Berlin - Der dreimalige Olympiasieger im Rennrodeln Felix Loch hält es für eine Fehlentscheidung, die Olympischen Winterspiele 2022 nach Peking gegeben zu haben. Man hätte schon vor vielen Jahren, als es um die Vergabe der Spiele nach Peking gegangen sei, "sich nicht dafür entscheiden dürfen", sagte er den ARD-Tagesthemen.

Schon in vielen Jahren davor habe man gesehen, "dass sich nichts verändert beim Thema Menschenrechte" und auch beim Thema Medienfreiheit. Deswegen sei es von vornherein klar gewesen, "dass das ein bisschen schwierig" werde. "Und was wir jetzt mit Corona noch erleben, macht die ganze Sache nicht einfacher", fügte er hinzu. Loch zeigte Verständnis für den diplomatischen Boykott der Spiele, den mehrere Länder wie die USA und Großbritannien angekündigt haben.

Er würde es begrüßen, wenn sich auch Deutschland dafür entscheiden würde, hob er hervor. Nur ein solcher diplomatischer Boykott sei aber sinnvoll, ein Boykott durch die Sportler sei es nicht. Er sei dagegen, "uns Athleten den Schwarzen Peter zuzuschieben und zu sagen, Ihr müsst einen Boykott machen, damit sich dort was ändert". Viele Athleten hätten "nur einmal die Chance, zu Olympia zu fahren" und diese Chance dürfe man ihnen nicht nehmen.

Foto: "Verbotene Stadt" in Peking (über dts Nachrichtenagentur)

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