Mainz - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) rät vor den anstehenden Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise dazu, auf generelle Schließungen sowie auf pauschale Öffnungen zu verzichten. "Wir müssen differenziert vorgehen. Denn wir sehen, dass sich `Hot-Spots` auch wieder zu Gebieten mit niedrigen Inzidenzen entwickeln können, wenn man konsequent vorgeht, das macht Mut", sagte sie der "Welt" (Donnerstagausgabe).

Man sei vor einem Jahr zum ersten Mal in den Lockdown gegangen. "Wir werden die Gesellschaft nicht für weitere Monate in ihre vier Wände verbannen können." Deswegen seien Lösungen notwendig, die "nicht nur schwarz/weiß oder auf/zu lauten". Er plädiere dafür, dass man in Modellregionen stärker ausprobieren sollte, welche Möglichkeiten es zusätzlich gibt. "Das müssen wir mitbedenken, wenn wir über den 22. März und die Außengastronomie sprechen", so Dreyer. "Ich will lieber, dass die Menschen bei uns Wandern und mit Abstand und Hygiene in ein Gartenlokal gehen können, statt für die Osterferien nach Mallorca zu fliegen und uns möglicherweise Infektionen einzuschleppen."

Foto: Frau mit Mund-Nasen-Schutz (über dts Nachrichtenagentur)