Berlin - Die Corona-Impfkampagne ist am Sonntag in Deutschland nur langsam angelaufen, offensichtlich wurden weit weniger Einheiten verabreicht, als eigentlich verfügbar waren. In ganz Thüringen wurden am ersten Tag nur 120 Impfungen durchgeführt, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums am Sonntagabend der dts Nachrichtenagentur.

Thüringen hatte am Samstag wie alle anderen Bundesländer auch knapp 10.000 Dosen bekommen - nur Bremen bekam lediglich halb so viele. In Berlin wurde für Sonntag mit 800 bis 900 Impfungen im ersten geöffneten Impfzentrum gerechnet, auch das nur ein Bruchteil der bereits angelieferten Impfdosen. Weitere Einheiten wurden allerdings auch in der Hauptstadt von mobilen Impfteams verabreicht. In Sachsen-Anhalt, wo sogar entgegen der Vorgaben schon am Samstag mit dem Impfen begonnen worden war, wurden dem Landesgesundheitsministerium bis Sonntagabend 619 Impfungen aus 6 Landkreisen gemeldet, sagte Ministeriumssprecherin Ute Albersmann der dts Nachrichtenagentur.

In sechs Landkreisen in Oberfranken und im Landkreis Augsburg musste der Impfstart verschoben werden, weil es Zweifel an der Verwendbarkeit des Impfstoffs und Ungereimtheiten bei den Kühlprotokollen gab. Bundesweit wurden am Samstag laut Plan 151.125 Impfdosen des Biontech/Pfizer-Wirkstoffs an Deutschland ausgeliefert. Am Montag sollen dann bundesweit 521.625 und am Mittwoch noch einmal 672.750 Impfdosen ankommen, insgesamt in diesem Jahr also 1.345.500 Einheiten.

Foto: Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)