Wie eine Lüge dazu benutzt wird, um eine scheinbar irrationale, aber altbewährte Heilmethode zu diffamieren

Die einen wissen um den Lügencharakter, den anderen sollte klar sein, dass sie zur Weiterverbreitung einer Lüge beitragen

In einem offenbar unbedachten Moment der Aufrichtigkeit sprach der Protagonist der Skeptiker die Wahrheit aus:

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5335

Der berühmte "Biervergleich" wurde von ihm zwar später "relativiert", hatte aber ungewollt genau das wiedergegeben, was sich aus den vom INH zusammengetragenen Metaanalysen zur Evidenz der Homöopathie herauslesen ließ:

INH -Webside                     https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_%C3%9Cbersicht

"Diese Übersicht der systematischen Reviews[B 1] basiert auf den von den Autoren verfassten Zusammenfassungen („Abstracts“) der einzelnen Arbeiten. Abstracts stellen die Information dar, die die Verfasser als wesentliche Inhalte und Ergebnisse ihrer Arbeit ansehen. Zur Methodik systematischer Reviews sei auf den Hauptartikelhingewiesen. Tiefergehende Betrachtungen zu den einzelnen Arbeiten finden sich in den verlinkten Homöopedia-Artikeln.

Kleijnen (1991)

[...]

Derzeit sind die Nachweise aus klinischen Studien positiv, aber sie reichen nicht aus, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, weil die Methodik in den meisten Studien von geringer Qualität und der Einfluss des „Publication Bias“[B 2] unbekannt ist.[B 3]

Linde (1997)

[...] Schlussfolgerung:

Das Ergebnis unserer Meta-Analyse liefert keine Bestätigung für die Hypothese, dass die klinischen Effekte der Homöopathie alleine auf einer Placebowirkung beruhten. Wir fanden in diesen Studien jedoch nur unzureichende Nachweise dafür, dass die Homöopathie auch nur bei einem einzigen Krankheitsbild wirksam wäre.[B 6]

Linde (1998)

[...] Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse der vorliegenden randomisierten kontrollierten Studien deuten darauf hin, dass die Homöopathie eine über Placebo hinausgehende Wirkung aufweist. Die Nachweise sind jedoch wegen methodischer Schwächen und Widersprüchlichkeit nicht überzeugend.[B 8]

Cucherat (2000)

[...]  Schlussfolgerung:

Es gibt ein paar wenige Nachweise dafür, dass homöopathische Therapien wirksamer sind als Placebo; die Aussagekraft dieser Nachweise ist wegen der nur niedrigen methodischen Qualität der Studien nur gering. Studien hoher methodischer Qualität waren eher negativ als solche von geringerer Qualität.[B 12]

Shang (2005)

[...] Schlussfolgerung

… es zeigten sich schwache Nachweise für einen spezifischen Effekt homöopathischer Arzneien (…) Die Ergebnisse bestätigen den Eindruck, dass es sich bei den klinischen Effekten der Homöopathie um Placeboeffekte handelt.[B 13]

Mathie (2014)

[...]  Schlussfolgerung:

Arzneien, die als Homöopathika individuell verordnet wurden, zeigen möglicherweise einen kleinen spezifischen Effekt. (…) Die generell niedrige und unklare Qualität der Nachweise gebietet aber, diese Ergebnisse nur vorsichtig zu interpretieren.[B 14]

[...]

Mathie (2017)

[...] Schlussfolgerung:

Die Qualität der Nachweise als Ganzes ist gering. Eine Meta-Analyse aller ermittelbaren Daten führt zu einer Ablehnung unserer Nullhypothese [dass das Ergebnis einer Behandlung mit nicht-individuell verordneten Homöopathika nicht von Placebo unterscheidbar ist – Ergänzung des Übersetzers], aber eine Analyse der kleinen Untergruppe der zuverlässigen Nachweise stützt diese Ablehnung nicht. Meta-Analysen für einzelne Krankheitsbilder liefern keine zuverlässigen Nachweise, weshalb keine klaren Schlussfolgerungen möglich sind.[B 17]

Mathie (2018)

[...] Die Schlussfolgerung der Autoren lautet:

Wegen der schlechten Qualität, der kleinen Anzahl und der Heterogenität der Studien ist anhand dieser Daten eine endgültige Schlussfolgerung über die Vergleichbarkeit der Wirkung einer individualisierten homöopathischen Therapie ausgeschlossen.[B 18]"

Und dann gibt es da noch den

NHMRC-Bericht 2015 der australischen Gesundheitsbehörde
 "Es gibt ermutigende Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie bei:
• Fibromyalgie (Grad C)
• Mittelohrentzündung (Grad C)
• postoperativer Ileus (Zeit bis zum ersten Flatus) (Grad C)
• Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
• Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)"

Die Studienlage zur Homöopathie ist also wie "kein gutes Bier", aber eben nicht "kein Bier"!

Betrachtet man nun im Vergleich dazu beispielsweise die Studienlage zu Antidepressiva, so findet man u.a.                                                                                                                                                "Considering the methodological limitations in the evidence base of antidepressants for depression: a reanalysis of a network meta-analysis"                     Conclusions: The evidence does not support definitive conclusions regarding the benefits of antidepressants for depression in adults. It is unclear whether antidepressants are more efficacious than placebo.http://dx.doi.org/10.1136/bmjopen-2018-024886

Insgesamt scheint die Studienlage zur Homöopathie fast identisch zu der in der sog. wissenschaftlichen Medizin zu sein:

Wie kann man als Wissenschaftler oder Politiker die Lügen-Hydra vom "Wirkt nicht über den Placebo-Effekt" weiter nähren und verbreiten, ohne vor Scham über die eigene unwissenschaftliche Unverfrorenheit im Boden zu versinken?

Die möglichen Gründe für die mittelalterliche Inquisition gegen die Homöopathie jenseits der Lügen-Hydra

Einen Hinweis für die wahren Gründe der Hexenjagt auf die Homöopathie gibt folgende Aussage, getätigt auf der anonymen Plattform "psiram" durch einen weiteren Protagonisten der Häscher von den Skeptikern:

…... Aber was im Sinne eurer Ausführungen nötig wäre, das ist das Zerschlagen der öffentlichen, der sozialen Reputation der Homöopathie. ...                                                                                                                  https://blog.psiram.com/2018/12/zur-neutralisierung-fundierter-kritik-durch-falsche-journalistische-ausgewogenheit-beispiel-homoeopathie/

Für technokratische Szientisten ist die - gemäß aktuellem Wissenschaftsverständnis-  irrationale Homöopathie Hexenwerk, das von Quacksalbern zur eigenen Bereicherung betrieben wird. Und die Homöopathie eignet sich in diesem Sinne hervorragend dafür, sämtliche eigenen irrationalen  Ängste auf sie zu übertragen.

Da sich also das Studien-Evidenz-Argument als "Nebelkerze" entpuppt, bleibt nur noch die polemische Lügen-Hydra, um die Homöopathie als Symbol der inneren Schatten im Hexenfeuer zu verbrennen.

Was aber wie eine heilsame Hydra überleben wird, ist das, was schon die Ikone der Skeptiker erkannt hat:

Dr. Heinrich Hümmer

homoeopathiewirkt.wordpress.com