Berlin - Bis kurz vor der Insolvenz haben sich Vertreter von Wirecard bei Landesregierungen als Helfer in der Coronakrise angedient. Das zeigen Schriftwechsel, über die der "Spiegel" berichtet.

So bot der Konzern an, Bayern mit einer Million Corona-Masken und Schutzkleidung aus China zu beliefern. Bedauerlicherweise seien "alle Unterlagen unzureichend", schrieb jedoch die Vertreterin einer "Unterstützungsgruppe Beschaffungen" an Wirecard. In Nordrhein-Westfalen wollte der Zahlungsdienstleister ausgerechnet Corona-Hilfsanträge auf Betrug überprüfen. Dabei wurden nach Ansicht der Staatsanwaltschaft München illegal erschlichene Corona-Hilfen über Wirecard-Konten gewaschen.

Die Landesregierungen von Bayern und NRW bestätigten auf Anfrage entsprechende Gespräche. Die Angebote gingen demnach in beiden Fällen von Wirecard aus und führten letztlich nicht zu Kooperationen.

Foto: Chinesische Frauen (über dts Nachrichtenagentur)