Berlin - Die Hausärzte fordern, im Fall der Aufhebung des Impfstopps das Mittel von Astrazeneca rasch in den Arztpraxen zu verimpfen. "Auch wenn sich zeigt, dass der Impfstoff für die meisten unbedenklich ist, wird es leider nicht gerade leicht werden, das Vertrauen wieder aufzubauen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben).

"Dies wird eines enormen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient bedürfen - auch das spricht für einen schnellen Impfstart in den Hausarztpraxen, denn im Impfzentrum wird das sicherlich nicht möglich sein", fügte er hinzu. Auch der Chef der Kassenärzte, Andreas Gassen, rief Bund und Länder dazu auf, schneller als bisher geplant mit dem Impfen in den Praxen zu beginnen. "Jeder Tag zählt. Wir haben keine Zeit zu verlieren", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) dem RND. Die Ministerpräsidenten müssten gemeinsam mit der Kanzlerin auf dem nächsten Impfgipfel die Weichen dafür stellen, dass das Impfen schnell in die Praxen überführt werden kann, forderte er. "Die niedergelassenen Hausärzte und Fachärzte stehen bereit, um flächendeckend zu impfen." Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich darauf geeinigt, erst Mitte April mit dem Impfen in den Praxen zu beginnen. Endgültige Beschlüsse sollen am Freitag bei einem Impfgipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gefasst werden.

Foto: Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (über dts Nachrichtenagentur)