Sich 2024 als junger Mensch konservativ verstehen zu geben, birgt Gefahren und bringt häufig Probleme mit sich. Die Gesellschaft erodiert. Zeit, um Kante zu zeigen.


Jung und konservativ zu sein – für Linke und solche, die sich dafür halten, ein Antagonismus und gänzlich paradox. Die Kombination aus beidem ist im Mainstream, oder besser noch, auf der »Seite der Guten«, verpöhnt. Heute lässt man sich in der Mittel- und Oberstufe als links sozialisieren und an der Universität spätestens radikalisieren. Die Wege zur »linken Liste«, den Jusos oder Grünen sind kurz und »irgendwie alternativ zu leben schon ziemlich nice«. So erklärte mir einmal vor längerer Zeit ein Kommilitone seine Sicht auf dieses Thema.

Aber schauen wir doch einmal exemplarisch in die Fakuläten dieses Landes. Orte der Wissenschaft und junger Menschen. Was passiert da genau? Ist die Lehre und Wissenschaft wirklich frei, wenn linke Antisemiten in Berlin einen gesamten Hörsaal besetzen können, um ihre widerwärtigen israelfeindlichen Parolen in die Welt zu brüllen? Wenn ein Bernd Lucke in Hamburg von Radikalen blockiert wird, um als Professor an der Universtät zu lehren? Oder wenn eine Biologin daran gehindert wird einen Vortrag über Geschlechter zu halten?

Nein, all das ist Ausdruck einer vollkommenen, von der Realität abgekoppelten, Kaste linker Radikaler. Eine Kaste, die sich permanent und gebetsmühlenartig zur Toleranz bekennt, aber nur, wenn es ins eigene Weltbild passt. So wundert es nicht, dass Liberale oder Konservative an öffentlichen Universtäten mitunter größten Anfeindungen ausgesetzt sind.

Dieses Phönomen greift aber mitnichten nur an Universitäten um sich. Es ist Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, die seit Jahren im Gange ist.


In den letzten Tagen konnten wir erleben, wie tausende Bürger gegen die AfD auf die Straße gegangen sind, allgemeinhin als "Demos gegen Rechts" gekennzeichnet. So sehr das Anliegen zu unterstützen ist, müssen doch einmal zwei Dinge klar benannt werden.

  1. "Demos gegen Rechts" verunglimpfen pauschal alle Menschen, die rechts sind. Denn rechts zu sein ist legitim, genauso wie links zu sein. Dieser Unterschied wird aber nicht unternommen. Man schwurbelt ein wenig vor sich her und setzt binnen Sekunden Rechtsextreme und Konservative miteinander gleich. Ein fataler Fehler, der den Diskurs verengt und äußerst gefährlich ist.
  2. Ein Querschnitt der Gesellschaft, so hat man es vielerorts lesen und hören können, war an diesen Demonstrationen beteiligt. Weniger Erwähung fand leider die Tatsache, dass diese Veranstaltungen mitunter von linksradikalen Gruppierungen unterstützt wurden, die auch zu Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen haben. Von "AfDler töten" war die Rede. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Anti-AfD-Plakat
Ermittlungen wegen Demo-Plakat

Es geht hierbei auch nicht um die Relativierung der Ideen einiger AfD-Funktionäre, sondern vielmehr um einen Diskurs und eine Berichterstattung, die aus den Fugen zu gleiten scheinen.


Konservative Positionen sind Teil des demokratischen Spektrums

Manche Menschen wollen es nicht hören, aber rechte oder konservative Positionen sind im demokratischen Prozess wichtig, legitim und verdienen Gehör. Denn es gibt nicht wenige Bürger in diesem Land, die nicht über das Label »Klimaschutz« den Kapitalismus abschaffen wollen, die Zuwanderung skeptisch sehen und deren Einfluss auf die Gesellschaft hinterfragen, das Gendern nicht als große linke Wohltat, sondern als Spaltung benennen oder linken Antisemitismus als das kennzeichnen, was er ist: Antisemitismus.
Wir müssen anerkennen, dass es uns braucht, wir aber unter Zugzwang stehen. Denn der öffentliche Raum wird mittlerweile größtenteils von linksliberalen Kräften bespielt – sei es der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder das geisteswissenschaftliche Seminar an der Universität.


Wir müssen wieder viel lauter kommunizieren, wofür wir stehen. Wir stehen für Einigkeit und Recht und Freiheit. Für die Eigenverantwortung der Menschen. Die Freiheit zu wählen, ob Fleisch oder Gemüse. Für soziale Marktwirtschaft und einen starken Rechtsstaat. Das bürokratische Gendern und unkontrollierte Einwanderung lehnen wir ab, genauso wie das Konstruieren der 80. Geschlechtsidentität. Kinder sind ein Geschenk Gottes und kein Klimakiller. Das klassiche Familienbild aus Vater und Mutter kein Auslaufmodell und der Verbrennungsmotor eine Spitzentechnologie, die wir weiterentwickeln und fördern müssen. Die breite arbeitende Mitte, Handwerker, Landwirte und Dienstleister dürfen nicht länger durch steigende Steuern und Preise gegängelt werden. Die Entwicklungshilfen für andere Länder, beispielsweise für grüne Kühlschränke in Kolumbien, ÖPNV in Lateinamerika und Fahrradwege in Peru, sollten ersatzlos gestrichen werden. Die Bauernproteste in den letzten Tagen haben gezeigt, was möglich sein kann, wenn diejenigen, die dieses Land am Laufen halten, der Regierung den Rücken kehren.


Und so ist es noch einmal von großer Bedeutung zu erwähnen, dass Menschen wie Luisa Neubauer, Greta Thunberg, die sich mittlerweile eher im Antisemitismus versucht als im Klimaschutz, oder Gruppen wie die "Letzte Generation" eben nicht für "die junge Generation" sprechen. Für mich sprechen diese Menschen nicht. Ich will und werde kein Teil dieser weltuntergangsfanatischen Kaste sein, die ihre Ideologie über Diskurs und Fakten stellt. Die ihre vermeintlichen Ziele zum Wohle der (Um)Welt verpacken und hinterrücks einen Umsturz unseres wirtschaftlichen Systems fordern. Die Toleranz nur jenen Menschen entgegenbringen, die der eigenen Meinung entsprechen.

Wie die Klimabewegung den Kapitalismus abschaffen will
Carola Rackete und Luisa Neubauer sind die bekanntesten Köpfe der deutschen Klimaschutzbewegung. Beide haben kürzlich Bücher zum Thema vorgelegt. Die Lektüre lohnt sich – vor allem für Eltern, deren Kinder demonstrieren. Wie radikal diese Autorinnen sind, dürfte den wenigsten bewusst sein.
»Dem moralisch Guten kann und darf man nicht widersprechen. Es gibt nur noch gut oder böse, Klimaschutz oder Kapitalismus, gerecht oder ungerecht. Dabei ignorieren die schreibenden Aktivistinnen, dass auf dieser Grundlage überhaupt keine Diskussion mehr möglich ist. Ihre mangelnde Bereitschaft, auch andere Lösungen als die ihren anzuerkennen, macht sie unfähig, mehr als das zu repräsentieren, was sie selbst sind: wohlstandsverwahrloste Neomarxisten.«

Beenden möchte ich diesen Artikel mit einem Zitat vom konservativen Vordenker Roger Scruton:

Conservatism starts from a sentiment that all mature people can readily share: the sentiment that good things are easily destroyed, but not easily created.

Denken wir immer daran: Dieses Land verdient mehr als von radikalen Spinnern in den Abgrund manövriert zu werden. Werdet laut und aktiv. Das sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig.