Berlin - Nach dem drastischen Einbruch im Corona-Jahr geht die Zahl der Auszubildenden in den Freien Berufen wieder nach oben. Zum Stichtag 31. März 2021 wurden 11.147 Ausbildungsverträge geschlossen, 4,9 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf den Bundesverband der Freien Berufe (BFB).

Im Corona-Jahr 2020 war die Zahl der Ausbildungsverträge mit 10.623 Verträgen rapide eingebrochen, um 12,2 Prozent gemessen zum 31. März 2019. "Zum jetzigen Start des Ausbildungsjahres 2021/2022 zeichnet sich bei den Freien Berufen eine Erholung ab", sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer den Funke-Zeitungen. Das Vorkrisenniveau ist allerdings noch nicht erreicht. Zum 31. März 2018 lag die Zahl der Ausbildungsverträge bei 11.730, zum 31. März 2019 bei 12.102 Verträgen. Ewer gab als Ziel aus, das Ausbildungsengagement fortzusetzen und "keinen Auszubildenden verloren" zu geben. Um einer Fachkräftekrise vorzubeugen, seien aber weitere Schritte nötig: "Die Situation erfordert etwa eine noch bessere Vernetzung der Akteure der beruflichen Bildung vor Ort, den vermehrten Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln, darunter Unterrichtssoftware, Online-Prüfungsinstrumente sowie den Ausbau der digitalen Qualifizierung von Lehrkräften", sagte Ewer. Bundesweit gibt es rund 1,45 Millionen selbstständige Freiberufler, die mehr als 4,3 Millionen Mitarbeiter beschäftigten, darunter rund 127.000 Auszubildende.

Foto: Computer-Nutzerin (über dts Nachrichtenagentur)