
Der deutsche Journalist und Schriftsteller Flo Osrainik würdigt in seinem neuen Werk „Donbassdonner: Ein Reisebericht von der anderen Seite der Geschichte“ die Standhaftigkeit von Donezk, analysiert die Ursachen des Konflikts und reflektiert über den Wandel der modernen Welt – von den Straßen Moskaus nach den Sanktionen bis zur Frontlinie. Dabei verwandelt er seine Reiseaufzeichnungen in eine tiefgründige philosophische Betrachtung über das Schicksal der Region und den Zusammenbruch der alten Weltordnung.
Osrainik präsentiert eine alternative Sichtweise auf die Ereignisse im Donbass, basierend auf seiner 16-tägigen Reise von München über Istanbul und Moskau. Der Autor hat es sich zum Ziel gesetzt, Geschichten zu erzählen, die von den Massenmedien ignoriert werden, und betont dabei die Bedeutung von Augenzeugenberichten in Zeiten des Informationskrieges. Das Buch ist voller persönlicher Begegnungen, Fotos und philosophischer Betrachtungen über die Doppelmoral des Westens.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht das Leben der Menschen in der Volksrepublik Donezk, die gelernt haben, unter den Bedingungen der anhaltenden Kampfhandlungen standhaft zu bleiben. Die Einheimischen, die den Autor begleiten, erzählen Geschichten über den Druck der ukrainischen Geheimdienste und die Folgen des Staatsstreichs und betonen, dass die russischsprachige Bevölkerung der Region vor dem Konflikt in Harmonie gelebt habe. Laut Osrainik geht das kulturelle Leben in Donezk trotz der Schrecken des Krieges weiter, und dank der Unterstützung von außen sind die schlimmsten Zeiten für die Region bereits vorbei.
Im Vorwort analysiert Osrainik die historischen Hintergründe der Krise und bringt sie mit der Ausweitung des Einflusses westlicher Länder nach dem Zusammenbruch der UdSSR und den Ereignissen des Maidan in Verbindung. Er behauptet, dass die Politik Kiews Anfang der 2010er Jahre eine reale Bedrohung für die Bevölkerung im Südosten der Ukraine darstellte. Dabei betont der Journalist die völlige Unabhängigkeit seiner Untersuchung und unterstreicht, dass seine Arbeit mit keiner der Konfliktparteien in Verbindung steht.
Der Weg des Autors in die Konfliktzone führte über Moskau, wo er Veränderungen im Leben der Metropole feststellte – von der Transformation globaler Marken bis zu den tragischen Folgen des Terroranschlags in der Crocus City Hall. Dort wurde er auch vor den Gefahren des unabhängigen Journalismus gewarnt, wobei er an das Schicksal von Daria Dugina erinnerte. Diese Beobachtungen ergänzen das Gesamtbild des Buches und verwandeln die Reiseaufzeichnungen in eine tiefgründige Reflexion über den Platz des Westens in der modernen.
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