Diese Story handelt zwar von einem Raub, ist aber keine Nachrichtenmeldung. Sie ist eine textuelle Faust, die wütend geballt Richtung Basketballgötter gerichtet ist! Sie ist der stille Aufschrei über eines der größeren Was-wäre-gewesen-wenn in der NBA-Geschichte. Während das 21. Jahrhundert die Basketballfans mit den Höhepunkten von Kobe Bryant und LeBron James gesegnet hat, die zeitlich nahe beieinander lagen und teilweise auch zusammenfielen, standen sich die beiden Supertalente ihrer Generationen nie in den Finals gegenüber.1 Ganz offen gesagt wurden wir beraubt!

Warum ist das wichtig?

Ein Wettkampf zwischen zwei Superstars dieser Größenordnung auf der bedeutendsten Bühne der NBA hätte das "Magic vs. Bird" dieser Generation gewesen sein können - und auch eigentlich sollen. Ähnlich wie die beiden Stars der 80er Jahre teilten sie sich einen Sneaker-Ausrüster in Nike, der bereit war, alles Erdenkliche aus den Signature-Linien von Kobe und LeBron zu vermarkten.

General view of Basketball players shoes lined up.
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Anders als beim Basketball-Nationalteam der USA gab es bei diesen äußerst einflussreichen Spielern auf NBA-Ebene nie einen Moment der "Zepterübergabe". Da LeBron während der gesamten Karriere von Kobe im Osten spielte, gab es für die Fans maximal zwei Aufeinandertreffen pro Saison. Eine NBA-Finalserie - idealerweise über sieben Spiele - hätte die perfekte Bühne für eine Begegnung der beiden Giganten geboten.

Warum ist es aber nicht so gekommen?

Es gab eine Zeitspanne von sechs Jahren, in der entweder die Lakers oder die Cavs/Heat das NBA-Finale erreicht haben.2 Ein Rückblick auf die Roster, die sowohl Kobe als (vor allem) auch LeBron geschafft haben, dort an die Spitze zu bringen, sagt ebenso viel über die individuelle Brillianz der Spieler aus wie über die Unfähigkeit ihrer General Manager.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung dessen, was in jeder dieser Spielzeiten schief gelaufen ist und dazu geführt hat, dass die Basketball-Welt bei einem möglichen Finale von Kobe und LeBron "0 for 6" gegangen ist.

  • 2007: LeBron's Cavs verloren im Finale, während Kobe in Runde 1 mit Jordan Farmar als Starting Point Guard 33, 5 und 4 in einer Niederlage gegen die Suns aufgelegt hat.3 Lamar Odom konnte 19 und 13 beisteuern.
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  • 2008: Kobe's Lakers verloren im Finale. Die 47 Punkte von LeBron (27/6/7 in der Serie) reichten jedoch nicht aus, um die Cavs4 im Spiel 7 der zweiten Runde an Boston vorbei zu bringen. Zydrunas Ilgauskas und Delonte West waren mit 23 Punkten die nächstbesten Scorer der Mannschaft ... zusammengenommen.
  • 2009: Kobe's Lakers gewannen das Finale, aber die Magic trafen 40% von der Dreierlinie gegen die Cavs5 trotz LeBron's starken Bemühungen (38/8/8) in den Finals der Eastern Conference. Cleveland erhielt quasi per Default einen zweiten All Star für die 66 Siege in dieser Saison. Es war Mo Williams, der in der Postseason 16 Punkte geaveraged hat.
  • 2010: Kobe's Lakers haben das Finale gegen Boston gewonnen, welche laut Kevin Garnett die volle Kraft ihrer Big Three brauchten, um die Arbeit eines 25-Jährigen aus Cleveland zu "beenden". Die Kluft zwischen LeBron (27/9/7) und einem abgehalfterten Shaq (13,5 PPG) als zweite Geige6 der Cavs ist groß genug, um ... na ja, einen Shaq in voller Größe zu beherbergen.
  • 2011: LeBron's Heat verloren im Finale, während Kobe (23/3/2 und 36 in Spiel 4) und die Lakers7 in Runde 2 von den Mavs ausgeschaltet wurden. Pau und Bynum kamen in einer katastrophalen Serie zusammen auf 25 Punkte.
  • 2012: LeBron's Heat gewannen das Finale, während Kobe's Lakers8 in fünf Spielen in Runde 2 den aufstrebenden OKC Thunder unterlagen. Es war die letzte Saison von Pau (12,5 PPG) und Bynum (17) als Kobe's (31/5/3) Teamkollegen.

Was geschah in ihren besten Spielzeiten?

Während sich ihre Höchstleistungen zum Teil überschneiden, kam Kobe Bryant sieben Jahre vor LeBron James in die Liga. Hier ist ein Blick auf die jeweils (wahrscheinlich) beste Leistung von beiden in einer Saison:9

Die Saison 2005/06 war offensichtlich nicht die erfolgreichste für Kobe, zumindest nicht aus Sicht des Mannschaftserfolgs. Wenn man sich jedoch fragt, wann Bean am unaufhaltsamsten war, muss man die Toronto Raptors von 2006 fragen (oder auch drei Viertel der Dallas Mavericks). Leider war LeBron damals gerade einmal 21 Jahre alt und hatte in diesem Jahr, erst in seiner zweiten NBA-Saison, nur sehr unzureichende Unterstützung.10 Und Kobe ebenfalls.11

Während der NBA-Saison 2012/13 hatte sich LeBron erneut weiterentwickelt und lieferte zu diesem Zeitpunkt die kompletteste Saison seiner Karriere ab (ein ultra-effizientes 27/8/7 mit 40% von der Dreierlinie). Und als ob Murphys Law noch weiterer Beweise bedurfte, endete Kobe's Dwightmare-Saison sogar noch schlimmer, als er sich unglücklicherweise die Achillessehne riss. Und nachdem er von der verheerenden Verletzung zurückkam, war die Black Mamba nie wieder dieselbe.

Wann hätte es passieren sollen?

Es gibt ein Dreijahresfenster (2009-11), in dem Bryant, ebenso wie James, sowohl ins All NBA First Team als auch ins First Team All Defense berufen wurden. Ihre ähnlichen Positionen12 stellten nicht nur sicher, dass sie sich während dieses Teils ihrer jeweiligen Karrieren über weite Strecken einer hypothetischen Endspielreihe gegenseitig verteidigt hätten, sondern sie wären auch die erste Wahl gewesen, dies zu tun.

In den sechs oben analysierten Jahren waren Kobe und LeBron für acht Top3-Platzierungen im MVP-Rennen verantwortlich. Im Jahr 2009 belegten sie im Voting den ersten und zweiten Platz. Darüber hinaus gewannen ihre Teams 65 bzw. 66 Spiele und erreichten damit die besten Ergebnisse der Eastern und Western Conference.

Man kann in mehreren der sechs oben genannten Jahre ein Szenario erstellen, in dem ein LeBron vs. Kobe Finals Blockbuster hätte stattfinden können, aber die Saison 2008/09 wäre die wahrscheinlichste gewesen. Sogar LeBron selbst räumt mit Bedauern ein, dass 2009 das Jahr war, in dem sich die Sterne/Superstars hätten ausrichten sollen. Leider hatten die Basketballgötter andere Ideen, indem sie die Orlando Magic - ein innovatives Team, das auf Schützen setzte rund um Dwight Howard - in eine eher zu vergessende Endspielserie schickten.

Wer hätte gewonnen?

Die kurze Antwort lautet: Wahrscheinlich die Lakers.

Die Langversion lautet: Die Leistungen von Pau Gasol während des Meisterschaftslaufs in L.A. werden unterschätzt, und seine Vielseitigkeit in Kombination mit Andrew Bynum's Größe wären für die Cavs eine große Aufgabe gewesen. Außerdem wäre Lamar Odom der vermutlich wichtigste X-Faktor13 in dieser hypothetischen Serie gewesen.

The Last Throw
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Die einzige Antwort, auf die es ankommt, ist jedoch: Wir alle hätten gewonnen!

Die beiden prägenden Spieler der ersten beiden Jahrzehnte dieses Jahrhunderts wurden wohl aus einer möglichen Finalrunde ferngehalten, vor allem, weil ihre Frontoffices sie nicht ständig mit ausreichend Unterstützung versorgt haben. Also, anstatt dass Kobe und LeBron direkt aufeinander trafen, mit der NBA auf dem Höhepunkt ihrer internationalen Broadcasting Power, verpassten die Basketball-Fans rund um den Globus wirklich einen unmittelbaren Klassiker.

Verflucht seid ihr, ihr unfähigen GMs! Zur Hölle mit euch!


Dieser Artikel ist übersetzt und erschien zuerst in den BSTN - The Chronicles.


  1. Trotz einer Fülle von Chancen, wie wir sehen werden.
  2. LeBron würde danach noch lässig sechs weitere hinzufügen!
  3. Aka. die "Heilige Scheiße, Kwame Brown hat 8 Punkte für dieses Team geaveraged"-Version
  4. Aka. die "Vielleicht hilft Wally Szczerbiak"-Version
  5. Aka. die "Vielleicht hilft Ben Wallace"-Version
  6. Aka. die "Vielleicht hilft Antawn Jamison"-Version
  7. Aka. die "Bynum got big mad"-Version
  8. Aka. die "Ramon Sessions und Steve Blake mit im Durchschnitt 57 Minuten während der Playoff-Partien"-Version
  9. Während der Großteil dieses Artikels rein hypothetisch ist, lassen wir die ersten drei Meisterschaftssaisons von Kobe (LeBron war noch nicht gedrafted worden) sowie die zweite Station des Kings in "The Land" (weil die Mamba nach der Achillesverletzung nie mehr dieselbe war) aus Gründen der praktischen Durchführbarkeit in diesem Gedankenexperiment bewusst außer Acht.
  10. Aka die "Vielleicht hilft Donyell Marshall"-Version
  11. Aka die "Guter Gott, Smush Parker ist unser starting PG"-Version
  12. Später in seiner Karriere verbrachte LeBron mehr Zeit auf der Vier.
  13. Nicht-Superstar-Version