“The more that you read, the more things you will know. The more that you learn, the more places you’ll go.”
― Dr. Seuss
Foto von Ben White / Unsplash

Teil 1:

Weil 1:

Niedrig dosiertes ASS hemmt ein bestimmtes Enzym der Thrombozyten (Blutplättchen) irreversibel und sorgt dafür, dass sich die Thrombozyten nicht zusammenschließen können. Die Wahrscheinlichkeit eines Herz- oder Hirninfarktes wird reduziert.

Ibuprofen hemmt das gleiche Enzym an anderer Stelle reversibel und verhindert, dass das ASS an dem Enzym andocken kann. Folglich kann das ASS nicht wirken.

Aus diesem Grund sollte Ibuprofen erst zwei Stunden nach der Einnahme von ASS eingenommen werden, wenn das ASS bereits gebunden hat.

Wird Ibuprofen mehrmals am Tag genommen, ist der Zugang zu dem Enzym dauerhaft versperrt und das ASS kann überhaupt nicht wirken.

Maximal eine Tablette Ibuprofen pro Tag und mindestens zwei Stunden Abstand zur ASS-Tablette.

Teil 2:

Weil 2:

ACE-Hemmer hemmen das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) und dadurch wird weniger  Angiotensin II gebildet.

Angiotensin II führt zu einer Vasokonstriktion — einer Gefäßverengung.

Weniger Angiotensin II führt also dazu, dass die Gefäße weniger verengt sind. Das Blut übt einen höheren Druck auf verengte Gefäße aus, als auf nicht verengte. Der Blutdruck sinkt.

Durch ACE wird ebenfalls das Bradykinin abgebaut. Wird ACE gehemmt, ist also mehr Bradykinin im Blut vorhanden, welches nicht nur herzschützende Eigenschaften hat, sondern auch zu einem störenden Hustenreiz führen kann. Deshalb können ACE-Hemmer einen Reizhusten auslösen.

Als Alternative kommen die Sartane in Frage.

Teil 3:

Weil 3:

Oft wird den Patienten gesagt, sie sollen nur eine halbe Tablette einnehmen. Falls das der Fall ist und die Dosierung nicht auf dem Rezept steht, ist es für den Patienten ratsam, das in der Apotheke mitzuteilen. Denn dann suchen wir auch tatsächlich teilbare Tabletten heraus. Oft fragen wir aber auch.

Hin und wieder bekommen die Patienten die Anweisung,  ihre Tabletten zu teilen. Aber es gibt keine einzige Firma, die teilbare Tabletten anbietet. Es sollte eine Alternative gefunden werden.

Viele denken, eine Kerbe in der Tablette bedeute, dass diese Tablette geteilt werden darf. Leider ist das nicht immer der Fall. Manche Kerben sind nämlich sogenannte Schmuckkerben und dementsprechend nicht teilbar — der Sinn erschließt sich mir nicht ganz. Aber es ist wie es ist.

Andere Tabletten sind zwar teilbar, enthalten aber nicht in beiden Hälften die gleiche Menge an Wirkstoff. Dennoch haben sie ihre Berechtigung, denn so kann die Tablette geteilt und leichter geschluckt werden. Vielen fällt es leichter, zwei Hälften nacheinander zu schlucken, als riesengroße Tabletten. Wichtig ist dann natürlich auch, dass nicht die eine Hälfte morgens und die andere Abends geschluckt wird.

Es gibt Tabletten mit einem Überzug, der sie vor der Magensäure schützt. Teilt man diese Tabletten kann das zum Wirkverlust führen, da die Magensäure den Arzneistoff zersetzt.

Manche Retardtabletten dürfen nicht geteilt werden, da der Wirkstoff sonst nicht mehr über den Tag versetzt gleichmäßig freigegeben wird — sondern die gesamte Dosis auf einmal. Das kann gefährlich werden.

Deshalb bitte immer in der Apotheke nachfragen, ob die Tabletten wirklich teilbar sind.

Teil 4:

Weil 4:

Ein Inhaltsstoff der Grapefruit namens Naringin hemmt CYP3A4-Enzyme, die für den Abbau mancher Arzneimittel verantwortlich sind. Das führt dazu, dass die Konzentrationen dieser Arzneimittel dann im Plasma erhöht sind → Verstärkung der Wirkung und auch der Nebenwirkungen.

Während diese Arzneimittel eingenommen werden, sollte komplett auf den Genuss von Grapefruit und Grapefruitprodukten verzichtet werden. Ein zeitlicher Abstand ist nicht ausreichend.

Beispiel Simvastatin (Cholesterolsenker): Wird Simvastatin eingenommen und Grapefruit konsumiert, kann das zu einer Rhabdomyolyse führen - ein Auflösen der quergestreiften Muskelfasern. Das freigesetzte Myoglobin aus dem Muskel kann über ein “Verstopfen” der Nierenkörperchen zu einem akuten Nierenversagen führen und damit schlimmstenfalls zum Tod.

Teil 5:

Weil 5:

Johanniskraut sorgt bei einigen Arzneimitteln für einen schnelleren Abbau des jeweiligen Arzneistoffes über bestimmte Leberenzyme. So kann zum Beispiel auch die Wirkung der Anti-Baby-Pille beeinträchtigt werden. Ob das zur Aufhebung des Empfängnisschutzes führt, ist nicht abschließend geklärt.

Daher empfiehlt es sich, bei der Verhütung mittels Anti-Baby-Pille auf die Einnahme von Johanniskraut zu verzichten.

Was die Einnahme von Antibiotika angeht, so betrifft das nur "Pillen", die Estradiol oder Ethinylestradiol enthalten — also alle Kombinationspräparate. Der Grund hierfür ist, dass diese Hormone einen entero-hepatischen Kreislauf unterliegen — nach der ersten Leberpassage werden sie in den Darm ausgeschieden, um dann erneut über die Darmschleimhaut resorbiert zu werden.

Dieser Kreislauf könnte durch Antibiotika — durch eine Darmflora schädigende Wirkung — unter Umständen unterbrochen werden.

Deshalb empfiehlt es sich hier, zur Empfängnisverhütung zusätzlich ein Kondom zu verwenden. Und zwar bis zum nächsten Zyklus und eine Woche darüber hinaus.

Man kann das insgesamt so zusammenfassen, dass die Wahrscheinlichkeit, trotz Pille schwanger zu werden, durch Johanniskraut oder durch die Einnahme eines Antibiotikums erhöht wird — Eine genaue Prozentangabe lässt sich allerdings nicht treffen.

Teile 6-9:

Das hat mir noch nie jemand gesagt — Teile 6–9 (Version 2.0): Homöopathie vs Naturheilkunde, Magentabletten, Blutdrucktabletten und L-Thyroxin
Das hat mir noch nie jemand gesagt — Teile 6–9 (Version 2.0): Homöopathie vs Naturheilkunde, Magentabletten, Blutdrucktabletten und L-Thyroxin

Teile 10-12:

Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 10-12 (Version 2.0): Dreimal täglich heißt alle acht Stunden, warum bekomme ich nicht mein Arzneimittel und auch Pflanzen sind Chemie.
Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 10-12 (Version 2.0): Dreimal täglich heißt alle acht Stunden, warum bekomme ich nicht mein Arzneimittel und auch Pflanzen sind Chemie.

Teile 13-15:

Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 13-15 (Version 2.0): Das Wichtigste zur Pille danach, Raucher und Vitamin A, Warum die Tropfen nicht aus der Flasche kommen.
Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 13-15 (Version 2.0): Das Wichtigste zur Pille danach, Raucher und Vitamin A, Warum die Tropfen nicht aus der Flasche kommen.

Teile 16-18:

Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 16–18 (Version 2.0): Desinfektionsmittel oder Händewaschen, Nasenspraysucht, ASS 100 - magensaftresistent
Desinfektionsmittel oder Händewaschen, Nasenspraysucht, ASS 100 - magensaftresistent

Teile 19-21:

Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 19–21 (Version 2.0): Anti-Baby-Pille und Durchfall, Sonnencreme richtig verwenden, Mallorca-Akne vermeiden
Was tun, wenn man die Anti-Baby-Pille nimmt und Durchfall bekommt. Wie wendet man Sonnencreme richtig an? Wie man Mallorca-Akne vermeiden kann.

Teile 22-24:

Das hat mir noch nie jemand gesagt - Teile 22–24 (Version 2.0): Eisenaufnahme und Vitamin C, Erkältung und Viren und Bach-Blüten wachsen nicht am Bach.
Über eine bessere Eisenaufnahme durch Vitamin C, keine Erkältung ohne Viren und wichtig: Bach-Blüten wachsen nicht am Bach.

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Ansonsten freue ich mich über jeden, der mein Buch kauft, das im April 2021 erscheinen wird und in das ich sehr viel Liebe reingesteckt habe. Das Buch ist voll mit Infos zu Arzneimittel und Produkten, die gerne Arzneimittel wären.

Ich denke, jeder kann daraus etwas lernen. Ich zumindest habe beim Schreiben einiges gelernt.

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Er wünscht sich, dass die Apotheken und die Medizin frei von Pseudomedzin sind und, dass während der Corona-Pandemie sich so wenig Menschen wie möglich infizieren. Deshalb wird er nicht müde, darauf hinzuweisen, dass Masken nicht nur getragen, sondern auch korrekt getragen werden sollten. #Maskenkor…

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