340.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora. wie Game of Thrones und Herr der Ringe.

Drehbuch-Format (wichtige Szene-Ausschnitte)
FADE IN:

EXT. BURGHOF - TAG

Sonnenlicht flutet den gepflasterten Hof. Im Hintergrund ragt das DRACHENGEHEGE auf – massiv, bedrohlich.

Zwei REITDRACHEN (mitternachtsblaue und bronzefarbene Schuppen, dampfender Atem) fixieren die Neuankömmlinge.

DONKRAR (Vampirkönig, bleich, roter Mantel) und FAGORA (Herrscherin, schlichtes grünes Gewand) treten heran.

                   DONKRAR
         (ruhig, aber warm)
     Ich begrüße dich, Fagora. Wie geht es dir?

                   FAGORA
         (Blick zu den Drachen)
     Ich habe dich zum König gekrönt, weil Vampire
     unsere Freunde wurden. Früher fiel die Familie
     Dracosa über Menschen her...

BURGBEWOHNER (Vampire, Drachenmenschen, Menschen) kommen vorbei,
verbeugen sich tief. Fagora presst die Lippen zusammen.

                   DONKRAR
     Wir haben die Vergangenheit begraben.
     Mit Salina kehrte Ordnung ein.
     Leider... ist sie tot.

                   FAGORA
         (leise, scharf)
     Was wolltest du mit den drei Kampfdrachen?

Nahaufnahme: Donkrars Augen senken sich. Die Reitdrachen schnauben tief.

                   DONKRAR
     Für die Verteidigung. Gegen Sethur. Gegen Rethor.

                   FAGORA
     Sie zerstören Wälder. Sie machen andere Drachen wild.
     Und gegen die wirklich Dunklen... reicht ihre Kraft nicht.

Sie gehen weiter. MARKTTRubel im Hintergrund – Farben, Lachen, Feuerakrobatik.

                   DONKRAR
         (leise, gebrochen)
     Was soll ich tun, Majestät?
     Ich kann sie nicht beherrschen.

Fagora bleibt stehen. Wind zerrt an ihrem Umhang.

                   FAGORA
         (kalt, aber klar)
     Es ist deine Aufgabe, sie einzufangen – oder zu töten.
     Nimm Imperia. Nimm Magier. Nimm Drachenjäger.
     Solltest du versagen... muss ich dich entthronen.

Donkrar erstarrt. Lange Stille.

                   DONKRAR
     Ich werde es versuchen.
     Durch Imperia... und die Jäger.

Kamera fährt zurück. Die Reitdrachen heben die Köpfe, als spürten sie das drohende Unheil.

FADE OUT.
Ende der Geschichte.FADE IN:
EXT. BURGHOF DER ALTEN BURG – TAG
Sonnendurchfluteter Innenhof. Der Wind trägt den Geruch von heißem Stein, Leder und dem scharfen, rauchigen Atem der Drachen heran. Im Vordergrund ragt das mächtige DRACHENGEHEGE auf: ein gigantisches Oval aus schwarz geädertem Basalt, verstärkt mit dicken Eisenbändern. Die Gitterstäbe sind so massiv wie der Oberschenkel eines Kriegers.
Im Inneren des Geheges stehen zwei REITDRACHEN. Ihre Schuppen glänzen in tiefem Mitternachtsblau und bronzefarbenem Kupfer, durchzogen von feinen silbernen Adern, die im Sonnenlicht wie flüssiges Quecksilber schimmern. Lange, elegant geschwungene Hälse. Bedrohliche Köpfe mit spitzen Hörnern nach hinten. Nüstern blähen sich bei jedem Atemzug – dünne Rauchfäden steigen auf. Flügel halb angelegt, lederne Membranen zucken unruhig. Bernsteinfarbene Augen mit senkrechten Pupillenschlitzen fixieren jede Bewegung.
DONKRAR (Vampirkönig, bleiche Mondlicht-Haut, blutrote Augen, langer nachtschwarzer Mantel mit silbernen Drachenstickereien) und FAGORA (Herrscherin, schlichtes dunkelgrünes Gewand mit goldenen Säumen) schreiten langsam heran.
DONKRAR
     (tiefe, kontrollierte Stimme, warm)
 Ich begrüße dich, Fagora. Wie geht es dir?
Fagora wirft einen kurzen, wachsamen Blick zu den Drachen. Die Tiere schnauben synchron – ein tiefer, grollender Laut, der den Boden leicht vibrieren lässt.
FAGORA
     (ruhig, aber mit fester Autorität)
 Ich habe dich zum König gekrönt, weil die Vampire
 unsere Freunde geworden sind. Früher fiel die Familie
 Dracosa über Menschen her, entfesselte Kriege,
 saugte ganze Dörfer aus. Mit Salina – die aus derselben
 Linie stammte wie du – kehrte endlich Ruhe ein.
In diesem Moment kommen BURGBEWOHNER vorbei: ein DRACHENMENSCH mit schuppigen Wangen, zwei junge VAMPIRE mit silbernen Spangen im Haar, eine MENSCHENFRAU mit Korb voller Brot. Alle verneigen sich tief, Augen ehrfürchtig gesenkt.
Fagora presst die Lippen zusammen. Ihr Magen zieht sich sichtbar zusammen – sie hasst diese Unterwürfigkeit.
DONKRAR
     (nickt langsam, ernst)
 Wir haben die Vergangenheit begraben.
 Mit meiner Schwester Salina kehrte die Ordnung zurück.
 Leider… ist sie tot.
Nahaufnahme: Donkrars rote Augen flackern kurz. Er verschweigt bewusst die Kampfdrachen.
Fagora bleibt stehen. Ihre Stimme wird leiser, aber schärfer, wie eine Klinge.
FAGORA
 Was wolltest du mit den drei Kampfdrachen, Donkrar?
Donkrar senkt den Blick auf den staubigen Boden, hebt ihn dann wieder zu den Reitdrachen. Die Tiere sind nun still, als spürten sie die Spannung.
DONKRAR
 Für die Verteidigung unserer Länder.
 Falls es zum Ernstfall kommt.
 Und gegen Geschöpfe wie Sethur und Rethor.

               FAGORA
     (atmet tief ein, Luft schmeckt nach Drachenrauch und Metall)
 Das verstehe ich. Sie wären mächtige Waffen gegen dunkle Magie.
 Aber sie zerstören Wälder, sobald sie losgelassen werden.
 Sie beeinflussen andere Drachen – machen sie wild, unkontrollierbar.
 Und sie werfen ihre Reiter ab, sobald der Geist schwächelt.
 Viskur beherrscht sie noch… gerade so.
 Doch gegen die wirklich dunklen Götter? Gegen Sethur und Rethor?
 Da reicht selbst ihre rohe Kraft nicht.
 Dass ich die beiden töten konnte, war reiner Zufall.
 Die dunkle Magie ist stärker als die helle.
Sie gehen langsam weiter. Hintergrund: lebendiger MARKTTRUBEL. Händler preisen lautstark Waren an. Gaukler werfen brennende Fackeln in die Luft. Vampire feilschen mit Drachenmenschen um seltene Kristalle. Kinder – halb Mensch, halb mit winzigen Schuppen – rennen lachend zwischen den Beinen der Erwachsenen hindurch. Ein friedliches, buntes Treiben. Fagora lässt für einen winzigen Moment ein Lächeln zu.
Plötzlich bleibt Donkrar stehen. Seine Stimme zittert kaum merklich.
DONKRAR
     (leise, gebrochen)
 Was soll ich tun, Majestät?
 Ich kann sie nicht beherrschen.
 Es war ein Fehler, sie zu ordern.
Fagora dreht sich zu ihm um. Ihre Augen hart wie polierter Obsidian. Wind zerrt an ihrem Gewand.
FAGORA
     (kalt, klar, ohne Zögern)
 Es ist deine Aufgabe, sie einzufangen – oder zu töten.
 Nimm einen hohen Magier mit. Nimm die Göttin Imperia.
 Und vor allem: nimm Drachenjäger.
 Solltest du versagen… muss ich dich entthronen.
Lange Stille. Donkrar erstarrt. In seinen roten Augen flackert etwas – Angst? Reue? Entschlossenheit?
DONKRAR
     (leise, aber entschlossen)
 Ich werde es versuchen.
 Durch Imperia und die Magier.
 Und durch die Drachenjäger.
Er wendet den Blick ab, zurück zum Gehege. Die Reitdrachen heben langsam die Köpfe, schnauben leise, als warteten sie auf das drohende Unheil.
Kamera fährt langsam zurück. Die Schatten der unsichtbaren Kampfdrachen legen sich schwer über den gesamten Hof – trotz der strahlenden Sonne.
FADE OUT.
ENDE DER SZENE.