Berlin - Mietwohnungen sind laut eines Berichts nirgendwo so umkämpft wie in Berlin. Im Schnitt erhielten Vermieter einer Bestandswohnung in der Bundeshauptstadt 137 Kontaktanfragen auf ein Inserat, schreibt der "Spiegel" unter Berufung auf eine Analyse der Onlineplattform Immobilienscout24 für das Jahr 2020.

Mit einigem Abstand folgen Köln (63 Anfragen) und Leverkusen (57 Anfragen) auf Platz zwei und drei. In den Metropolen Hamburg und München kamen 53 und 40 Interessenten auf eine Wohnung. Den erheblichen Abstand zwischen Berlin und den folgenden Großstädten führt Immoscout24 auf den Mietendeckel zurück. Er trat im Februar 2020 in Kraft und hat die Konkurrenzsituation in der Bundeshauptstadt wegen eines damit verbundenen Rückgangs des Angebots offenbar noch einmal verschärft.

Auch bei der Vermietung von Neubauwohnungen führt Berlin mit im Schnitt 29 Kontaktanfragen, gefolgt von Karlsruhe (26 Anfragen) und Köln (25 Anfragen). Weniger hart geht es bei der Wohnungssuche im Osten der Bundesrepublik zu. So interessierte sich in Zwickau und in Gera im Schnitt nur jeweils eine Person für eine Bestands- und Neubauwohnung. Für ihre Datenanalyse haben die Experten von Immoscout24 sämtliche Kontaktanfragen auf der Plattform aus dem Jahr 2020 in Relation zu den angebotenen Wohnungen in den jeweiligen Städten gesetzt.

Foto: Dächer von Berlin-Kreuzberg (über dts Nachrichtenagentur)