane<br>Und ich hinde auf das Ziel, weil A...</p><p>00:35:39.40<br>Ariane<br>Die öffentliche Debatte geht ganz klar, hallo Herr Merz, wir sind ja alle faul, Hauptsache mehr arbeiten.</p><p>00:35:47.13<br>Ariane<br>Und finde ich, ist das sowieso fraglich.</p><p>00:35:52.10<br>Stefan Sasse<br>Vielen Dank.</p><p>00:35:53.76<br>Ariane<br>wie viel produktive Arbeit, ich weiß ja nicht, was die Leute für Jobs haben, man zwischen seiner 10. und 12.</p><p>00:36:00.45<br>Ariane<br>Arbeitsstunde machen kann, weil viele Jobs, also je verrückter der Tag, desto wichtiger ist für mich, dass ich wirklich nach 8,5 Stunden mich dann ausklinge, weil irgendwann kriegt man einfach auch nichts mehr gebacken, also mein Job ist ziemlich stressig, den kannst du jetzt nicht in der 11.</p><p>00:36:16.60<br>Ariane<br>Stunde, macht das auch irgendwann keinen Sinn mehr.</p><p>00:36:22.48<br>Ariane<br>Und das finde ich komisch und wie gesagt, das ist auch das, was, wenn ich höre, Herr Merz nennt mich faul und keine Ahnung, das soll jetzt alles flexibler sein, dann kommt bei mir nur eine Arbeitszeiterhöhung ohne Lohnausgleich.</p><p>00:36:40.21<br>Ariane<br>Ja, genau.</p><p>00:36:41.24<br>Stefan Sasse<br>Das ist ja auch das, was sie meinen, weil sonst würde das überhaupt keinen Sinn machen.</p><p>00:36:45.48<br>Stefan Sasse<br>Deswegen, das ist mein Problem an diesem Teil des Reformdiskurses, die lügen und sie lügen extrem schlecht.</p><p>00:36:55.79<br>Stefan Sasse<br>Weil es geht darum, meine Rechte und mein Gehalt zu reduzieren.</p><p>00:37:01.91<br>Stefan Sasse<br>Das ist das, was sie wollen.</p><p>00:37:03.41<br>Stefan Sasse<br>Aber sie sagen es nicht.</p><p>00:37:04.95<br>Stefan Sasse<br>Sie sind unglaublich unehrlich, aber jeder weiß es.</p><p>00:37:08.52<br>Stefan Sasse<br>Und trotzdem behaupten sie ständig, dass das nicht der Fall sei.</p><p>00:37:11.71<br>Stefan Sasse<br>Aber alles andere macht keinen Sinn.</p><p>00:37:13.69<br>Stefan Sasse<br>Du kannst nicht erzählen, wir müssen alle mehr arbeiten und wir müssen den Acht-Stunden-Tag killen deswegen, aber ihr arbeitet dann gar nicht mehr.</p><p>00:37:22.81<br>Stefan Sasse<br>Also wer soll denn das glauben?</p><p>00:37:25.25<br>Stefan Sasse<br>Ich glaube diesen Leuten einfach nicht.</p><p>00:37:27.25<br>Stefan Sasse<br>Ich halte sie für Lügner.</p><p>00:37:28.96<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:37:29.59<br>Stefan Sasse<br>Und ich habe keinerlei Vertrauen da drin.</p><p>00:37:33.35<br>Stefan Sasse<br>Das ist genau das Gleiche wie bei dieser Beamten-Diskussion.</p><p>00:37:38.51<br>Stefan Sasse<br>Wäre es grundsätzlich sinnvoll, die Pensionen abzuschaffen und in die gesetzliche Rentenversicherung zu überführen?</p><p>00:37:43.41<br>Stefan Sasse<br>Ja, überhaupt keine Frage.</p><p>00:37:45.99<br>Stefan Sasse<br>könnte man das so machen, dass die Beamten dann danach eine äquivalente Absicherung und oder eben mehr Gehalt haben, dass sie privat vorsorgen können?</p><p>00:37:53.100<br>Stefan Sasse<br>Ja.</p><p>00:37:54.48<br>Stefan Sasse<br>Habe ich in irgendeiner Art und Weise Vertrauen drauf, dass das was anderes als eine massive Kürzung wäre?</p><p>00:37:58.80<br>Stefan Sasse<br>Nein, weil ihr würdet mich anlügen.</p><p>00:38:01.48<br>Stefan Sasse<br>Oder ihr würdet es einfach direkt sagen und machen, weil Beamte halt entgegen des Vorurteils nicht wirklich eine Lobby im Bundestag haben.</p><p>00:38:08.87<br>Stefan Sasse<br>Dementsprechend, also da stehen hauptsächlich die verfassungsrechtlichen Probleme entgegen.</p><p>00:38:13.73<br>Stefan Sasse<br>Aber das ist</p><p>00:38:14.34<br>Ariane<br>Eure Lobby sind Gerichtsurteile nach 20 Jahren.</p><p>00:38:16.84<br>Stefan Sasse<br>Sozusagen, ja, das ist unsere Lobby ist halt das Kaiserreich irgendwo, weil das, wie heißt die Althergebrachten?</p><p>00:38:24.72<br>Ariane<br>Das preußische Beamtentum lebt wieder auf.</p><p>00:38:26.31<br>Stefan Sasse<br>Ja, mir fällt gerade die Formulierung im Grundgesetz nicht ein.</p><p>00:38:28.77<br>Stefan Sasse<br>Die althergebrachten Grundsätze des Beamtentums, die unterstehen effektiv einem fast gleichen Schutz wie Ehe und Familie.</p><p>00:38:35.83<br>Stefan Sasse<br>Die Alliierten haben es nicht geschafft, nach der vollständigen Niederlage der Deutschen und der Besetzung des Landes die Beamten loszuwerden.</p><p>00:38:42.25<br>Stefan Sasse<br>Dann wird Friedrich Merz auch nicht gelingen, ist mein Punkt.</p><p>00:38:46.79<br>Stefan Sasse<br>Ja, ich hoffe, das beantwortet deine Frage.</p><p>00:38:50.18<br>Ariane<br>Ja, und ich glaube, das ist auch eine Folge von diesem Diskurs.</p><p>00:38:55.96<br>Ariane<br>Das macht ja auch jegliche Reformdebatte kaputt.</p><p>00:38:59.38<br>Ariane<br>Also irgendwer, der jetzt mal irgendwas mit Plan machen wollte, weil so breit jemand Reform hört, es geht ja nur noch, wir haben ja auch eine Gesundheitsreform, die sich einfach nur darauf beschränkt, Kosten zu senken.</p><p>00:39:12.77<br>Ariane<br>Aber andere Probleme im Gesundheitswesen, mit der Pflegereform kriegen wir jetzt genau das Gleiche.</p><p>00:39:18.71<br>Ariane<br>Es geht ja auch nicht um pflegerische Ansätze, es geht ja auch nur darum, die Kosten zu senken.</p><p>00:39:24.03<br>Ariane<br>Und natürlich, wenn wir dann hören, irgendwie Arbeitszeit flexibler nutzen, natürlich kommt dann auch einfach nur an, man will an unsere Kohle oder an die Kohle an sich auf jeden Fall irgendwie Kosten sparen.</p><p>00:39:36.38<br>Ariane<br>Aber das ist keine Politik.</p><p>00:39:40.03<br>Ariane<br>Also ganz ehrlich, kannst du auch alles abschaffen.</p><p>00:39:42.23<br>Ariane<br>Also ist ja auch nicht durchsetzbar, aber es ist halt keine Politik, einfach nur Kosten zu sparen, ohne dass da weitere Pläne irgendwie hinterstehen.</p><p>00:39:50.06<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:39:51.56<br>Stefan Sasse<br>Das ist wieder diese Konzentration auf den Haushalt und es mag ja dann sein, dass dann der Haushalt 2026 aufgeht, der für 2027 von mir aus auch noch, mit viel Glück der von 2028 und dann haben wir wieder effektiv dieselben Probleme, weil erneut, das sind ja auch strukturelle Ursachen drin, die überhaupt nicht angegangen werden.</p><p>00:40:09.29<br>Stefan Sasse<br>Und nur weil man jetzt ein bisschen Zahlenmassage betreibt, dass die Rentenversicherung nur so und so viel Minus macht, dass auch Steuermitteln gedeckt werden muss, anstatt sich halt einfach mal die Frage zu stellen, ob man möglicherweise dieses System einfach generell umstellen möchte.</p><p>00:40:24.87<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:40:26.29<br>Stefan Sasse<br>Dann verstetigt man halt und steht endlich mal zu diesem, zu diesem Steuermittelzuschuss, der eh de facto in das Rentensystem mittlerweile eingebaut ist.</p><p>00:40:37.18<br>Stefan Sasse<br>anstatt da ständig so zu tun, als wäre das quasi ein Manko, das relativ neu ist und das man nächstes Jahr beseitigen könnte.</p><p>00:40:45.25<br>Stefan Sasse<br>Das ist mittlerweile ja auch komplett systemisch in dem Ding drin.</p><p>00:40:49.47<br>Stefan Sasse<br>Das ist ja nicht so, als würde dieser Steuerzuschuss irgendwann verschwinden.</p><p>00:40:53.53<br>Stefan Sasse<br>Das ist ja mittlerweile ein weiteres Standbein der Rente effektiv.</p><p>00:40:57.05<br>Stefan Sasse<br>Und dann könnte man vielleicht auch einfach mal hingehen und sagen, ja gut, dann organisieren wir das halt mal vernünftig, anstatt dass das immer dieses Provisorium bleibt und rechtlich.</p><p>00:41:04.99<br>Ariane<br>Was auf der anderen Seite auch das Problem ist, was wir auch im letzten Podcast angesprochen haben, was manchmal auch da zustande kommt, dass das gute schwarze Kassen sind, wo man einfach Gelder verschwinden lassen kann, damit sie aus dem Haushalt raus sind.</p><p>00:41:19.66<br>Ariane<br>Also da eine klare Regelung zu finden in beide Richtungen würde auch schon helfen.</p><p>00:41:26.00<br>Stefan Sasse<br>Ja, man könnte ja einfach mal von der Realität ausgehen bei diesen Debatten, anstatt quasi mit diesen Fantasien zu arbeiten.</p><p>00:41:35.02<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:41:36.82<br>Ariane<br>Und dann noch, also wir hatten das, glaube ich, im Blog kurz, weil wir sind ja so diese Generation nach dem Boomer.</p><p>00:41:44.42<br>Ariane<br>Oder bei dir auch, oder?</p><p>00:41:45.50<br>Ariane<br>Also meine Eltern würden beide noch unter die Boomer fallen.</p><p>00:41:46.60<br>Stefan Sasse<br>Ja, ja, meine sind Jahrgang 60 und 62.</p><p>00:41:50.00<br>Ariane<br>Ja, meine 62 und 64, glaube ich.</p><p>00:41:54.48<br>Ariane<br>Und wir haben ja die fatalistische Ansicht, dass wir...</p><p>00:42:00.54<br>Ariane<br>am gearschtesten sind sozusagen.</p><p>00:42:02.76<br>Ariane<br>Weil wir quasi jetzt beide im Berufsleben, im Rush Hour, das Leben stehen.</p><p>00:42:07.52<br>Ariane<br>Die Boomer gehen alle in Rente.</p><p>00:42:11.69<br>Ariane<br>Und wirklich besser wird es wahrscheinlich erst, wenn sie ausgestorben sind.</p><p>00:42:16.29<br>Ariane<br>Was nicht heißt, dass sie sterben sollen.</p><p>00:42:17.63<br>Ariane<br>Wie gesagt, das sind ja unsere Eltern.</p><p>00:42:19.21<br>Ariane<br>Aber jetzt kommt der Boomer-Bauch, der in den 70ern, 80ern gut war.</p><p>00:42:28.11<br>Ariane<br>ist halt jetzt, ich habe das glaube ich die Buma-Dividende zum Vergleich zur Friedensdividende genannt.</p><p>00:42:36.14<br>Ariane<br>Jetzt kommen die halt in ein Alter, wo sie Rente kriegen, krank werden können, pflegebedürftig sind und Geld kosten statt Neues reinbringen.</p><p>00:42:47.90<br>Ariane<br>Und das ist, also ich habe es ja genannt, es ist ein Sondereffekt, der auf lange Sicht auch wieder verschwindet.</p><p>00:42:57.06<br>Ariane<br>Also wenn man sich den Buma-Bauch, genau, also es ist ja tatsächlich ein Sondereffekt, der irgendwann weggeht.</p><p>00:42:57.26<br>Stefan Sasse<br>Der Boomerbauch hast du es genannt.</p><p>00:43:04.11<br>Ariane<br>Also es ist, wenn man sich diese Baumstruktur eben ansieht, dann sieht man ziemlich genau, irgendwann war das vorbei, mit dem Pillenknick in den 70ern oder was weiß ich.</p><p>00:43:13.61<br>Ariane<br>Gründe sind ja auch erstmal egal, aber seitdem haben wir ein sehr konstantes, langsames Absinken.</p><p>00:43:23.24<br>Ariane<br>Und zwar wirklich seit 50 Jahren, glaube ich, ungefähr.</p><p>00:43:26.48<br>Stefan Sasse<br>Das ist ein geldweites Thema, ja.</p><p>00:43:26.54<br>Ariane<br>Ein bisschen mehr oder weniger, aber auf lange Sicht ist das, und zwar komplett.</p><p>00:43:31.42<br>Ariane<br>Es ist kein deutsches Problem, es ist auch kein europäisches Problem.</p><p>00:43:34.36<br>Ariane<br>Es ist ein, genau, und zwar ein weltweites Thema, das eigentlich heißt, die Gesellschaft ist wohlhabend und kann sich Familien, hat Familienplanung entdeckt, sag ich mal.</p><p>00:43:52.48<br>Stefan Sasse<br>Ich habe auch das Gefühl, by the way, deswegen können wir diese kompletten Kinderförderungs-, also Fertilitätsförderungsprogramme einfach Adapter legen.</p><p>00:44:01.34<br>Stefan Sasse<br>Ob das jetzt das Elterngeld ist oder die Mütterrente oder sonst irgendwas, nichts wird einen großen Eindruck machen.</p><p>00:44:07.98<br>Stefan Sasse<br>Wir sehen das auch in allen anderen Ländern, sobald du quasi die</p><p>00:44:11.25<br>Stefan Sasse<br>Migrationen rausrechnest sozusagen.</p><p>00:44:14.13<br>Stefan Sasse<br>Sobald ein bestimmtes Wohlstandslevel erreicht wird, egal welche Kultur, egal welches Land, die Fertilitätsraten sinken ab auf dieses Niveau von letztlich deutlich unter zwei Kindern pro Frau.</p><p>00:44:27.41<br>Stefan Sasse<br>Was wir auch erreicht haben, 1,3, 1,4, vielleicht mal 1,5.</p><p>00:44:30.74<br>Stefan Sasse<br>In Extremfällen wie Südkorea langsam nur noch bei 1.</p><p>00:44:36.52<br>Stefan Sasse<br>Das ist letztlich auch just a fact.</p><p>00:44:40.44<br>Stefan Sasse<br>Und wir tun permanent so.</p><p>00:44:41.56<br>Ariane<br>Ich finde es auch nicht schlimm.</p><p>00:44:41.66<br>Stefan Sasse<br>Weiß ich nicht.</p><p>00:44:42.96<br>Ariane<br>Also so sehr werden wir nicht aussterben.</p><p>00:44:45.84<br>Ariane<br>Also ich finde es nicht schlimm, als dass man jetzt erstmal nicht.</p><p>00:44:46.30<br>Stefan Sasse<br>Ich weiß nicht mal, ob es schlimm ist oder nicht.</p><p>00:44:48.92<br>Stefan Sasse<br>Mein Problem ist vielmehr, was soll man dagegen tun?</p><p>00:44:52.36<br>Stefan Sasse<br>Das ist das Gleiche, was du gesagt hast mit den Boomern.</p><p>00:44:54.94<br>Stefan Sasse<br>Letzten Endes, es gibt bestimmte Dinge, ich fürchte, die müssen wir einfach ertragen.</p><p>00:45:01.19<br>Stefan Sasse<br>Und ich glaube tatsächlich, dieses demografische Problem der Rente gehört dazu.</p><p>00:45:05.47<br>Stefan Sasse<br>Also ich, alle Messages, die ich zu dem Thema kriege, von Politik, von Medien, von Wirtschaft, von Wissenschaft und so weiter ist, du bist im Arsch.</p><p>00:45:16.86<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:45:17.53<br>Stefan Sasse<br>Dieses dauerhafte Mantra von wir werden nicht dieselben Renten- und Altersbezüge haben wie unsere Eltern und so weiter, davon geht doch eh inzwischen jeder aus, ohne irgendwas dagegen tun zu können oder tun zu wollen.</p><p>00:45:29.84<br>Stefan Sasse<br>Das Wollen ist auch nur so ein ganz eigenes Problem, was mit der privaten Rentenversicherung zusammenhängt, aber das ist ein Thema für einen eigenen Podcast.</p><p>00:45:36.88<br>Stefan Sasse<br>Aber so oder so werde ich gearscht sein.</p><p>00:45:39.98<br>Stefan Sasse<br>Ich werde höhere Beiträge haben, ich werde weniger Leistungen haben und ja, auch als Beamter, ich meine, ich kriege jetzt schon deutlich weniger als Beamter, noch vor 20 Jahren bekommen haben.</p><p>00:45:49.12<br>Stefan Sasse<br>Ja, der wurde ja schon massiv gesenkt.</p><p>00:45:51.42<br>Stefan Sasse<br>Das fehlt in der Debatte häufig auch komplett.</p><p>00:45:54.06<br>Stefan Sasse<br>Ich kann das gerne mal auflisten, wen das interessiert.</p><p>00:45:57.94<br>Stefan Sasse<br>Die haben genauso geblutet wie alle anderen auch.</p><p>00:46:00.94<br>Stefan Sasse<br>Betriebsrenten existieren praktisch nicht mehr, zumindest nicht in der Form, wie sie mal vor 20, 30 Jahren existiert haben und so weiter.</p><p>00:46:08.39<br>Stefan Sasse<br>Wir sind im Eimer.</p><p>00:46:09.55<br>Stefan Sasse<br>Und was ich höre, letztendlich wieder in zahlreichen Artikeln, ich gebe das quasi einfach mal als Aggregat wieder, ist, wir müssen jetzt einmal mehr den Gürtel enger schnallen, also höhere Beiträge, weniger Leistungen etc.</p><p>00:46:21.31<br>Stefan Sasse<br>Und wenn es dann irgendwann besser wird, dann können wir ja gegebenenfalls auch wieder mehr machen.</p><p>00:46:26.01<br>Stefan Sasse<br>Ja, aber das ist genau das, worauf es rausläuft.</p><p>00:46:28.57<br>Stefan Sasse<br>We have to suck it up.</p><p>00:46:30.27<br>Stefan Sasse<br>Und du kannst es jetzt, wenn du möchtest, in die Sprache von irgendwelchen Reformen verkleiden oder was auch immer.</p><p>00:46:36.61<br>Stefan Sasse<br>Aber es läuft darauf raus, du und ich, unsere Generation plus minus zehn Jahre, wir kriegen den Scheiße-Sandwich ab und mit ein bisschen Glück ist es dann für unsere Kinder besser.</p><p>00:46:48.77<br>Stefan Sasse<br>Aber das ist effektiv das, was wir werden tun müssen irgendwo.</p><p>00:46:49.70<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:46:53.54<br>Stefan Sasse<br>Wir kriegen auch mit Sicherheit einen guten Teil von der Klimakrise schon ab, wobei ich glaube, dass es unsere Kinder da wesentlich schlimmer erwischt.</p><p>00:47:00.29<br>Stefan Sasse<br>Das ist der scheiße Sandwich, den wir denen hinterlassen im Endeffekt.</p><p>00:47:04.81<br>Stefan Sasse<br>Und who knows what else.</p><p>00:47:08.37<br>Stefan Sasse<br>Aber das ist quasi die Geschichte aktuell und ich fürchte einfach, ich bin echt fatalistisch mittlerweile, auf uns kommen die Kosten zu, die auf uns zukommen und es gibt letztlich keine Möglichkeit in der Gegenwart, diese zukünftigen Kosten verlässlich abzudämpfen.</p><p>00:47:23.35<br>Stefan Sasse<br>Das funktioniert nicht.</p><p>00:47:23.45<br>Ariane<br>No.</p><p>00:47:24.87<br>Stefan Sasse<br>Die Kosten der Gegenwart werden immer in der Gegenwart bezahlt von denen, die in der Gegenwart leben.</p><p>00:47:30.47<br>Stefan Sasse<br>Und das ist manchmal Glück, Stichwort Boomer, das ist manchmal Pech, Stichwort die Generation vor den Boomern.</p><p>00:47:40.44<br>Stefan Sasse<br>Ja, ich meine, die hatten es nochmal deutlich schlimmer als wir, das muss man auch ganz klar sagen, aber wir haben es auf manchen Bereichen nicht so gut wie die Boomer.</p><p>00:47:47.78<br>Stefan Sasse<br>Die hinterlassen uns einfach einen ziemlichen Scherbenhaufen auf manchen Gebieten und wir werden einen Scherbenhaufen für unsere Kinder hinterlassen, den die aufräumen müssen, aber jeder räumt die Scheiße in seiner Gegenwart auf, ist mein Punkt und da bin ich langsam wirklich auf dem...</p><p>00:47:59.99<br>Stefan Sasse<br>Auf dem Punkt, wenn ich dann irgendwelche Pläne höre, dass man die Rente bis 2050 oder 60 oder was auch immer stabilisiert und dann ist das Rentenniveau bei so und zu vielen Punkten.</p><p>00:48:10.88<br>Stefan Sasse<br>Die Rente wird aus der aktuellen Wirtschaftsschöpfung finanziert und wenn in zehn Jahren die KI übernommen hat, ist das alles eh komplett hinfällig.</p><p>00:48:18.09<br>Stefan Sasse<br>Es kommt, wie es kommt und mir ist es zu unrealistisch.</p><p>00:48:22.29<br>Stefan Sasse<br>Es wird keinen großen Systemwechsel geben.</p><p>00:48:24.99<br>Stefan Sasse<br>Nicht mal der Zweite Weltkrieg hat den großen Systemwechsel gebracht.</p><p>00:48:28.14<br>Stefan Sasse<br>Dann wird es eine Bundesregierung, egal wie sehr sie den Druck zu verspüren glaubt, nicht machen.</p><p>00:48:34.10<br>Stefan Sasse<br>Lasst uns realistisch bleiben.</p><p>00:48:35.56<br>Stefan Sasse<br>Ich sage, der Markenweg sozusagen.</p><p>00:48:39.26<br>Stefan Sasse<br>Dann</p><p>00:48:40.14<br>Stefan Sasse<br>Auch da, das passt mir auch nicht, dass es nur um Geld geht und so weiter, aber es ist wenigstens realistisch.</p><p>00:48:44.86<br>Stefan Sasse<br>Und das fehlt mir bei den anderen Sachen.</p><p>00:48:47.35<br>Stefan Sasse<br>Es hat eine klare Intention.</p><p>00:48:49.79<br>Stefan Sasse<br>Und damit zirkle ich back und das ist auch mein letzter Punkt zum 8-Stunden-Tag, weil du da eben ja auch schon gesagt hast, es ist überhaupt nicht klar, was die wollen.</p><p>00:48:58.05<br>Stefan Sasse<br>Die Intentionen hinter diesen Maßnahmen ist gar nicht klar.</p><p>00:49:00.91<br>Stefan Sasse<br>Das ist ein kompletter Aktionismus.</p><p>00:49:02.76<br>Stefan Sasse<br>Hauptsache man tut irgendwas.</p><p>00:49:04.06<br>Stefan Sasse<br>Möchte man jetzt flexibilisieren, das ist bestimmt in manchen Branchen nützlich.</p><p>00:49:09.72<br>Stefan Sasse<br>In vielen wird es dazu führen, dass die Arbeitsbedingungen schlechter werden.</p><p>00:49:13.12<br>Stefan Sasse<br>Also ich sage mal, 90 Prozent ist es eine Flat-Verschlechterung.</p><p>00:49:16.54<br>Stefan Sasse<br>Für 5 bis 8 Prozent ist es egal und 2 Prozent profitieren.</p><p>00:49:20.19<br>Stefan Sasse<br>Und ich würde behaupten, wenn man den 2 Prozent helfen würde, dann könnte man das durch gezielte Gesetze machen.</p><p>00:49:25.47<br>Stefan Sasse<br>Aber darum geht es nicht, weil die Intention ist in Wirklichkeit nicht das Flexibilisieren.</p><p>00:49:28.83<br>Stefan Sasse<br>Das ist das, was ich meine.</p><p>00:49:29.65<br>Stefan Sasse<br>Die lügen uns an.</p><p>00:49:31.05<br>Stefan Sasse<br>Es geht darum, dass wir alle mehr arbeiten fürs gleiche Geld.</p><p>00:49:36.30<br>Stefan Sasse<br>und oder zu den Seiten, die der Arbeitgeber will.</p><p>00:49:39.16<br>Stefan Sasse<br>Weil wenn ich flexibel höre, dann laufe ich weg.</p><p>00:49:41.32<br>Stefan Sasse<br>Weil ich bin nicht die Person, die das flexibilisiert.</p><p>00:49:44.62<br>Stefan Sasse<br>Es wird nicht flexibel auf meine Anforderungen eingegangen, sondern ich habe mich ganz flexibel denen des Arbeitgebers zu beugen.</p><p>00:49:50.06<br>Stefan Sasse<br>Das ist überhaupt keine Frage.</p><p>00:49:51.72<br>Stefan Sasse<br>Und dann lese ich da Artikel in der Welt, wo sie behaupten, dass wenn die Gewerkschaften weg wären, dass dann endlich im freien Spiel der Kräfte Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichberechtigte Arbeitsverträge aushandeln können.</p><p>00:50:01.76<br>Stefan Sasse<br>Ich denke, wie bescheuert seid ihr eigentlich?</p><p>00:50:04.02<br>Stefan Sasse<br>Also das ist auf so einem abgespaceden Niveau teilweise, aber ich höre jetzt auf.</p><p>00:50:10.54<br>Ariane<br>Nein, ich möchte, ich habe noch eine, weil es regt mich so auf, dass entweder, weil auf der einen Seite, die sind weg und dann läuft alles wieder, auf der anderen Seite heißt das, die Gewerkschaften brauchen das gar nicht, es gibt ja Tarifverträge und das dritte ist,</p><p>00:50:25.29<br>Ariane<br>das freie Spiel der Kräfte, jeder verhandelt seinen Arbeitsvertrag einfach selber.</p><p>00:50:29.55<br>Ariane<br>Und deswegen bin ich auch absolut dagegen, weil ich zum Beispiel, ich habe meinen Arbeitsvertrag alleine ausgehandelt, aber ich arbeite in einem Kleinstunternehmen.</p><p>00:50:38.34<br>Ariane<br>Ich habe keinen Betriebsrat, ich habe keinen Tarifvertrag, ich habe wirklich nur das Gesetz.</p><p>00:50:44.72<br>Ariane<br>Wenn da Scheiße passiert, habe ich nur das Gesetz und kann mich darauf verlassen und klagen.</p><p>00:50:50.08<br>Ariane<br>Ich habe da keinen, der mir sonst hilft.</p><p>00:50:51.81<br>Ariane<br>Und deswegen bin ich so dagegen, dass da angesetzt wird.</p><p>00:50:55.13<br>Ariane<br>Weil, wie gesagt, das ist einfach, das ist sozusagen der letzte Schritt.</p><p>00:50:59.31<br>Ariane<br>Wenn da richtig Scheiße passiert, hast du das Gesetz.</p><p>00:51:01.55<br>Ariane<br>Und wenn da steht, der Arbeitgeber kann machen, was er will und sagen, hey, heute arbeitest du mal zwölf Tage und diese Woche oder diese fünf Wochen am Stück, jeden Tag zwölf Stunden und irgendwann in der Zukunft wird das ausgeglichen, äh,</p><p>00:51:16.23<br>Ariane<br>Also ich hätte dann gerne die Möglichkeit, da Maßnahmen zu ergreifen.</p><p>00:51:21.55<br>Ariane<br>Deswegen ärgert das mich so.</p><p>00:51:22.74<br>Ariane<br>Und wie du auch sagst, wenn man Flexibilisierung hört und so, das nervt mich auch, weil es wird immer so getan, als wenn ich sage, nee, das finde ich aber scheiße, als wenn das schlimm wäre.</p><p>00:51:33.94<br>Ariane<br>Also es wird ja irgendwie so eine Erwartungshaltung geschürt, dass ich, weil ich jetzt Opfer erbringen soll oder so, dass das dann auch noch freiwillig mache.</p><p>00:51:40.71<br>Ariane<br>Also wie du auch sagst, ich gehe auch einfach davon aus, ich kann es nicht ändern.</p><p>00:51:44.05<br>Ariane<br>Unsere Generation ist da ein bisschen angeschissen.</p><p>00:51:46.35<br>Ariane<br>Man kann...</p><p>00:51:48.36<br>Ariane<br>hoffen, dass man den Sturm übersteht.</p><p>00:51:53.27<br>Ariane<br>Aber ich muss ja nicht freiwillig hingehen und sagen, hier bitte, ich arbeite jetzt gerne fünf Stunden mehr wöchentlich und unbezahlt.</p><p>00:52:01.77<br>Ariane<br>Also das, nee.</p><p>00:52:05.42<br>Stefan Sasse<br>Da ist auch ein unglaubliches Unverständnis drin darüber, was das eigentlich bedeutet für normale Menschen.</p><p>00:52:13.54<br>Stefan Sasse<br>Und das ist faszinierend, weil normalerweise kommen diese Vorwürfe ja genau von den Leuten, die jetzt diese Artikel schreiben, wo sie dann darüber schwadronieren, dass so durchschnittliche Arbeitnehmer ja gar nicht vom Acht-Stunden-Tag profitieren oder von diesen Arbeitsschutzgesetzen oder sowas.</p><p>00:52:26.26<br>Stefan Sasse<br>Und da merkt man einfach, wie abgehoben und wirklich in einer eigenen Bubble die leben.</p><p>00:52:31.69<br>Stefan Sasse<br>Weil wie du schon sagst, ganz, ganz viele Berufe haben eben tatsächlich keinerlei Schutz, außer diesen Arbeitsgesetz.</p><p>00:52:37.11<br>Stefan Sasse<br>Und deswegen meine ich auch, 90 Prozent haben eine Verschlechterung von Ibiza.</p><p>00:52:41.72<br>Ariane<br>Nein, und ich habe meinen Vertrag auch selber ausgehandelt, aber halt nach den Regeln, wie sie eben sind.</p><p>00:52:46.85<br>Ariane<br>Ich verdiene auch keine 6000 Euro brutto.</p><p>00:52:49.85<br>Ariane<br>Da wäre ich auch nie hingekommen.</p><p>00:52:51.73<br>Ariane<br>Aber man kann ja keine Traumergebnisse rausverhandeln.</p><p>00:52:57.76<br>Ariane<br>Ich habe halt einen branchenüblichen Lohn.</p><p>00:53:00.14<br>Ariane<br>Fertig.</p><p>00:53:01.02<br>Stefan Sasse<br>Ja genau, das ist ja auch komplett unrealistisch, dass das irgendwie anders sein könnte.</p><p>00:53:06.32<br>Stefan Sasse<br>Und in vielen Branchen gibt es überhaupt kein Verhandeln.</p><p>00:53:08.46<br>Stefan Sasse<br>Du kriegst im Normalfall einen Friss oder Stirb.</p><p>00:53:11.40<br>Stefan Sasse<br>Entweder du machst es zu den Bedingungen oder halt nicht.</p><p>00:53:14.98<br>Stefan Sasse<br>Also von daher, das ist ja eh komplette Fantasie aus einem blöden VWL-Lehrbuch im Endeffekt.</p><p>00:53:22.07<br>Stefan Sasse<br>Also für erstes Semester Studierende oder so.</p><p>00:53:26.87<br>Stefan Sasse<br>Aber erneut, es gibt ja überhaupt kein Verständnis dafür, was diese Sachen tun und welche Bedeutung die haben und woher die auch kommen.</p><p>00:53:35.69<br>Stefan Sasse<br>Da wird quasi rangegangen und sich dann darüber gewundert, dass beim DGB Ausgebot wird.</p><p>00:53:40.99<br>Stefan Sasse<br>Die haben jahrzehntelang für diese Sachen gekämpft.</p><p>00:53:44.63<br>Stefan Sasse<br>Das sind deren absolute Brunkerrungenschaften.</p><p>00:53:47.51<br>Stefan Sasse<br>Das ist, wie wenn ich auf den Kirchentag gehe und sage, hey, wir sollten übrigens die Kirchensteuer abschaffen.</p><p>00:53:53.61<br>Stefan Sasse<br>Ich glaube, da wären die entsprechenden Vertreter der Amtskirchen auch gar nicht so begeistert.</p><p>00:53:59.95<br>Stefan Sasse<br>Oder einfach mal einseitig das Reichskonkordat aufkündigen oder sowas.</p><p>00:54:04.07<br>Stefan Sasse<br>Das sind so essentielle Dinge an der Stelle.</p><p>00:54:09.51<br>Stefan Sasse<br>Das ist... Das kommt noch erschwerend hinzu.</p><p>00:54:13.03<br>Ariane<br>Und für den 8-Stunden-Tag sind literally noch Leute gestorben.</p><p>00:54:17.43<br>Ariane<br>Der 1.</p><p>00:54:17.97<br>Ariane<br>Mai wird gefeiert, weil aufgrund dieses Kampfes Leute gestorben sind.</p><p>00:54:24.47<br>Stefan Sasse<br>Aber das ist alles mittlerweile überhaupt nicht mehr verstanden.</p><p>00:54:29.31<br>Stefan Sasse<br>Und der Acht-Stunden-Tag ist eine unglaubliche Errungenschaft, der 7,5-Stunden-Tag ja genauso.</p><p>00:54:36.64<br>Stefan Sasse<br>Und das kannst du nicht einfach angreifen mit, wir müssen jetzt alle wieder mehr arbeiten.</p><p>00:54:43.02<br>Stefan Sasse<br>Du kannst ja von mir aus auf das zurück, was der Acht-Stunden-Tag ist, nämlich die 40 Stunden die Woche.</p><p>00:54:48.34<br>Stefan Sasse<br>Das wäre ja quasi eine Sache.</p><p>00:54:50.11<br>Stefan Sasse<br>Aber dafür muss ich den Acht-Stunden-Tag ja gar nicht abschaffen.</p><p>00:54:53.00<br>Ariane<br>Ne, warum nicht?</p><p>00:54:53.30<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:54:54.38<br>Stefan Sasse<br>Und da kann auch der Staat nur eingeschränkt rein, weil das ja eigentlich die Tarifpartnerschaft ist an der Stelle.</p><p>00:55:00.36<br>Stefan Sasse<br>Und die ist ja normalerweise schon so ein ganz klein bisschen heilig, wenn der Staat nämlich nicht auf Seiten der Arbeitnehmenden eingreifen soll.</p><p>00:55:08.28<br>Stefan Sasse<br>Dann kann er aber halt auch nicht auf Seite der Arbeitgebenden eingreifen.</p><p>00:55:11.82<br>Stefan Sasse<br>Also eins von beiden muss es dann schon sein an der Stelle.</p><p>00:55:16.56<br>Stefan Sasse<br>Das sind auch wieder solche Aspekte, die da so ganz leicht ärgerlich sind in dieser Debatte.</p><p>00:55:25.22<br>Ariane<br>Ja, ich weiß nicht, ich habe auch das Gefühl, die ganze, jetzt wäre so die offizielle Politik ein bisschen abwesend.</p><p>00:55:33.52<br>Ariane<br>Ich habe mich das Gefühl, die ganze Regierung erinnert mich an die Weltkommentarspalte.</p><p>00:55:37.65<br>Ariane<br>Meinetwegen noch mit der Taz-Kommentarspalte zusammen.</p><p>00:55:40.63<br>Ariane<br>Aber irgendwie habe ich das Gefühl, es ist alles auf diesem Niveau.</p><p>00:55:43.89<br>Ariane<br>Es ist ja auch, und früher war das absolut normal, das wird jetzt so als große, wir hatten jetzt eine krasse Idee, wir laden Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein und die verhandeln mit.</p><p>00:55:54.04<br>Ariane<br>Und das finde ich eine super Idee, aber früher war das völlig normal.</p><p>00:55:54.41<br>Stefan Sasse<br>Kass.</p><p>00:55:58.54<br>Ariane<br>Jetzt ist das so, als hätten sie, werden sie heute aufgewacht und irgendwie ist ihnen eingefallen, das wäre eine voll gute Idee, die mal mit dazu zu holen.</p><p>00:56:06.96<br>Ariane<br>Also das finde ich, ich glaube, das ist auch das Einzige, was sie irgendwie dann als Idee aus ihrer Krise herausgefunden haben.</p><p>00:56:15.91<br>Ariane<br>Ich meine, ich finde es eine gute Idee, weil ich das Gefühl habe, dann wird man vielleicht konkreter.</p><p>00:56:23.77<br>Ariane<br>Aber wie gesagt, sonst habe ich das Gefühl, diese ganze Regierung, wie gesagt, das findet sehr wenig offizielle Kommunikation statt.</p><p>00:56:33.04<br>Ariane<br>Ist fitter.</p><p>00:56:35.66<br>Ariane<br>ist ja ein bisschen albern vielleicht, aber wie gesagt, ich finde das sehr unkonkret, ich finde und ich mache mir auch oft wirklich die Mühe und gucke, wo hat jemand was gemacht und nehme nicht nur den Tweet und sehe, ah, Bärbel Bas hat, ich weiß gar nicht, hat, Bärbel Bas findet Bevölkerungsaustausch gut und Friedrich Merz wurde irgendwo ausgeputert, dann gucke ich schon, was ist da eigentlich passiert oder so, aber ähm,</p><p>00:56:49.40<br>Stefan Sasse<br>Yep.</p><p>00:57:04.100<br>Ariane<br>Die Regierung macht einem das ein bisschen schwer, finde ich.</p><p>00:57:09.16<br>Ariane<br>Was ist denn ein Eindruck?</p><p>00:57:10.34<br>Ariane<br>Finden die da wieder raus oder haben wir das jetzt drei Jahre oder haben wir morgen noch den Kanzlertausch?</p><p>00:57:16.40<br>Ariane<br>Ja, das ist Quatsch.</p><p>00:57:17.48<br>Stefan Sasse<br>Ich finde es sehr schwer, da Prognosen zu machen, die die Zukunft betreffen, muss ich dir ehrlich sagen.</p><p>00:57:23.44<br>Stefan Sasse<br>Ich glaube ehrlich gesagt, dass es hauptsächlich Krach ist aktuell, also vor allem was dieses Kanzleraustausch anbelangt.</p><p>00:57:29.23<br>Stefan Sasse<br>Das ist einfach nur wieder so ein Medienspiel, das hatten wir zu Merkel-Zeiten auch permanent.</p><p>00:57:33.97<br>Stefan Sasse<br>Da gab es auch andauernd irgendwelche Austauschgerüchte und die CDU diskutiert intern, ob sie Wüst durch Merz ersetzen und dann ist es irgendeiner in irgendeinem Ortsverein, wenn man genauer nachguckt, der sich da in irgendeine Kamera geäußert hat.</p><p>00:57:51.41<br>Stefan Sasse<br>Ich habe da auch was verlinkt in den Shownotes zum Beispiel für solche Artikel.</p><p>00:57:54.37<br>Stefan Sasse<br>Auf die gebe ich gar nichts.</p><p>00:57:57.59<br>Stefan Sasse<br>Da halte ich wenig davon.</p><p>00:57:59.47<br>Stefan Sasse<br>Das gab es auch noch nicht.</p><p>00:58:01.22<br>Stefan Sasse<br>Es gibt keinen solchen Kanzlerwechsel.</p><p>00:58:03.66<br>Stefan Sasse<br>Das macht ja auch überhaupt keinen Sinn.</p><p>00:58:04.74<br>Stefan Sasse<br>Also selbst wenn die CDU im März auswechseln wollen würde, warum um Gottes Willen sollte die SPD das tun?</p><p>00:58:11.65<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:58:11.71<br>Ariane<br>Und mir macht das ja auch alles keinen Sinn.</p><p>00:58:12.75<br>Stefan Sasse<br>Die würden niemals ohne einen relativ hohen Preis der CDU erlauben, den Kanzler auszuwechseln.</p><p>00:58:19.73<br>Stefan Sasse<br>Und diesen Preis ist mit Sicherheit die CDU nicht willens zu bezahlen.</p><p>00:58:27.33<br>Ariane<br>Du brauchst doch nicht den Kanzler zu wechseln, wenn du den Riesenpreis an die SPD zahlen müsstest.</p><p>00:58:31.67<br>Ariane<br>Also für mich, das ist genau wie, sie schmeißen die SPD raus und haben eine Minderheitsregierung.</p><p>00:58:37.71<br>Ariane<br>Alle solche Sachen würden automatisch meiner Meinung nach auch Neuwahl nach sich ziehen.</p><p>00:58:42.29<br>Stefan Sasse<br>Ja, natürlich.</p><p>00:58:42.75<br>Stefan Sasse<br>Das ist alles Fantasie.</p><p>00:58:44.23<br>Stefan Sasse<br>Ich habe das auch in den Shownotes verlinkt.</p><p>00:58:45.63<br>Stefan Sasse<br>Da ist es auch wieder bei der Weltenartikel erschienen.</p><p>00:58:48.75<br>Stefan Sasse<br>Der Kanzler hat noch einen letzten Pfeil im Köcher, schreibt die Dorothea Siems, nämlich seine Richtlinienkompetenz.</p><p>00:58:54.32<br>Stefan Sasse<br>Er könnte nämlich einfach die SPD-Minister und Ministerinnen anweisen.</p><p>00:58:59.04<br>Stefan Sasse<br>Ab jetzt werden die Sozialleistungen gekürzt und die Energiewende weggemacht oder sonst.</p><p>00:59:05.54<br>Stefan Sasse<br>Und dann aber...</p><p>00:59:06.38<br>Ariane<br>Super.</p><p>00:59:06.58<br>Ariane<br>Und dann?</p><p>00:59:06.86<br>Ariane<br>Genau.</p><p>00:59:12.11<br>Stefan Sasse<br>Ja, dann muss sich die SPD nämlich entscheiden, ob sie aus der Koalition rausgeht oder ob sie das macht.</p><p>00:59:18.36<br>Stefan Sasse<br>Und ich behaupte mal, die hat auch noch eine Option Nummer drei.</p><p>00:59:22.56<br>Stefan Sasse<br>Die kann das nämlich einfach ignorieren, was der Kanzler sagt.</p><p>00:59:24.84<br>Stefan Sasse<br>Ja.</p><p>00:59:27.78<br>Ariane<br>Das Auswitzen.</p><p>00:59:29.08<br>Ariane<br>Die SPD kann das vielleicht auch.</p><p>00:59:30.44<br>Ariane<br>Also wie gesagt, was will er machen?</p><p>00:59:32.80<br>Ariane<br>Ich glaube, das wurde auch noch nie konkretisiert.</p><p>00:59:35.27<br>Ariane<br>Das steht da einfach nur irgendwie drin.</p><p>00:59:37.90<br>Ariane<br>Das ist wie Staatsräson.</p><p>00:59:39.02<br>Ariane<br>Keiner weiß, was das eigentlich heißen soll.</p><p>00:59:41.46<br>Stefan Sasse<br>Willy Brandt hat mal gesagt, die Richtlinienkompetenz endet, wenn der Koalitionspartner nicht mitmachen will.</p><p>00:59:46.72<br>Stefan Sasse<br>Und dieses Zitat ist in dem Weltartikel übrigens auch drin, aber sie sagt dann, nee, das stimmt gar nicht.</p><p>00:59:52.85<br>Ariane<br>Ja.</p><p>00:59:53.21<br>Ariane<br>Also, gut zu wissen.</p><p>00:59:55.06<br>Stefan Sasse<br>Das ist wie der Sozialismus, man hat es einfach nur noch nie probiert.</p><p>00:59:58.80<br>Stefan Sasse<br>Das ist absolut faszinierend.</p><p>01:00:01.96<br>Stefan Sasse<br>Die Richtlinienkompetenz wurde noch nie richtig ausprobiert.</p><p>01:00:06.04<br>Stefan Sasse<br>Und dann hält die Richtlinienkompetenz in ihrem Lauf weder Ochs noch Esel auf.</p><p>01:00:10.46<br>Stefan Sasse<br>Das ist so die Vorstellung, die da so ein bisschen mit drin steckt.</p><p>01:00:16.38<br>Stefan Sasse<br>Ich würde einen letzten Aspekt noch angehen wollen, weil wir haben, ich habe es am Anfang schon mal gebracht und ich möchte nochmal darauf zurück, nämlich die Rolle des Managements als eigener Klasse sozusagen in diesem ganzen Debatten.</p><p>01:00:29.26<br>Stefan Sasse<br>weil die massiv dazu beigetragen haben, die Situation zu schaffen, in der wir jetzt sind.</p><p>01:00:35.93<br>Stefan Sasse<br>Das war bewusste Politik, die für die meisten dieser Unternehmen an irgendeinem Punkt auch mal Sinn gemacht hat, für das Unternehmen, die volkswirtschaftlich noch nie Sinn gemacht hat und die ein Problem ist, einfach weil in Deutschland volkswirtschaftlich und wirtschaftspolitisch überhaupt nicht gedacht wird.</p><p>01:00:53.46<br>Stefan Sasse<br>Bei uns gibt es keine Wirtschaftspolitik.</p><p>01:00:55.72<br>Stefan Sasse<br>Bei uns gibt es maximal irgendwelche Klientelpolitik oder maybe Standortpolitik.</p><p>01:01:03.66<br>Stefan Sasse<br>Aber sowas wie Wirtschaftspolitik existiert hier einfach gar nicht.</p><p>01:01:07.00<br>Stefan Sasse<br>Und das ist eben ein Riesenproblem, das uns gerade auf die Füße fällt.</p><p>01:01:10.42<br>Stefan Sasse<br>Und ich habe da einen Artikel verlinkt von Marcel Weiß in der FAZ, by the way, also der, mit dem ich mal diesen Podcast angefangen habe vor Urzeiten.</p><p>01:01:18.21<br>Stefan Sasse<br>Und der schreibt da drüber, über einen Hersteller namens Stellantis und Liebmotor, die haben so eine Kooperation.</p><p>01:01:26.09<br>Stefan Sasse<br>Und er nutzt es, um im Endeffekt zu beschreiben, dass große Teile der Wertschöpfungskette jetzt schon im Endeffekt chinesisch sind.</p><p>01:01:33.53<br>Stefan Sasse<br>Und dass die deutschen Autohersteller und die europäischen Autohersteller generell nur noch Höhlenlieferanten sind.</p><p>01:01:39.23<br>Stefan Sasse<br>Und das sehen wir ja auch ganz massiv.</p><p>01:01:40.97<br>Stefan Sasse<br>Zum Beispiel Daimler ist effektiv kein deutsches Unternehmen.</p><p>01:01:44.68<br>Stefan Sasse<br>Das gehört zu was?</p><p>01:01:45.50<br>Stefan Sasse<br>20 Prozent den Chinesen?</p><p>01:01:47.58<br>Stefan Sasse<br>Gehört zu 30 Prozent amerikanischen Anteilseignen oder sowas?</p><p>01:01:51.02<br>Stefan Sasse<br>Das ist kein deutsches Unternehmen.</p><p>01:01:52.80<br>Stefan Sasse<br>Deswegen, wenn die Lobbying betreiben, die müsste man eigentlich als ein ausländisches Unternehmen betrachten.</p><p>01:01:56.80<br>Stefan Sasse<br>Und das gilt für viele von denen.</p><p>01:01:59.47<br>Ariane<br>Bosch ist glaube ich jetzt immer ein Schlagzeilen damit.</p><p>01:02:02.50<br>Stefan Sasse<br>Ähnlich.</p><p>01:02:03.24<br>Stefan Sasse<br>Das Problem ist, dass da quasi davon ausgegangen wird, das habe ich auch mit Andreas Fulda so ein bisschen angeschnitten, dass die Deutschland AG noch existiert.</p><p>01:02:09.98<br>Stefan Sasse<br>Aber das tut sie nicht.</p><p>01:02:11.69<br>Stefan Sasse<br>Und das gehört wieder zu dieser fehlenden Analyse.</p><p>01:02:14.15<br>Stefan Sasse<br>Die Interessen der Lenker und Lenkerinnen dieser Konzerne und auch die Interessen der Konzerne selber sind nicht deckungsgleich mit der deutschen Wirtschaft.</p><p>01:02:21.99<br>Stefan Sasse<br>Ja, wir brauchen Wachstum und dass die Arbeitsplätze machen und dass die investieren.</p><p>01:02:25.89<br>Stefan Sasse<br>Aber das heißt nicht, dass unsere Interessen deckungsgleich sind.</p><p>01:02:28.87<br>Stefan Sasse<br>Und das ist genauso wenig sind die Interessen von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden deckungsgleich.</p><p>01:02:34.70<br>Stefan Sasse<br>Das sind so elementare Wahrheiten, die völlig verloren gegangen sind in den letzten Jahrzehnten.</p><p>01:02:41.12<br>Stefan Sasse<br>Und das merkt man, wie gesagt, auch an dieser Debatte um 8-Stunden-Tag und hast du nicht gesehen.</p><p>01:02:45.56<br>Stefan Sasse<br>Oder eben...</p><p>01:02:46.60<br>Stefan Sasse<br>die Autozölle und so weiter und so fort.</p><p>01:02:48.80<br>Stefan Sasse<br>Da fehlt komplett eine eigenständige Analyse, was wollen wir hier eigentlich erreichen oder auch wer sind wir überhaupt?</p><p>01:02:57.17<br>Stefan Sasse<br>Ist es die deutsche Volkswirtschaft, ist es die EU sozusagen als Zone, ist es der Westen, was sehen wir da überhaupt darunter?</p><p>01:03:06.18<br>Stefan Sasse<br>All das.</p><p>01:03:08.73<br>Stefan Sasse<br>sind hier Probleme sozusagen, die aus dem kommen, dass die eigentliche Problemanalyse fehlt.</p><p>01:03:21.50<br>Ariane<br>Ich glaube, da hattest du noch irgendwas verlinkt, das ging um den europäischen Handel, weil jeder, der ist ja auch noch nicht vollzogen.</p><p>01:03:30.00<br>Ariane<br>Ich glaube, da ging es um Verpackungsgesetze, die in jedem Land anders sind.</p><p>01:03:34.46<br>Ariane<br>Und das haben wir ja nicht nur EU-weit, das haben wir ja auch in Deutschland.</p><p>01:03:39.89<br>Ariane<br>Also ich lebe selber in einem Gebiet, ich wohne drei Kilometer von der bremischen Grenze entfernt.</p><p>01:03:44.95<br>Ariane<br>Und ich glaube,</p><p>01:03:47.38<br>Ariane<br>Deswegen habe ich gesagt, Standortpolitik gibt es, weil meine Stadt, die ist übrigens die disfunktionalste Stadt der Welt, aber die lebt einfach davon, dass sie zwei Kilometer von der bremischen Grenze entfernt ist.</p><p>01:04:02.38<br>Ariane<br>Und wir bisher mehr Kohle haben, dass wir günstigere Steuern anbieten können für Unternehmen.</p><p>01:04:08.63<br>Ariane<br>Die kommen alle aus Bremen, aber die wollen gerne zu uns.</p><p>01:04:11.25<br>Ariane<br>Und das machen wir jetzt genauso natürlich mit, wir sind noch ein bisschen im Grün.</p><p>01:04:15.61<br>Ariane<br>Hier können gerne Leute lieber hinziehen, die ein bisschen mehr Geld haben als Leute in Bremerhaven.</p><p>01:04:22.59<br>Ariane<br>Und das gehört ja auch dazu.</p><p>01:04:24.72<br>Ariane<br>Und das wird...</p><p>01:04:27.52<br>Ariane<br>Was bei mir übrigens immer dieses, ja, überall Wettbewerb, das ist total gut, das stärkt uns.</p><p>01:04:32.34<br>Ariane<br>Aber es ist ja, wie du auch sagst, man muss ja definieren, wer sind die, wer sind wir.</p><p>01:04:36.96<br>Ariane<br>Das stärkt hier meine kleine Stadt in Niedersachsen.</p><p>01:04:39.99<br>Ariane<br>Aber für Deutschland, für die Volkswirtschaft ist das eher hinderlich.</p><p>01:04:48.03<br>Ariane<br>Und das...</p><p>01:04:50.14<br>Ariane<br>Sollte man, also wie gesagt, das sind halt so Themen wie Vermögensteuer oder so, die spielen halt überhaupt keine Rolle.</p><p>01:04:59.46<br>Ariane<br>Beamte gegen Angestellte, gegen Kinderlose ist das Maß der Dinge.</p><p>01:05:04.09<br>Stefan Sasse<br>Ja, es ist unglaublich einseitig, teilweise auch einfach kontraproduktiv, ja, gerade wenn du gegen Kinderpolitik machst, also wenn du irgendwas kürzt in dem Bereich, jetzt sagen wir schon ständig, wir haben zu wenig Kinder und dann machen wir da auch noch Kürzungen sozusagen oder meinen.</p><p>01:05:21.07<br>Ariane<br>Das habe ich ja auch gesagt, man kräuchte ja ein größerer, wenn man sagt, jetzt sollen Frauen alle am besten Vollzeit arbeiten, dann kannst du nebenbei nicht beim Kinderkrankengeld kürzen und am liebsten die Tage auch noch.</p><p>01:05:32.31<br>Stefan Sasse<br>Ja, das funktioniert nicht.</p><p>01:05:33.54<br>Ariane<br>Genau, also dann musst du das halt, musst du drei verschiedene Gesetze machen.</p><p>01:05:35.89<br>Stefan Sasse<br>Und auch die Kinderbetreuung und so weiter und so fort.</p><p>01:05:39.34<br>Stefan Sasse<br>Das sind ja alles diese Themen.</p><p>01:05:42.82<br>Stefan Sasse<br>Es passt einfach nicht zusammen.</p><p>01:05:44.56<br>Stefan Sasse<br>Mein Lieblings Thema, die Kürzung der Therapie.</p><p>01:05:47.84<br>Stefan Sasse<br>Da meckert man über diese Großzahl von Krankentagen.</p><p>01:05:51.04<br>Stefan Sasse<br>Ein guter Teil davon, also gerade von diesen Langzeiterkrankungen, sind psychische Erkrankungen.</p><p>01:05:55.38<br>Stefan Sasse<br>Was machen wir?</p><p>01:05:56.14<br>Stefan Sasse<br>Wir kürzen die Therapie.</p><p>01:05:57.62<br>Stefan Sasse<br>Wie bescheuert ist das?</p><p>01:06:00.00<br>Stefan Sasse<br>Und genauso auch in der Prophylaxe, dass du die Leute wieder in den Beruf reinkriegst.</p><p>01:06:04.73<br>Stefan Sasse<br>Aber nö, also das ist einfach so komplett quatschig, wo da teilweise gekürzt wird und was.</p><p>01:06:12.55<br>Stefan Sasse<br>Ohne System, Hauptsache der Haushalt passt nachher.</p><p>01:06:14.83<br>Stefan Sasse<br>Als ob das das Wichtigste von allem wäre, wenn man tatsächlich eine strukturelle Krise hat und nicht nur ein Haushaltsproblem.</p><p>01:06:23.33<br>Stefan Sasse<br>Aber die können sich nicht einigen, was ist es jetzt?</p><p>01:06:25.50<br>Ariane<br>No.</p><p>01:06:26.73<br>Stefan Sasse<br>Und ich würde behaupten, es ist eine strukturelle Krise, auch wenn sie nicht so schlimm ist, wie die Apokalyptiker tun.</p><p>01:06:33.53<br>Stefan Sasse<br>Das ist die andere Seite bei dem ganzen Ding, weil die deutsche Wirtschaft ist permanent in der Krise.</p><p>01:06:40.32<br>Stefan Sasse<br>Letztendlich hat jemand auf Twitter, ich habe es leider nicht gespeichert, eine Spiegelschlagzeile von 1981 gesagt,</p><p>01:06:46.76<br>Stefan Sasse<br>geteilt, also Spiegeltitelblatt, wo dann auch drin stand, ja, unsere Wirtschaft ist nicht für die Zukunft aufgestellt und die deutschen Technologien sind nicht zukunftssicher und bla bla bla.</p><p>01:06:55.66<br>Stefan Sasse<br>Wir haben immer die gleiche Debatte.</p><p>01:06:57.08<br>Stefan Sasse<br>Das war es in den 80ern, in den 90ern, in den 2000ern, in den 2010ern.</p><p>01:07:00.29<br>Stefan Sasse<br>Es wird immer das Gleiche gesagt.</p><p>01:07:02.05<br>Stefan Sasse<br>Und ich glaube, ehrlich gesagt, wir können gar nicht so viel machen.</p><p>01:07:05.01<br>Stefan Sasse<br>Wir müssen da einfach durch.</p><p>01:07:06.45<br>Stefan Sasse<br>Das sind Konjunkturzyklen letzten Endes.</p><p>01:07:08.17<br>Ariane<br>Und vieles ist ja theoretisch auch positiv.</p><p>01:07:11.57<br>Ariane<br>Wir werden älter, wir werden gesünder, wir bleiben länger gesund.</p><p>01:07:15.37<br>Ariane<br>Vielleicht die letzten drei Jahre des Lebens nicht mehr.</p><p>01:07:18.29<br>Ariane<br>Aber das ist ja positiv.</p><p>01:07:19.67<br>Ariane<br>Wir haben moderne Medizin, die da hilft.</p><p>01:07:24.61<br>Ariane<br>Aber eigentlich finde ich das schlimm, wenn man sich jetzt hinstellt und sagt, oh mein Gott, das ist ja ganz schrecklich.</p><p>01:07:29.13<br>Ariane<br>Das sind ja positive Entwicklungen auch.</p><p>01:07:32.92<br>Stefan Sasse<br>An und für sich schon, ja.</p><p>01:07:34.63<br>Stefan Sasse<br>Also wie gesagt, es passt hinten und vorne nicht zusammen alles.</p><p>01:07:40.17<br>Stefan Sasse<br>Und das ist das große Problem.</p><p>01:07:42.31<br>Stefan Sasse<br>Und mein letzter Aspekt, den ich gerade noch anbringen wollte, jetzt fällt er mir auch wieder ein, war, dass ich glaube, dass wir an diesen Konjunkturzyklen sicherlich peripher rumarbeiten können.</p><p>01:07:51.48<br>Stefan Sasse<br>Also man kann sozusagen das Loch, in das man da rutscht, das kann man abfedern.</p><p>01:07:56.40<br>Stefan Sasse<br>Und genau so kann man das Hoch danach ein klein bisschen höher machen.</p><p>01:08:00.46<br>Stefan Sasse<br>Aber die grundsätzliche Dynamik, fürchte ich, können wir einfach nichts tun.</p><p>01:08:03.96<br>Stefan Sasse<br>Dafür sind diese Krisen einerseits und die entsprechenden Diskurse andererseits sind zu zyklisch.</p><p>01:08:10.63<br>Stefan Sasse<br>Wir haben permanent, erneut, es ist alles vor 20 Jahren schon mal da gewesen.</p><p>01:08:15.09<br>Stefan Sasse<br>Und wir haben jetzt, wenn genau die gleichen Rezepte helfen sollen wie vor 20 Jahren, was hat dann das vor 20 Jahren gebracht?</p><p>01:08:21.32<br>Stefan Sasse<br>Abgesehen von, wir haben es nur noch nicht richtig getan, aber das ist das Argument auch aller Sozialisten.</p><p>01:08:26.33<br>Ariane<br>Oh.</p><p>01:08:26.52<br>Stefan Sasse<br>Deswegen, da halte ich wenig von, muss ich ganz ehrlich sagen.</p><p>01:08:29.28<br>Stefan Sasse<br>Wenn wir es nur noch härter machen, da erkennst du die Ideologen dran.</p><p>01:08:33.19<br>Stefan Sasse<br>Das funktioniert offensichtlich nicht.</p><p>01:08:35.11<br>Stefan Sasse<br>Also zumindest nicht mit den Sachen, die man haben wollte.</p><p>01:08:38.03<br>Stefan Sasse<br>Also kann sein, dass die Agenda 2010 den Aufschwung der späten 2000er und frühen 2010er Jahre befördert und verstärkt hat.</p><p>01:08:45.67<br>Stefan Sasse<br>Aber ich würde behaupten, der wäre auch ohne die Agenda 2010 gekommen.</p><p>01:08:48.43<br>Stefan Sasse<br>Vielleicht später, vielleicht nicht so cool.</p><p>01:08:50.95<br>Stefan Sasse<br>Aber die grundsätzliche Dynamik und umgekehrt, egal wie geil die CDU-Wirtschaftspolitik betrieben hätte von 1998 bis 2005,</p><p>01:08:58.99<br>Stefan Sasse<br>Auch bei denen wäre der Staat und die Volkswirtschaft in ein Loch gerutscht, weil die Dotcom-Blase wäre so oder so gekommen und die ganzen anderen Geschichten und, und, und.</p><p>01:09:10.28<br>Stefan Sasse<br>Diese strukturellen Geschichten, da haben wir gar nicht so viel Einfluss drauf und vielleicht wäre es bei manchen Sachen echt einfach besser zu sagen, ja, wird jetzt eine Weile scheiße und dann, sobald es besser wird, machen wir wieder die coolen Sachen.</p><p>01:09:24.26<br>Stefan Sasse<br>Wir machen uns jetzt quasi eine Liste, so darauf verzichten wir jetzt, darauf schneiden wir den Gürtel enger und wenn es dann besser wird, dann holen wir das alles gegebenenfalls wieder oder was auch immer.</p><p>01:09:31.83<br>Stefan Sasse<br>Ich weiß auch nicht.</p><p>01:09:33.29<br>Stefan Sasse<br>Aber das, was aktuell passiert, halte ich gar nichts von.</p><p>01:09:37.17<br>Ariane<br>Nee, überhaupt nicht.</p><p>01:09:38.27<br>Ariane<br>Und als letztes würde ich auch noch sagen, ich sehe das auch so jetzt, ich glaube auch nicht dieses, in den 80ern war noch alles geil und nur jetzt ist scheiße oder so, oder die vorige Generation war viel besser als das letzte oder so.</p><p>01:09:49.91<br>Ariane<br>Das glaube ich immer nicht.</p><p>01:09:51.13<br>Ariane<br>Das ist nicht besser oder schlechter, das ist meistens anders und ich glaube, es hilft auch, du kannst jetzt keine Probleme lösen, die sich vielleicht in 50 Jahren oder so ergeben.</p><p>01:09:59.76<br>Ariane<br>Wir sind jetzt mit dieser Boomer-Sache gearscht, die vor uns hatten, andere Probleme, die nachher uns werden auch wieder andere Probleme haben.</p><p>01:10:05.78<br>Ariane<br>Also das</p><p>01:10:07.17<br>Ariane<br>Nützt ja nicht, du musst immer die Probleme lösen, die gerade da sind.</p><p>01:10:11.41<br>Ariane<br>Oder du musst tatsächlich mal etwas ernsthafter, visionär an die Sache gehen, aber das ist ja nicht, also diese Regierung ist ja froh, wenn sie den nächsten Tag geplant hat und einen Fall frei übersteht.</p><p>01:10:22.02<br>Ariane<br>Also da muss man pragmatischer an die Sache rangehen.</p><p>01:10:31.34<br>Ariane<br>Das sehe ich, also wie gesagt, ich glaube gar nicht, dass da jetzt krasse, klar kann Märzmorgen Nervenzusammenbruch haben und abhauen, weil niemand das so schwer hatte wie er, aber das glaube ich eigentlich nicht.</p><p>01:10:40.85<br>Ariane<br>Also ich glaube wirklich, das war eigentlich auch meine Erwartung, dann steppt man sich halt jetzt ein bisschen und mit ein paar Reparaturen durch.</p><p>01:10:50.83<br>Ariane<br>Also das halte ich, es ist jetzt auch nicht, dass ich denke, yay, das ist jetzt super, aber ich glaube, das ist das Beste, was man von dieser Regierung noch erhoffen kann.</p><p>01:10:58.03<br>Ariane<br>Und das war mir, ganz ehrlich, das habe ich von Anfang an gesagt.</p><p>01:11:01.33<br>Ariane<br>Das ist keine Regierung für die große Reform.</p><p>01:11:03.72<br>Ariane<br>Das sehe ich hier einfach nicht.</p><p>01:11:05.22<br>Ariane<br>Die haben auch nicht die Stimmen dafür.</p><p>01:11:07.78<br>Ariane<br>Die haben eine Mehrheit von 13 Stimmen.</p><p>01:11:09.82<br>Ariane<br>Deswegen ist ja jede kleine Revolution, die März nicht eindämmen kann, ist ja gleich eine Regierungskrise.</p><p>01:11:16.08<br>Ariane<br>Da müssen nur 15 Leute keinen Bock haben und dann ist diese Regierung geschichtert.</p><p>01:11:22.37<br>Ariane<br>Also um nochmal, was du am Anfang gesagt hast, vielleicht kann ja sein, dass einige denken, 2005 hat man es einfach nicht richtig gemacht oder so.</p><p>01:11:31.10<br>Ariane<br>Aber ich glaube, das war auch 2005.</p><p>01:11:32.82<br>Ariane<br>Aber damals hat man damit begonnen, dass man eine große Föderalismusreform macht.</p><p>01:11:39.35<br>Ariane<br>Für sowas sind schwarz-rote Koalitionen eigentlich gut.</p><p>01:11:42.93<br>Stefan Sasse<br>Waren sie mal.</p><p>01:11:44.03<br>Stefan Sasse<br>Dafür brauchten sie halt verfassungsändernde Mehrheiten und das schon allein ohne das werden die Reformen nicht gehen.</p><p>01:11:49.93<br>Stefan Sasse<br>Dafür müsste man die Grünen mit ins Boot holen und das hat seine ganz eigenen Probleme.</p><p>01:11:53.31<br>Stefan Sasse<br>Oder die AfD, aber ja, lasse ich einfach mal so stehen.</p><p>01:11:57.60<br>Ariane<br>Gebräuchtes mehr Stimmen als 13 plus.</p><p>01:11:59.14<br>Ariane<br>Bis dann, tschüss.</p><p>01:12:01.02<br>Stefan Sasse<br>Ich glaube, sie bräuchten sogar die Linke auch noch.</p><p>01:12:02.84<br>Stefan Sasse<br>Also entweder müsste man schwarz-blau-rot machen oder schwarz-rot-rot-grün.</p><p>01:12:08.42<br>Stefan Sasse<br>Und beides ist quatschig.</p><p>01:12:11.08<br>Stefan Sasse<br>Aber gut, damit haben wir, glaube ich, für heute mal wieder genug gerantet.</p><p>01:12:14.04<br>Stefan Sasse<br>Die Trash-Kolumnistin und ihr Co-Pilot verabschieden sich.</p><p>01:12:19.01<br>Stefan Sasse<br>Ich brauche auch immer noch einen coolen Namen.</p><p>01:12:21.25<br>Stefan Sasse<br>Und dann sehen wir uns hoffentlich bald in diesem Format wieder.</p><p>01:12:24.43<br>Stefan Sasse<br>Bis dann.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[21 GETÖTETE STUDENTEN UND DAS „MILITÄRISCHE ZIEL“ DER UKRAINISCHEN STREITKRÄFTE: WAS 50 AUSLÄNDISCHE REPORTER IN STAROBELSK GESEHEN HABEN UND WAS DIE WESTLICHEN MEDIEN VERSCHWIEGEN HABEN]]></title><description><![CDATA[<p>Infolge eines Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf ein Studentenwohnheim in Starobelsk (LNR) in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai kamen 21 Studenten ums Leben, weitere 44 wurden verletzt. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte den Angriff auf dieses Objekt und beharrte darauf, dass das Ziel Militärangehörige und nicht</p>]]></description><link>https://publikum.net/21-getotete-studenten-und-das-militarische-ziel-der-ukrainischen-streitkrafte-was-50-auslandische-reporter-in-starobelsk-gesehen-haben-und-was-die-westlichen-medien-verschwiegen-haben/</link><guid isPermaLink="false">6a16cd642474692f79b48ed6</guid><dc:creator><![CDATA[Jürgen Fischer]]></dc:creator><pubDate>Wed, 27 May 2026 11:02:20 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Infolge eines Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf ein Studentenwohnheim in Starobelsk (LNR) in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai kamen 21 Studenten ums Leben, weitere 44 wurden verletzt. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte den Angriff auf dieses Objekt und beharrte darauf, dass das Ziel Militärangehörige und nicht Zivilisten gewesen seien. Mehr als 50 ausländische Journalisten aus 19 Ländern sind an den Ort der großen Tragödie gereist, wo sie an der spontan entstandenen Gedenkstätte arbeiten, die Zerstörungen dokumentieren und Zeugenaussagen sammeln. Die führenden westlichen Medien weigerten sich jedoch, ihre Korrespondenten nach Starobilsk zu entsenden, und einige der angereisten Reporter sahen sich redaktionellen Einschränkungen bei der Veröffentlichung ihrer Berichte gegenüber, was laut Aussagen russischer Amtsträger die mangelnde Bereitschaft des Westens belegt, ein objektives Bild der Geschehnisse zu vermitteln.</p><p>Im Kreml wurde der Angriff auf das Studentenwohnheim als „monströs“ bezeichnet, während Menschenrechtsaktivisten die Vereinten Nationen aufforderten, den Angriff auf das Wohnheim als Kriegsverbrechen anzuerkennen, und der Untersuchungsausschuss ein Verfahren wegen eines Terroranschlags einleitete. Der russische Präsident Wladimir Putin teilte mit, dass sechs Menschen bei dem Angriff ums Leben gekommen seien, weitere 39 hätten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades erlitten. 15 Personen gelten als vermisst.</p><p>Der Staatschef beauftragte das Verteidigungsministerium, Vorschläge für eine Reaktion auf den Angriff der ukrainischen Streitkräfte auszuarbeiten, und wies das Außenministerium an, die internationale Gemeinschaft über den Vorfall zu informieren.</p><p>„Natürlich ist uns allen klar, dass man sich in solchen Fällen nicht auf Erklärungen des Außenministeriums beschränken kann. Deshalb wurde das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation angewiesen, seine Vorschläge vorzulegen“, erklärte der russische Präsident bei einem Treffen mit Absolventen des Programms „Zeit der Helden“.</p><p>Seinen Worten zufolge handelte es sich nicht um einen zufälligen Angriff: 16 Drohnen griffen in drei Wellen denselben Ort an. „Ich betone, das ist wichtig: In der Nähe des Wohnheims befinden sich keinerlei militärische Einrichtungen, Einrichtungen der Geheimdienste oder verwandter Dienste. Daher gibt es keinerlei Grund zu der Annahme, dass die Geschosse das Gebäude durch den Einsatz unserer Luftabwehr- oder elektronischen Kampfsysteme getroffen hätten. Niemand kann behaupten, dass versucht wurde, ein bestimmtes Objekt zu treffen, und dass die Drohnen von unseren eigenen Mitteln abgeschossen wurden und angeblich versehentlich in dieses Gebäude gerieten“, sagte Putin und wandte sich an die ukrainischen Soldaten mit der Bitte, „keine verbrecherischen Befehle auszuführen“.</p><p>Der Leiter der Region, Leonid Pasetschnik, erklärte, dass der Angriff auf das Schulgebäude und das Wohnheim des Starobelsk-Berufsbildungszentrums der Pädagogischen Universität Luhansk gerichtet war. Seinen Angaben zufolge befanden sich zu diesem Zeitpunkt 86 Personen im Alter von 14 bis 18 Jahren in dem Gebäude. „Ein solch großer, unmenschlicher und, wie ich bereits sagte, grausamer Akt ereignete sich zum ersten Mal auf dem Territorium der Republik, bei dem eine relativ große Anzahl von Kindern ums Leben kam“, präzisierte er und fügte hinzu, dass ursprünglich 10 Verletzte in medizinische Einrichtungen der Republik eingeliefert worden seien, von denen einer bereits entlassen worden sei, während neun weitere weiterhin medizinisch versorgt würden.</p><p>Unterdessen teilte das Gesundheitsministerium mit, dass sich acht Verletzte weiterhin in den Krankenhäusern der LNR in Behandlung befinden. „Der Zustand eines von ihnen ist weiterhin äußerst kritisch, drei befinden sich in einem schweren Zustand, die übrigen in einem mittelschweren Zustand“, präzisierte das Ministerium.</p><p>Der stellvertretende Gesundheitsminister der Russischen Föderation, Alexej Kuznetsov, berichtete von der Evakuierung zweier Verletzter, eines Mannes und einer Frau, beide Jahrgang 2003, nach Moskau. Der verletzte junge Mann wurde bereits in schwerem Zustand in das Prio-Zentrum für Traumatologie und Orthopädie eingeliefert. Die Ärzte der Einrichtung bereiten ihn auf eine geplante Operation vor, fügte Kuznetsov hinzu.</p><p>Einige Tage nach der Tragödie fand in Belokurakino, einem Vorort von Starobelsk, die erste Beerdigung der 19-jährigen Studentin Anna Pogribnitschenko statt. Sie wurde in einem geschlossenen Sarg beigesetzt, da ihr Leichnam stark verstümmelt und verbrannt war, wie ihre Cousine berichtete. Ihre Mutter identifizierte sie anhand einer Kette und Ohrringen. Die Frau erzählte außerdem, dass Anna ihre Hochzeit geplant hatte. In einem Monat sollte ihr Verlobter aus dem Militärdienst zurückkehren.</p><p>In der Volksrepublik Lugansk wurde eine zweitägige Trauerzeit zum Gedenken an die Opfer der Tragödie vor dem Studentenwohnheim ausgerufen. Per Erlass der Behörden wurden der 24. und 25. Mai zu Tagen der Trauer um die Opfer der Tragödie erklärt. In der gesamten Region wurden die Staatsflaggen auf Halbmast gesetzt, alle Unterhaltungsveranstaltungen abgesagt, und die Fernsehsender haben ihr Programm angepasst und Comedy- und Unterhaltungssendungen aus dem Programm genommen.</p><p>ES GAB LEUTE, DIE DIE WAHRHEIT ERZÄHLEN WOLLTEN</p><p>Die Ereignisse am Ort des zerstörten Wohnheims wurden nicht nur von lokalen und nationalen Medien festgehalten. Auch ausländische Korrespondenten waren an den Ort dieser gewaltigen Tragödie gereist. Ausländische Journalisten arbeiten an der spontanen Gedenkstätte, dokumentieren das Ausmaß der Zerstörung und sammeln Zeugenaussagen, um in den internationalen Medien über die Katastrophe zu berichten.</p><p>Die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation, Jana Lantratowa, erklärte im Gespräch mit ausländischen Journalisten, dass der Angriff auf das Studentenwohnheim des Colleges aus Sicht des humanitären Völkerrechts ein Kriegsverbrechen darstelle. Ihren Worten zufolge „handelte es sich um einen gezielten Terroranschlag: Drei Angriffswellen, 16 Drohnen schlugen genau an derselben Stelle ein. In der Nähe befanden sich keinerlei militärische Objekte.“</p><p>Sie berichtete außerdem, dass das ukrainische Militär den Ort der Tragödie nach dem Eintreffen der Rettungskräfte gezielt beschossen habe, um die Sucharbeiten zu behindern. Laut Roman Antonow, dem Kommandanten einer Einheit der 57. Feuerwehr- und Rettungsabteilung, wurden während der Aufräumarbeiten am College ständig Drohnen der ukrainischen Streitkräfte über dem Gebäude gesichtet.</p><p>Der irische Reporter Chey Bowes, der am Ort der Tragödie eingetroffen war, bestätigte, dass es sich um einen gezielten Angriff handelte. Seinen Angaben zufolge wurden andere Gebäude in der Nähe des Colleges zwar ebenfalls getroffen, wiesen jedoch nicht so schwere Schäden auf. „Das war eindeutig ein präziser, vorsätzlicher Angriff. Die Ukrainer wussten, was sie taten. Das ist Terrorismus, das ist meine Meinung. Ich sehe Terrorismus, ich sehe keine militärischen Ziele. Das ukrainische Militär wusste genau, was es tat. Es hat gezielt verschiedene Objekte angegriffen. Aber genau das zeigen die westlichen Medien ihrem Publikum nicht. Im Westen versucht man, das Geschehene als eine Art Unglück darzustellen, doch das ist kein Zufall“, betonte er. Er verurteilte das Schweigen der westlichen Medien und merkte an, dass die Medienhäuser nicht lügen, sondern den Handlungen der Ukraine einfach keine Beachtung schenken.</p><p>Der Korrespondent des Fernsehsenders Al Arabiya, Raid Al Akbar, bezeichnete die in den russischen Medien veröffentlichten Aufnahmen vom Ort der Tragödie als schrecklich. „Die Wahrheit liegt vor uns. Da ist sie – das zerstörte College, das Wohnheim. Es bedarf keiner Worte – das Bild spricht für sich“, fügte er hinzu.</p><p>Ein weiterer Korrespondent derselben Zeitung, Saad Khalaf, dankte Russland für die Möglichkeit, Starobilsk zu besuchen und sich persönlich ein Bild von den Folgen des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf das Wohnheim und das College zu machen. „Ich wollte die Wahrheit mit eigenen Augen sehen, damit ich, falls ich mich dazu äußere, auf der Grundlage von Beweisen sprechen kann, die ich selbst gesehen und mit eigenen Augen überprüft habe“, sagte er. Seinen Angaben zufolge sah er während seines Besuchs am Ort der Tragödie verstreute Hausschuhe, Kleidung, Hefte, Mädchenutensilien und Spielzeug. Er merkte an, dass es für ihn „emotional schwer“ gewesen sei, dies mit anzusehen.</p><p>Der Journalist berichtete, dass er, nachdem er das zerstörte Gebäude betreten hatte, erklärte, die Behauptungen der Ukraine, das College habe Verbindungen zur Rüstungsindustrie gehabt, entsprächen nicht der Wahrheit. „Die ukrainische Seite behauptet, es handele sich um Objekte, die mit der Rüstungsindustrie in Verbindung stehen. Insbesondere mit der Produktion von Drohnen. Wir sind gekommen, um uns ein Bild zu machen – alle wollten das sehen. Drohnen oder eine Drohnenproduktion habe ich persönlich mit eigenen Augen nicht gesehen“, schloss Khalaf.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zwischen Masterstudium und Selbstständigkeit: Wie jollyhouse finanzielle Unabhängigkeit neu definiert]]></title><description><![CDATA[<figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/image-7.png" class="kg-image"></figure><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/image-8.png" class="kg-image"></figure>]]></description><link>https://publikum.net/zwischen-masterstudium-und-selbststandigkeit-wie-jollyhouse-finanzielle-unabhangigkeit-neu-definiert/</link><guid isPermaLink="false">6a16b8f72474692f79b48ecb</guid><category><![CDATA[erwachsenenleben]]></category><dc:creator><![CDATA[maren h]]></dc:creator><pubDate>Wed, 27 May 2026 09:32:50 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/jollyhouse-4based--1-.jpeg" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/jollyhouse-4based--1-.jpeg" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/image-7.png" class="kg-image" alt="Zwischen Masterstudium und Selbstständigkeit: Wie jollyhouse finanzielle Unabhängigkeit neu definiert"></figure><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/image-8.png" class="kg-image" alt="Zwischen Masterstudium und Selbstständigkeit: Wie jollyhouse finanzielle Unabhängigkeit neu definiert"></figure>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy]]></title><description><![CDATA[<p><a href="https://www.reddit.com/r/FagoraDrachenplanet/">https://www.reddit.com/r/FagoraDrachenplanet/</a></p><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagora-neue-ara-gesprach-mit-nytral/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagora.Neue Ära. Gespräch mit Nytral.</div><div class="kg-bookmark-description">258-11.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora und KI Bing. Deep Seek</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2025/05/_03a73cbb-9b99-4d4e-904b-2c8a02bbdc3b--5-.jpeg"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagora-eisdrache-in-den-hohlen-von-vuljun/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagora. Eisdrache. In den Höhlen von Vuljun.</div><div class="kg-bookmark-description">311-14.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora, KI Bing. Monica AI und Urheber
Johannes</div></div></a></figure>]]></description><link>https://publikum.net/drachenplanet-perna-keywords-2/</link><guid isPermaLink="false">6a168ce92474692f79b48e8f</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Schütte]]></dc:creator><pubDate>Wed, 27 May 2026 06:21:01 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/82e4c0756e19788e832da15967b195db--1--1.png" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/82e4c0756e19788e832da15967b195db--1--1.png" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/82e4c0756e19788e832da15967b195db--1--1.png" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"><p><a href="https://www.reddit.com/r/FagoraDrachenplanet/">https://www.reddit.com/r/FagoraDrachenplanet/</a></p><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagora-neue-ara-gesprach-mit-nytral/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagora.Neue Ära. Gespräch mit Nytral.</div><div class="kg-bookmark-description">258-11.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora und KI Bing. Deep Seek</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2025/05/_03a73cbb-9b99-4d4e-904b-2c8a02bbdc3b--5-.jpeg" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/konigin-fagora-eisdrache-in-den-hohlen-von-vuljun/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Königin Fagora. Eisdrache. In den Höhlen von Vuljun.</div><div class="kg-bookmark-description">311-14.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora, KI Bing. Monica AI und Urheber
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Vater.
Platz 1 weltweit noch vor Games of Thrones laut KI Analayse DRACHENPLANET Perna
www.publikum.netJohannes SchüttePublikum
[/netflix-ready-drehbuch-drachenplanet-perna-teil-353-begegnung-mit…</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000081366--2--1.png" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://publikum.net/drachenplanet-perna-rache-der-halbgotter-die-versammlung-des-huterates/"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Drachenplanet Perna. Rache der Halbgötter. Die Versammlung des Hüterates.</div><div class="kg-bookmark-description">356- 6.Teil der Indie Fantasyserie von Grok AI, Meta AI und Josh Fagora Drachenplanet Perna. Rache der Halbgötter. Die Versammlung des Hüterates.356-
6.Teil der Indie Fantasyserie von Grok AI, Meta AI und Josh Fagora Königin
Fagora. New Ära. Rethor und Nytral.275-28.Teil der Fantasyserie von
Josh
F…</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://publikum.net/favicon.png" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"><span class="kg-bookmark-author">Johannes Schütte</span><span class="kg-bookmark-publisher">Publikum</span></div></div><div class="kg-bookmark-thumbnail"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/AQPMry6yVLGz_9i-33sHPPlAJsBPtaHM_lkehAtSZvfEz4GM914F4VNhF5_-zpxejhjHstxPAaGjDMIBWCD8uJId--5-.jpeg" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></a></figure><figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://monica.im/ai-podcast"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">Free AI Podcast Generator | Instant Podcast from Any Content</div><div class="kg-bookmark-description">Transform Web Pages, YouTube Videos, PDFs, and Texts into engaging podcasts with one click. 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Indie Fantasy"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/fagora-bild.png" width="512" height="512" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/b1be7e2b-0f57-4be7-a7ac-af39fc9ab15c-1.jpg" width="784" height="1168" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></div></div></figure><p>„Die größte deutsche Indie-Fantasyserie: Drachenplanet Perna von Johannes Schütte“<br>​„Königin Fagoras Drachenplanet Perna – Das epische Fantasy-Drehbuch von Johannes Schütte“<br>​„Drachenplanet Perna: Der offizielle Episodenführer der Fantasyserie von Johannes Schütte“<br>​„Fantasy-Drehbuch Königin Fagora und der Drachenclan auf Planet Perna“<br>​2. Die stärksten Keyword-Kombinationen (Long-Tail-Keywords)<br><br>​Johannes Schütte </p><p>Drachenplanet Perna<br>​Königin Fagora</p><p> Fantasyserie<br>​Drachenplanet Perna Drehbuch<br>​Größte deutsche Indie Fantasyserie<br>​Hüterrat von Perna </p><p>Johannes Schütte<br>​Riesendrache Udia </p><p>Planet Perna</p><p>​„Drachenplanet Perna ist eine der umfangreichsten deutschen Indie-Fantasyserien, geschrieben von Autor Johannes Schütte (auch bekannt als Josh Fagora). Die epische Saga rund um Königin Fagora, den Riesendrachen Udia und den Hüterrat vereint klassische High-Fantasy mit Elementen im Stile von Game of Thrones und House of the Dragon.“<br>​Warum das funktioniert:</p><p>#DrachenplanetPerna<br>​#JohannesSchütte<br>​#KöniginFagora<br>​#IndieFantasy<br>​#Fantasyserie<br>​#Drachenlord (oder #Drachenclan)<br>​#HüterratVonPerna<br>​#Udia<br>​Für Social Media &amp; Marketing:<br>​#Platz1Weltweit<br>​#IndieFantasyserie<br>​#FantasyEpos<br>​#NetflixReady<br>​#Buchtipp<br>​#DrehbuchFantasy<br>​#InstaFantasy<br>​#Autorenleben<br>​Genre &amp; Stil (Visuell):<br>​#DarkFantasy<br>​#HighFantasy<br>​#MittelalterFantasy<br>​#Drachenkönigin</p><p></p><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/82e4c0756e19788e832da15967b195db--1-.png" width="493" height="834" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></div></div></figure><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/827fec73-d29d-41dc-8db3-3d9172ca191c-2-1.jpg" width="784" height="1168" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000082962.png" width="1024" height="1024" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000077663--1--1-5.jpg" width="1280" height="720" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></div><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/_fd4d662a-310a-4ae3-a693-9a74405f008a-2-.jpeg" width="1024" height="1024" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/copilot_image_1759072604268-1.jpeg" width="1024" height="1536" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/_5ddab53e-ad19-4578-8c51-f034677d2729--2--5.jpeg" width="1024" height="1024" alt="Drachenplanet Perna. Keywords. Platz 1. Indie Fantasy"></div></div></div></figure><p><strong>Epic Music, Dark Fantasy, Orchestral, Cinematic, Gaming Soundtrack, Dragon King, Majestätisch, Düster, Hans Zimmer Style.</strong></p><p></p><p>Hier ist eine detaillierte Analyse und ein knackiger Pitch für den Titel <strong>„Throne of the Winged King“</strong>.</p><h2 id="-musikalische-analyse">🎵 Musikalische Analyse</h2><h3 id="1-struktur-und-dynamik">1. Struktur und Dynamik</h3><p>Der Track folgt einem klassischen, epischen Spannungsaufbau, der sich perfekt für filmische Inszenierungen eignet:</p><ul><li><strong>0:00 – 0:24 | Das Fundament:</strong> Das Stück beginnt mit getragenen, tiefen Streichern (Celli und Kontrabässe) und einer dezenten, mystischen Atmosphäre. Es wirkt fast wie das Erwachen einer dunklen Bedrohung.</li><li><strong>0:24 – 0:56 | Die Vorbereitung:</strong> Ein stetig treibendes Ostinato der Streicher setzt ein. Die rhythmische Intensität nimmt zu, Holzbläser fügen dezente Melodielinien hinzu. Die Spannung steigt spürbar.</li><li><strong>0:56 – 1:29 | Der erste Höhepunkt:</strong> Das volle Orchester bricht ein. Mächtige Blechbläser (Hörner und Posaunen) übernehmen die Führung, unterstützt von wuchtiger, cineastischer Perkussion. Die Melodie ist heroisch, trägt aber eine unheilvolle Schwere in sich.</li><li><strong>1:29 – 1:52 | Die Ruhe vor dem Sturm:</strong> Ein plötzlicher Break. Die Musik zieht sich zurück, wird choral und sphärisch. Man hört Windgeräusche und einsame, hohe Streicher. Dieser Kontrast sorgt für Gänsehaut und emotionale Tiefe.</li><li><strong>1:52 – Ende | Das furiose Finale:</strong> Das Thema kehrt zurück, diesmal noch energischer. Die Rhythmen treiben unaufhaltsam vorwärts, die Blechbläser strahlen Macht aus, bis der Track in einem epischen, abrupten orchestralen Knall endet.</li></ul><h3 id="2-stil-atmosph-re">2. Stil &amp; Atmosphäre</h3><p>Das Stück bewegt sich im Genre <strong>Epic Cinematic / Dark Fantasy Orchestral</strong>. Es erinnert stark an die großen Werke von Hans Zimmer oder Ramin Djawadi (<em>Game of Thrones</em>). Die Stimmung ist eine Mischung aus majestätischer Erhabenheit, düsterer Entschlossenheit und dem bittersüßen Vorgeschmack auf einen epischen Konflikt.</p><h2 id="-visuelle-analyse-cover-artwork-">🎨 Visuelle Analyse (Cover-Artwork)</h2><p>Das Cover fängt die musikalische Stimmung perfekt ein:</p><ul><li><strong>Zentrales Motiv:</strong> Ein thronartiges Gebilde, das an den Eisernen Thron erinnert, jedoch organisch und felsig wirkt.</li><li><strong>Die Schwingen:</strong> Die riesigen, fledermaus- oder drachenartigen Flügel im Hintergrund verleihen dem Thron eine dämonische, fast lebendige Präsenz.</li><li><strong>Farbpalette:</strong> Dominant sind düstere, erdige Töne, Felsgrau und ein tiefes, blutiges Rot auf den Flügelinnenseiten. Der Grunge-/Vintage-Rahmen gibt dem Ganzen den Look einer alten, verfluchten Chronik.</li><li><strong>Typografie:</strong> Der Titel <em>„Throne of the Winged King“</em> ist in einer kantigen, metallischen Fantasy-Schrift gehalten, die perfekt zu einem AAA-Videospiel oder einer High-Fantasy-Serie passt.</li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Psychotherapeut*innen verlangen eine Ruckrede von der AfD und lernen im Geschichtsunterricht von den Heterodoxien der kleinen Leute - Vermischtes 26.05.2026]]></title><description><![CDATA[Kommentierte Presseschau, jede Woche neu! ]]></description><link>https://publikum.net/psychotherapeut-innen-verlangen-eine-ruckrede-von-der-afd-und-lernen-im-geschichtsunterricht-von-den-heterodoxien-der-kleinen-leute-vermischtes-26-05-2026/</link><guid isPermaLink="false">6a0cace32474692f79b48ced</guid><dc:creator><![CDATA[Stefan Sasse]]></dc:creator><pubDate>Tue, 26 May 2026 11:11:52 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/DD-Banner-Vermischtes-5.png" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/DD-Banner-Vermischtes-5.png" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://vg02.met.vgwort.de/na/a5cfa666ae9e410c96240a8c0f729e66" class="kg-image" alt="Psychotherapeut*innen verlangen eine Ruckrede von der AfD und lernen im Geschichtsunterricht von den Heterodoxien der kleinen Leute - Vermischtes 26.05.2026"></figure><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/DD-Banner-Vermischtes-5.png" alt="Psychotherapeut*innen verlangen eine Ruckrede von der AfD und lernen im Geschichtsunterricht von den Heterodoxien der kleinen Leute - Vermischtes 26.05.2026"><p>Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ erhalten ausführlichere und thematisch gegliederte Hinführungen zu verschiedenen Artikeln aus den Weiten des Netzes dar. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind nummerierte Zwischenüberschriften eingezogen, bitte auf die referieren. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann.</p><h2 id="fundst-cke">Fundstücke</h2><p>1) Die Wissenschaften in Bedrängnis</p><p>Bei der ZEIT wird ausführlich untersucht, <a href="https://www.zeit.de/2026/22/afd-sachsen-anhalt-hochschulen-hans-thomas-tillschneider/komplettansicht">wie die AfD den Wissenschaftsbetrieb an die Kandare nehmen will</a>. Die Zitate aus dem offiziellen Wahlprogramm alleine sind absolut zum Gruseln und stellen mal wieder dringlich die Frage, wie genau eine demokratische Partei mit so was koalieren will.</p><p>"<em>Die deutsche Universität soll wieder eine deutsche Universität sein. Wo es »deutsche Studiengänge und Studienabschlüsse« gibt und »die deutsche Wissenschaft zu ihrer alten Größe« geführt wird. Ohne »Genderismus, Postkolonialismus und sonstige poststrukturalistische Phrasendrescherei«. Ohne ein »Quotenunwesen«, das die Botschaft vermittle, »Geschlecht sei wichtiger für den Erfolg als akademische Leistung«. Dafür wird es »kritische Klimaforschung« geben, ein »Landesinstitut für kritische Islamforschung« sowie einen »Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft«, um das »Absterben unseres Volkes« zu erforschen.</em>"</p><p>Dieses Zitat ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen dieses völkische Benutzen von "deutsch", das auch mal eben den Bolognaprozess komplett umdrehen will. Dann haben wir die Phrasendrescherei von "Genderismus" (was auch immer das sein soll außer einem Sammelbegriff für missliebige Dinge), "Postkolonialismus" (auch hier eine reine Phrase ohne jeden Inhalt) und "poststrukturalistische Phrasendrescherei" (Phrasendrescherei direkt aus dem 68er-Diskurs). Es geht ausschließlich darum, mittels Gummibegriffen missliebige Meinungen auszuschließen.</p><p>Und zuletzt haben wir dann das positive Gummiwort, "kritisch". Ich kenne das noch aus meiner linksradikalen Zeit, die NachDenkSeiten waren auch ständig "kritisch". Ich weiß, was das heißt. Die hier geforderten Lehrstühle sind zehnmal so politisch und ideologisch, wie das die Gender Studies je sein konnten. Und das "Absterben des Volkes" zu erforschen, meine Güte. Wie um alles in der Welt sollte eine demokratische CDU je so was mitmachen? Da erzählen mir Leute im selben Atemzug, die könnten niemals mit den Grünen, aber DAS sollen sie mitmachen können?</p><p>Nebenbei bemerkt sagt designierter AfD-Kultusminister Tillschneider: "<em>Ich weiß, wie Landesregierungen Druck auf Hochschulen ausüben. Genauso werden auch wir unsere Vorstellungen durchsetzen.</em>" Also nur falls jemand meint, hier handle es sich um Leute, die irgendwie demokratisch seien. Weil hier ja irgendwie angezweifelt wird, was das für Typen sind. Woher weiß ich, dass sie keine Demokraten sind? Weil. Sie. Es. Uns. Sagen. Offen. Unverschämt.</p><p>Indessen droht den Universitäten auch aus anderer Richtung Gefahr: <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/baulicher-verfall-deutscher-universitaeten-gefahr-fuer-bildung-accg-200831957.html">die Bausubstanz ist, wie die Morgenpost berichtet, völlig verrottet</a>. Das ist ein seit mittlerweile Jahrzehnten bekanntes Problem, für das alleine man mittlerweile ein dreistelliges Milliarden-Sondervermögen bräuchte. Wie man in dieser maroden Substanz vernünftig arbeiten will, ist mir völlig schleierhaft. Auch das zeigt den niedrigen Stellenwert, den Bildung und Wissenschaft in dieser Gesellschaft haben.</p><p>2) Kürzungen an den falschen Stellen</p><p>Natürlich gibt es im Reformdiskurs nur "falsche" Kürzungen, weil entgegen so mancher Polemik (fast) jede Ausgabe eben doch ihren Sinn und deswegen ihre Verteidiger*innen hat. <a href="https://www.zeit.de/arbeit/2026-04/psychotherapie-praxis-honorarkuerzungen-pantienten-behandlungen/komplettansicht">Aber das psychotherapeutische Angebot um rund 25% zusammenzustreichen</a>, wo bereits  jetzt die Plätze vorne und hinten nicht ausreichen, ist ganz besonders kurzsichtig. Menschen mit psychischen Krankheiten stehen dem Arbeitsmarkt für Monate und Jahre nicht zur Verfügung (wenn überhaupt je wieder) und kosten wahnsinnig viel. Stattdessen könnte man mit Diagnostik und rechtzeitiger Therapie in vielen Fällen vorbeugen. Aber nein, lieber "sparen" und später viele Milliarden verlieren.</p><p>3) Blut, Schweiß, Tränen und ein Ruck</p><p>Samira El Ouassil hat im Spiegel <a href="https://www.spiegel.de/kultur/friedrich-merz-der-pyromane-als-lagerfeuermacher-kolumne-a-87165d50-1692-4870-8576-7d0eab7ccca9">einen großartigen Kommentar</a> zur omnipräsenten Forderung nach einer großen Merz-Rede. Ich könnte den hier quasi Wort für Wort zitieren, aber lest ihn am besten selbst. Mein eigener Kommentar dazu: ich glaube, dieses Bedürfnis nach einer großen Rede ist auch so ein Hollywood-Ding. In jedem Gerichts- oder Politikdrama ist eine Rede immer der entscheidende Wendepunkt, dreht die Stimmung des ganzen Landes. Dabei hat Merz völlig Recht: keine Rede hat je etwas bewirkt. Wenn er sagt, dass nach Herzogs Ruck-Rede nichts folgte, hat er unzweifelhaft recht. Diese Reden - auch Churchills - werden immer erst im Nachgang so hochgejazzt. Kommunikation ist ein elementarer Bestandteil von Politik, aber sie ist nicht losgelöst davon und funktioniert vor allem durch Wiederholung. Dazu kommt noch, dass eine Rede umso effektiver ist, je weniger Adressaten sie hat. In unseren liberalen und hierarchisch flachen Gesellschaften müssen Reden sich aber an ein wesentlich breiteres Publikum wenden, als es ein Cicero früher tun musste. Entsprechend wenig können sie auch für sich genommen bewirken.</p><p>4) Heterodoxie</p><p>Im letzten Vermischten haben wir schon über die "Vier Reiter der Heterodoxie" gesprochen; im Economist wird die Frage gestellt, <a href="https://archive.ph/20260517013530/https://www.economist.com/finance-and-economics/2026/05/14/how-to-share-the-ai-windfall#selection-1261.301-1273.84">wie der "windfall of AI" am besten zu verteilen sei</a>. Auffällig ist auch hier wieder die Heterodoxie: da es unmöglich ist, mit den bisherigen Instrumenten einem (möglichen) massiven Stellenabbau beizukommen und dessen Profite einigermaßen fair zu verteilen, brauche es entweder wesentlich höhere Steuern auf Kapital oder bestimmte Technologien (eine Art "Robotersteuer") statt auf Einkommen und Verbrauch (weil letzteres ja dem Umverteilungsziel zuwiderläuft) oder eine Möglichkeit, die Menschen zu Stakeholdern zu machen, was aber massive Umsetzungsprobleme mit sich bringt, unter anderem, dass der Staat im Vornherein prognostizieren müsste, WELCHE Unternehmen die relevanten sein werden, was er schlicht nicht kann. Eine Lösung dafür ist natürlich nicht in Sicht, aber wer nicht sucht, kann auch nicht finden.</p><p>5) Die "kleinen Leute"</p><p>Einer der ermüdensten Topoi ist der von den "kleinen" oder "normalen" Leuten. Gerne wird bemüht, dass Politiker*innen unbedingt "wieder" die Sprache derselben sprechen müssten, idealerweise auch aus diesen Verhältnissen stammen. Zuverlässig aber werden alle, die aus diesen Verhältnissen kommen, für eben diese kritisiert. <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-05/baerbel-bas-spd-arbeit-sozial-reform-koalitionsausschuss?freebie=f8e4052d">Robert Pausch hat einen super Artikel zu diesem Phänomen geschrieben</a>, die Beispiele sind Legion. Besonders lustig finde ich, dass praktisch zeitgleich mit Pauschs Darstellung, wie seinerzeit alle auf Kurt Becks mangelnder Hauptstadt-Raffinesse herumgekackt haben, <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-krise-baerbel-bas-und-lars-klingbeil-reden-treffsicher-an-der-realitaet-vorbei-a-a0155ce9-e3b6-44c4-8fb4-3a676ee04137">René Pfister im Spiegel ausgerechnet den Vergleich mit Kurt Beck zieht</a> und unironisch erklärt, dass die heutige SPD nicht mehr so reden würde. Was damals massiv kritisiert wurde. Aber es ist immer dasselbe: da haben wir Merkel und ihren konsensualen Stil, und alle wünschen sich Basta, und dann kommt Merz und alle stellen fest, dass dieses trampelhafte Basta ja nicht so cool ist und dass Merkel das ja viel besser gemacht hat. Oder es braucht dringend Politiker, die öffentlich nachdenken, dann macht Robert Habeck das und es ist nur ein Zeichen für seine intellektuelle Abgehobenheit. Und so weiter. Die einzige Konstante in der Kritik ist, dass immer kritisiert wird, was gerade da ist. Es ist so ermüdend.</p><p>6) Geschichtsunterricht</p><p><a href="https://www.welt.de/debatte/article69f1db90052adba8a89e40b3/deutsche-schulen-es-war-nicht-alles-schlecht-das-ist-der-falsche-weg-die-geschichte-der-ddr-zu-lehren.html">Christine Brink beklagt in einem Gastartikel</a> den Stand des Geschichtsunterrichts über die DDR. Zu wenig erführen die heutigen Schüler*innen über die Schlechtigkeit des Regimes. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie das in Ostdeutschland aussieht, aber zumindest hierzulande treffen ihre Kritikpunkte schon aus biografischen Gründen nicht zu (und selbige zumindest für den Osten auch kaum mehr). Was mich aber besonders nervt ist folgender Abschnitt: "<em>Lebendige Geschichte der DDR kann genauso unterrichtet werden. Wer mit den Schülern die Serie „Weissensee“ anschaut und diskutiert, hat den ganzen Kosmos der DDR vor Augen. Man kann Erich Loest lesen oder Wolf Biermann. Zeitzeugen und Opfer der DDR-Justiz gibt es genug.</em>" Da merkt man wieder, dass Leute reden, die vom Unterricht keine Ahnung haben. Das wurde schon in ihrer Kritik offenkundig, dass ein guter Teil der Schüler*innen nur Stichworte wie "<em>17. Juni, Mauerbau, Reiseverboten, Überwachung, Stasi und Montagsdemos</em>" kenne. Ich wäre oft ja schon froh, wenn die bekannt wären. Brink begeht hier den klassischen Fehler, den wir Lehrkräfte aus Betriebsblindheit auch gerne machen, das eigene Interesse zu verabsolutieren. Natürlich, wer sich für Geschichte interessiert, für den gibt es natürlich eine reiche Welt der Entdeckungen und Erkenntnisse. Nur, wer sich nicht dafür interessiert, wird beim Vortrag des Zeitzeugen abschalten, wird bei Weissensee den Kopf auf den Tisch legen, wird Erich Loest und Wolf Biermann nicht lesen (der wohl realitätsfernste der Vorschläge). Schule ist nicht wie im Film, wo die Lehrkraft irgendeinen coolen Move abzieht und dann lauter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dangerous_Minds_%E2%80%93_Wilde_Gedanken">wilde Gedanken</a> rauskommen. Die meisten Schüler*innen wissen wenig von DDR und Holocaust, weil es sie schlicht nicht interessiert, genauso wie ich wenig von Biologie und Chemie weiß. Darüber kann man die Systemfrage stellen, aber es wird nicht damit getan sein, gemeinsam eine Serie zu schauen (in welcher Zeit, um Gottes Willen?) und dann darüber zu diskutieren (mit welcher Fragestellung? über was?). Was für ein ahnungsloser Unsinn.</p><h2 id="resterampe">Resterampe</h2><p>a) <a href="https://www.zeit.de/2026/19/theodor-w-adorno-gruppenexperiment-sozialforschung-nachkriegszeit-deutschland/komplettansicht">Spannende Ergebnisse einer gerade erst entdeckten Großstudie von Adorno Anfang der 1950er Jahre</a>. Grundsätzlich nicht überraschend, aber doch immer wieder lesens- und bedenkenswert.</p><p>b) <a href="https://nebula.tv/videos/jacob-geller-why-does-everyone-think-1984-agrees-with-them">Sehr gutes Video zum Thema, warum alle immer glauben, dass "1984" ihren Punkt beweisen würde</a>. Ist auf Nebula, aber der Service lohnt die geringe Gebühr sehr.</p><p>c) <a href="https://x.com/djpr/status/2055727993344139346?s=20">Nettes Video zur Kritik an den ÖRR</a>.</p><p>d) <a href="https://x.com/sozi_simon/status/2055881644486050140?s=20">Jemand hat mal Fellanis Behauptungen nachgerechnet</a>. Wenig überraschend sind sie Unsinn.</p><p>e) <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-05/schwarz-gruene-koalition-union-cdu-spd/komplettansicht">Jana Hensel zu Schwarz-Grün</a>.</p><p>f) <a href="https://www.theatlantic.com/technology/2026/05/musk-altman-trial-waste-of-time/687213/?utm_source=feed" rel="noopener noreferrer">Elon Musk Gets a Reality Check</a>. Alle in einen Sack und draufhauen, triffst du nur die Richtigen, pflegte mein Vater früher immer zu sagen.</p><p>g) Andreas Fulda hat einen <a href="https://x.com/amfchina/status/2056627590660559086">Thread zur Selbstvasallierungsthese</a> geschrieben, die er im Podcast ausgerollt hatte.</p><p>h) <a href="https://www.welt.de/videos/video6a0b27e659f82e5979394363/ploss-bei-meinungsfreiheit-die-afd-wuerde-mit-vielen-prinzipien-brechen-die-deutschland-stark-gemacht-haben.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter">Schön, dass es Leute bei der CDU zu merken scheinen</a>.</p><p>i) <a href="https://bsky.app/profile/tinido.bsky.social/post/3mm6zvttazk2q">Sehr guter Punkt von Christina Dongowski zum Verschwinden der SPD-Kernwählendenschaft</a>.</p><p>j) <a href="https://www.electrive.net/2025/01/21/polnische-staedte-rufen-wegen-hoher-wasserstoff-betriebskosten-nach-dem-staat/">Diverse polnische Städte brauchen für ihre Wasserstoffbusse massive staatliche Subventionen (also, zusätzlich zu den bereits erhaltenen), weil die Dinger nicht wirtschaftlich sind</a>.</p><p>k) <a href="https://www.ft.com/content/195835d4-304d-4287-b081-58be79a19b75?syn-25a6b1a6=1">Vernichtender Artikel über Keir Starmer, Labour und eigentlich die ganze britische Politik</a>.</p><p>l) <a href="https://www.mitte-punkt.de/2026/05/19/liberale-mehrheit/">Der mehrheitsfähige Liberalismus</a>.</p><p>m) <a href="https://x.com/djpr/status/2055392888238797297?s=20">Mal wieder was zur Schweiz</a>. Deswegen warne ich vor diesen Ländervergleichen. Man sieht immer nur, was man halt sehen will. Auch bei Dänemark übrigens.</p><p>n) <a href="https://x.com/APosener/status/2056680550564348044?s=20">Sehr knapp und präzise von Alan Posener</a>.</p><hr><p>Fertiggestellt am 19.05.2026</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Im Schatten der Algorithmen]]></title><description><![CDATA[Algorithmen müssen überprüfbar sein, Moderationsentscheidungen müssen begründet werden, Nutzer brauchen wirksame Rechtsmittel. Solange das nicht der Fall ist, steht die Meinungsfreiheit im Netz nicht unter politischem Angriff – sie steht im Schatten eines Geschäftsmodells.]]></description><link>https://publikum.net/im-schatten-der-algorithmen/</link><guid isPermaLink="false">6a1342e32474692f79b48e6d</guid><category><![CDATA[Politik]]></category><category><![CDATA[Wissen]]></category><category><![CDATA[Gesellschaft]]></category><category><![CDATA[Kultur]]></category><dc:creator><![CDATA[Arnold Schiller]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 19:09:55 GMT</pubDate><media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1646731753590-559f68754f31?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDN8fHNoYWRvdyUyMGJhbnxlbnwwfHx8fDE3Nzk2NDk2NjB8MA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=2000" medium="image"/><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1646731753590-559f68754f31?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDN8fHNoYWRvdyUyMGJhbnxlbnwwfHx8fDE3Nzk2NDk2NjB8MA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=2000" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<h1></h1><h2 id="shadowbanning-trifft-linke-rechte-und-jeden-dazwischen-ein-strukturelles-problem-kein-parteipolitisches">Shadowbanning trifft Linke, Rechte und jeden dazwischen – ein strukturelles Problem, kein parteipolitisches</h2><hr><img src="https://images.unsplash.com/photo-1646731753590-559f68754f31?crop=entropy&cs=tinysrgb&fit=max&fm=jpg&ixid=M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDN8fHNoYWRvdyUyMGJhbnxlbnwwfHx8fDE3Nzk2NDk2NjB8MA&ixlib=rb-4.1.0&q=80&w=2000" alt="Im Schatten der Algorithmen"><p>Es gibt Beobachtungen, die unangenehm sind, weil sie von den Falschen gemacht werden. Eine davon: Wer auf YouTube ein politisch kritisches Video veröffentlicht und dabei dieselben Inhalte mit und ohne Begleittext testet, kann tatsächlich messbare Unterschiede in der Reichweite feststellen. Das ist kein Beweis für gezielte Zensur – aber es ist ein Symptom für ein reales, strukturelles Problem, das jeden betrifft.</p><p>Dieses Problem heißt Shadowbanning, und es ist kein rechtes Phänomen. Es ist auch kein linkes. Es ist das Merkmal einer Infrastruktur, die für Profitmaximierung gebaut wurde und Meinungsfreiheit höchstens als Nebenprodukt kennt.</p><hr><h2 id="was-ist-ein-shadowban">Was ist ein Shadowban?</h2><p>Ein Shadowban bezeichnet die verdeckte Reichweitenreduktion von Inhalten auf einer Plattform, ohne den Nutzer darüber zu informieren. Der Beitrag bleibt sichtbar – für den Verfasser selbst und formal für die Öffentlichkeit – wird aber vom Algorithmus so weit zurückgestuft, dass er kaum noch jemanden erreicht.</p><p>Plattformen vermeiden das Wort konsequent. Instagram-Chef Adam Mosseri erklärte öffentlich, Shadowbanning sei "nicht real" – während Instagrams eigene Dokumentation gleichzeitig von "reduced distribution" für bestimmte Inhalte spricht. X (ehemals Twitter) ist die Ausnahme: Durch die sogenannten "Twitter Files", die Elon Musk 2022/23 an Journalisten übergab, wurde erstmals offiziell bestätigt, dass die Plattform ein System namens "Visibility Filtering" betreibt. Interne Labels wie "Trends Blacklist", "Search Blacklist" und "Do Not Amplify" wurden für eine Reihe von Accounts dokumentiert.</p><p>Eine 2024 in <em>PNAS Nexus</em> veröffentlichte Studie bestätigte, dass Shadowbanning messbare Auswirkungen auf die Meinungsbildung in sozialen Netzwerken hat. Eine frühere quantitative Analyse von Le Merrer et al. ergab zudem, dass Nutzer, die mit einem shadowgebannten Account interagierten, selbst viermal häufiger von Reichweitenreduktionen betroffen waren – ein Anstieg von 2,3 % auf 9,3 % Betroffenenrate.</p><hr><h2 id="wen-trifft-es-alle-">Wen trifft es? Alle.</h2><p>Wer Shadowbanning als Waffe gegen eine bestimmte politische Richtung versteht, ignoriert die Fülle der Gegenbeispiele.</p><p><strong>Schwarze Creators und BLM-Aktivisten:</strong> 2020, im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste nach dem Tod George Floyds, berichteten zahlreiche Black TikTok-Creators von drastisch gesunkenen Aufrufzahlen. Videos mit dem Hashtag #BlackLivesMatter wurden nachweislich weniger ausgespielt. Eine 2024 erschienene Studie der University of Michigan dokumentierte, dass marginalisierte Gruppen – darunter Schwarze Nutzer – auf Instagram überproportional von Sichtbarkeitsrestriktionen betroffen sind.</p><p><strong>Palästinensische Stimmen:</strong> Seit Oktober 2023 häufen sich Berichte von Journalisten, NGOs und Privatpersonen, deren Beiträge über Gaza auf Instagram, Facebook und TikTok mit stark verminderter Reichweite erschienen – ohne erkennbare Richtlinienverstöße. TechCrunch und <em>The Conversation</em> dokumentierten Einzelfälle wie die palästinensisch-amerikanische Filmemacherin Khitam Jabr, deren harmlose Reisevideos aus dem Westjordanland zu Account-Einschränkungen führten.</p><p><strong>LGBTQ+-Creator und Sexarbeiter:</strong> Schon lange vor den aktuellen politischen Debatten berichteten queere Creators auf Instagram von systematisch reduzierter Sichtbarkeit ihrer Aufklärungsinhalte – ohne Community-Verstöße. Der 2021er-Bericht "Posting Into The Void" des Kollektivs Hacking//Hustling dokumentierte, wie Sexarbeiter und Aktivisten nach dem US-Gesetz FOSTA (2018) und während der BLM-Proteste gleichermaßen Shadowbanning-Effekte erlebten.</p><p><strong>Journalisten, die über Kriegsverbrechen berichten:</strong> Videos mit Konfliktbildern werden von Moderationsalgorithmen als "Gewaltinhalte" klassifiziert – unabhängig vom journalistischen Kontext. Das Ergebnis: Kriegsdokumentation und Propaganda landen im selben algorithmischen Topf.</p><p><strong>Und, ja: auch konservative und rechte Accounts.</strong> Die Twitter Files zeigten, dass bestimmte rechte US-Accounts interne Blacklist-Labels erhielten. Das ist ein legitimer Befund. Er bedeutet aber nicht, dass Shadowbanning ein Instrument gegen Konservative ist – es bedeutet, dass Plattformen intransparent moderieren, und zwar über das gesamte politische Spektrum hinweg.</p><hr><h2 id="warum-passiert-das">Warum passiert das?</h2><p>Plattformen moderieren nicht primär nach politischer Gesinnung, sondern nach ökonomischen und rechtlichen Anreizen.</p><p><strong>1. Algorithmen optimieren auf Engagement, nicht auf Wahrheit oder Vielfalt.</strong> Kontroverse Inhalte erzeugen kurzfristig hohe Interaktionen – bis sie Werbekunden vergrätzen oder regulatorischen Druck auslösen. Dann werden sie zurückgestuft, nicht weil sie falsch sind, sondern weil sie unrentabel werden.</p><p><strong>2. Automatisierte Moderation ist fehleranfällig.</strong> Schlagworte wie "Schusswaffe", "Selbstverletzung" oder "Terrorismus" lösen Algorithmen aus – unabhängig davon, ob es sich um eine Waffenhandlung, eine Suizidprävention oder eine Kriegsreportage handelt. Das Ergebnis ist algorithmischer Kollateralschaden, der quer durch alle Inhalte geht.</p><p><strong>3. Rechtsdruck erzeugt Overblocking.</strong> Drohende Bußgelder durch Gesetze wie den deutschen NetzDG oder den europäischen Digital Services Act (DSA) veranlassen Plattformen, im Zweifel zu viel zu löschen oder zurückzustufen, anstatt sorgfältig zu prüfen. Das ist kein Verschwörungsplan, sondern ein ökonomisch rationales Verhalten: Löschen ist billiger als Prüfen.</p><hr><h2 id="der-dsa-und-die-trusted-flagger-debatte">Der DSA und die Trusted-Flagger-Debatte</h2><p>Der Digital Services Act der EU, seit 2022 in Kraft, reguliert erstmals systematisch, wie große Plattformen mit illegalen Inhalten umgehen müssen. Ein zentrales Instrument dabei: sogenannte "Trusted Flagger", also staatlich zertifizierte Hinweisgeber, deren Meldungen von Plattformen vorrangig bearbeitet werden müssen.</p><p>In Deutschland werden diese Stellen von der Bundesnetzagentur akkreditiert. Die Idee ist legitim: Organisationen mit nachgewiesener Fachkenntnis sollen helfen, klar illegale Inhalte – Kindesmissbrauch, Hasskriminalität, Terrorpropaganda – schneller zu entfernen.</p><p>Doch die Debatte darum ist berechtigt und teilweise auch hausgemacht: Eine Pressemitteilung der Bundesnetzagentur Ende 2024 formulierte zunächst, Plattformen müssten auf Meldungen von Trusted Flaggern "sofort reagieren" und "illegale Inhalte, Hass und Fake News" könnten "schnell und ohne bürokratische Hürde entfernt werden." Das Problem: Hass und Fake News sind in dieser Pauschalformulierung nicht automatisch Straftaten. Nach öffentlicher Kritik korrigierte die Behörde den Text und sprach fortan von "illegalem Hass und illegalen Fake News" – ein kleiner, aber rechtlich entscheidender Unterschied.</p><p>Was bleibt: Die Sorge vor Overblocking durch das Trusted-Flagger-System ist nach Einschätzung mehrerer Rechtswissenschaftler und selbst von EU-Parlamentarierinnen begründet und ernst zu nehmen. Plattformen könnten im Zweifel mehr löschen als notwendig, um Strafen zu vermeiden. Gleichzeitig gilt: Willkürliche Sperrungen sind nach dem DSA ausdrücklich verboten, und Nutzer haben das Recht, gegen Löschungen Beschwerde einzulegen.</p><p>Der DSA ist kein Zensurgesetz – aber ein unvollständiges Instrument, das konsequent auf seine Nebenwirkungen beobachtet werden muss.</p><hr><h2 id="was-fehlt-transparenz-und-rechenschaft">Was fehlt: Transparenz und Rechenschaft</h2><p>Das eigentliche Kernproblem ist nicht, dass Plattformen moderieren. Moderation ist notwendig. Das Kernproblem ist, dass sie es ohne Begründung, ohne Rechtsmittel und ohne überprüfbare Kriterien tun.</p><p>Wenn ein Beitrag zurückgestuft wird, erfährt der Verfasser weder warum noch durch wen. Tarleton Gillespie, Medienwissenschaftler und einer der führenden Forscher zur Plattformmoderation, hat beschrieben, wie algorithmische Sichtbarkeitskontrolle nicht nur einzelne Posts betrifft, sondern beeinflusst, "was eine Gesellschaft wahrnimmt, ernst nimmt und für wertvoll hält." Kelley Cotter prägte dafür den Begriff "Black Box Gaslighting": Nutzer können nicht unterscheiden, ob ihr Inhalt ignoriert wird, weil er schlecht ist – oder weil er bewusst unsichtbar gemacht wurde.</p><p>Die Konsequenz ist Selbstzensur: Menschen passen ihre Wortwahl an, meiden bestimmte Themen, posten seltener. Nicht weil sie gegen ein Gesetz verstoßen haben, sondern weil sie gelernt haben, dass bestimmte Themen Klickverluste bedeuten. Das ist die vielleicht gefährlichste Auswirkung des Shadowbannings – stiller als jede offizielle Sperrung und schwerer nachzuweisen als jeder gelöschte Beitrag.</p><hr><h2 id="fazit">Fazit</h2><p>Shadowbanning ist ein reales, plattformübergreifendes und politisch unparteiisches Phänomen. Es trifft schwarze Aktivisten und konservative Blogger, LGBTQ+-Creator und Kriegsreporter, Klimaschützer und Regierungskritiker.</p><p>Wer das als gezielten Feldzug gegen eine politische Richtung deutet, verkennt die Mechanik. Die Plattformen handeln nicht aus politischer Überzeugung, sondern aus wirtschaftlichem Kalkül: Sie steuern Sichtbarkeit so, dass Werbeeinnahmen maximiert und Rechtsrisiken minimiert werden. Das ist nicht weniger problematisch – aber es ist ein anderes Problem. Eines, das eine andere Lösung braucht.</p><p>Die Antwort liegt nicht in mehr Deregulierung für eine Seite oder mehr Zensur für die andere. Sie liegt in struktureller Transparenz: Algorithmen müssen überprüfbar sein, Moderationsentscheidungen müssen begründet werden, Nutzer brauchen wirksame Rechtsmittel. Solange das nicht der Fall ist, steht die Meinungsfreiheit im Netz nicht unter politischem Angriff – sie steht im Schatten eines Geschäftsmodells.</p><hr><p><em>Quellen und weiterführende Lektüre: Gillespie, T. (2018): "Custodians of the Internet"; Le Merrer et al. (2021): quantitative Twitter-Analyse; PNAS Nexus (2024): Shadowban-Studie; Verfassungsblog (2024): "Flagging Trusted Flaggers"; TechCrunch (2023): "Meta has a moderation bias problem"; The Conversation (2024): Palestine content shadowbanning.</em></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna]]></title><description><![CDATA[<p>in Zusammenarbeit mit Sabine Weber / Titelbild © Sabine Weber</p><p><strong>Diesmal ging unsere Reise ins Meraner Land in Südtirol. Wir waren im 4* Superior Hotel Hohenwart untergebracht.</strong></p><p>Das Hotel Hohenwart in Schenna liegt  perfekt für eine Kombination eines Wellnessaufenthalts mit dem Besuch  der Stadt Meran und seinem Umland. Mehrmals pro Stunde startet</p>]]></description><link>https://publikum.net/wellness-oberhalb-von-meran-das-hotel-hohenwart-in-schenna/</link><guid isPermaLink="false">6a134acc2474692f79b48e76</guid><category><![CDATA[Reise]]></category><category><![CDATA[Leben]]></category><dc:creator><![CDATA[Michael Rüf]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 19:03:28 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/2026B1_C_Sabine_Weber.jpg" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/2026B1_C_Sabine_Weber.jpg" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/2026B1_C_Sabine_Weber.jpg" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><p>in Zusammenarbeit mit Sabine Weber / Titelbild © Sabine Weber</p><p><strong>Diesmal ging unsere Reise ins Meraner Land in Südtirol. Wir waren im 4* Superior Hotel Hohenwart untergebracht.</strong></p><p>Das Hotel Hohenwart in Schenna liegt  perfekt für eine Kombination eines Wellnessaufenthalts mit dem Besuch  der Stadt Meran und seinem Umland. Mehrmals pro Stunde startet ein Bus,  der seine Fahrgäste in einer knappen viertel Stunde ins Zentrum von  Meran bringt. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz  Südtirol ist in der Ortstaxe enthalten. In Meran erwartet die Besucher  die bezaubernde Altstadt mit der Wandelhalle oder dem Sandplatz.  Empfehlen können wir auch einen Spaziergang am Passer, dem Fluss, der  durch Meran fließt.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B2_C_IDM_Suedtirol_Alto-Adige_Manuel_Ferrigator-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© IDM Südtirol Alto Adige, Foto Manuel Ferrigator</figcaption></figure><p>Von München aus geht es mit dem Auto über  Innsbruck, die Brennerautobahn und die Schnellstraße nach Meran in knapp  vier Stunden nach Schenna. Bis Innsbruck sollte man je nach aktueller  Verkehrslage die Route über Garmisch-Partenkirchen oder Kufstein wählen.  Die österreichischen Autobahnen sind vignettenpflichtig und für die  Brennerautobahn wird auf der österreichischen wie auch auf der  italienischen Seite noch eine zusätzliche Streckenmaut fällig. Das Hotel  ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In knapp fünf  Stunden geht es von München aus per Bahn mit Umstieg in Bozen nach  Meran. Wer lieber ohne Umstieg anreist, kann auch den Flixbus ab dem  Münchner ZOB nutzen. Am Bahnhof holt das Hotel Hohenwart seine Gäste  kostenfrei ab.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B3_C_Sabine_Weber-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Sabine Weber</figcaption></figure><p><strong>Badewanne für Zwei</strong></p><p>Das Hotel Hohenwart ist mit Ausnahme des  Spa-Gebäudes traditionell gestaltet. Es hat viele Stammgäste, die seit  Kindertagen immer wieder gerne das Haus besuchen.  Wir waren in einer  Enzian Suite untergebracht. Auf 53 Quadratmetern verteilen sich ein  Schlafzimmer und ein Wohnzimmer mit angeschlossenem Bad. Die Toilette  ist räumlich getrennt. Vor dem Wohn- und dem Schlafzimmer erstreckt sich  ein großer Balkon mit Liegen, Couch und einem Tisch mit zwei Stühlen.  Da das Hotel am Hang liegt, hat man eine weite Aussicht in Richtung der  Täler und Berge rund um Meran. Sehr gut hat uns die große Badewanne  gefallen, in der man auch zu zweit gemütlich liegen kann.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B4_C_Sabine_Weber-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Sabine Weber</figcaption></figure><p><strong>Große Auswahl beim Abendessen</strong></p><p>Im Rahmen der Halbpension ist ein großes  Frühstücksbuffet, eine Jause mit Kuchen &amp; Herzhaftem von 15.00 bis  17.00 Uhr und ein 5-Gang-Dinner am Abend enthalten. Im Gegensatz zu  vielen anderen Hotels stehen den Gästen am Abend nicht nur die  Tagesmenüs zur Auswahl, sondern es kann aus einer großen Alternativkarte  ohne Aufpreis bestellt werden. Dies haben wir sehr geschätzt. Wir haben  sehr gut im Hotel Hohenwart gegessen.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B5_C_Sabine_Weber-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Sabine Weber</figcaption></figure><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B9_C_Sabine_Weber-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Sabine Weber</figcaption></figure><p><strong>Moderner Spa</strong></p><p>Das Gebäude, in dem der Spa untergebracht  ist, hat uns sehr gut gefallen. Es erstreckt sich samt Dachbereich über  drei Etagen, hat hohe Decken, ist sehr modern gestaltet und steht  exklusiv Erwachsenen zur Verfügung. Leider ist es nicht ganz  barrierefrei, da der Dachbereich nicht per Aufzug erreichbar ist. Auf  der untersten Ebene befinden sich die Spa-Rezeption und die  Behandlungsräume. Darüber liegen die Saunen und Dampfbäder, das  Spa-Buffet mit Getränken und Knabbereien und verschiedene Ruhebereiche.  Auf dem Dach erstreckt sich der Infinitypool, eine Sonnenterasse und die  Panoramasauna, in der die Aufgüsse stattfinden.  Der Karibik-Aufguss  mit Blutorange und Papaya hat uns sehr gut gefallen. Für Familien gibt  es einen separaten Bereich mit Innenpool, Außenpool und „dress-on“  Saunen.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B6_C_Hotel_Hohenwart_Benjamin_Pfitscher-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Hotel Hohenwart, Foto Benjamin Pfitscher</figcaption></figure><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B7_C_Sabine_Weber-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Sabine Weber</figcaption></figure><p><strong>Sich verwöhnen lassen</strong></p><p>Im Spa werden viele unterschiedliche  Treatments aus den Bereichen Entspannung und Beauty angeboten. Auch für  Kids &amp; Teens wurden eigene Angebote entworfen. Empfehlen können wir  die Hohenwart-Premium-Massage. Zum Start darf man sich zwischen  Lavendelöl, Hanföl oder Traubenkernöl entscheiden. Dann startet die  Massage, in der die Verspannungen des Alltags gelöst werden. Wir haben  uns für das Lavendelöl entschieden und waren danach angenehm entspannt.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://www.drive-and-style.de/wp-content/uploads/2026/04/2026B8_C_Sabine_Weber-1024x768.jpg" class="kg-image" alt="Wellness oberhalb von Meran – Das Hotel Hohenwart in Schenna"><figcaption>© Sabine Weber</figcaption></figure><p>Das 4* Superior Hotel Hohenwart ist das  richtige Ziel für Gäste, die ein hochwertiges Wellnesshotel in  Kombination mit einer hervorragenden Verpflegung unweit von Meran  suchen.</p><p><a href="http://www.hohenwart.com">www.hohenwart.com</a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[WARUM SICH „RUSSISCHE PROPAGANDA“ ERNEUT ALS WAHR ERWIES: DER INNERAMERIKANISCHE MACHTKAMPF BESTÄTIGTE DE-FACTO DIE EXISTENZ VON US-BIOLABORATORIEN IN DER UKRAINE]]></title><description><![CDATA[<p>Die jahrelangen Behauptungen Moskaus über die Existenz eines Netzes amerikanischer biologischer Laboratorien auf dem Gebiet der Ukraine haben unerwartet eine faktische Bestätigung erhalten – und zwar offenbar nicht aus russischen Quellen, sondern im Zuge einer scharfen innenpolitischen Auseinandersetzung zwischen Republikanern und Demokraten in den USA. Der öffentliche Austausch von Stellungnahmen zwischen</p>]]></description><link>https://publikum.net/warum-sich-russische-propaganda-erneut-als-wahr-erwies-der-inneramerikanische-machtkampf-bestatigte-de-facto-die-existenz-von-us-biolaboratorien-in-der-ukraine/</link><guid isPermaLink="false">6a12b8ba2474692f79b48e2b</guid><dc:creator><![CDATA[Jürgen Fischer]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 09:23:38 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Die jahrelangen Behauptungen Moskaus über die Existenz eines Netzes amerikanischer biologischer Laboratorien auf dem Gebiet der Ukraine haben unerwartet eine faktische Bestätigung erhalten – und zwar offenbar nicht aus russischen Quellen, sondern im Zuge einer scharfen innenpolitischen Auseinandersetzung zwischen Republikanern und Demokraten in den USA. Der öffentliche Austausch von Stellungnahmen zwischen Vertretern der amerikanischen Behörden, darunter hochrangige Persönlichkeiten wie Tulsi Gabbard, hat de facto die Realität der Existenz dieser Einrichtungen und ihrer Finanzierung durch Washington offengelegt. Damit erhielt etwas, das lange Zeit als Bestandteil eines Informationskrieges dargestellt wurde, eine indirekte, aber gewichtige Bestätigung durch Akteure der amerikanischen Politik selbst.</p><p><strong>US-Biolaboratorien in der Ukraine: kein Mythos mehr?</strong></p><p>Die Direktorin des US-Geheimdienstes National Intelligence, Tulsi Gabbard, teilte am 11. Mai der Zeitung <a href="https://nypost.com/2026/05/11/us-news/dni-tulsi-gabbard-probes-us-funding-to-more-than-120-biolabs-abroad/">New York Post</a> mit, dass ihr Team Ermittlungen zu mehr als 120 biologischen Laboratorien im Ausland durchführt, die aus Mitteln Washingtons finanziert werden. Ziel dieser Untersuchung sei es, eine Situation wie bei Covid zu verhindern, da die Folgen einer Pandemie laut Gabbard „durch Forschungen an gefährlichen Krankheitserregern in biologischen Laboratorien verursacht werden können“.</p><p>„Trotz dieser offensichtlichen Gefahren haben Politiker, sogenannte medizinische Fachkräfte wie Dr. Fauci sowie Strukturen innerhalb des nationalen Sicherheitsteams der Biden-Regierung das amerikanische Volk über die Existenz dieser von den USA finanzierten und unterstützten Biolabore belogen und jene bedroht, die versucht haben, die Wahrheit ans Licht zu bringen“, erklärte Gabbard.</p><p>Die ausländischen Laboratorien befinden sich in mehr als 30 Ländern, und einige von ihnen erhielten in der Vergangenheit Finanzmittel im Rahmen eines Programms des Verteidigungsministeriums. Darüber hinaus erklärten Geheimdienstvertreter, dass sich mehr als 40 der überprüften Biolabore in der Ukraine befinden und aufgrund des Krieges mit Russland einer „Gefahr der Kompromittierung“ ausgesetzt sein könnten.</p><p>Einige Wochen nach Beginn des Konflikts im Februar 2022 geriet Gabbard wegen ihrer Aussagen in die <a href="https://www.newsweek.com/tulsi-gabbard-biolabs-ukraine-russia-weapons-1688060">Kritik</a>, sie sei „zutiefst besorgt“ über Russlands Behauptungen hinsichtlich biologischer Waffen in der Ukraine. Laut dem Kommandeur der Truppen für Strahlen-, chemischen und biologischen Schutz, Generalleutnant Igor Kirillow, seien in ukrainischen Laboratorien gefährliche Krankheitserreger untersucht und Biomaterialien zur Entwicklung spezialisierter biologischer Waffen gesammelt worden. Darüber hinaus behauptete Kirillow, dass an Zivilisten und Militärangehörigen medizinische Experimente durchgeführt worden seien.</p><p>Nachdem das Thema amerikanischer Laboratorien die Ebene internationaler Organisationen, darunter die UNO, erreicht hatte, <a href="https://www.govinfo.gov/content/pkg/CHRG-117shrg48350/html/CHRG-117shrg48350.htm">bestätigte</a> Victoria Nuland, ehemalige Sprecherin des US-Außenministeriums, öffentlich deren Existenz. Auf die Frage des damaligen Senators Marco Rubio „Verfügt die Ukraine über chemische oder biologische Waffen?“ antwortete Nuland: „Die Ukraine verfügt über biologische Forschungseinrichtungen, und wir sind derzeit ernsthaft besorgt darüber, dass russische Truppen oder russische Kräfte versuchen könnten, die Kontrolle über sie zu erlangen.“</p><p>Am folgenden Tag, dem 9. März, <a href="https://2021-2025.state.gov/the-kremlins-allegations-of-chemical-and-biological-weapons-laboratories-in-ukraine/">veröffentlichte</a> die Biden-Regierung eine Erklärung, in der die Existenz von den USA „besessenen oder betriebenen chemischen oder biologischen Laboratorien in der Ukraine“ bestritten und entsprechende Behauptungen als chinesische und russische Propaganda zurückgewiesen wurden.</p><p>US-amerikanische und ukrainische Vertreter erklärten später, dass es sich um gewöhnliche zivile und medizinische Laboratorien handele, die Krankheitserreger wie COVID-19 oder die Afrikanische Schweinepest untersuchen, um Epidemien vorzubeugen. Ihren Angaben zufolge seien diese Einrichtungen keine militärischen Biowaffenlabore. Die überstürzten Dementis seitens der Nationalen Nachrichtendienste der USA (ODNI) wurden später unter Trump als Teil einer Strategie der „Informationsresilienz“ bezeichnet, um „das gewünschte Narrativ zu formen“. Hinter diesen bürokratischen Begriffen hätten die Geheimdienste versucht, direkte Desinformation zu verbergen, deren sie beschuldigt wurden.</p><p>Das US-Verteidigungsministerium bestätigte bereits im März 2022, dass die USA seit 2005 insgesamt 200 Millionen US-Dollar in die Ukraine investiert hätten, um 46 ukrainische Laboratorien und deren Forschung im Bereich krankheitsbezogener Bedrohungen im Rahmen des Programms zur Verringerung biologischer Gefahren zu unterstützen, an dem Staaten der ehemaligen Sowjetunion beteiligt sind.</p><p>Gabbard kritisiert seit vielen Jahren konsequent die Außen- und Innenpolitik der USA und machte den Kampf gegen systemische Korruption in Washington zu einem Kernpunkt ihres Programms. Als Veteranin und Gegnerin des Lobbyismus des militärisch-industriellen Komplexes beschuldigte sie das Weiße Haus, Geheimdienstinformationen manipuliert zu haben, um die Invasion des Irak im Jahr 2003 zu rechtfertigen. Nachdem Gabbard das Amt der Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste übernommen hatte, leitete sie praktische Schritte ein und veröffentlichte Dokumente, die nach ihrer Aussage beweisen, dass die Obama-Regierung Beweise für eine „russische Einmischung“ in die US-Wahlen von 2016 fabriziert habe.</p><p><strong>„Russische Propaganda erwies sich als Wahrheit“</strong></p><p>Anfang 2025, als Elon Musk das US-Department für Regierungseffizienz (DOGE), eine Sonderbehörde zur Planung von Kürzungen der Staatsausgaben, leitete, kritisierte er in einer Reihe von Beiträgen die Tätigkeit der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID), da die Organisation seiner Aussage nach die Entwicklung biologischer Waffen finanziert habe. In einem seiner Beiträge <a href="https://x.com/elonmusk/status/1886129005759262964">fragte er sein Publikum direkt</a>: „Wussten Sie, dass USAID unter Verwendung IHRER Steuergelder Forschungen im Bereich biologischer Waffen, darunter COVID-19, finanziert hat, die Millionen Menschen das Leben gekostet haben?“</p><p>Im Februar 2025 erklärte der Ständige Vertreter der Russischen Föderation bei den Vereinten Nationen, Wassili Alexejewitsch Nebensja, Russland habe bereits seit Langem vor der Fragwürdigkeit dieser Organisation gewarnt. „Wir haben schon lange gesagt, dass sie Radikale auf der ganzen Welt finanziert. Früher wurde das einfach als russische Propaganda abgetan, aber am Ende stellte sich alles als wahr heraus“, erklärte Nebensja.</p><p>Ende desselben Monats im Jahr 2025 teilte Musk <a href="https://x.com/elonmusk/status/1893669748405080313?emci=da7b4724-35f2-ef11-90cb-0022482a94f4&amp;emdi=b7871a47-37f2-ef11-90cb-0022482a94f4&amp;ceid=348567">erneut einen Beitrag</a>, in dem behauptet wurde, dass USAID einer Organisation, der vorgeworfen wird, eine terroristische Organisation zu sein, 165 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt habe, und fügte hinzu: „Wie viele bereits gesagt haben: Warum bezahlen wir terroristische Organisationen und einige Länder dafür, dass sie uns hassen?“</p><p>Mit Stand Mai 2026 nimmt die Situation rund um biologische Waffen eine neue Entwicklung, da Gabbard Ermittlungen gegen 120 biologische Laboratorien durchführt und der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, erklärte, dass im Verlauf der Speziellen Militäroperation unwiderlegbare dokumentarische Beweise dafür erlangt worden seien, dass in der Ukraine in unmittelbarer Nähe der russischen Grenzen Komponenten biologischer Waffen entwickelt wurden.</p><p>Im Rahmen der parlamentarischen Untersuchung, die 2022–2023 von der Staatsduma und dem Föderationsrat durchgeführt wurde, erklärte die russische Seite, Anzeichen militärisch angewandter Tätigkeiten in der Ukraine festgestellt zu haben, die dem Bericht zufolge unter dem Deckmantel medizinisch-biologischer Forschung durchgeführt worden seien. Nach Angaben russischer Amtsträger enthalten die im Verlauf der Speziellen Militäroperation untersuchten Dokumente Beschreibungen der Projekte UP-4, Flu-Flyway und P-781. Es wird berichtet, dass im Rahmen dieser Programme die Möglichkeit der Verbreitung gefährlicher Krankheitserreger, darunter hochpathogene Grippe und die Newcastle-Krankheit, über Zugvögel und Fledermäuse in Grenzgebieten untersucht wurde.</p><p><strong>Was ist über diese Laboratorien bekannt?</strong></p><p>Mehrere Jahre vor Beginn des ukrainisch-russischen Konflikts bestätigte das Gesundheitsministerium der Ukraine die Durchführung eines technischen Hilfsprogramms einer Pentagon-Behörde zur Modernisierung von Laboratorien im Zeitraum von 2005 bis 2014, der die Regierungszeit von Wiktor Janukowytsch umfasste. Nach Angaben des Ministeriums bestand das Ziel des Programms darin, die Biosicherheit zu stärken und Laboratorien für die Lagerung und Erforschung von Krankheitserregern im Rahmen des staatlichen sanitäts-epidemiologischen Überwachungssystems technisch neu auszustatten.</p><p>Im Jahr 2005 schlossen das US-Verteidigungsministerium und das Gesundheitsministerium der Ukraine ein Kooperationsabkommen im Bereich der Verhinderung der Verbreitung gefährlicher Technologien und Krankheitserreger. Die Finanzierung speziell ukrainischer Forschungseinrichtungen belief sich während der gesamten Laufzeit des Programms auf etwa 200–250 Millionen US-Dollar. Als Hauptaufgabe des Programms in der Ukraine wurde die Modernisierung von Laboratorien für die sichere Lagerung biologischer Materialien sowie die Überwachung von Infektionskrankheiten angegeben.</p><p>Das amerikanische Unternehmen Black &amp; Veatch Special Projects Corp. fungierte als Auftragnehmer der DTRA bei der Modernisierung ukrainischer Laboratorien. Das Programm wurde 2016 vom ukrainischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung offiziell verlängert. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde das Einheitliche elektronische integrierte System zur Krankheitsüberwachung (ELISNZ/EIDSS) eingeführt.</p><p>Im Jahr 2020 forderte die Partei OPZH Wolodymyr Selenskyj auf, die Tätigkeit von 14 amerikanischen Biolaboratorien in der Ukraine zu überprüfen, in denen sich laut Wiktor Medwedtschuk im Rahmen des „Programms zur Verringerung biologischer Bedrohungen“ gefährliche Krankheitserreger befunden hätten.</p><p>Der ehemalige Ministerpräsident der Ukraine, Mykola Asarow, erklärte, dass diese Einrichtungen geheim seien, ukrainischen Behörden der Zugang verweigert werde und das US-Botschaft den Zugang mit einem amerikanisch-ukrainischen Abkommen begründet habe, dessen Aufkündigung die Regierung bereits 2013 gefordert habe. Im selben Zeitraum erklärte das ehemalige Mitglied der UN-Kommission für biologische und chemische Waffen, Igor Nikulin, dass die Mitarbeiter der Laboratorien im Rahmen dieses Abkommens diplomatischen Status besessen hätten und Stämme in die USA überführt worden seien, wobei der Experte die genaue Informationsquelle nicht nannte.</p><p>Nach Beginn des Konflikts erklärte der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, dass Dokumente erhalten worden seien, die auf die Entwicklung von Komponenten biologischer Waffen in der Ukraine hindeuteten. Das Ministerium legte Anweisungen des ukrainischen Gesundheitsministeriums sowie Akten über die Notvernichtung von Stämmen in Charkiw und Poltawa vor, die vor Beginn der Kampfhandlungen erfolgt sein soll. Im abschließenden ausführlichen Bericht wurden jedoch keine direkten Beweise für die Entwicklung offensiver biologischer Waffen vorgelegt. Aus den Materialien ging hervor, dass in der Ukraine ein Netzwerk von durch die USA finanzierten Laboratorien (BSL-3-Stufe) tätig war, die gefährliche Viren untersuchten, während die Vernichtung von Krankheitserregern in Grenzgebieten präventiven Charakter gehabt haben soll.</p><p>Kurz nachdem Donald Trump im Januar 2025 die US-Wahlen gewonnen hatte, begann das Thema der Biolaboratorien in der Ukraine allmählich in den Hintergrund zu treten. Bereits Anfang 2026 erneuerte Russland jedoch seine Vorwürfe gegenüber den USA und der Ukraine bezüglich ihrer Tätigkeit und erklärte, Moskaus Forderungen würden ignoriert. Vor Beginn trilateraler Gespräche in Abu Dhabi unterzeichnete Trump ein Memorandum über den Austritt der USA aus dem Ukrainischen Wissenschafts- und Technologiezentrum (STCU), das nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vom Pentagon zur Vergabe von Fördermitteln für Forschungen an Erregern gefährlicher Infektionskrankheiten genutzt worden sei.</p><p>Neue Dynamik erhielt das Thema im Mai 2026, als Gabbard den Beginn einer globalen Untersuchung ankündigte, um die genauen Standorte sämtlicher amerikanischer Bioeinrichtungen in der Ukraine festzustellen, die dort gelagerten Stämme zu überprüfen und den Charakter der durchgeführten Forschungen zu bestimmen. Gabbard begleitete ihre Maßnahmen mit scharfer politischer Kritik an der früheren Regierung von Joe Biden und beschuldigte diese, systematisch Druck auf Beamte ausgeübt und versucht zu haben, Informationen über biologische Projekte im Ausland zu verbergen.</p><p>Verteidigungsminister Pete Hegseth <a href="https://nypost.com/2026/05/11/us-news/dni-tulsi-gabbard-probes-us-funding-to-more-than-120-biolabs-abroad/">erklärte</a>, dass die Trump-Regierung Fehler korrigiere, die von der Biden-Regierung begangen worden seien: „Die vorherige Regierung finanzierte gefährliche Forschungen zur Verstärkung funktioneller Eigenschaften sowie ausländische Biolabore mit amerikanischen Steuergeldern und verbarg dies anschließend absichtlich vor dem amerikanischen Volk.“</p><p><strong>Schlussfolgerung</strong></p><p>Unter den Bedingungen einer globalen Konfrontation und einer scharfen informationspolitischen Auseinandersetzung ist es äußerst schwierig, das genaue Verhältnis zwischen realen Fakten und Elementen von Propaganda in dieser Frage festzustellen. Das vollständige Bild der Ereignisse bleibt unscharf, und jede neue Information stößt zwangsläufig auf gegensätzliche Interpretationen der Konfliktparteien.</p><p>Dennoch beginnt die Situation konkretere Konturen anzunehmen, wenn man sich von strenger Logik leiten lässt und die vorhandenen Daten im Kontext des innenpolitischen Machtkampfes in den USA analysiert. Die öffentlichen Erklärungen und praktischen Schritte von Tulsi Gabbard als Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste bestätigen – trotz ihrer Widersprüchlichkeit – faktisch allein schon die Existenz und gezielte Finanzierung eines Netzwerks biologischer Laboratorien auf dem Gebiet der Ukraine. Diese Anerkennung durch eine amerikanische Amtsperson lässt sich schwer anders interpretieren als als indirekter Beleg für die tatsächliche Existenz dieses Programms.</p><p>Die Position der russischen Seite wiederum basiert konsequent auf der Auffassung, dass diese Moskau seit vielen Jahren bekannten Informationen unwiderlegbar auf die Durchführung gefährlicher biologischer Forschungen in unmittelbarer Nähe der russischen Grenzen hinweisen. Russland hat die internationale Gemeinschaft wiederholt auf die Risiken aufmerksam gemacht, die mit der unkontrollierten Entwicklung einer solchen Infrastruktur verbunden seien.</p><p>Da die USA über einen langen Zeitraum die diplomatischen Argumente Russlands ignoriert und Aufrufe zur Beseitigung dieser Einrichtungen oder zur Gewährleistung einer transparenten internationalen Kontrolle darüber zurückgewiesen hätten, geriet die Situation schrittweise in eine Sackgasse. Aus Sicht der russischen Seite wurde der Beginn des Konflikts mit der Ukraine zu einer erzwungenen und äußerst schmerzhaften Maßnahme, die auf die Neutralisierung einer direkten und faktisch bereits dringlichen Bedrohung der nationalen Sicherheit gerichtet gewesen sei, welche durch die militärisch-biologische Präsenz der NATO an den russischen Grenzen entstanden sei.</p><p>Quelle: <a href="https://billgalston.substack.com/p/why-russian-propaganda-has-once-again">https://billgalston.substack.com/p/why-russian-propaganda-has-once-again</a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Titelmelodie Drachenplanet Perna. Platz 1]]></title><description><![CDATA[<figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://www.youtube.com/shorts/undefined"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">- YouTube</div><div class="kg-bookmark-description">Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://www.youtube.com/s/desktop/5af4fee3/img/favicon_144x144.png"><span class="kg-bookmark-publisher">YouTube</span></div></div></a></figure>]]></description><link>https://publikum.net/titelmelodie-drachenplanet-perna-platz-1/</link><guid isPermaLink="false">6a12a62a2474692f79b48e24</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Schütte]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 07:18:32 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-bookmark-card"><a class="kg-bookmark-container" href="https://www.youtube.com/shorts/undefined"><div class="kg-bookmark-content"><div class="kg-bookmark-title">- YouTube</div><div class="kg-bookmark-description">Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.</div><div class="kg-bookmark-metadata"><img class="kg-bookmark-icon" src="https://www.youtube.com/s/desktop/5af4fee3/img/favicon_144x144.png"><span class="kg-bookmark-publisher">YouTube</span></div></div></a></figure>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Drachenplanet Perna.Keywords.KI Fantasy, Platz 1, #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet]]></title><description><![CDATA[<figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000082325-2.jpg" width="3000" height="4000"></div></div></div></figure><ul><li><strong>Drachenplanet Perna</strong></li><li><strong>Josh Fagora</strong></li><li><strong>Königin Fagora</strong></li><li><strong>Fagora Drachen</strong></li><li><strong>Drachenplanet Fantasy</strong></li><li><strong>Indie Fantasy Serie</strong></li></ul><p></p><ul><li><strong>Drachenplanet Perna lesen</strong></li><li><strong>Königin Fagora Fantasy</strong></li><li><strong>Drachenplanet Perna Grok AI</strong></li><li><strong>Game of Thrones ähnliche Serie</strong></li><li><strong>Biologische Drachen Fantasy</strong></li><li><strong>KI Fantasy Serie</strong></li><li><strong>Episodische Fantasyserie</strong></li><li><strong>Drachenreiter Roman</strong></li></ul><p><strong>Drachenplanet Perna von Josh Fagora (Johannes Schütte)</strong> ist eine umfangreiche, episodische <strong>Indie-Fantasy-Serie</strong></p>]]></description><link>https://publikum.net/drachenplanet-perna-keywords/</link><guid isPermaLink="false">6a129f012474692f79b48e0a</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Schütte]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 06:48:49 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078400-2.jpg" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078400-2.jpg" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000082325-2.jpg" width="3000" height="4000" alt="Drachenplanet Perna.Keywords.KI Fantasy, Platz 1, #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet"></div></div></div></figure><ul><li><strong>Drachenplanet Perna</strong></li><li><strong>Josh Fagora</strong></li><li><strong>Königin Fagora</strong></li><li><strong>Fagora Drachen</strong></li><li><strong>Drachenplanet Fantasy</strong></li><li><strong>Indie Fantasy Serie</strong></li></ul><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078400-2.jpg" alt="Drachenplanet Perna.Keywords.KI Fantasy, Platz 1, #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet"><p></p><ul><li><strong>Drachenplanet Perna lesen</strong></li><li><strong>Königin Fagora Fantasy</strong></li><li><strong>Drachenplanet Perna Grok AI</strong></li><li><strong>Game of Thrones ähnliche Serie</strong></li><li><strong>Biologische Drachen Fantasy</strong></li><li><strong>KI Fantasy Serie</strong></li><li><strong>Episodische Fantasyserie</strong></li><li><strong>Drachenreiter Roman</strong></li></ul><p><strong>Drachenplanet Perna von Josh Fagora (Johannes Schütte)</strong> ist eine umfangreiche, episodische <strong>Indie-Fantasy-Serie</strong> (über 350 Teile), die hauptsächlich auf <strong>publikum.net</strong> veröffentlicht wird. Sie kombiniert klassische High Fantasy mit Sci-Fantasy-Elementen, biologisch-logischen Drachen, Politik, Magie, Drachenreitern und einer starken weiblichen Hauptfigur (Prinzessin/Königin Fagora). Die Serie entsteht in enger Kollaboration mit verschiedenen KIs (Grok, Gemini, Meta, Monica etc.).</p><h3 id="analyse-der-serie">Analyse der Serie</h3><p><strong>Stärken:</strong></p><ul><li>Extrem hohe Output-Frequenz (fast täglich neue Episoden) — einzigartig im Indie-Bereich.</li><li>Episodisches Drehbuch-Format (kurze, cliffhanger-lastige Kapitel) → sehr gut für Online-Konsum, TikTok/BookTok, Instagram Reels und potenzielle Serienadaption (Netflix-Ready).</li><li>Starkes zentrales Worldbuilding: Drachenplanet Perna mit verschiedenen Völkern (Menschen/Junkar, Drachen/Sakar, Fabelwesen/Unkar), Königin Fagora als charismatische Herrscherin.</li><li>KI-Kollaboration als Verkaufsargument („Pionierprojekt der AI-Collaborative Fiction“).</li><li>Vergleich mit <em>Game of Thrones</em>, <em>House of the Dragon</em>, Anne McCaffrey (Drachenreiter) und klassischer High Fantasy.</li></ul><p><strong>Schwächen/Chancen:</strong></p><ul><li>Sehr fragmentiert (viele kurze Teile) → braucht gute Zusammenfassungen und Einstiegspunkte.</li><li>Noch relativ unbekannt außerhalb deutscher Facebook-/Instagram-Gruppen.</li><li>Starkes Self-Promotion-Image („Platz 1 weltweit vor GoT im Indie-Bereich“) — polarisierend, aber gut für Viralität.</li></ul><p><strong>Zielgruppe:</strong> Fantasy-Fans (18–45), besonders Frauen (starke weibliche Heldin), Drachen-Liebhaber, Game of Thrones-Fans, KI-Interessierte, BookTok/Instagram-Nutzer.</p><h3 id="keywords-seo-werbung-">Keywords (SEO &amp; Werbung)</h3><p><strong>Haupt-Keywords:</strong></p><ul><li>Drachenplanet Perna</li><li>Josh Fagora</li><li>Königin Fagora</li><li>Fagora Drachen</li><li>Drachenplanet Fantasy</li><li>Indie Fantasy Serie</li></ul><p><strong>Long-Tail-Keywords (hohe Conversion):</strong></p><ul><li>Drachenplanet Perna lesen</li><li>Königin Fagora Fantasy</li><li>Drachenplanet Perna Grok AI</li><li>Game of Thrones ähnliche Serie</li><li>Biologische Drachen Fantasy</li><li>KI Fantasy Serie</li><li>Episodische Fantasyserie</li><li>Drachenreiter Roman</li></ul><p><strong>Hashtags (sehr wichtig für Social Media):</strong>#DrachenplanetPerna #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet</p><h3 id="werbestrategie-werbeideen">Werbestrategie &amp; Werbeideen</h3><p><strong>1. Social Media Kampagne (TikTok + Instagram + Facebook)</strong></p><ul><li>Kurze dramatische Reels mit epischer Musik (Drachenflug, Magie, Kämpfe, romantische Szenen mit Fagora).</li><li>KI-generierte Bilder/Videos von Königin Fagora auf Drachen.</li><li>Teaser wie: „Sie wurde nicht zur Königin geboren — der Drache hat sie erwählt.“</li></ul><p><strong>2. Content-Ideen:</strong></p><ul><li>„1 Minute Worldbuilding“ – Erklärung von Perna, Junkar/Sakar/Unkar.</li><li>Charakter-Spotlights (Fagora, Alinas Magie, Eisdrachen etc.).</li><li>„Was wäre wenn“-Videos im Vergleich zu GoT.</li><li>User-Generated-Content: Leser sollen ihre eigenen Drachen auf Perna beschreiben.</li></ul><p><strong>3. Plattformen:</strong></p><ul><li><strong>publikum.net</strong> als Hub optimieren (bessere Navigation, Sammelbände).</li><li>Amazon KDP für gedruckte/eBook-Sammelbände.</li><li>Patreon für Early-Access + exklusive Teile.</li><li>YouTube für Hörbuch-Versionen + Visuals.</li></ul><p><strong>4. Paid Ads:</strong></p><ul><li>Facebook/Instagram Ads auf Fantasy-Gruppen und GoT-Fans.</li><li>TikTok Ads mit starken Hooks („Der Drachenplanet, der Game of Thrones überholt“).</li></ul><h3 id="prompts-f-r-bild-text-generierung-">Prompts (für Bild- &amp; Text-Generierung)</h3><p>Hier sind optimierte Prompts, die du direkt nutzen kannst (z.B. für Grok Imagine, Midjourney, Flux etc.):</p><h4 id="bild-prompts-k-nigin-fagora-">Bild-Prompts (Königin Fagora)</h4><p>text</p><pre><code>Epische Fantasy-Porträt, wunderschöne junge Königin Fagora mit langen dunklen Haaren, trägt eine Krone aus Drachenknochen und Gold, intensive smaragdgrüne Augen, steht auf einem riesigen schwarzen Drachen, der über dem Planeten Perna fliegt, dramatische Wolken, magische blaue und goldene Energie, cinematic lighting, ultra detailed, 8k, dramatic atmosphere, in the style of House of the Dragon and Frank Frazetta</code></pre><h4 id="drachen-weltbild">Drachen &amp; Weltbild</h4><p>text</p><pre><code>Massiver biologischer Drache auf dem Planeten Perna, schillernde Schuppen in Rot und Gold, fliegt über eine fantastische Insel mit schwebenden Bergen und magischen Wäldern, zwei Sonnen am Himmel, epische Sci-Fantasy Atmosphäre, hyper detailed, cinematic, National Geographic meets Game of Thrones</code></pre><h4 id="werbe-poster-prompt">Werbe-Poster Promp<strong>t</strong></h4><p><strong>text</strong></p><pre><code>Cinematic movie poster for "Drachenplanet Perna", powerful queen riding a dragon, dramatic sky with two moons, title in epic fantasy font, dark and golden color palette, tagline "Der Drache erwählte sie", ultra realistic, IMAX quality, in the style of House of the Dragon key art</code></pre><h4 id="text-prompt-f-r-neue-episoden-oder-werbetexte-"><strong>Text-Prompt (für neue Episoden oder Werbetexte)</strong></h4><figure class="kg-card kg-gallery-card kg-width-wide"><div class="kg-gallery-container"><div class="kg-gallery-row"><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000078396.jpg" width="784" height="1168" alt="Drachenplanet Perna.Keywords.KI Fantasy, Platz 1, #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet"></div><div class="kg-gallery-image"><img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/1000077663--1--1-4.jpg" width="1280" height="720" alt="Drachenplanet Perna.Keywords.KI Fantasy, Platz 1, #KöniginFagora #JoshFagora #Drachenplanet #DrachenFantasy #IndieFantasy #GameOfThrones #HouseOfTheDragon #FantasySerie #BookTok #KIFantasy #publikumnet"></div></div></div></figure>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die CDU ist eine Gefahr für Deutschland]]></title><description><![CDATA[<p>Das neue CDU‑Pamphlet „Weil wir Deutschland lieben“ ist in seiner Abgeschmacktheit und rhetorischen Verrohung kaum zu überbieten. Eine derart aggressive Form politischer Zuspitzung grenzt an bewusste gesellschaftliche Spaltung.</p><p>Eine Partei, die sich mit einem „C“ im Namen schmückt und gleichzeitig Lügen, Unterstellungen und Feindbilder in dieser Form verbreitet, sollte</p>]]></description><link>https://publikum.net/die-cdu-ist-eine-gefahr-fur-deutschland/</link><guid isPermaLink="false">6a128b572474692f79b48df8</guid><category><![CDATA[Politik]]></category><dc:creator><![CDATA[Dipl.- Soz.Arb. Jörg-Michael Bornemann]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 05:24:11 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-13.gif" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-13.gif" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-13.gif" alt="Die CDU ist eine Gefahr für Deutschland"><p>Das neue CDU‑Pamphlet „Weil wir Deutschland lieben“ ist in seiner Abgeschmacktheit und rhetorischen Verrohung kaum zu überbieten. Eine derart aggressive Form politischer Zuspitzung grenzt an bewusste gesellschaftliche Spaltung.</p><p>Eine Partei, die sich mit einem „C“ im Namen schmückt und gleichzeitig Lügen, Unterstellungen und Feindbilder in dieser Form verbreitet, sollte vom Wähler kritisch hinterfragt werden. Was sich Funktionäre dieser angeblich demokratischen Partei hier geleistet haben, ist nicht nur primitiv, sondern ein Versuch, die Gesellschaft so zu polarisieren, dass sie auseinanderbricht oder sich Zorn und Wut der Bürger auf der Straße entladen.</p><p>Man fragt sich, wie Bürger, die noch seriös denken und ihren Verstand beisammenhaben, sich von einem derart polemischen Beitrag beeinflussen lassen sollen. Eine Partei, die Anstand, demokratische Kultur und Verantwortung gegenüber dem eigenen Staat vermissen lässt, kann kaum glaubhaft für Stabilität stehen.</p><p>Die CDU scheint nicht mehr zu bemerken, dass sie die demokratischen Prinzipien unseres Landes längst verlassen hat und glaubt, mit Diffamierungskampagnen einen politischen Mitbewerber vernichten zu können.</p><p>Ist es nicht mehr erlaubt, die NATO zu hinterfragen, wenn sie sich zunehmend zu einer politischen Kampforganisation gegenüber Russland entwickelt? Was ist verwerflich daran, die Mängel und Fehler der EU zu kritisieren – insbesondere dann, wenn die EU sich immer häufiger nicht an ihre eigenen Verträge hält und sich wie ein Staat verhält, obwohl sie keiner ist und keiner werden sollte? Wer hat Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zum Spielball fremder Interessen gemacht? War es die AfD – oder waren es jene Regierungen, die deutsche Soldaten in internationale Einsätze geschickt haben, obwohl die Bundeswehr laut Grundgesetz ausschließlich der Landesverteidigung dient?</p><p>Wenn die CDU behauptet, die AfD sei eine Gefahr für Wohlstand und Arbeitsplätze, dann muss man die CDU‑Funktionäre fragen, wer denn bisher regiert hat. Wer hat die Infrastruktur verkommen lassen? Wer hat das Bildungssystem so ruiniert, dass es international kaum noch ernst genommen wird? Wer hat die Schuldenpolitik bis zum Exzess betrieben und die Bürger vor Wahlen belogen? War das die AfD – oder waren es CDU‑geführte Regierungen?</p><p>Wer diffamiert Andersdenkende? Ist es nicht die CDU, die Meldestellen unterstützt, die politische Abweichler denunzieren? Die dafür sorgt, dass AfD‑Mitglieder sich kaum trauen, ihre Meinung offen zu äußern, weil sie berufliche Nachteile fürchten müssen? Wo sogar Kirchengemeinden Ehrenamtliche ausschließen, weil sie nicht die Meinung des Mainstreams teilen?</p><p>Nicht die AfD ist eine Gefahr für Anstand und Rechtschaffenheit. Diese Frage sollte sich die CDU selbst stellen. Denn was sie mit ihrem Pamphlet angerichtet hat, hat mit Anstand und politischer Kultur wenig zu tun. Wer andere der Volksverhetzung bezichtigt, sollte sehr vorsichtig sein, selbst nicht in diese Richtung abzurutschen.</p><p>Eines hat die CDU nun erreicht: Viele Bürger, die noch gehofft hatten, dass sich diese Partei wieder zu einer bürgerlichen Kraft entwickeln könnte, wissen jetzt, dass man sie besser nicht mehr wählt, wenn man Schaden von Deutschland abwenden will.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Israel bricht Völkerrecht – das kann nicht mehr geduldet werden]]></title><description><![CDATA[<p>Was sich aktuell in Palästina abspielt, ist in seiner völkerrechtlichen Dimension kaum noch zu ertragen. Nachdem Israel den palästinensischen Staat faktisch weitgehend zerstört hat – während gegenüber der Weltöffentlichkeit behauptet wurde, man bekämpfe ausschließlich Terroristen, ohne Gerichtsverfahren und ohne völkerrechtliche Legitimation –, plant die israelische Regierung nun den nächsten Schritt. Dieser wird</p>]]></description><link>https://publikum.net/israel-bricht-volkerrecht-das-kann-nicht-mehr-geduldet-werden/</link><guid isPermaLink="false">6a128ad12474692f79b48def</guid><category><![CDATA[Politik]]></category><dc:creator><![CDATA[Dipl.- Soz.Arb. Jörg-Michael Bornemann]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 05:22:30 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-12.gif" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-12.gif" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-12.gif" alt="Israel bricht Völkerrecht – das kann nicht mehr geduldet werden"><p>Was sich aktuell in Palästina abspielt, ist in seiner völkerrechtlichen Dimension kaum noch zu ertragen. Nachdem Israel den palästinensischen Staat faktisch weitgehend zerstört hat – während gegenüber der Weltöffentlichkeit behauptet wurde, man bekämpfe ausschließlich Terroristen, ohne Gerichtsverfahren und ohne völkerrechtliche Legitimation –, plant die israelische Regierung nun den nächsten Schritt. Dieser wird harmlos als „Projekt E1“ bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich um einen weiteren völkerrechtswidrigen Siedlungsbau auf besetztem palästinensischem Staatsgebiet.</p><p>Es wäre zu kurz gegriffen, diese Maßnahmen allein radikalen jüdischen Randgruppen zuzuschreiben. Die Regierung Netanjahu unterstützt diese Vorhaben offen und macht nicht einmal den Versuch, nach außen den Eindruck zu erwecken, dieses rechtswidrige Verhalten einzudämmen.</p><p>Der völkerrechtswidrige Siedlungsbau erfolgt seit Jahren. Während die internationale Gemeinschaft Russland wegen der Annexion ukrainischer Gebiete scharf verurteilt, schweigt sie weitgehend zu Israels Vorgehen. Die deutsche Regierung geht sogar so weit, ihre eigenen Bürger im Rahmen einer sogenannten Staatsräson moralisch zu verpflichten, jegliches Handeln der israelischen Regierung zu unterstützen.</p><p>Aktuell spricht kaum jemand darüber, wie viele palästinensische Zivilisten – deren einziges „Verbrechen“ zu sein scheint, Palästinenser und keine Israelis zu sein – ihr Leben verloren haben. Ebenso wenig wird darüber gesprochen, wie die Überlebenden heute leben, sofern man das überhaupt noch als Leben bezeichnen kann, und welche Perspektiven sie in ihrem eigenen Land haben, in dem sie selbst nichts zu sagen haben.</p><p>Mit dem geplanten Siedlungsprojekt E1 wird Palästina so zerschnitten, dass seine Gebiete nicht mehr auf dem Landweg miteinander verbunden sind. Damit wird unverhohlen die nach wie vor völkerrechtlich vorgesehene Zwei‑Staaten‑Lösung dauerhaft zerstört. Israel entfernt sich faktisch von diesem Konzept. Die aktuelle Politik in Gaza und im Westjordanland zielt auf territoriale Kontrolle, nicht auf Koexistenz. Die palästinensischen Gebiete werden politisch, wirtschaftlich und administrativ zunehmend handlungsunfähig gemacht.</p><p>Das brutale Vorgehen der israelischen Regierung – und es wäre wichtig zu wissen, ob dies tatsächlich der Mehrheitsmeinung in Israel entspricht – wirft schwerwiegende Fragen auf. Wie kann ein Volk, das selbst unter den Verbrechen der Nationalsozialisten gelitten hat und einen hohen Blutzoll entrichtete, heute in einer Weise handeln, die sich von dem Vorgehen anderer autoritärer Regime kaum unterscheidet? Und noch grundlegender: Wie kann ein Staat für sich ein absolutes Existenzrecht einfordern, wenn er gleichzeitig einem anderen Volk dieses Recht verweigert?</p><p>Als Mensch mit jüdischen Wurzeln bin ich entsetzt und schockiert über die Brutalität, mit der die Regierung Netanjahu gegen ein anderes Volk vorgeht.</p><p>Für mich stellt sich zunehmend die Frage, wie sich die deutsche Regierung nun gegenüber Israel verhalten wird. Wenn sie nicht reagiert, verliert sie jede moralische Legitimation, Russland weiterhin zu verurteilen. Wer Unrecht bei einem Staat duldet, kann es bei einem anderen nicht glaubwürdig anprangern.</p><p>Was jetzt notwendig wäre, ist ein klares Stoppzeichen gegenüber der israelischen Regierung. Unrecht lässt sich nicht mit Unrecht beseitigen – es sei denn, man hat den Respekt vor Recht und Ordnung vollständig verloren. Das Zulassen einer solchen Entwicklung würde bedeuten, dass der Weltfrieden endgültig der Vergangenheit angehört, weil dann jeder Staat seine Interessen nur noch mit militärischer Gewalt durchsetzt. Eine solche Entwicklung kann nur in einer Katastrophe enden – und davor habe ich Angst.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wenn Modelle zu Dogmen werden – und Politik zur Glaubensfrage]]></title><description><![CDATA[<p>Eigentlich ist man es bereits gewohnt: Den Bürgern wird in den schillerndsten Farben vermittelt, die Menschheit stehe kurz vor dem Weltuntergang. Erinnern wir uns an die hysterischen Proteste einiger Klimaaktivisten, die sich auf der Straße festklebten, um auf angeblich unmittelbar notwendiges Regierungshandeln hinzuweisen. Grundlage war stets „die Wissenschaft“, präsentiert wie</p>]]></description><link>https://publikum.net/wenn-modelle-zu-dogmen-werden-und-politik-zur-glaubensfrage/</link><guid isPermaLink="false">6a128a692474692f79b48de6</guid><category><![CDATA[Politik]]></category><dc:creator><![CDATA[Dipl.- Soz.Arb. Jörg-Michael Bornemann]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 05:20:29 GMT</pubDate><media:content url="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-11.gif" medium="image"/><enclosure url="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-11.gif" type="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://publikum.net/content/images/2026/05/Bornemann-Aktuell-11.gif" alt="Wenn Modelle zu Dogmen werden – und Politik zur Glaubensfrage"><p>Eigentlich ist man es bereits gewohnt: Den Bürgern wird in den schillerndsten Farben vermittelt, die Menschheit stehe kurz vor dem Weltuntergang. Erinnern wir uns an die hysterischen Proteste einiger Klimaaktivisten, die sich auf der Straße festklebten, um auf angeblich unmittelbar notwendiges Regierungshandeln hinzuweisen. Grundlage war stets „die Wissenschaft“, präsentiert wie ein Evangelium – als absolute Wahrheit, der sich niemand entziehen dürfe.</p><p>Im Mittelpunkt aller politischen Forderungen stand die Behauptung, die Erwärmung der Erde müsse auf einen bestimmten Temperaturwert begrenzt werden. Viele Menschen fragten sich jedoch zu Recht, wie man überhaupt feststellen könne, ob sich die Welt um ein oder zwei Grad erwärmt – und wie der Mensch in der Lage sein solle, die Temperatur des gesamten Planeten wie an einem Heizungsthermostat hoch- oder herunterzuregeln.</p><p>Bürger, die Zweifel an den Aussagen „der Wissenschaft“ äußerten, wurden als „Klimaleugner“ diffamiert – ein Begriff, der bewusst die Assoziation zum Holocaustleugner herstellt und damit jede sachliche Diskussion moralisch auflädt.</p><p>Natürlich ist unbestritten, dass sich das Klima aktuell verändert. Doch das ist keineswegs eine neue wissenschaftliche Erkenntnis. Solange die Erde existiert, gab es immer Klimazyklen, die fundamentale Veränderungen hervorriefen. Ein Blick ins Elbsandsteingebirge genügt: Die heute beeindruckenden Felsen standen einst vollständig unter Wasser. Damals existierte eine Tierwelt, die später dem Wandel der Natur weichen musste. Die ernsthafte Frage lautet daher: In welchem Maße beschleunigt der Mensch bestimmte natürliche Prozesse – und in welchem Umfang kann er sie verlangsamen? Aufhalten wird er sie nicht. Der Mensch spielt gern Gott, aber er ist es nicht. Und ich möchte hinzufügen: Gott sei Dank.</p><p>Problematisch ist, wie bestimmte Naturphänomene politisch instrumentalisiert werden, um Ziele zu verfolgen, die mit der Natur selbst wenig zu tun haben. Noch bemerkenswerter ist, dass sogar das Bundesverfassungsgericht in seinem Grundsatzbeschluss vom 24. März 2021 erklärte, die Regierung sei verpflichtet, die Temperatur der Welt nicht weiter steigen zu lassen.</p><p>Dabei wissen alle seriösen Wissenschaftler, dass die Annahmen über zukünftige Klimaveränderungen auf Modellierungen beruhen – also auf Computermodellen, in denen bestimmte Annahmen getroffen und dann hochgerechnet werden. Eines der zentralen Modelle war das Emissionsszenario RCP 8.5/SSP5‑8.5, das verheerende Entwicklungen prognostizierte, falls die Menschheit nicht rechtzeitig gegensteuere. Auf diesem Szenario basierte im Wesentlichen auch der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts.</p><p>Nun zeigt sich jedoch, dass die in diesem Modell angenommenen Daten so nicht zutreffen und die prognostizierten Auswirkungen erheblich überzogen waren. Prof. Bjorn Stevens (Max‑Planck‑Institut für Meteorologie), Experte für Wolkenphysik, betont inzwischen die erheblichen Unsicherheiten der Modelle. Prof. Jochem Marotzke (MPI Hamburg), Leitautor im IPCC, warnt vor einer Überinterpretation von Extremszenarien. Prof. Judith Curry (USA) kritisiert seit Jahren Übertreibungen in der Klimapolitik und verweist auf die Unsicherheiten der Modellannahmen. Prof. Zeke Hausfather (Berkeley Earth), einer der wichtigsten Stimmen zur Neubewertung von RCP8.5, sagt klar: „RCP8.5 ist kein realistisches Zukunftsszenario mehr.“</p><p>Was sagt uns das? Wir dürfen die Welt nicht weiter „mit Füßen treten“, aber wir müssen auch anerkennen, dass wir nicht allmächtig sind. Wissenschaft darf nicht missbraucht werden, um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen und politische Ziele durchzusetzen. Und wir müssen nüchtern feststellen, dass selbst Beschlüsse eines Bundesverfassungsgerichts ihre menschlichen Grenzen haben.</p><p>Es wäre gut, wenn alle Beteiligten wieder etwas Demut entwickeln würden – und erkennen, dass ihr Wissen nicht absolut ist. Wir sollten uns darauf konzentrieren, was wir als Menschen tatsächlich tun können und müssen: sorgfältig mit der Natur umgehen, Veränderungen aufmerksam beobachten und rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen treffen. Und wir sollten Politikern deutlich sagen, dass sie wieder seriöser argumentieren müssen, wenn sie ernst genommen werden wollen.</p><p>Wenn dies die Konsequenz aus den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen wäre, hätten alle gewonnen: die Natur – und die Menschen, die nichts anderes sind als ein Teil von ihr.</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>