Dieser Artikel erschien erstmals am 29. Januar 2020. Die kommentierte Version erschien genau ein Jahr später.


30.04.2021. Mein Buch.

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Vor ein paar Tagen:

#Kundin: Haben Sie Mundschutz?
#DerApotheker: Ja.
#Kundin: Wie viele?
#DerApotheker: Zwölf Packungen à fünf Stück.
#Kundin: Ich kaufe alle.

Jetzt:

#Kunde: Haben Sie Mundschutz?
#DerApotheker: Nein, leider nicht mehr.
#Kunde: Können Sie noch was bestellen?
#DerApotheker: Nein, leider nicht mehr.

So geht das den ganzen Tag. Das Klügste wäre vielleicht, an die Tür der Apotheke ein Schild zu hängen, auf dem geschrieben steht:

Wir haben keinen Mundschutz mehr und können leider auch keinen bestellen.

Die Frage ist aber folgende: Kann ich mich mit dem Mundschutz vor dem neuen Coronavirus schützen?

Das kommt auf die Art der Maske drauf an. Mit normalen OP-Masken kann man sich eher nicht schützen. Diese Masken sind eigentlich dafür gedacht, andere nicht anzustecken. Das kann man in asiatischen Ländern häufig so beobachten.

Aber immerhin schützen diese Masken einen selbst davor, dass man sich ständig an die Nase oder an den Mund fasst und es so zu einer Schmierinfektion kommt.

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Wenn man mit Infizierten zu tun hat, sollte man am besten eine FFP3-Maske tragen.

Wenn man nicht mit Infizierten zu tun hat, ist das Tragen einer Maske eher unnötig. Allerdings muss man auch beachten, dass eben auch Menschen das neue Coronavirus übertragen können, die noch keine Symptome zeigen. Man geht von einer Inkubationszeit von 14 Tagen aus. Das heißt, dass man nach einer Infektion 14 Tage lang nicht weiß, dass man infiziert ist und andere ansteckt, bevor die Krankheit ausbricht.

Kommentar vom 29.01.2021: Als der Artikel erschien, gab es gerademal vier Infizierte in Deutschland. Da hätte das Tragen einer FFP2-Maske einen zwar selbst geschützt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem Infizierten in Kontakt kommt, war Null. Zur Inkubationszeit schreibt das RKI: "Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Die mittlere Inkubationszeit (Median) wird in den meisten Studien mit 5-6 Tagen angegeben. In verschiedenen Studien wurde berechnet, zu welchem Zeitpunkt 95% der Infizierten Symptome entwickelt hatten, dabei lag das 95. Perzentil der Inkubationszeit bei 10-14 Tagen (63-69)."

Wofür steht FFP?

FFP steht für Filtering Face Piece. Feinstaubmasken, die man auch als Partikelfiltrierende Halbmasken bezeichnet. Sie bedecken also nicht das ganze Gesicht, sondern nur Mund und Nase. Um einen größtmöglichen Schutz zu bieten, müssen sie richtig anliegen.

Alle FFP-Masken lassen Partikel, die kleiner als 0,6 µm groß sind, durch. Größere Partikel werden abgeblockt. Sie schützen nur gegen Feststoffe.

Den besten Schutz bieten hier die FFP3-Masken, da sie den Partikeln am wenigsten Möglichkeit bieten, die Maske zu penetrieren. Sie sind für den Umgang mit Viren, Bakterien und Pilzsporen geeignet.

Spätestens wenn ein Mundschutz durch die Ausatemluft feucht wurde, muss er gewechselt werden, um weiterhin den versprochenen Schutz bieten zu können.

Bisher ist noch nicht bekannt, wie leicht das neuartige Coronavirus mit der Bezeichnung 2019-nCov überhaupt übertragen wird.

Kommentar vom 29.01.2021: Der aktuelle Name lautet SARS-CoV-2. Zur Übertragung schreibt das RKI: "Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen (13, 14). (...) Beim Atmen und Sprechen, aber noch stärker beim Schreien und Singen, werden Aerosole ausgeschieden (15-24); beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich vermehrt größere Partikel (25-27). Neben der steigenden Lautstärke können auch individuelle Unterschiede zu einer verstärkten Freisetzung beitragen (16). Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber infektiösen Partikeln jeglicher Größe im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht (28). Eine Maske (Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Nasen-Bedeckung) kann das Risiko einer Übertragung durch Partikel jeglicher Größe im unmittelbaren Umfeld um eine infizierte Person reduzieren. Bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 1,5 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt, sich längere Zeit in dem Raum aufhält und exponierte Personen besonders tief oder häufig einatmen. Durch die Anreicherung und Verteilung der Aerosole im Raum ist das Einhalten des Mindestabstandes zur Infektionsprävention ggf. nicht mehr ausreichend. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen über einen längeren Zeitraum, wo es z. T. zu hohen Infektionsraten kam, die sonst nur selten beobachtet werden (29, 30). Auch schwere körperliche Arbeit bei mangelnder Lüftung hat, beispielsweise in fleischverarbeitenden Betrieben, zu hohen Infektionsraten geführt (31). Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern (32). Übertragungen im Außenbereich kommen insgesamt selten vor (33). Bei Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering."

Wie kann ich mich nun schützen?

Um sich vor einer Infektion zu schützen, ist es nützlich, folgende Regeln einzuhalten:

  • Häufiges, gründliches Händewaschen
  • Desinfizieren der Hände mit Mitteln, die viruzide Eigenschaften aufweisen (“begrenzt viruzid”, “begrenzt viruzid PLUS” oder viruzid”).
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch, das anschließend sofort entsorgt wird. Danach Hände gründlich waschen oder desinfizieren. Falls nicht möglich: In die Armbeuge. Niemals in die Hände husten oder niesen.
  • Menschen meiden, die an Fieber und Husten leiden.
  • Am besten keine Türklinken, Türgriffe und Stangen in Bus und Bahn anfassen.
  • Abstand von Infizierten halten.
  • FFP3-Masken tragen. Aber: Das ist (noch) nicht nötig.
Kommentar vom 29.01.2021: FFP2-Masken reichen aus. Das korrekte Tragen bietet einen Schutz vor einer Infektion.

Während die gewöhnlichen Coronaviren eher leichte Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen verursachen, scheint das neue Coronavirus eher mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Die Symptome beginnen mit Fieber und einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Kommentar vom 29.01.2021: Man kann auch keine Symptome haben und infiziert sein und somit andere anstecken. Deshalb am besten FFP2-Masken tragen, um sich selbst und auch andere zu schützen. Häufige Symptome sind laut Gesund.Bund.de:
Husten
Fieber
Schnupfen
Geruchs- und Geschmacksstörungen
Daneben können auch folgende Symptome auftreten: Kurzatmigkeit, Atemnot, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Hautausschlag, Bindehautentzündung, Lymphknotenschwellungen, Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen.

Wer den Verdacht hat, sich angesteckt zu haben, sollte darauf achten, andere nicht anzustecken. Das kann er tun, indem er einen Mundschutz trägt, falls er zu den Glücklichen gehört, die einen ergattern konnten. Außerdem sollte man nicht unter Menschen gehen und sofort beim Arzt anrufen und die Symptome schildern. Das Risiko einer Infektion anderer ist so gering wie möglich zu halten.

Kommentar vom 29.01.2021: Zum Glück gibt es nun keinen Mangel mehr an Masken. Das Wort Mundschutz sollte nicht mehr verwendet werden, weil es impliziert, dass die Nase raushängen darf. Nope

Eine Therapie, die sich gegen das neue Coronavirus richtet, steht noch nicht zur Verfügung. Man kann bisher nur die Symptome bekämpfen.

Noch stehen auch keine Impfstoffe gegen das neue Coronavirus bereit, aber sie befinden sich bereits in klinischen Studien.

Kommentar vom 29.01.2021: Ein Jahr später haben die Impfungen zumindest schon mal angefangen.

Immerhin gibt es bereits einen Schnelltest, der an der Charité in Berlin entwickelt wurde, durch den ein geeignetes Labor innerhalb von 1,5 Stunden feststellen kann, ob man infiziert ist. Geeignete Labore bieten die Unikliniken in Deutschland.

Kommentar vom 29.01.2021: Antigentests auf SARS-CoV-2 dürfen demnächst sogar selbst gekauft werden.

In China sind es mehr als 5950 Infizierte und 132 Tote. (Stand 29.01.2020)

Es handelt sich dabei um hauptsächlich ältere Patienten oder Patienten mit Vorerkrankungen.

In Deutschland scheint der Verlauf harmloser zu sein. Der Patient, der sich zuerst infiziert hat, scheint weitgehend symptomfrei zu sein.

Fazit:

Hope for the best, but expect the worst.

Natürlich könnte eine Pandemie ausbrechen, aber es könnte auch genausogut bei den bereits Infizierten bleiben. Wir werden sehen.

Kommentar vom 29.01.2021: Ja, sie brach aus.

Wichtig ist, jetzt nicht in Panik zu verfallen, die genannten Schutzmaßnahmen einzuhalten und auf das Beste zu hoffen.

Kommentar vom 29.01.2021: Die Schutzmaßnahmen einzuhalten scheint für viele ein Problem darzustellen.

Was mich übrigens wundert, ist, dass mich bisher so viele Menschen nach einem Mundschutz gefragt haben, aber tatsächlich kein einziger nach einem Desinfektionsmittel!

Kommentar vom 29.01.2021: Das hat sich dann auch relativ schnell geändert...

Bleibt sauber. 😉

Alles wird gut!



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