Berlin - Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat ein schnelles Ende des Corona-Lockdowns angemahnt. "Für viele kleine Firmen ist der Punkt jetzt schon erreicht, wo es nicht weitergeht", sagte der CDU-Vorsitzkandidat der "Bild" (Montagsausgabe).

"Mir machen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen Sorgen. Die müssen möglichst schnell raus aus dem Lockdown, möglichst schnell zurück zu normalem Wirtschaften mit Hygienekonzept." Für viele Menschen sei die Isolation im Lockdown nur schwer zu ertragen, so Merz weiter. "Das ist für eine offene Gesellschaft nicht lange zu verkraften. Vielen Menschen fällt jetzt schon zu Hause die Decke auf den Kopf. Sie wollen raus." Es sei für alle psychologisch eine schwierige Situation. Vor allem die Bildungs- und Entwicklungsrückstände bei den Kindern seien immer schwerer aufzuholen. Auch das Abfedern der Lockdown-Folgen mithilfe von Schulden sieht Merz kritisch: "Es gibt nicht unbegrenzt die Möglichkeit, Geld zu drucken. Hier muss auch Deutschland sein Gewicht in Europa einbringen, um zu soliden Finanzen zurückzukehren."

Foto: Corona-Lockdown (über dts Nachrichtenagentur)