Berlin - Die Fahrer des Bundestags fordern, nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt zu werden. Die Vizechefin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Christine Behle, appelliert in einem Brief an die Abgeordneten, über den der "Spiegel" berichtet, sich für die Belange ihrer Chauffeure einzusetzen.

Die Bediensteten wollten "ihre Arbeits- und Einkommensbedingungen in einem Tarifvertrag regeln", schreibt sie in ihrem Brief. Die 252 Chauffeure sind Angestellte der "BwFuhrparkService GmbH", einer Tochterfirma des Verteidigungsministeriums und der Deutschen Bahn. Sie klagen in einem weiteren Brief an die Parlamentarier, dass sie "schlechter gestellt" seien als die Kraftfahrer des Bundes. Sie erführen von ihrem Arbeitgeber "keinerlei Wertschätzung" für den Service, den sie "jeden Tag rund um die Uhr für die Abgeordneten erbringen".

Der Linkenpolitiker Pascal Meiser hält den Umgang mit dem Fahrdienst "für völlig inakzeptabel" und fordert die Geschäftsführung des Bundeswehrfuhrparks zu möglichen Tarifverhandlungen auf. Diese lehnt allerdings eine tarifliche Bezahlung bisher klar ab und verweist darauf, dass die Fahrer außerhalb der Sitzungswochen weniger arbeiten.

Foto: Dienstwagen (über dts Nachrichtenagentur)

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