332-3- Teil der Fantasyserie von Josh Fagora und Grok AI

Als sie Drakar erreichten, senkte sich Gpar in einem eleganten Bogen hinab. Die Drachenwiese breitete sich vor ihnen aus: ein weites, smaragdgrünes Feld, umgeben von einer hohen Burg aus dunklem Basalt, deren Türme wie versteinerte Drachenzähne in den Himmel ragten. Zwanzig Drachen unterschiedlicher Größe und Farbe standen dort versammelt, jeder mit seinem Ausbilder an der Seite. Manche waren noch jung und ungestüm, ihre Schuppen glänzten in frischem Grün, Bronze oder tiefem Azur; andere trugen bereits die Narben erfahrener Kämpfe und die ruhige Würde alter Magie. Die Ausbilder – teils Menschen mit wettergegerbten Gesichtern, teils Elfen mit silbernem Haar, teils Halbdrachen mit schuppigen Wangen – hielten lange Stäbe aus uraltem Holz in den Händen, an deren Spitzen schwache, pulsierende Lichter tanzten wie gefangene Glühwürmchen.
Donkrar stieg von Gpars Rücken und landete mit einem leisen Aufprall auf dem weichen Gras. Sofort trat Magier Zerah auf ihn zu, der die Oberaufsicht über die gesamte Ausbildung innehatte. Zerah war ein hagerer Mann mit langem, silbernem Haar, das ihm wie flüssiges Mondlicht über die Schultern fiel, und Augen, die wie polierter Obsidian schimmerten.
Sein Umhang trug das Emblem der Drachenwächter: einen stilisierten Drachen, der einen Stern umkreiste.
„König Donkrar“, begrüßte Zerah ihn mit einer tiefen Verbeugung. „Es ehrt uns, dass Ihr persönlich kommt. Die Ausbildung schreitet gut voran. Ihr könnt Eure Drachen haben. Die Familie Adamus stellt sie Euch zur Verfügung.“
Donkrar nickte knapp und ließ seinen Blick über die versammelten Drachen schweifen. „Ich muss wissen, ob sie bereit sind. Die Zeiten werden dunkler. Junkar braucht starke Verbündete – und die Magie, die nur ein gebundener Drache schenken kann.“
Zerah führte ihn näher heran. In der Mitte der Wiese führte gerade ein junger roter Drache namens Vyrath eine Prüfung durch. Sein Ausbilder, eine Elfe namens Lirien, hob die Hand. Vyrath breitete die Flügel aus – sie schimmerten wie geschmolzenes Kupfer –, stieß einen tiefen, vibrierenden Ruf aus und ließ eine Welle reiner, roter Magie über das Feld strömen. Die Energie floss wie flüssiges Feuer durch die Luft, sammelte sich um Liriens Stab und floss dann in ihren Körper über. Für einen Moment leuchtete sie von innen heraus, ihre Augen glühten golden, und ihre langen Haare schwebten, als würden unsichtbare Winde sie tragen.
„Seht Ihr?“, erklärte Zerah leise. „Erst wenn der Drache die Magie freiwillig und kontrolliert überträgt, gilt die Bindung als vollendet. Vorher wäre es gefährlich – für Magier und Drache gleichermaßen.“
Donkrar beobachtete schweigend. Einige der jungen Drachen wirkten noch unruhig, zuckten mit den Schwänzen oder schnaubten kleine Rauchwolken. Andere standen bereits ruhig da, als hätten sie die alte Weisheit ihrer Art bereits in sich aufgenommen.
Plötzlich ertönte ein lauter Ruf vom Rand der Wiese. Ein schwarz-grüner Drache, kaum halb so groß wie Gpar, bäumte sich auf und spie einen Strahl smaragdgrüner Flammen in den Himmel. Sein Ausbilder, ein junger Mensch namens Toren, sprang zurück, doch die Flammen trafen nur die Schutzzauber ringsum und verpufften harmlos in einem Funkenregen.
„Noch nicht bereit“, murmelte Zerah. „Aber er lernt schnell. In ein paar Monden wird auch er einen Magier finden – oder gefunden werden.“
Donkrar wandte sich an Gpar, der still hinter ihm wartete. Der Vampirdrache neigte den Kopf leicht, als wollte er sagen: Sie sind noch Kinder. Wir waren einst wie sie.
„Zeigt mir die Besten“, forderte Donkrar. „Ich suche jene, die stark genug sind, um an meiner Seite zu kämpfen – und Magie zu teilen, die das Reich retten kann.“
Zerah lächelte dünn. „Dann folgt mir, mein König. Die wahre Prüfung beginnt erst jetzt.“
Gemeinsam schritten sie über die Drachenwiese, während die Sonne langsam hinter den Türmen von Drakar versank und das Feld in goldenes und violettes Licht tauchte. Die Drachen senkten die Köpfe, als der König vorbeiging – eine stille Anerkennung der alten Verbindung zwischen Herrschern, Magiern und den uralten Wesen, die die Magie der Welt am Leben erhielten.
Donkrar wandte sich mit einem starken Ausdruck an Zerah. „Du bist Magier und Ausbilder zugleich. Ich brauche Kampfdrachen und Reitdrachen.“
Sie gingen gemeinsam weiter zu einer größeren, abgeschiedenen Wiese, die im Schatten hoher Basaltfelsen lag und nur von wenigen magischen Feuern in eisernen Schalen erhellt wurde. Hier roch die Luft nach verbranntem Stein, schwefelhaltigem Rauch und dem scharfen, metallischen Duft von Drachenblut.
Drei Drachen standen dort, getrennt von den anderen, als gehörten sie nicht zur gleichen Welt wie die jungen Schützlinge der Wiese.
Ihre Schuppen schimmerten in tiefem, giftigem Smaragdgrün, durchzogen von dünnen, pechschwarzen Adern, die wie erstarrte Blitze über ihren mächtigen Körpern verliefen. Jeder von ihnen maß vom Kopf bis zur Schwanzspitze gut fünfzehn Meter, die Flügel – wenn ausgebreitet – warfen Schatten, die ganze Reiter verschlucken konnten. Die Muskulatur unter den Schuppen trat deutlich hervor: wulstige Sehnenstränge an Schultern und Hinterläufen, Brustkörbe so breit wie Belagerungstürme, Hälse dick und sehnig wie uralte Baumstämme. Ihre Krallen gruben sich tief in die Erde, als wollten sie den Boden selbst zerreißen, und aus den Nüstern quollen bei jedem Atemzug dünne, schimmernde Rauchfäden, die nach verbranntem Eisen rochen.
Der erste und größte trug den Namen Kharvox. Seine Augen glühten in einem unheiligen Bernstein-Gelb, die Pupillen schmal wie Messerklingen. Zwei lange, gebogene Hörner ragten aus seinem Schädel nach hinten, schwarz wie Obsidian und an den Spitzen von alten Kämpfen abgesplittert. Auf seinem Rücken prangte eine breite, vernarbte Stelle – das Zeichen eines früheren Reiters, der den Drachen nicht hatte bändigen können.
Neben ihm stand Zyrath, etwas schlanker, dafür schneller gebaut. Seine Schuppen reflektierten das Feuerschein in allen Schattierungen von Giftgrün bis fast Schwarz. Die Flügelmembranen waren durchscheinend und zeigten feine, dunkle Adernetze, als hätte jemand Tinte in Pergament gegossen. Zyrath bewegte unruhig den Schwanz, peitschte damit durch die Luft – ein Geräusch wie ein nasses Seil, das gegen Stein klatscht.
Der dritte, Vexar, war der jüngste und wildeste. Seine Schuppen glänzten noch frischer, fast feucht, als wären sie erst kürzlich gehärtet worden. Er schnaubte ständig kleine, smaragdgrüne Flammenfontänen aus, die zischend verglühten. Seine Zähne – länger und spitzer als bei den anderen – blitzten bei jedem wütenden Grollen auf.
Ihre Ausbilder standen etwas abseits, wachsam, aber mit Respektabstand. Drei stämmige Gestalten in verstärkter Lederrüstung, die Gesichter von Narben gezeichnet, die Augen hart. Der vordere, ein breitschultriger Halbdrache mit schuppigen Wangen und gelblichen Pupillen, trat vor. Sein Name war Rakar Vhul – ein Name, den man in Drakar nur leise aussprach.
„Kharvox, Zyrath und Vexar“, sagte Zerah ruhig und deutete nacheinander auf die Drachen. „Keine Ausbildungsdrachen. Keine Bindung an Magier der Wiese. Sie kennen nur den Kampf. Und sie gehorchen nur denen, die stärker sind als sie selbst.“
Donkrar trat näher an Kharvox heran. Der Drache senkte den gewaltigen Kopf, bis die bernsteinfarbenen Augen auf Augenhöhe mit dem König waren. Ein tiefes, grollendes Schnurren vibrierte durch die Luft – weder Drohung noch Freundschaft, sondern reine Prüfung.
„Reiter?“, fragte Donkrar knapp, ohne den Blick abzuwenden.
Rakar Vhul antwortete mit rauer Stimme. „Jeder von ihnen hatte schon Reiter. Keiner hat lange überlebt. Kharvox hat den letzten vor drei Wintern abgeworfen – über dem Feuersee von Gorath. Der Mann brannte, bevor er aufschlug. Zyrath duldet nur einen auf seinem Rücken, solange der Drache es will. Und Vexar…“
Er zögerte. „Vexar hat noch keinen Reiter länger als einen Flug getragen. Er beißt.“
Donkrar hob die Hand. Sofort verstummten die drei Drachen, als hätten sie eine unsichtbare Leine gespürt. Gpar, der Vampirdrache, der die ganze Zeit schweigend am Rand der Wiese gewartet hatte, hob nur leicht den Kopf. Seine roten Augen leuchteten auf – eine stille Warnung an die jüngeren Artgenossen.
„Ich brauche keine zahmen Reittiere“, sagte Donkrar mit harter, kalter Stimme. „Ich brauche Waffen. Lebende Waffen. Vampire der Dragosa überleben nicht durch Diplomatie oder Friedensreden. Wenn die Schattenwesen aus dem Abgrund steigen – und sie werden steigen –, dann brauche ich Drachen, die Feuer spucken, während ich selbst Blut trinke.“
Er wandte sich an Zerah. „Preis?“
Zerah zögerte nur einen Herzschlag. „Die Königin Fagora weiß nichts von ihrer Existenz. Sie stehen nicht in den Registern der Drachenrolle. Wenn sie verschwinden… wird niemand Fragen stellen. Aber der Preis ist hoch. Drei vollwertige Kampfdrachen der Viskur-Linie – das sind Schätze, die man nicht mit Gold aufwiegt.“
Donkrar lächelte dünn, die Eckzähne blitzten im Feuerschein. „Gold ist das Letzte, worum ich mir Gedanken mache. Sagt euren Preis in Blut, in Magie oder in Gefallen. Aber sagt ihn schnell.“
Rakar Vhul trat vor, die Stimme leise, fast verschwörerisch. „Ein Tropfen Eures königlichen Blutes für jeden. Ein Tropfen, der sie bindet – nicht wie ein Magier, sondern wie ein Kriegsherr. Sie werden Euch folgen, solange Ihr lebt… und vielleicht noch darüber hinaus.“
Donkrar betrachtete die drei Drachen lange. Kharvox senkte den Kopf tiefer, als wollte er den Hals darbieten. Zyrath faltete die Flügel enger an den Körper – ein Zeichen von widerwilligem Respekt. Vexar spie eine letzte, kleine Flamme, doch diesmal nicht zornig, sondern fast wie eine Begrüßung.
„Einverstanden“, sagte Donkrar schließlich. Er zog den schweren Handschuh von der rechten Hand. Die Haut darunter war bleich wie Mondlicht, durchzogen von feinen, dunklen Adern. Mit einem schnellen, präzisen Schnitt seines eigenen Dolches öffnete er die Haut an der Handfläche. Drei dicke, schwarze Blutstropfen quollen hervor.
Einer nach dem anderen trat er vor die Drachen.
Kharvox leckte den ersten Tropfen mit einer langen, rauen Zunge auf. Ein tiefes, zufriedenes Grollen ertönte.
Zyrath nahm den zweiten, vorsichtiger, fast zärtlich.
Vexar schnappte nach dem dritten – schnell, gierig –, doch als das königliche Blut seine Zunge berührte, erstarrte er. Seine smaragdgrünen Augen weiteten sich. Dann senkte auch er den Kopf, tief, bis die Stirn fast den Boden berührte.
Donkrar schloss die Hand. Die Wunde schloss sich bereits wieder, schneller als bei jedem Sterblichen.
„Sie gehören jetzt mir“, sagte er ruhig zu Zerah und Rakar. „Bringt sie in den unteren Hangar von Burg Dragosa. Lasst niemanden wissen, dass sie existieren – noch nicht.“
Zerah verneigte sich tief. „Wie Ihr befehlt, mein König.“
Donkrar schwang sich wieder auf Gpars Rücken. Der Vampirdrache breitete die gewaltigen, ledernen Schwingen aus, die im Feuerschein wie poliertes Nachtblut glänzten. Mit drei mächtigen Schlägen erhob er sich in die Luft. Unter ihnen wurden die drei neuen Kampfdrachen bereits unruhig – sie spürten ihren neuen Herrn, spürten die alte, dunkle Magie des Vampirkönigs in ihren Adern pulsieren.
Während Gpar höher stieg und die Lichter der Drachenwiese unter ihnen kleiner wurden, blickte Donkrar ein letztes Mal zurück.
„Die Zeiten werden dunkler“, murmelte er in den Wind. „Aber jetzt haben wir Feuer… und Zähne.“
Gpar antwortete mit einem tiefen, vibrierenden Ruf – Zustimmung.
Und so flog der Vampirkönig heimwärts, mit dem Versprechen von Blut und Feuer im Gepäck, während hinter ihm drei smaragdgrüne Schatten die Nacht durchbrachen und ihrem neuen Herrn folgten.
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Neben ihm stand Zyrath, etwas schlanker, dafür schneller gebaut. Seine Schuppen reflektierten das Feuerschein in allen Schattierungen von Giftgrün bis fast Schwarz. Die Flügelmembranen waren durchscheinend und zeigten feine, dunkle Adernetze, als hätte jemand Tinte in Pergament gegossen. Zyrath bewegte unruhig den Schwanz, peitschte damit durch die Luft – ein Geräusch wie ein nasses Seil, das gegen Stein klatscht.
Der dritte, Vexar, war der jüngste und wildeste. Seine Schuppen glänzten noch frischer, fast feucht, als wären sie erst kürzlich gehärtet worden. Er schnaubte ständig kleine, smaragdgrüne Flammenfontänen aus, die zischend verglühten. Seine Zähne – länger und spitzer als bei den anderen – blitzten bei jedem wütenden Grollen auf.
Ihre Ausbilder standen etwas abseits, wachsam, aber mit Respektabstand. Drei stämmige Gestalten in verstärkter Lederrüstung, die Gesichter von Narben gezeichnet, die Augen hart. Der vordere, ein breitschultriger Halbdrache mit schuppigen Wangen und gelblichen Pupillen, trat vor. Sein Name war Rakar Vhul – ein Name, den man in Drakar nur leise aussprach.
„Kharvox, Zyrath und Vexar“, sagte Zerah ruhig und deutete nacheinander auf die Drachen. „Keine Ausbildungsdrachen. Keine Bindung an Magier der Wiese. Sie kennen nur den Kampf. Und sie gehorchen nur denen, die stärker sind als sie selbst.“
Donkrar trat näher an Kharvox heran. Der Drache senkte den gewaltigen Kopf, bis die bernsteinfarbenen Augen auf Augenhöhe mit dem König waren. Ein tiefes, grollendes Schnurren vibrierte durch die Luft – weder Drohung noch Freundschaft, sondern reine Prüfung.
„Reiter?“, fragte Donkrar knapp, ohne den Blick abzuwenden. "Bist Du der Reiter?"
Rakar Vhul antwortete mit rauer Stimme. „Jeder von den Kampfdrachen hatte schon Reiter. Keiner hat lange überlebt. Kharvox hat den letzten vor drei Wintern abgeworfen – über dem See von Gorath. Der Mann brannte, bevor er aufschlug. Zyrath duldet nur einen auf seinem Rücken, solange der Drache es will. Und Vexar…“ Er zögerte. „Vexar hat noch keinen Reiter länger als einen Flug getragen. .“
Donkrar hob die Hand. Sofort verstummten die drei Drachen, als hätten sie eine unsichtbare Leine gespürt.
Gpar, der Vampirdrache des Königs der Vampire, der die ganze Zeit schweigend am Rand der Wiese gewartet hatte, hob nur leicht den Kopf. Seine roten Augen leuchteten auf – eine stille Warnung an die jüngeren Artgenossen.
„Ich brauche keine zahmen Reittiere“, sagte Donkrar mit harter, kalter Stimme. „Ich brauche Waffen. Lebende Waffen zur Verteidigun meines Volkes.Vampire der Dragosa überleben nicht durch Diplomatie oder Friedensreden. Wenn die Schattenwesen aus dem Abgrund steigen – und sie werden steigen –, dann brauche ich Drachen, die Feuer spucken, während ich selbst Blut trinke.“
Er wandte sich an Zerah. „Preis Ich nehme an, Königin Fagora weis nichts davon.“
Zerah zögerte nur einen Herzschlag. „Die Königin Fagora weiß nichts von ihrer Existenz. Sie stehen nicht in den Registern der königlichen Würde. Wenn sie verschwinden… wird niemand Fragen stellen. Aber der Preis ist hoch. Drei vollwertige Kampfdrachen der Viskur-Linie – das sind Schätze, die man nicht mit Gold aufwiegt.“
Donkrar lächelte dünn, die Eckzähne blitzten im Feuerschein. „Gold ist das Letzte, worum ich mir Gedanken mache. Sagt euren Preis in Blut, in Magie oder in Gefallen. Aber sagt ihn schnell.“
Rakar Vhul trat vor, die Stimme leise, fast verschwörerisch. „Ein Tropfen Eures königlichen Blutes für jeden. Ein Tropfen, der sie bindet – nicht wie ein Magier, sondern wie ein Kriegsherr. Sie werden Euch folgen, solange Ihr lebt… und vielleicht noch darüber hinaus. Sie brauchen eurer Blut zur Verteidigung und auch zur Freundschaft. “
Donkrar betrachtete die drei Drachen lange. Kharvox senkte den Kopf tiefer, als wollte er den Hals darbieten. Zyrath faltete die Flügel enger an den Körper – ein Zeichen von widerwilligem Respekt. Vexar spie eine letzte, kleine Flamme, doch diesmal nicht zornig, sondern fast wie eine Begrüßung.
„Einverstanden“, sagte Donkrar schließlich. Er zog den schweren Handschuh von der rechten Hand. Die Haut darunter war bleich wie Mondlicht, durchzogen von feinen, dunklen Adern. Mit einem schnellen, präzisen Schnitt seines eigenen Dolches öffnete er die Haut an der Handfläche. Drei dicke, schwarze Blutstropfen quollen hervor.
„Sie gehören jetzt mir“, sagte er ruhig zu Zerah und Rakar. „Bringt sie in den unteren Hangar von Burg Dragosa. Lasst niemanden wissen, dass sie existieren – noch nicht.“
Zerah verneigte sich tief. „Wie Ihr befehlt, mein König.“
Donkrar schwang sich wieder auf Gpars Rücken. Der Vampirdrache breitete die gewaltigen, ledernen Schwingen aus, die im Feuerschein wie poliertes Nachtblut glänzten. Mit drei mächtigen Schlägen erhob er sich in die Luft. Unter ihnen wurden die drei neuen Kampfdrachen bereits unruhig – sie spürten ihren neuen Herrn, spürten die alte, dunkle Magie des Vampirkönigs in ihren Adern pulsieren.
Während Gpar höher stieg und die Lichter der Drachenwiese unter ihnen kleiner wurden, blickte Donkrar ein letztes Mal zurück.
„Die Zeiten werden dunkler“, murmelte er in den Wind. „Aber jetzt haben wir Feuer… und Zähne. Alina hat zwei Gesichter und das Schicksal des Planeten steht auf dem Spiel. Wir müssen es stoppen.“
Gpar antwortete mit einem tiefen, vibrierenden Ruf – Zustimmung.
Und so flog der Vampirkönig heimwärts, mit dem Versprechen von Blut und Feuer im Gepäck, während hinter ihm drei smaragdgrüne Schatten die Nacht durchbrachen und ihrem neuen Herrn folgten.
König Donkrar Dracosa flog mit seinem Vampirdrachen Gpar von Land Drakar nach Sakar. Der Wind peitschte durch seinen schwarzen Umhang und trug den metallischen Geruch von Gpars Schuppen mit sich, während die mächtigen, ledernen Flügel des Drachen die Wolken teilten wie ein Messer durch Seide. Gpar, ein uraltes Wesen mit nachtschwarzem Panzer, durchzogen von feinen silbernen Adern, die im Mondlicht wie flüssiges Quecksilber glänzten, glitt lautlos über die endlosen Ebenen und dichten Wälder hinweg. Seine roten Augen leuchteten wie zwei ferne, blutige Sterne. Donkrar wollte mit eigenen Augen sehen, wie auf der berühmten Drachenwiese die jungen Drachen ausgebildet wurden – jene Geschöpfe, die seit Jahrhunderten die Magie der Welt bewahrten und sie an würdige Magier weitergaben.
Ende

