Potsdam - Der CDU-Fraktionschef in Brandenburg, Jan Redmann, hat sich für Armin Laschet als neuen Parteivorsitzenden ausgesprochen. Bei der Wahl gehe es darum, einen guten "Spielführer" zu bestimmen, "der die Mannschaft zusammenhält", sagte Redmann der "Welt".

Laschet habe bewiesen, dass er das könne. Zudem gehe es auch darum, ob der neue Parteichef Verständnis für spezifische Ost-Probleme mitbringe. "Den Konflikt zwischen Stadt und Land gibt es in NRW auch. Laschet weiß, worum es bei uns geht", so Redmann.

Neben Laschet kann sich Redmann auch Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) als Kanzlerkandidaten vorstellen. Beide hätten schon einmal Regierungsverantwortung übernommen und bewiesen, dass sie in einem Wahlkampf bestehen könnten. "Insofern kommen sowohl Armin Laschet als auch Markus Söder als Kanzlerkandidaten infrage." Letzterer habe gezeigt, wie sich die Union gegen die Grünen als "relevantester Mitbewerber" in den Städten positionieren könne.

"Der täfelt inzwischen ja selbst den Kabinettssaal mit Grünpflanzen", so Redmann über Söder. Im Osten sei dagegen "die AfD unser Hauptgegner". Dort müssten die Themen "Innere Sicherheit, starker Staat und Daseinsvorsorge" Schwerpunkte des Wahlkampfes werden. In der Debatte um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks warf Redmann ARD und ZDF "eine gewisse Überheblichkeit" im Umgang mit den ostdeutschen Bundesländern vor.

"Gelegentlich hat man den Eindruck, wenn es um den Osten geht, wird über ein fremdes Land berichtet", sagte er.

Foto: Armin Laschet (über dts Nachrichtenagentur)