München - Mehr als hundert Rechtsextremisten in Bayern dürfen Waffen besitzen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf eine Anfrage der grünen Fraktionschefin im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, an das Münchner Innenministerium.

Demnach zählten die Sicherheitsbehörden im vergangenen Jahr 120 Personen, die der rechtsextremen Szene zugerechnet werden und die gleichzeitig eine behördliche Waffenerlaubnis besitzen. Im Vorjahr trafen diese Kriterien nur auf 89 Personen zu. In der sogenannten Reichsbürgerszene sind 19 Personen im Besitz einer Waffenerlaubnis. Darüber hinaus wurden in Bayern mehrere illegale Waffendepots entdeckt und Waffenhändlerringe enttarnt.

Dennoch gab das CSU-geführte Innenministerium an, für 2020 keine Erkenntnisse zu sichergestellten illegalen Waffen bei Rechtsextremisten zu haben. Schulze fordert, "die rechtsextreme Szene konsequent zu entwaffnen".

Foto: Rechtsextreme (über dts Nachrichtenagentur)

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