Seit Jahrtausenden glauben Menschen überall auf der Erde an einen Richard Dawkins (RD). Einige Völker glauben auch an sehr viele RD's. Die Glaubenden sagen, das Buch "Der Gotteswahn" stamme von RD persönlich. Das umstrittene Buch sei Auslöser für Kriege, Wissenschaftler-Verbrennungen und es verachte Dawkins-Leugner, meinen Kritiker. Doch was ist dran: Gibt es diesen Dawkins wirklich? Im Gespräch mit den Faktencheckern von "Correlativ" gibt der Wissenschaftler Dr. Terry Tommyrod Antworten.

Eine Atheismus-Satire, übersetzt aus einem englischen Video von Christian Albrecht.

Titelbild: Von Zoe Margolis - Atheist Bus Campaign Launch, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5802679

Behauptung: Im Internet kursieren Gerüchte, ein Richard Dawkins existiert und habe Bücher geschrieben.

Bewertung: Falsch. Nein, es existiert kein Richard Dawkins. Die Wissenschaft gibt keinerlei Hinweise auf seine Existenz.

Das Gespräch führte Faktenchecker Daniel von Justus.

Daniel von Justus: Wir freuen uns heute, Dr. Terry Tommyrod bei uns zu haben. Er wird über sein letztes Buch "Der Dawkins-Wahn" sprechen. Vielen Dank, dass Sie mit uns sprechen, Dr. Tommyrod. Es ist eine Freude, wieder mit Ihnen zu sprechen.

Dr. Tommyrod: Danke Daniel, es ist gut, hier zu sein.

Justus: Herr Tommyrod, Sie erklären mit deutlichen Worten, dass Sie kein Gläubiger an Richard Dawkins sind. Sie glauben nicht, dass er existiert. Wie kommt das?

Tommyrod: Nichts einfacher als das. Man sollte vernünftige Menschen nicht dazu auffordern, an etwas zu glauben, bis es Beweise dafür gibt. Wenn es einen Dawkins gibt, warum hat er sich mir nicht gezeigt?

Justus: Ihrer Meinung nach sind Leute, die an Richard Dawkins glauben, also nur ein bisschen dumm?

Tommyrod: Auf eine gewisse Weise verstehe ich ihren Denkfehler. Einfache Menschen nehmen eine handvoll Bücher und behaupten, ein Dawkins habe sie geschrieben. Und weil Dawkins wegen all der Ähnlichkeiten in den Texten eine ausreichend gute Erklärung für die Existenz der Bücher zu sein scheint, schließen sie mit ihrem normalem Menschenverstand, dass dieser Dawkins - den sie  niemals mit ihren eigenen Augen gesehen haben - auch tatsächlich existiert.

Justus: Allerdings behaupten einige Menschen, dass sie Richard Dawkins gesehen und sogar seine Hand geschüttelt hätten.

Tommyrod: Ja, wenn Sie ihnen glauben können.

Justus: Glauben Sie, dass sie alle lügen?

Tommyrod: Das habe ich nicht gesagt. Es gibt zwar genügend Lügner auf der Welt und offensichtlich erzählen viele Leute, die behaupten, Richard Dawkins gesehen zu haben, einfach Märchen. Aber wissen Sie, dass menschliche Gehirn ist ein sehr, sehr komplexes Ding. Und sich einen imaginären Dawkins auszudenken wäre für das Gehirn ein Kinderspiel. "Christopher Robin", Hatbinka, der Schleimpudding-Mann - ich vermute, etwas sehr ähnliches geht in Leuten vor sich, die behaupten, den Richard Dawkins gesehen oder seine Stimme gehört oder seine Berührung gespürt zu haben.

"Ich habe Dawkins mit eigenen Augen gesehen!" Einige Gläubige behaupten, persönlich mit dem Dawkins gesprochen und ihm die Hand geschüttelt zu haben. Lügen sie, oder leiden sie unter einer psychischen Störung? Wissenschaftler Dr. Tommyrod: "Sie wollen nur an das Geld anderer Leute!" (Bild: By Karl Withakay - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75320312)

Justus: Aber sind nicht die Bücher der Beweis für die Existenz von Richard Dawkins?

Tommyrod: Nein, natürlich nicht. Als Wissenschaftler sage ich: Es ist keine Antwort auf die Frage, wo der komische Blödsinn her kommt, wenn man einfach behauptet: "Richard Dawkins hat das geschrieben!" Jedes Buch ist eine einfache Aneinanderreihung von nur 26 Buchstaben. Selbst ein Kind sollte erkennen, dass man mit ein wenig Zufall alle möglichen, ähnlichen Muster erzeugen kann. Zu verstehen, wie jeder Buchstabe an den Ort kam, wo er steht, ist die Aufgabe der Wissenschaft. Zu behaupten, Richard Dawkins hat das gemacht, würde die Forschung beenden, die verspricht, eine volle und befriedigende Erkärung zu liefern, wie die Bücher entstanden sind. Das geht auch ohne sich auf eine in Verruf geratene, abergläubischen Lückenfüller-Dawkins-These zu berufen.  

Justus: Aber einige Leute könnten entgegnen, dass die Buchstaben in ganz bestimmten Mustern erscheinen und sehr kluge Argumente enthalten. Und dass dies klar auf Intelligenz und nicht einem zufälligen Unfall hindeute.

Tommyrod: Ob es irgendeine Intelligenz hinter diesen Büchern gibt lässt sich schwer an ihren Inhalten beurteilen.  Wir würden nicht viel verlieren, wenn wir nicht an Richard Dawkins glauben oder an das, was seine Bücher zu sagen haben. Der wissenschaftliche Ansatz in dieser Sache ist wunderschön, einfach und erfrischend: Richard Dawkins Werke sind nichts als eine erfolgreich angeordnete Aneinanderreihung von A's, B's und C's usw., die Muster bilden. Es gibt das lateinische Alphabet, es gibt die Nonsense Gedichte von Edward Lear, und es gibt die Werke von Richard Dawkins. Das eine entwickelte sich aus dem anderen durch eine Reihe von Tippfehlern. Zugegeben, wir haben heute noch nicht alle Details.

Justus: Sagen Sie damit, die Wissenschaft hat keine Antworten, woher die Bücher herkommen?

Tommyrod: Ich habe nicht alle Antworten. Aber die Wissenschaft arbeitet daran.

Justus: Können Sie sicher sein, dass die Wissenschaft alle Antworten finden wird?

Tommyrod: Wenn die Wissenschaft keine Antworten hat, wo diese Bücher herstammen, hat sie die Richard Dawkins-Religion auch nicht. Sagen Sie mir das: Wenn ein Dawkins die Bücher designed hat, wer hat dann den Dawkins designed?

"Nein, es existiert kein Richard Dawkins", ist der Naturwissenschaftler Tommyrod überzeugt. Dawkins-Gläubige könnten lügen, sich irren, Wahnvorstellungen zum Opfer gefallen oder von ihren "egoistischen Genen" betrogen sein. Weiterhin habe weder er noch einer seiner entfernten Bekannten jemals einen Dawkins gesehen, auch habe noch nie ein Dawkins seine Gebete erhört. Berichte aus fernen Ländern hält er für "erfunden von geldgierigen Betrügern, die sich an dem Betrug bereichern" wollten. (Bild: Von David Shankbone - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11639311)

Justus: In ihrem Buch beschreiben Sie den in den Büchern beschrieben Dawkins-Charakter als einen prahlenden, erbitterten, arroganten, zügellosen, anmaßenden usw. Tyrann.

Tommyrod: Ja, das erscheint mir ganz angemessen.

Justus: Nun wenden einige Leute ein, Sie übertreiben damit ein wenig.

Tommyrod: Lesen Sie ihren Richard Dawkins, wenn Sie das glauben! Lesen Sie es! Abgesehen davon, dass Sie keinerlei Beweis für eine in den mystischen Zonen des blinden Glaubens "zwischen den Zeilen versteckte-Intelligenz" finden, werden Sie in jedem Kapitel eine Unmenge an Intoleranz und Fanatismus finden. All das sind ausreichend Gründe, mit dieser Richard Dawkins-Religion nichts zu tun zu haben.

Existiert ein Dawkins? Diese Darstellung stellt eine den Gläubigen verbotene Dawkins-Abbildung dar. (Das zweite Gebot der Dawkins-Religion lautet: "Du sollst dir keinen Dawkins abbilden! Denn ich bin ein eitler und eifersüchtiger Dawkins!") Dawkins-Gläubige protestierten gegen die dawkins-lästerliche Abbildung ihres Angebeteten und sprechen von einem "Ab-Dawkins". Einige erbitterte Dawkins-Anhänger zündeten Labore an, andere kündigten ihr Dauer-Abo von "Nature" und "Science". Die Polizei inhaftierte nach einem verbotenen Dawkins-Gemeinschaftstreffen an der Universität Oxford 16 Protestler. Sie hätten "diskutiert" und "Streitgespräche über eine Evolution durch Dawkins" geführt. Einige sagten der Polizei später gar, Dawkins höchstpersönlich sei anwesend gewesen. Die Behörden gehen von extremistischen Tedenzen aus. Sie schätzen Dawkins-Anhänger als missionarische Fanatiker ein, die anderen ihren blinden Dawkins-Glauben aufzwingen wollten und ihrem Dakwins mit blinden, irrationalen Glauben folgten. (Bild: By Mike Cornwell - Wikipedia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24748847)

Justus: Herr Tommyrod, Sie  beschreiben diesen weitverbreiteten Glauben an Richard Dawkins als eine gefährliche Wahnvorstellung. Was ist so gefährlich an Menschen, die an einen Richard Dawkins glauben, wenn sie das glücklich macht?

Tommyrod: Nun, diese Menschen glauben an jedes Buch, welches auf dem Buchdeckel Dawkins Namen trägt. Und diese Bücher sagen eine ganze Menge an sehr dummen Sachen. Der Glaube an Dawkins füllte das Internet mit unlogischen Behauptungen, Karikaturen und Schmähungen. Die Dawkins-Jünger sind militant. Sie sind organisiert und sie sind darauf aus, Sie und mich zu bekehren. Ja, ich würde diese Wahnvorstellung als gefährlich bezeichnen. Wenn da ein Richard Dawkins wäre, hätte er uns eine Menge zu antworten.

Justus: Fassen Sie kurz zusammen: Was ist Ihr wichtigster Einspruch gegen den Richard Dawkins-Glauben?

Tommyrod: Mein wichtigster Einspruch ist folgender: Menschen folgen einem wahnhaften Dawkins, der ihnen sagt, was sie zu denken und zu glauben  haben - dabei sollten sie eigentlich mir nachfolgen.


Das Gespräch können Sie hier ansehen: