Hamburg - Die Luft in deutschen Städten wird immer besser - aber noch nicht überall in ausreichendem Maße. Im vergangenen Jahr haben "weniger als zehn Städte" die Stickstoffdioxidgrenzwerte von höchstens 40 Mikrogramm je Kubikmeter überschritten.

Das belegen entsprechende Ergebnisse des Umweltbundesamtes, schreibt das "Handelsblatt" (Montagausgabe) in seiner Montagausgabe. "Die NO2-Konzentrationen zeigen weiterhin einen Rückgang, der gegenüber 2019 noch einmal etwas deutlicher ausfällt", erklärte eine Sprecherin des Amtes der Zeitung. Derzeit würden noch die letzten Laborergebnisse ausgewertet, so dass noch keine genaue Zahl genannt werden könne. Fest stünde aber, dass Hamburg, München und Stuttgart die Grenzwerte weiterhin überschritten hätten.

Die genauen Ergebnisse stellt das Amt am 16. Februar vor. 2019 hatten noch 25 Städte die Grenzwerte verfehlt, 2018 waren es 57. Die fünf Modellstädte, die der Bund von 2018 bis 2020 unter anderem mit dem Plan eines kostenlosen Nahverkehrs gefördert hat, halten allesamt die Grenzwerte ein. Dies hat eine Umfrage des "Handelsblatts" (Montagausgabe) ergeben. Demnach lag der Wert in Bonn bei 32, in Essen bei 36, in Herrenberg bei 30, in Mannheim bei 34 und in Reutlingen bei 35. Die Städte haben allerdings angesichts der hohen Kosten keine Kostenlosangebote im Nahverkehr unterbreitet, sondern allenfalls mit Rabatten gearbeitet und dafür andere Maßnahmen bevorzugt, um die Luftqualität zu verbessern.

Foto: Luft-Messstation (über dts Nachrichtenagentur)