Berlin - Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Gregor Gysi, lehnt neue Reaktionen gegen Russland ab. "Ich plädiere im Verhältnis zu Russland für einen Wandel durch Annäherung", sagte Gysi der "taz" (Online-Ausgabe).

"Die permanente Androhung von Sanktionen und auch ihre Verhängung schließt eine solche Politik aus." Das imponiere immer weniger und werde oppositionelle Kräfte in Russland nicht schützen. Nach der Verurteilung des Kreml-Kritikers Alexei Nawalny waren am Mittwoch erneut Forderungen nach neuen Sanktionen laut geworden. Die Bundesregierung zeigte sich offen dafür.

Die Verurteilung selbst kritisierte auch Gysi: "Das ist weder angemessen noch nachvollziehbar. Es ist auch für mich offensichtlich, dass eine kritische Stimme aus den Medien ausgeschlossen werden soll", sagte er der "taz".

Foto: Gregor Gysi (über dts Nachrichtenagentur)