Berlin - Die vergangenen drei Dürrejahre, der massive Borkenkäferbefall, Stürme und vermehrte Waldbrände haben in den Wäldern in Deutschland langfristig massive Schäden angerichtet. Das geht aus der Waldzustandserhebung 2020 hervor, die am Mittwoch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) vorgestellt wurde.

Die Ergebnisse gehören demnach zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984, die meisten Bäume haben lichte Kronen. "Der Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer - er zeigt an, wie es den Bäumen geht", so Klöckner. Die Waldzustandserhebung zeige: "Unsere Wälder sind krank. Wer im Wald unterwegs ist, der sieht die massiven Schäden, die Bilder großflächig abgestorbener Wälder haben sich bei vielen eingebrannt."

Mithilfe eines 1,5-Milliarden-Unterstützungsprogramms soll gegen Schäden vorgegangen werden. "Die Mittel fließen sehr gut ab und kommen zielgenau dort an, wo sie gebraucht werden", so die CDU-Politikerin. Bei der Vorstellung des Berichts nannte die Ministerin auch aktuelle Zahlen zu den entstandenen Schäden der vergangenen drei Jahre: Die wieder zu bewaldende Fläche liegt bei 277.000 Hektar (Stichtag: 31. Dezember 2020). Hier sei ein leicht positiver Trend erkennbar, so Klöckner.

Denn innerhalb von sechs Monaten ist diese Schadfläche um 8.000 Hektar zurückgegangen (zum Stichtag 30. Juni 2020: 285.000 Hektar). Beim Schadholz beträgt die Gesamtmenge nach aktuellem Stand 171 Millionen Kubikmeter.

Foto: Wald (über dts Nachrichtenagentur)

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