Berlin - Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali hat den Impfgipfel von Bund und Ländern kritisiert. "Ein Ablenkungsmanöver – das Wort ist naheliegend. Denn es ist in der Tat nicht besonders viel dabei herausgekommen", sagte Mohamed Ali in der Sendung "Frühstart" von RTL und n-tv.

Für den schleppenden Impfstart trage weiterhin Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine große Verantwortung und er werde dieser nicht gerecht: "Wir erleben ja immer noch das große Chaos", so Mohamed Ali. Man müsse feststellen, dass das erste Quartal "versäumt und versemmelt worden" sei. Auf die Frage, ob die Bundesregierung eine Mitschuld daran trage, dass derzeit mehr Menschen sterben, weil nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, sagte Mohamed Ali: "Man sieht natürlich einen Zusammenhang zwischen fehlenden Impfdosen und dem Sterben besonders betagterer Menschen."

Mohamed Ali sagte allerdings, dass sie das Wort "Mitschuld" in dem Zusammenhang nicht verwenden wolle, es aber "große Versäumnisse" gegeben habe, die eine "Mitursächlichkeit dafür" seien, "dass jetzt auch gerade betagtere Menschen zum Teil sterben müssen, die eben die Impfung zu spät erhalten".

Foto: Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)