Wien - Die österreichische Bundesarbeitsministerin Christine Aschbacher ist wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten. Sie gehört zur ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Der Plagiatsjäger Stefan Weber hatte Aschbachers Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 an der Fachhochschule Wiener Neustadt als "wissenschaftliche Katastrophe" und in vielen Fällen abgeschrieben bezeichnet, ihre Doktorarbeit für die Technische Universität Bratislava soll zu einem Fünftel Plagiate enthalten. "Durch sie habe ich heute eine komplett neue Dimension des verborgenen Quatsches in Doktorarbeiten entdeckt", schrieb Weber auf seiner Internetseite. Viele Textstellen wirken wie von einem besonders schlechten Übersetzungsprogramm ausgespuckt: "Jede Führungskraft muss sein, der positiv denkt Nehmen Sie Smart-Risiken, schnellen Ausfall an und geben Sie nicht auf - dranbleiben", heißt es an einer Stelle der Doktorarbeit zum Thema "Entwurf eines Führungsstils für innovative Unternehmen". Die gab Aschbacher erst Ende Mai 2020 bei der Universität in Bratislava ab und verteidigte sie Ende August.

Zu diesem Zeitpunkt war die 37-Jährige bereits Ministerin.

Foto: Österreichisches Parlament (über dts Nachrichtenagentur)

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