Berlin - Die neue geschaffene Autobahn GmbH des Bundes startet offenbar ohne funktionierendes Computersystem. Dies geht aus einem Brief der Geschäftsführung an die zehn Niederlassungsleiter hervor, über den das "Handelsblatt" berichtet.

Demnach stehe zwar ein System zur Verfügung, Rechenzentren würden aufgebaut und E-Mail-Adressen eingerichtet sowie die bundesweit verteilten Standorte angebunden. "Allerdings haben wir diese noch nicht im Zusammenspiel aller Elemente und unter Volllast abschließend testen können", heißt es in dem Brief. Konkret müssen nach Informationen des "Handelsblatt" die Arbeitszeiten der rund 10.000 Mitarbeiter vorerst schriftlich auf Papier erfasst werden. Auch werde jede Rechnung und jede Bestellung der Autobahnmeistereien auf Papier an die Zentrale und die Niederlassungen übermittelt.

In dem Brief räumt die Geschäftsführung ein, es stehe nur "eine beschränkte Anzahl von Arbeitsplatzgeräten zur Verfügung". Auch werde zum Start "nur eine begrenzte Anzahl von Benutzern je Niederlassung auf die Systeme zugelassen". Und weiter: "Es bedeutet auch, dass die Meistereien erst schrittweise an das Netz genommen werden können." Die Autobahn GmbH des Bundes verwaltet seit dem Jahreswechsel anstelle der Bundesländer die gut 13.000 Kilometer Autobahnen.

Foto: Autobahn (über dts Nachrichtenagentur)