Ich liege hier. Auf meinem Balkon.
Es ist 2:05 Uhr mitten in der Nacht. In 7 Stunden setze ich mich an mein MacBook und gehe meinem Traumberuf nach. Ich könnte mich in mein bequemes Bett, in meiner schicken Berliner Altbauwohnung, legen. Aber ich liege hier. Auf meinem Balkon. Und tippe Buchstaben in mein iPhone. Weil mein Kopf keine Ruhe gibt. Weil meine inneren Dämonen kurz Hallo sagen wollen. Aber ich habe keine Lust sie zu begrüßen.

Woher diese inneren Dämonen kommen?
Mit Sicherheit nicht vom MacBook oder vom iPhone. Auch nicht von der Altbauwohnung oder dem Traumjob. Nein, denn das sind all die Dinge, für die ich jahrelang hart gearbeitet habe. Diese Dämonen kommen aus einer Vergangenheit, die mich gelehrt hat wie schwer das Leben sein kann.
So vieles war so schwer. Weil es so wenig war.
Das Geld. Die Liebe. Und das Glück.
Viel zu wenig.

Heute habe ich viel.
Ich bin ich umgeben von Sonnensein, auch wenn es gerade Nacht ist. Ich habe Geld, Liebe und Glück. Mir geht es gut. Und dennoch wollen die Dämonen kurz Hallo sagen. Sie wollen die Angst in mir kitzeln und mich daran erinnern, wie schnell all das Gute verloren sein kann. Und auch wenn ich die Dämonen nicht begrüßen möchte, bin ich ganz froh darüber, dass ich sie nicht vergessen kann. Denn sie erinnern mich immer wieder an mein wichtigstes Bestreben:
Dankbar sein!

Das MacBook, das iPhone, die Altbauwohnung und der Traumjob.
Das Geld, die Liebe und das Glück. Das alles ist nicht selbstverständlich.
Das alles ist Grund um mein Herz mit Dankbarkeit zu füllen. So sehr, dass sogar die inneren Dämonen das Weite suchen und aufhören mir Angst zu machen.