Berlin - Wegen gestiegener Energiepreise fordert der Chef der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, einen monatlichen Zuschuss für sozial Benachteiligte. Das sagte er der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).

"Wir brauchen eine Winterhilfe für Millionen Haushalte - und zwar möglichst schnell. Die steigenden Energiepreise treffen vor allem arme Familien, die bereits einen großen Teil ihres Einkommens für Mieten ausgeben", so Vassiliadis. "Das Einfachste wäre ein monatlicher Festbetrag, mit dem Familien die Mehrkosten für Heizung und Strom abfedern können", schlug er vor. "Wichtig ist, dass es schnell und unkompliziert geht. Bei den Hartz-IV-Empfängern könnte die Winterhilfe über Jobcenter gezahlt werden. Bei Arbeitnehmern könnte dies über den Lohn erfolgen." Der Gewerkschafter mahnte: "Normalverbrauchern müssen die steigenden CO2-Kosten zurückgegeben werden. Es darf nicht sein, dass die Oma warme Pullover für die Enkel stricken muss, weil die Heizkosten zu hoch werden." Zugleich forderte er: "Man muss den Luxusverbrauch von Energie stärker besteuern. Wer einen beheizten Swimming-Pool hat, kann auch zusätzliche Energiekosten schultern. Auch Firmenjets dürfen nicht mehr steuerlich absetzbar sein."

Foto: Eiszapfen an einer Regenrinne (über dts Nachrichtenagentur)

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