Berlin - Deutschland kann bis zum Quartalsende insgesamt mit maximal 18 Millionen Corona-Impfdosen von drei Herstellern rechnen. Das geht aus internen Berechnungen und Lieferplänen hervor, die der dts Nachrichtenagentur vorliegen.

Miteingerechnet sind die bereits in der EU erlaubten Wirkstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna, aber auch der Impfstoff von Astrazeneca, der erst nächste Woche voraussichtlich zugelassen wird - inklusive aller bereits im ersten Quartal angekündigten Lieferengpässe. Da alle drei Hersteller jeweils zwei Dosen pro Person vorschreiben, könnten damit bis Anfang April also maximal neun Millionen Menschen in Deutschland den vollen Impfschutz erhalten, entsprechend knapp elf Prozent der Bevölkerung. Im zweiten Quartal sollen die Liefermengen dann deutlich ansteigen, und womöglich noch weitere Impfstoffe zugelassen werden. Das wäre vermutlich auch dringend nötig, um das von der EU versprochene Ziel einer Impfquote von 70 Prozent unter der erwachsenen Bevölkerung schon "bis zum Sommer" zu erreichen.

Dafür müssten in Deutschland stand heute noch rund 47 Millionen Menschen geimpft werden, entsprechend etwa 200.000 Erstimpfungen pro Tag, um bis September mit dem Vorhaben durchzukommen. Bis Ende März allerdings dürfte es in Deutschland, das zeigen die aktuellen Berechnungen, im Schnitt bei maximal etwa 90.000 bis 110.000 Erstimpfungen pro Tag bleiben, wenn alles gut läuft, in den nächsten Tagen sogar noch sehr deutlich darunter. Aktuell erhalten im Wochendurchschnitt unter 60.000 Menschen täglich ihre erste Spritze mit einem Corona-Impfstoff.

Foto: Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer (über dts Nachrichtenagentur)