Professor Archibald Medes kannte das Problem. In seinem Labor experimentierte er mit etlichen Dingen aus der Chemie und Physik. Er hatte sogar Computer , eine Mondkugel und Weltraumanzüge gebaut. Als Wissenschaftler war er über die Erde hinaus bekannt.  Die Computer hatte er von einem Planeten fern ab unseres Sonnensystems.  Das war sein Geheimnis.

Damals war Robi, das Robotermädchen  noch eine Puppe für den Spieljungen Max Xamibor. Seine Mutter hatte die Puppe noch auf dem Planeten ROBIMAX gekauft.  Dann kam der grüne Nebel aus dem Weltall und legte sich über den Planeten, um die Träume des Kinder zu zerstören, da er sie selbst zum Leben brauchte.

Insel Xamibor

Die Insel Xamibor war einige Kilometer lang. Sie lag mitten im Meer und nur die Leser der Geschichten konnten sie betreten.  Es gab bislang nur Max, Robi, Bima die blaue Katze, Rob, Professor Medes und die Mutter von Max. Bima war seinerzeit auf dem Planeten Robimax in einem Farbtopf gefallen.


Das sollte sich schnell ändern. Max und Robi, die zum grünen Stern ROBIMAX mit Hilfe der Mondkugel aufbrachen, hatten damals über Funk gemeldet, dass noch mehr Kinder einen neuen Planeten suchen würden. Diese Kinder kamen von einem fernen Planeten, der durch den grünen Nebel vernichtet wurde. Das heißt nicht völlig vernichtet. Nur die Oberfläche, also Städte, Flora, Fauna existierten nicht. Die Bewohner gingen durch eine schwapplige Masse aus einem dichten Nebel, der in der Ewigkeit enden würde.


Profossor Medes trug immer einen guten Anzug und einen Kittel darüber. So arbeitete er in seinem Labor. Er dachte scharf nach. Dabei saß er an seinem Laptop , der auf dem Tisch stand. Er hatte das Teleskop in der Sternwarte von Xamibor durch ein Programm mit dem Laptop verbunden. So konnte er sich in aller Ruhe in den Himmel schauen. Einfach an seinem Küchentisch  und einer Tasse Kräutertee dabei.


Professor Medes legte sich schlafen, denn es war bereits Mitternacht geworden.

Als der Professor Medes morgens aufwachte, bereitete er sich erst einmal Frühstück in seiner kleinen Küche. Es gab Brötchen mit Marmelade, sowie Kaffee.


Aber er war sehr einsam. Seine Frau war gestorben und er selbst wollte vom Rest der Welt nichts wissen. Er wollte nur seinen Lebensabend im Labor arbeiten und dem sogenannten Xamiborteam zur Seite stehen, wenn es Abenteuer bestehen sollte. Das Team bestand aus Robi dem Robotermädchen, Max  und Bima die Katze.

Robi und Max

Robi Xamibor war ein Robotermädchen. Um genau zu sagen, war sie seinerzeit eine Puppe, die Max gehörte. Doch der grüne Nebel, der sich eines nachts um sie legte, machte sie zum Roboter. Sie konnte fortan alles speichern, was sie sah und hörte. Ihr Wissen war unheimlich. Rechenarten konnte sie schnell enträtseln. Sie hatte ein Wissen, das schon gigantisch war. Man brauchte sie nur zu fragen und schon gab sie eine gute Antwort.


Sie hatte eigenartige Gefühle, die eigentlich nur ein Mensch haben konnte. Emotionen, die sie nicht steuern konnte. Lachen, weinen, schreien, Wut bekommen und sich streiten. Fast so, als hätte sie einen Emotionschip.


Max und Robi kamen an diesem schönen Tag im Labor vorbei. Robi benahm sich schon wie ein Mensch. Dabei war sie ein Roboter, der aus dem grünen Nebel kam. Alles  war sehr rätselhaft.

Max, der kleine Spieljunge mit der bunten Latzhose, trug jetzt plötzlich einen silbernen Overall. Robi trug ebenfalls einen Overall, geeignet für den Weltraum. Irgendwie wussten sie, dass sie eine weite Reise antreten würden. Zu den Sternen?

Planet Robimax mit dem grünen Nebel. Hinter dem Asteoridengürtel

Sie nahmen gemeinsam in der Küche ein kleines Mittagsmahl mit Erbsensuppe ein und gingen dann zu den Instrumenten im Labor.

Dann gingen sie an diesen Instrumenten vorbei und setzten sich an einem Tisch. Hier stand der Laptop des Professors.


„Da kam ein grüner Nebel direkt durch mein Schlafzimmerfenster. Anschließend legte er sich auf meine Puppe, die noch auf dem Teppich war. Die Puppe war Robi“, meinte Max und begann das Gespräch.


Professor Medes stutzte etwas und blickte Max kopfschüttelnd an.

„Ja“, erwiderte Max „Ein Stern löste sich am Himmel, mein Fenster öffnete sich und ein grüner Nebel umgab Robi.“


"Dann wurde ich plötzlich lebendig, konnte denken und handeln“, ergänzte Robi, die neben Max Xamibor am Tisch saß.


Das war das eigentliche Stichwort. Können Roboter so denken und handeln wie Menschen? Können sie lebendig sein?

Die Speicherkapazität von Robi war ungeheuer. Sie konnte soviel in ihrer  Brust befindlichen Speicherplatte speichern wie ein Computer. Das war ja das Unheimliche. Woher das kam, wusste keiner auf Xamibor.

Aber was dann Robi den Professor fragte, verschlug ihnen die Sprache.

„Warum lebe ich? Wie lebe ich?“.

Das waren die typischen Fragen für einen Roboter, der ein Bewusstsein hatte. Immer noch verschlug des dem Professor die Sprache. Er musste sich erst einmal am Kinn fassen.

„Erzähle doch mal von diesem Nebel und was du dachtest, als er zu dir kam“, wollte er wissen.

Robi schien zu atmen. Tief und fest. Ihre Schultern bäumten und senkten sich.


„Ich wurde plötzlich wach, konnte denken. Das hatte ich noch nie erlebt. Der Nebel verzog sich dann wieder zum Fenster hinaus. Versteht ihr beiden das? Ich konnte denken, fühlen, sprechen. Das als einfache Puppe, die ich wohl vorher gewesen war. Nicht das programmierte, künstliche Bewusstsein eines einfachen Roboters.“


Und schon rechnete sie vor. Es waren siebenstellige Zahlen mit plus, mit minus und mit mal nehmen. Das in Windeseile.

Max, der grade einen Tee trank, ergänzte.

„Am Morgen , wo der Nebel kam, freute ich mich über diese Situation. Endlich eine Spielkameradin zu haben war mein Traum. Meine Mutter hatte ja die blaue Katze Bima vom Planeten ROBIMAX geholt. Bima und Robi waren auch sofort mit mir verbunden.“

Professor Medes schüttelte mit seinem Kopf und setzte sich erst einmal auf einen anderen Stuhl. Er saß wieder einmal vor dem Computer und einem riesigen Bildschirm.

„Computer können nicht denken. Sie gehorchen den Menschen und den Programmen, was man ihnen eingibt. Du, liebe Robi, handelst und denkst wie ein Mensch.“


Diese nickte zustimmend.


Wieder blickte der Professor auf dem Computer. Da waren etliche Sterne zu sehen, ganze Sternensysteme, die Planeten des Sonnensystems, Sonnen. Aber auch ein grüner Stern, der so schön in der Nacht glänzte.


Irgendwo da draußen musste die Antwort sein. Der Nebel kam ja auch aus dem Weltraum.


„Ich habe eine Mondkugel namens Star Medes 1. Ihr landet noch einmal auf dem grünen Stern. Dort müsste unter Umständen die Antwort sein. Und dort warten sicherlich schon die Kinder auf euch, weil sie zur Insel Xamibor reisen möchten. Nimmt sie dann mit. Das hatte ja auch der Kristall, den ihr dort saht, gesagt.“

Mondkugel auf Xamibor mit Prof.Medes 

Robi und Max nickten zustimmend. Sie kannten schon das Weltall in der Nähe der Erde. Mit all den Planeten Merkur. Venus. Erde, Mars. Jupiter. Saturn, Uranus, Neptun.

Aber warum der grüne Planet ROBIMAX grade zwischen Mars und Jupiter war, das konnte kein Mensch sagen. Selbst nicht die Astronomen, die sich damit beschäftigten. Erst vor zehn Jahren hatte man ihn dort entdeckt. Er kam aus dem Nichts, als dort ein Nebel in der Form eines Drachen zu sehen war. Seinerzeit hatte ein Sternenmädchen namens Tanja Sternenlicht ein Amulett von Form eines Drachens . Dieses  Amulett hatte sie in einem Wald auf dem Planeten Sternenkind gefunden. Das Sternenmädchen war damit die Hoffnung gegen den Kampf um den grünen Nebel. Aber sie hatte auch Kontakt mit Max dem Spieljungen über einem Chat, der 13 Lichtjahre weit ging.

 Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht mit 300000 km/sec. in einem Jahr zurücklegt.

Professor Archibald Medes neu entworfen

Und dieses starke Mädchen trug ein Amulett am Hals in der Form eines Drachens. Sie nannte es Drachenliebe.  Aber das war noch ein Geheimnis.


Dann erklärte der Professor mit tiefer Stimme.

„Ich hörte von grünen Nebeln und einem dunklen Magier. Sie sind irgendwo im All und beobachten uns. Sie sind anders wie wir, weil sie im Dunkeln leben.“

Er blickte Max lange an und zeigte dann wieder zu den Sternen auf dem Bildschirm.

„Ich kann es euch nicht genau sagen. Es ist eine Vermutung von mir. Aber woher sollte der grüne Nebel sonst stammen? Die Nebel und die dunkle Magie  lieben das dunkle Universum. Ihr müsst alles  finden, damit Robi eine Antwort erhält.“


Irgendwie benahm sich Professor Medes geheimnisvoll. Man mutmaßte , dass es Robi als Puppe mit der Technik gebaute hatte, die erst jetzt zur Geltung kam.

Oder wie war es mit den Gefühlen der Roboter?


Gesagt getan. Max, Robi und auch Bima die Katze, mussten nun langsam daran denken, in die Mondkugel zu steigen.

Was erwartete sie dort draußen?


Tanja Sternenlicht