Berlin - Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen. "Wir dürfen die Solidarität, die wir derzeit an so vielen Stellen zeigen, jetzt nicht aufgeben. Bis eine ausreichende Zahl von Menschen geimpft ist, sollten die Regeln für alle gleich sein", sagte Walter-Borjans dem "Tagesspiegel".

Es wäre falsch, Menschen zu bevorteilen, "weil sie früher an der Reihe waren als andere, zumal noch nicht einmal gesichert ist, ob von Geimpften keinerlei Ansteckungsgefahr mehr ausgeht". Der SPD-Chef zeigte sich überzeugt, dass in der Bevölkerung "die weit überwiegende Mehrheit sich und andere durch eine Impfung schützen wird, sobald das möglich ist". Danach könne Deutschland "die zermürbenden Einschränkungen endlich ganz hinter uns lassen".

Die Zahl der Impfgegner werde "am Ende überschaubar sein und nur insofern ins Gewicht fallen, als diese Gruppe sich selbst gefährdet", so Walter-Borjans. "Das müssen wir in einer Aufklärungskampagne deutlich machen, um so viele wie möglich davon zu überzeugen, dass Impfen schützt."

Foto: Menschen mit Schutzmaske (über dts Nachrichtenagentur)