Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat den Vorschlag von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) abgelehnt, die Kitas nach einem Ampelsystem wieder zu öffnen. "So richtig es ist, auch in anderen Bundesländern Kitas wieder zu öffnen, so ist der Verfahrensvorschlag von Frau Giffey praxisfremd und völlig naiv", sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe).

In der Praxis könnten Einrichtungen nicht laufend zwischen Regelbetrieb, eingeschränktem Regelbetrieb und Notbetreuung hin und her wechseln. "Das würde zu einem völligen Chaos für Kita-Personal, Eltern und Träger führen", so der Minister. "Wir setzen den eingeschränkten Pandemiebetrieb mit festen Gruppen und Stundenreduzierung fort und appellieren an die Eltern, nach Möglichkeit bis zum 14. Februar die Kinder selbst zu betreuen", so Stamp weiter. "Wie es ab dem 15. Februar weitergeht, werden wir unter Berücksichtigung der Pandemie-Entwicklung mit Trägern, Eltern und Gewerkschaften in der kommenden Woche beraten."

Foto: Kleinkind auf Spielplatz (über dts Nachrichtenagentur)