Zürich - Der Weltfußballverband FIFA will laut eines Medienberichts die Honorare der Spielerberater in Zukunft kontrollieren und deckeln. Wie der "Spiegel" schreibt, habe eine FIFA-Kommission ein 35-seitiges Reformwerk erstellt.

Darin heißt es, dass das Honorar, das die Berater auf Grundlage des Spielereinkommens bekommen, auf maximal sechs Prozent des Jahresgehalts der Profis gedeckelt werden soll, drei Prozent sollen die Vereine, drei Prozent die Spieler zahlen. Aktuell gibt es keine festen Sätze. Beim Transfer eines Spielers sollen die Vermittler maximal zehn Prozent der Ablösesumme erhalten. Auch diese Honorare waren bisher ungeregelt.

Zudem will die FIFA eine Clearingstelle einrichten, die transparent machen soll, was die Berater von Spielern und Vereinen erhalten haben. Allerdings gibt es bereits eine starke Gegenwehr gegen die Reformen. Mehrere internationale Beratergrößen haben die Vereinigung "The Football Forum" gegründet, um sich gegen die FIFA-Pläne zu wehren. Demnach sei eine Deckelung EU-rechtlich womöglich nicht zulässig.

Michael Gerlinger, Direktor Recht bei Bayern München, hat an den Reformen mitgewirkt, er sagte dem "Spiegel", die Reform sei "juristisch eine schwierige Übung". Nach den juristischen Expertisen, die die FIFA eingeholt hat, "glauben wir, dass es möglich ist, Deckelungen einzuführen".

Foto: Fußball (über dts Nachrichtenagentur)