oder: Warum wir das nicht verhindern sollten und dennoch nicht alles verloren ist.

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Jede Generation hat ihren Namen. Ich gehöre der Generation X an, meine jugendlichen Kinder der Generation Z. Bisher…

Eine Generation erhält ihre Einordnung aus einer in der Altersgruppe gemeinsamen historischen oder gesellschaftlichen Prägung, einer gemeinsamen Erfahrung. Die „stille Generation“ vereinten die Kriegsjahre, gesellschaftliche und politische Verhältnisse, die man besser „still“ ertrug und später ebenso „still“ blieb und nicht darüber sprach. Die Generation Z, die Zoomer, wie sie bis Anfang 2020 genannt wurde, eint der unbegrenzte und nahezu an jedem Ort ihres Lebens verfügbare Zugang zu digitalen Angeboten. Sie sind „digital natives“, deren Leben von Jugend an von digitalen Möglichkeiten beeinflusst und gestaltet ist. Soweit, so vor-pandemisch...

Im März 2020 schlossen sich für diese Generation von einem auf den anderen Tag die Türen ihrer Schulen und Betreuungseinrichtungen. „Keine Schule“ - was meine Generation lediglich als „schneefrei“ oder „hitzefrei“ kannte und für uns zu Jubel über einige geschenkte Tage führte, ließ die Generation Z erstarren, zusammen mit einem ganzen Land, dessen Motor herunterfuhr, stotterte, zum Stillstand kam. Für die Kinder und Jugendlichen schloss sich aber mehr als ihre Schule. Spielplätze, Sportvereine, Museen, Schwimmbäder, Musikschulen, der Kinderchor, die Pfadfindergruppe, die Lieblingspizzeria… alles kam zum Erliegen mit dem, was wir als Lockdown erlebten. Seitdem lebt die Generation Z in der Pandemie mit wechselnden Möglichkeiten, einem ruhigen Sommer, verändertem Urlaub, mit Maskenpflicht an der Schule, mit Online- oder Wechselunterricht, mit Quarantänen und Teststäbchen, mit erneut geschlossenen Einrichtungen, mit abgesagtem Karneval und höchstens digitaler Geburtstagsparty, mit steigenden Infektionszahlen an ihren Schulen, mit erkrankten Freunden, Eltern, Lehrern, Großeltern – zunehmend mit Todesfällen in der Familie. Die 60.000 Toten in Deutschland, die ohne die Pandemie SO nicht gestorben wären, haben Familien, haben Kinder, Enkel, Neffen, Nichten, Urenkel… der Generation Z zugehörig.

Seit einem Jahr ist das Leben der Generation Z davon geprägt. Es ist eine neue Normalität entstanden, die ein anderes Alltagsleben erfordert, kein Leben mit langfristiger Planung, mit Buchung und monatelang vorbestelltem Ticketverkauf. Die momentane Normalität ist eine „auf Sicht“, so wie es die Politik vormacht, solange es keine langfristigen Strategien gibt, die einen schiffbaren Weg durch die Pandemie aufzeigen. Verschiedene langfristige Strategien werden hochemotional und kontrovers diskutiert, allein, bislang kann sich kein Politiker zu einer Strategie entschließen, die weiter als 14 Tage reicht. Wissenschaftler haben Wege aufgezeigt, das Pandemiegeschehen so stark herunterzufahren, dass danach ein weitgehend normal planbares, fast vor-pandemisches Leben möglich sein könnte. Auch das stünde unter einem gewissen Vorbehalt – der aber bekannt und kalkulierbar wäre. Aber eine solche Strategie ist (noch?) nicht beschlossene Sache. So bleibt für die Kinder und mehr noch für die Jugendlichen eine von-Tag-zu-Tag-Situation, auf die sie sich einstellen müssen. Die Jugendlichen wissen nicht, ob im April ihr Sportverein wieder ein eingeschränktes Training draußen abhalten kann, sie wissen nicht, wann sie wieder zum Präsenzunterricht gehen oder zu Hause lernen werden, wann das Kino öffnet und die Lieblingsband wieder auftreten kann. Sie wissen nicht, wann sie ein Stück ihres vor-pandemischen Lebens zurückbekommen, wann sie, ihre Eltern und Geschwister geimpft werden können, ob die Impfungen auch gegen zukünftige Virus-Mutationen schützen.

Langfristige Pläne, Auslandsaufenthalte, Berufs-und Studienwahl unterliegen erschwerten Bedingungen, manches ist gar nicht möglich oder muss verschoben und verändert werden. Soweit, so pandemisch…

Was bedeutet das nun für die Frage, wie wir die Generation Z beschreiben und ob ihr Name „Zoomer“ noch dem angemessen ist, was sie seit einem Jahr als gemeinsame Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt verbindet - mehr als jede andere Generationserfahrung seit der „stillen Generation“ und was ihnen als Lebenswelt noch länger erhalten bleiben wird – langsam abschwächend, wieder aufflackernd, verändernd?

Aber die Pandemie hat für die Generation Z noch mehr Bedeutung: die Gesellschaft, die Medien, die öffentliche Meinung und in Teilen auch die Politiker – sie haben sie zum Sündenbock gemacht, zum Auslöser von „Coronapartys“, von „Superspreaderevents“, sie haben ihr angelastet, für nicht sinken wollende Infektionszahlen verantwortlich zu sein. Ihr Bedürfnis nach Leben und Freunden, nach Ausgehen und Feiern, nach sozialer Auseinandersetzung und Reifung, das nur allzu verständlich ist und das jeder Generation in diesem Alter zu eigen ist, wird ihnen angelastet. Sind die Schulen nicht im Präsenzunterricht, wird ihnen unterstellt, sich unkontrolliert zu treffen, sind Kinos und Clubs nicht geöffnet, unterstellt man private Partys im Keller. Damit hat die Gesellschaft einen Sündenbock gefunden, der sich kaum wehren kann, der den Beweis des Gegenteils nicht antreten kann. Auf der anderen Seite sollten sie von den Sommerferien bis Mitte Dezember mal mit, mal ohne MNS in den vollen Präsenzunterricht gehen und hörten, dass dort keine Infektionsgefahr bestünde und ihre Schulen „sicher“ seien. Es entstand das Bild: in der Schule tragen sie nicht zum Infektionsgeschehen bei, in der Freizeit schon.

Nicht im Ansatz wurde dieser Generation bislang zugetraut, ein reflektiertes eigenes Bild der Pandemie zu entwickeln, zu zeigen, dass sie mehr können als vormittags unter Lehrerkontrolle und nachmittags außer Rand und Band zu sein. Hat man aus der Fridays-for-future-Bewegung nicht erkannt, dass Kinder und Jugendliche sich um globale Probleme, um Menschlichkeit und Schutz unserer Schöpfung zuweilen verantwortungsvollere Gedanken machen als so mancher Entscheidungsträger an machtvoller Stelle? Wie viel weniger traut man ihnen zu in einer Pandemie, die sie, ihre Familien und ihren Schulalltag noch unmittelbarer und alltagskonkreter (be-)trifft als der Klimawandel?

Einen lehrreichen und für manchen der in der öffentlichen Diskussion laut über die Jugendlichen Spekulierenden in einigen Punkten vielleicht überraschenden Einblick gibt der Vortrag des Erziehungswissenschaftlers Prof. Sascha Neumann der Universität Tübingen, der zeigt, dass die Generation Z einen deutlich kompetenteren Umgang mit der Pandemie hat, als Erwachsene ihr zutrauen und bei Weitem nicht alles, was in der politischen Diskussion über diese Generation angenommen und zur Grundlage von Entscheidungen gemacht wird, auch dem Selbstbild der Generation entspricht.

Wie wollen wir die Generation nennen, deren „Z“ in ein „C“ verwandelt wurde und wie werden ihre gesellschaftlichen Lebensbedingungen beschrieben?

Bislang ist der Begriff „Generation Corona“ kontrovers besetzt – je nach Blickwinkel. Beschreibe ich Nachteile, Verluste, berechne ich Einbußen im Lebenseinkommen bis hin zu verkürzter Lebenszeit, wird der Begriff „Generation Corona“ zum Verliererbegriff. Dann ist es auch folgerichtig, eine „Generation Corona“ verhindern zu müssen, wie Christiane Brenner von der IG Metall Anfang Februar fordert und wir sind schnell dort, wo weitere Stimmen aus der Wirtschaft darauf aufmerksam machen, dass uns eine „verlorene Generation“ droht. Der Begriff stammt aus der Zeit der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, als einer durch die politischen Verhältnisse und die Erlebnisse des 1. Weltkriegs traumatisierten Generation Desillusionierung und Versagen bescheinigt wurde. Sollte also die Generation Z/C zu einer desillusionierten Generation werden, einer versagenden Generation? Das würde ihr und auch dieser Zeit bei Weitem nicht gerecht.

Die Pandemie und ihre Folgen haben Auswirkungen auf Psyche, Sozialleben und Bildung. Ein Anteil junger Menschen bekommt diese Auswirkungen deutlicher zu spüren, diejenigen, die auch vor-pandemisch schon zu den „Benachteiligten“ gehörten, die nicht durchgängig und selbstverständlich  Zugang zu allen Angeboten und Möglichkeiten hatten, die materiell, digital, sozial im Nachteil waren. Diese Kinder treffen aufgrund ihrer Lebenssituation nicht nur die durch die Pandemie ausgelösten Maßnahmen stark, sie sind zusätzlich auch in erhöhtem Maße infektionsgefährdet. Ihre familiäre Situation hält nicht unbedingt Kompensationsmöglichkeiten bereit, Raum und Ruhe für Distanzlernen oder familiäre Freizeitmöglichkeiten jenseits außerhäusiger Vereins- oder Schulangebote. Manche sind von Gewalt bedroht, von Vernachlässigung und Unsicherheit. Sie sich selbst zu überlassen, da der Zugang zu ihnen schwieriger ist, könnte zu einem der größten Versäumnisse der Pandemie werden.

Doch auch hier zeigen sich teilweise (nicht überall) erstaunliche Entwicklungen – Schüler, die im Präsenzunterricht den Dynamiken der Peergroup erliegen, die von Mobbing und Ausgrenzung bedroht sind oder in einer viel zu großen Klassensituation schlechter lernen können, entwickeln im direkten Kontakt mit ihren Lehrer:innen plötzlich Arbeitshaltungen, die man nicht erwartet hätte und die ihnen eine wichtige Selbstwerterfahrung und Erleichterung im Lernen ermöglicht.

Wenden wir den Blick – auch eine Gesellschaft in der Pandemie hat mehr Facetten als Einschränkungen, Verbote, Beschränkungen, Schwierigkeiten und Absagen. Diese Situation ist „eine Denkpause“, so die Soziologin Heike Solga. Sie verlangsamt unsere Entscheidungen, setzt sie auf unbestimmte Zeit aus. Sie lässt uns darüber nachdenken und erfahren, wie ein Leben auf der langsamen, anstatt auf der Überholspur sich anfühlt. Für die Generation Z/C wird das besonders spürbar. Berufs- und Studienwahl, Schullaufbahn und Auslandsaufenthalte stehen in der Warteschleife oder müssen umgedacht werden. So manches Kind findet sich im Sport nach der Pandemie mit einem Mal in einer neuen Altersklasse wieder ohne die Erfahrungen der vorherigen gemacht zu haben. Prof. Michael Corsten spricht von einem „Wartegleis“, Planungen können nur unter Vorbehalt gemacht werden, nichts ist wirklich sicher. Die „Denkpause“ bietet aber auch Möglichkeiten, Zeit zum Nachdenken, ob der geplante Weg wirklich der richtige ist und ob sich nicht ein anderes, ein besseres Gefühl für einen anderen Weg einstellt. Die pandemischen Einschränkungen können Herausforderungen sein, einen Plan B zu entwickeln, wenn Plan A nicht realisierbar ist. Nicht immer muss das abgesagte Auslandshalbjahr auch zu einem Schaden verursachenden Erfahrungsverlust und Distanzunterricht zu einem Bildungsnachteil führen. Nicht alles, was wir jetzt nicht können/dürfen, bedeutet auch Beschädigung und Nachteil. Im Gegenteil, eine Bremse kann für eine Gesellschaft des höher-weiter-schneller-Wachstums mit zunehmenden Überlastungs- und burn-out-Erkrankungen auch regulierende und heilsame Wirkung haben. Die Aussagen der Kinder und Jugendlichen zeigen den Wert dieser „entschleunigten“ Zeit: sie bewerten als eine der wichtigsten positiven Erfahrungen, mehr Zeit mit der Familie, mehr Ruhe für gemeinsame neue Dinge zu haben, weniger Stress.

Wer ist besser geeignet für flexible Pläne, für Anpassung und Neuorientierung, wenn nicht die Generation derer, die im Entwicklungs- und Wachstumsalter sind und diese offenen Möglichkeiten vielleicht sogar als positive Erweiterung empfinden können. Ein Jahr hatte die Öffentlichkeit Zeit, sich die Meinung dieser Generation einzuholen, sich ihre Pläne und Entscheidungen, ihre Wege und Lösungen anzuschauen. Die Berichte sind erstaunlich. Nicht nur der Vortrag aus Tübingen zeigt das. In einer Reportage der Deutschen Welle wurden drei Jugendliche längere Zeit begleitet. Ihre vor-pandemischen Pläne zerschlugen sich und der Weg führte in andere Richtungen, zu anderen beruflichen Orientierungen, zu anderen Entscheidungen und Erfahrungen: „Trotz der Rückschläge blicken die drei jungen Menschen, mit denen die DW gesprochen hat, versöhnlich auf 2020 zurück. Auf die Frage, ob es ein verlorenes Jahr war, sagen sie unisono: ‚Auf keinen Fall.‘ “

Also kein verlorenes Jahr. Keine „verlorene Generation“. Aber deswegen auch gleich keine „Generation Corona“?

Die Generation Z/C – jüngere wie ältere – wurden aus ihrem vor-pandemischen Leben hinaus geschubst, ohne zu sehen, wie ein pandemisches Leben aussehen kann – von einem nach-pandemischen ganz zu schweigen. Sie standen und stehen vor Herausforderungen, deren Bild unklar ist, für die es (noch) keine Erfahrungswerte gibt, keine Handlungsoptionen, keine Ratgeber oder Vorbereitungsworkshops. Sie sind in einer Weise gefordert, die ihr vor-pandemisches Leben so nie von ihnen abverlangt hätte– sozial, schulisch, emotional, beruflich. Jede Herausforderung kann Kräfte wecken, Denkrichtungen ändern, Kompetenzen fördern, Horizonte öffnen und Erfahrungen ermöglichen. Der Blick in die Generation Z/C zeigt, dass sie dieser Herausforderung gewachsen ist, dass sie mit der Unschlüssigkeit der Politiker größere Schwierigkeiten hat als mit verordneten Kontaktbeschränkungen oder einer Maskenpflicht. Junge Menschen sind klug, sie sind weitsichtig und einsichtsvoll. Sie sind der Zukunft gegenüber neugierig und tatendurstig. Sie verstehen, dass niemand sich diese Situation ausgesucht hat. Sie haben Angehörige, um deren Schutz sie sich sorgen. Sie verzichten auf Vieles, was ihre Jugend ausmacht – vor allem verzichten sie auf ihre Unbefangenheit. Sie fühlen sich gesellschaftlich verantwortlich und verstehen den Sinn von solidarischen Maßnahmen, die alle und nicht nur sie selbst schützen. Sie machen Erfahrungen, von denen sie profitieren können – digitale Kompetenz, Resilienz, Geduld, gesellschaftlich solidarische Perspektiven, Bescheidenheit und Flexibilität. Das alles sind Werte, die in der Gesellschaft auch ohne Pandemie wünschenswert und förderlich sind, nicht nur den jungen Menschen selbst, sondern auch einem gedeihlichen Zusammenleben. Sie erleben den Wert von zu-Hause-Sein und terminfreier Familien-Zeit – Erfahrungen, die ihnen für ihr späteres eigenes Familienleben wertvolle Perspektiven geben können.

Wenn die Generation Z es schafft, in der Pandemie nicht nur den Verlust und Verzicht zu sehen, sondern auch den sich öffnenden Raum, so ist es unsere Pflicht als Erwachsene, ihnen diese Sichtweise nicht auszureden, sondern sie darin zu unterstützen und zu begleiten.

Nichts beschädigt eine Generation mehr, als wenn wir ihnen einreden, verloren zu sein, verloren zu haben. Wir haben nicht die Aufgabe, eine „Generation Corona“ zu verhindern. Wir haben die Aufgabe, dieser Generation ihren Weg durch die Pandemie zu ermöglichen, so dass sie das, was sich als Richtungsänderung eröffnet, mutig annehmen. Wir haben die Aufgabe, die Wandlung der Generation Z zu einer Generation Corona als zeitgeschichtliches Faktum anzuerkennen. Alles was diese Generation jetzt erlebt, macht sie zu einer Generation Corona. Ihnen das auszureden, versucht, ihre Situation immer nur im Verhältnis und als Mangel gegenüber der vor-pandemischen Situation zu sehen. Es verwehrt ihr die Erfahrung, als Corona-Generation diese Pandemie zu bewältigen und Erfahrungen zu machen, die sie für eine nach-pandemische Zukunft nutzen können. Ihre Zukunft wird nicht die sein, die sie vor der Pandemie erwarteten, es wird eine Zukunft sein, die auf den Erfahrungen der Pandemie aufbaut – so schmerzlich das auch erscheinen mag, so wird es doch ihre Zukunft sein. Die wird nicht schlechter sein, sondern anders.

Eine Generation Corona zu verhindern bedeutet, ihnen die Pandemieerfahrung zu versagen, sie einem pandemiefernen Trugbild auszuliefern. Dieses Unterfangen kann nur scheitern, denn die Pandemie ist eingetreten und betrifft die junge Generation in besonderem Maße. Eine Generation Corona ermöglichen kann als Leitschnur dienen, sie mit all dem auszustatten, was sie braucht, um mit entwicklungsfördernden Erfahrungen und anderen (neuen) Richtungen und Ideen daraus hervorzugehen.

Wenn per definitionem eine Generation aus der ihr eigenen gemeinsamen Erfahrung ihren Namen erhält, dann wüsste ich nicht, wie die Generation, die jetzt im Aufbruch in ihr selbstverantwortetes Leben steht, heißen sollte, wenn nicht Generation Corona. Dies sollten wir ihnen nicht verweigern.

In 30 Jahren werden wir erleben, wie die Generation Corona über diese Zeit sprechen wird, welche Kritik sie übt, welchen Erkenntnis- und Erfahrungszuwachs sie sieht. Wir werden uns sagen lassen müssen, ob wir ihnen Mut und Hoffnung vermittelt oder sie allein gelassen haben, ob wir mit ihnen oder nur über sie geredet haben, ob wir ihr Verantwortungsbewusstsein ernst genommen oder aufgrund eigener Interessen ignoriert haben, ob wir sie als ganzheitlichen Menschen wahrgenommen oder ihr Leben lediglich als wirtschaftliche Größe bewertet haben.

„Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt.“ sagt Christa Wolf in ihrem Roman „Kein Ort. Nirgends“. Das gilt auch für unsere Kinder, die Generation Corona. Geben wir die Hoffnung für sie auf, werden sie das sein, was wir zu verhindern meinen: eine (weitere) verlorene Generation. Die Verantwortung dafür haben wir – die Erwachsenen, die heute Politik und Gesellschaft gestalten.

Quellen:

https://www.dw.com/de/generation-corona-karriereknick-oder-chance/a-55807131

https://youtu.be/1gz7PGVsy7o

https://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/Ausbildung-Arbeitsmarkt-Krankheiten-Gesundheit-Corona-Covid-19-Azubi-Deutschland-Ausbildung-in-der-Krise-Droht-eine-Generation-Corona;art154664,4740138

https://www.tagesspiegel.de/politik/berufseinstieg-in-der-coronakrise-noch-koennen-wir-eine-verlorene-generation-corona-verhindern/26721302.html

https://www.horizont.net/planung-analyse/nachrichten/generation-z-warum-die-jugend-als-corona-suendenbock-herhalten-muss-187581