Wedel - Im Streit zwischen der EU-Kommission und dem Impfstoffhersteller Astrazeneca zeichnet sich eine Annäherung ab. "Wir tun alles, was wir können, um unseren Impfstoff verfügbar zu machen und einen breiten und gerechten Zugang zu gewährleisten", sagte der deutsche Geschäftsführer von Astrazeneca, Hans Sijbesma, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Man habe sich nun zu einer "noch engeren Abstimmung mit der EU verpflichtet, um gemeinsam einen Weg für die Auslieferung unseres Impfstoffs in den kommenden Monaten festzulegen, während wir unsere Bemühungen fortsetzen, diesen Impfstoff während der Pandemie für Millionen von Europäern ohne Gewinn verfügbar zu machen", sagte Sijbesma. "Ich glaube, das Gespräch hat geholfen, klarzumachen, dass es so nicht geht", sagte der deutsche Europaabgeordnete und Gesundheitspolitiker Peter Liese nach Gesprächen mit Konzernvertretern der FAS. "Die haben unterschätzt, dass ihre Loyalität zu Großbritannien nicht auf Kosten der EU gehen darf. Das müssen die jetzt bitter lernen." Auch der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Europaparlament, Tiemo Wölken, begrüßte die "konstruktiven Lösungsbemühungen" des Unternehmens.

"Das verbale Aufrüsten der letzten Tage war gefährlich", sagte er der FAS.

Foto: EU-Parlament in Brüssel (über dts Nachrichtenagentur)