Rom - Nach Lieferengpässen bei den Corona-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca gibt es nun auch Probleme bei Moderna. Italiens Corona-Sonderbeauftragter Domenico Arcuri teilte am Freitag mit, das US-Biotechnologieunternehmen habe am Freitag informiert, Anfang Februar würden 20 Prozent weniger Impfdosen an das Land geliefert als bislang angekündigt.

Unklar war zunächst, ob andere EU-Länder ähnlich betroffen sind. Dies wäre aber eigentlich folgerichtig, da Brüssel den Einkauf zentral organisiert hat. Noch am Montag hatte das Bundesgesundheitsministerium mitgeteilt, dass es keine Hinweise auf Verzögerungen bei Moderna gebe. "Moderna ist im Plan", sagte Ministeriumssprecher Hanno Kautz.

Moderna soll bis Ende Februar 1,053 Millionen Impfdosen an Deutschland liefern, für März etwas weniger als eine weitere Million. Damit spielt der US-Hersteller allerdings ohnehin eine eher kleinere Rolle in den bis zum Ende des ersten Quartals nach unterschiedlichen Angaben in Deutschland zu erwartenden etwa 17 bis 19 Millionen Impfdosen.

Foto: Sicherheitskräfte an Corona-Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)