Berlin - Die bundesweite Corona-Inzidenz ist am Donnerstag erstmals auf über 200 gestiegen. Das zeigen direkte Abfragen bei den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen, die seit Anfang März täglich um 20 Uhr von der dts Nachrichtenagentur ausgewertet werden.

Demnach haben in den zurückliegenden sieben Tagen bundesweit 202,3 Personen pro 100.000 Einwohner einen Corona-Test mit positivem Ergebnis absolviert. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt stets niedrigere Inzidenzwerte an und weist darauf hin, dass sich diese Maßzahl nicht aus den täglich veröffentlichten Neuinfektionszahlen errechnen lasse, weil diese auch Nachmeldungen enthielten. Das bedeutet aber auch, dass die aktuellen RKI-Zahlen stets zu niedrig sind. Zuletzt gab das RKI am Donnerstagmorgen eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von 179,2 an.

Am höchsten ist der Wert demnach im bayerischen Landkreis Regen mit 651,1 Fällen je 100.000 Einwohner. Das bedeutet, einer von 153 Einwohnern hat dort in der letzten Woche ein positives Corona-Testergebnis bekommen, die Dunkelziffer der tatsächlichen Neuinfektionen ist vermutlich um den Faktor zwei bis fünf höher.

Foto: Mann mit Wasserflaschen und Mundschutz (über dts Nachrichtenagentur)