236-19.Teil der Fantasyserie von Josh Fagora und KI Bing, Monica KI, Google KI
Urheber Johannes Schütte, Delmenhorst. alle Rechte vorbehalten.
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Udia, der majestätische Drachenkönig, landete mit einer Eleganz, die nur ihm eigen war, am Ufer des dunklen Sees. Seine Schwingen, die in der trüben Luft schimmerten, reflektierten das fahle Licht, das durch die dichten Wolken drang. Jede Bewegung seiner mächtigen Flügel ließ die Luft erzittern, als würde sie selbst die Natur respektieren. Fagora und Salina stiegen langsam von seinem Rücken herab, ihre Schritte waren vorsichtig, als fürchteten sie, den Boden zu stören.
Der See vor ihnen war ein Spiegel der Finsternis, seine Oberfläche glatt und undurchdringlich, als würde er die Geheimnisse der Tiefe bewahren. Über ihm waberten die Schwaden des schwarzen Vergessenheitsnebels, ein lebendiges Wesen, das sich langsam und bedrohlich bewegte, als würde es die Anwesenheit der Eindringlinge spüren.
In der Mitte des Sees erhob sich eine kleine, düstere Insel, umgeben von einem Schleier aus Nebel und Dunkelheit. Sie war das Ziel ihrer Reise, ein Ort, der sowohl Hoffnung als auch Verderben versprach. Fagora, die Königin mit dem unerschütterlichen Willen, blickte mit ernster Miene auf die Insel. Ihre Hand ruhte fest am Griff des Schwertes Viskur, dessen Klinge magische Muster trug, die in der schwachen Beleuchtung leicht glimmerten.
„Wir müssen vorsichtig sein“, sagte sie mit einer Stimme, die sowohl Entschlossenheit als auch Warnung enthielt. „Der Nebel wird unsere Erinnerungen rauben, wenn wir unachtsam sind.“ Ihre Augen, die von Jahren der Herrschaft gezeichnet waren, blieben auf die unheilvolle Insel gerichtet, als würde sie bereits die Herausforderungen vorausahnen, die sie dort erwarten würden.
Salina, die Vampirin mit dem zerbrechlichen Herzen, nickte nervös. Sie zog ihren Mantel enger um sich, als wollte sie sich vor einer unsichtbaren Kälte schützen, die nicht nur von der Luft, sondern auch von der Atmosphäre des Ortes ausging.
„Und das Artefakt?“ fragte sie leise, ihre Stimme bebte leicht, als würde sie die Worte kaum über die Lippen bringen. Ihr Blick wanderte immer wieder zu Viskur, dem Schwert von unermesslicher Macht, das einst von Trollschmieden unter einem verfluchten Mond erschaffen wurde. Es war ein Symbol der Macht, aber auch der Verantwortung, die Fagora trug.
„Es ist dort, auf der Insel“, antwortete Fagora entschlossen. „Und du hast recht. Ich werde auf Viskur achten. Es hat große Macht, aber ich habe geschworen, es nur zum Guten zu nutzen. Doch...“
Sie hielt inne und schloss kurz die Augen, als würde sie einen inneren Kampf führen.
„Doch viele Ritter kommen hierher. Sie wollen das Artefakt zerstören – oder es an sich reißen.“ Ihre Stimme war ruhig, aber in ihren Worten lag eine unterschwellige Sorge, die Salina nicht entging.
Salina schaute zu Boden, ihre Gedanken wanderten zu ihrem Volk im fernen Junkar, einer Nation, die ohne Königin war.
„Fagora“, begann sie zögernd, „ich muss bald zurück. Mein Volk braucht mich. Zaltor, dein Onkel, mag die Macht haben, aber er ist nur ein Vizekönig. Ohne eine Herrscherin... Und Nytral...“
Sie verstummte, als Schmerz über ihr Gesicht zog. „Mein Gatte. Über sein Schicksal muss entschieden werden.“ Ihre Worte waren schwer, als würde sie die Last ihrer Verantwortung mit jedem Satz spüren.
Fagora blickte ihre Freundin an, ein Ausdruck von Bedauern in ihren Augen.
„Ich verstehe“, sagte sie schließlich. „Wenn du gehen musst, dann geh. Aber ich muss bleiben.“ Sie schaute hinüber zu der kleinen Hütte am Waldrand, die im Schatten der Bäume lag.
„König Pascara wird bald hier sein. Ich werde mit ihm zur Insel fahren, das Artefakt vernichten – und hoffentlich seine Menschlichkeit zurückgewinnen. Ich... ich hoffe, ich kann ihn überzeugen.“
Ihre Stimme war leise, fast ein Flüstern, als würde sie die Worte kaum aussprechen können.
Salina legte ihr eine Hand auf die Schulter, ein Zeichen der Unterstützung, obwohl sie sich ihrer Worte selbst nicht sicher war.
„Du wirst es schaffen“, sagte sie.Ihre Stimme war sanft, aber voller Hoffnung.
2. Teil
Die Luft am See war schwer, erfüllt von Feuchtigkeit und einem Hauch von Verfall. Fagora zögerte nicht lange; ihre Gedanken waren klar. Das Artefakt, dort in der Mitte des Sees, pulsierte wie ein lebendiges Herz, das unheilvollen Nebel in die Welt setzte. Doch wichtiger war ihr Mann – König Pascara – der sie in jener Hütte erwartete.
Als sie die Tür öffnete, schlug ihr das vertraute Aroma von Holz und Feuer entgegen. Doch der Anblick von Pascara ließ sie innehalten. Er saß dort, wie ein Schatten seiner selbst. Seine drachenartige Gestalt war ihr einst vertraut gewesen, und doch wirkte sie heute fremd.
„Fagora“, sagte er mit einer Stimme, die einen Hauch von Reue trug. „Herrscherin des Planeten.“
Seine Worte drangen kalt an ihre Seele. Sie zwang sich zu einem Lächeln. „Pascara, wir haben eine Tochter. Alina Fagora wartet in der Burg bei Isanda.“
Ihre Stimme war leise, beinahe zaghaft. Und doch konnte sie die Schwere in seinem Blick spüren – er dachte nicht an Alina, nicht an sie. Sein Herz war bei den Drachen, bei den Kreaturen, die ihr Land heimsuchten.
Pascara lächelte kurz. Er dachte an die Momente, an die Nacht, die sie gemeinsam vor Monaten in einer kleinen Hütte verbracht hatten.
"Ich freue mich Fagora. Ich werde, wenn alles hier erledigt ist, zurückkehren zu meiner Burg und auch zu unserer Tochter Alina Fagora."
„Drachen wollen frei sein“, sprach er weiter ganz langsam, beinahe mit Mühe. „Perstus hat es mir gesagt. Sie dürfen nicht versklavt werden.“
Fagora trat näher an ihn heran, ihre Wut tief in sich verborgen. Sie hielt sich fest an der Realität. „Und was ist mit dem Blut, Pascara? Den toten Menschen und Wesen? Die Drachentöter, die Drachen töten und Drachen, die unsere Welt zerstören. Unsere Welt bricht auseinander.“
Sein Gesicht verzog sich schmerzhaft, seine Augen weiteten sich. „Ich wusste es nicht“, stammelte er. „Sethur und Perstus, ihre Geister – sie zwangen mich.Durch Sethurs Geist wurde ich wieder zum Drachenmensch.“
Ihr Herz schmerzte. Doch sie zögerte nicht. Ihre Magie umfing ihn, strömte durch seinen Geist und brachte die Wahrheit ans Licht. Die Blockade brach, und sie sah, was sie erhoffte – keinen Verrat, sondern Manipulation.
„Gehe mit mir zur Insel“, sagte Fagora schließlich mit einer Stimme, die keine Widerrede duldete. „Das Artefakt muss zerstört werden. Zusammen können wir Perstus besiegen. Wir beide, ein Ehepaar, können Perstus überzeugen oder töten.“
Ihr Blick war fest, ihr Herz entschlossen. Das Schwert Viskur, das einzige Werkzeug gegen das Böse, lag bereit in einer Ecke, sein silberner Glanz schien das Dunkel des Raumes zu durchdringen. Sie wusste, dass der Moment gekommen war. Die Welt, ihre Welt Perna, hing an einem seidenen Faden, und nur sie konnte das drohende Unheil abwenden.
Doch bevor sie sich dem Kampf um Nebel und Artefakt stellte, zog es sie zu Pascara. Seine Gestalt war anders, fremdartig, doch in seinen Augen lag dieselbe Wärme, die sie einst in den dunkelsten Stunden gerettet hatte. Sie erinnerte sich an den Tag, als er, halb Mensch, halb Drache, sie vor dem grausamen Vampir Graf Dracosa bewahrte. Damals war er ein Held, ein Beschützer, und trotz seiner monströsen Erscheinung hatte sie in ihm den Mann gesehen, den sie liebte.
Nun, als Herrscher des Pyramidenlandes Sakar, trug er die Bürde seiner Vergangenheit und die Verantwortung seiner Gegenwart. Doch in diesem Moment, in der Stille vor dem Sturm, war er einfach nur Pascara – der Mann, den sie vermisst hatte. Sie trat zu ihm, legte ihre Hand auf seine schuppige Wange und spürte die vertraute Wärme. Ihre Lippen trafen sich, und für einen Augenblick schien die Welt stillzustehen.
Doch die Realität drängte sich zurück. Das Schwert Viskur wartete, und mit ihm die Verantwortung, die sie nicht länger aufschieben konnte




Ende