Mainz - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Kritik am Stopp der Astrazeneca-Impfungen verteidigt. Dies sei "kein guter Moment für Schuldzuweisungen", sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut habe dem Gesundheitsminister den Rat gegeben, die Impfungen auszusetzen und noch einmal prüfen zu lassen. "Der Gesundheitsminister hätte doch sehr gute Argumente gebraucht, um sich über diese Empfehlung einfach hinwegzusetzen", sagte Dreyer der NOZ. Impfen lebe von Vertrauen. Verdachtsfälle würden jetzt von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft, diese sei sehr streng. Danach habe man Klarheit.

Foto: Jens Spahn (über dts Nachrichtenagentur)