Berlin - Die IG Metall begrüßt die Einigung der großen Koalition auf ein Lieferkettengesetz und ruft die Unternehmen dazu auf, sich an die entsprechenden Standards schon vor seinem Inkrafttreten zu halten. "Die Bundesregierung hat geliefert. Insbesondere dank des Einsatzes der Minister Hubertus Heil und Gerd Müller ist der Durchbruch geschafft", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben).

"Die IG Metall begrüßt die Einigung auf ein Lieferkettengesetz deutlich, nach langem Ringen ist dies ein positives Signal." Jedoch dauere es zu lange, bis das Gesetz in Kraft tritt. "Wir fordern die Arbeitgeber auf, die Standards, die das neue Gesetz vorschreibt, schon vorher zu erfüllen", sagte der IG-Metall-Chef. Mittelfristig müsse auch geprüft werden, ob eine anlassbezogene Kontrolle der nicht unmittelbaren Zulieferer in der Lieferkette ausreiche. Mit dem Gesetz will die Bundesregierung größere deutsche Unternehmen von 2023 an dazu verpflichten, weltweit für Einhaltung der Menschenrechte in ihren Lieferketten zu sorgen. Von dann an soll das Gesetz für Firmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern gelten, von Anfang 2024 an auch für Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern.

Foto: Container (über dts Nachrichtenagentur)