Berlin - Auch im verschärften Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ändert sich die politische Stimmung unter der Deutschen so gut wie nicht. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer kann die FDP einen Prozentpunkt hinzugewinnen, die Grünen verlieren einen Prozentpunkt.

Die Werte der übrigen Parteien bleiben unverändert. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien laut Forsa mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 37 Prozent, Grüne 19 Prozent, SPD 15 Prozent, Linke 8 Prozent, AfD 8 Prozent und FDP 6 Prozent. 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent in etwa der Zahl der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Seit die Corona-Pandemie im März fahrt aufgenommen hat, hat sich laut Forsa-Auswertung für die SPD und die FDP nichts verändert. Die Grünen haben in den bislang neun Monaten der Covid-19-Krise fünf Prozentpunkte verloren, die Linke hat zwei, die AfD drei Prozentpunkte eingebüßt. Lediglich die Union konnte kräftig zulegen, mit einem Plus von elf Prozentpunkten ist sie derzeit der einzige "Corona-Gewinner". Das zeigt sich auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz: 40 Prozent trauen CDU und CSU nun am ehesten zu, mit den Problemen in Deutschland fertigzuwerden, das sind 24 Prozent mehr als zu Beginn der Krise.

Für die SPD sagen das unverändert nur sechs Prozent, bei den Grünen gar nur noch vier Prozent, ein Rückgang um neun Prozentpunkte. 45 Prozent würden momentan keiner Partei zutrauen, mit den Problemen in Land fertigzuwerden – das sind zwölf Prozentpunkte weniger als vor der Coronakrise. Die Daten wurden von Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 14. bis 18. Dezember 2020 erhoben. Datenbasis: 2.505 Befragte.

Foto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz (über dts Nachrichtenagentur)