Berlin - Bei der letzten Diskussionsrunde der Bewerber um den CDU-Vorsitz haben die Kandidaten am Freitagabend noch einmal ihre Standpunkte deutlich gemacht und besonders beim Thema Klima- und Umweltschutz Unterschiede offenbart. Ex-Umweltminister Norbert Röttgen plädierte dabei nachdrücklich für einen CO2-Preis als "entscheidendes marktwirtschaftliches Element, damit unser heutiges klimaschädliches Verhalten nicht die zukünftigen Generationen belastet" und für eine "regenerative Landwirtschaft".

Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz widersprach "ausdrücklich allen, die sagen, wir müssten beim Klima dasselbe wie gegen Corona tun, also massive Einschränkungen von Freiheit und Wirtschaft". NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnte gerade in der Landwirtschaft vor zu hohen Auflagen für bäuerliche Betriebe. In der Sicherheitspolitik setzten alle drei auf mehr Engagement gegen Terror, Röttgen forderte explizit ein Ende des Abschiebestopps nach Syrien für Gefährder und generell mehr Abschiebungen selbiger, erntete aber Kritik bei Fragen zur Umsetzbarkeit. In der Weltpolitik gab es einen Konsens über ein stärkeres Europa, den Erhalt europäischer Werte und einen kritischeren Umgang mit China.

Die digitale "Vorauswahl" für den CDU-Vorsitz findet am 16. Januar statt, anschließend wird das Ergebnis per Briefwahl bestätigt.

Foto: Kandidaten für den CDU-Vorsitz Laschet, Röttgen und Merz (über dts Nachrichtenagentur)